Es ist eine erschreckende Polizei-Bilanz: Im Rahmen der „Köpi“-Räumung und bei den diversen Protesten davor und danach wurden 46 Polizisten verletzt. 76 Personen wurden vorläufig festgenommen, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte.

Demnach gab es auch im Laufe des Samstags wieder Angriffe von Linksautonomen. Unbekannte hätten die vom Eigentümer eingesetzten Sicherheitsmitarbeiter attackiert, warfen aus einem Haus in der Köpenicker Straße gezielt Flaschen und Steine und zündeten Pyrotechnik. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Die Polizei weitete die eingerichteten Absperrungen zum Schutz der Arbeiter aus.

Polizisten gehen in die besetzte „Köpi“-Wagenburg (Foto: PAUL ZINKEN/AFP)
Polizisten gehen in die besetzte „Köpi“-Wagenburg (Foto: PAUL ZINKEN/AFP)

Denn nach der Räumung rückten am Samstag auf dem 2600 Quadratmeter großen Areal gleich die Bagger an. Der Eigentümer will wohl schnell Fakten und Baufreiheit schaffen.

Polizisten neben einem Protestzug gegen die Räumung des „Köpi“ (Foto: picture alliance/dpa)
Polizisten neben einem Protestzug gegen die Räumung des „Köpi“ (Foto: picture alliance/dpa)

Die Nacht davor war noch geprägt von Vandalismus und Krawall mit der Polizei: Bei einer Kundgebung mit 5000 linksautonomen Demonstranten kam es bei der Route durch Neukölln und Kreuzberg immer wieder zu Flaschenwürfen auf Polizisten. Einzelne Krawallmacher zerstörten zudem Scheiben parkender Autos.

Ein Polizist bringt einen der Autonomen aus der „Köpi“ (Foto: MICHELE TANTUSSI/REUTERS)
Ein Polizist bringt einen der Autonomen aus der „Köpi“ (Foto: MICHELE TANTUSSI/REUTERS)

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat die Gewalt und Ausschreitungen scharf verurteilt. „Was wir gestern erlebt haben, ist keine politische Haltung, sondern blinde Zerstörungswut“, sagte der SPD-Politiker.

Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt (Foto: Spreepicture)
Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt (Foto: Spreepicture)

„Es ist destruktiv und löst kein einziges Problem. Der Staat wird Gewaltandrohungen nicht weichen. Rechtsstaatlichkeit ist ein hohes Gut und muss sich immer durchsetzen.“