Germany
This article was added by the user Anna. TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Ampel-Pläne zur Rente: Vorhaben von SPD, Grünen und FDP fällt bei Ökonomen durch

SPD, Grüne und FDP wollen bei der Rente nachbessern. Doch bei Ökonomen fallen die Ampel-Pläne durch.

Berlin - Die Einigung auf eine Ampel-Koalition wird immer wahrscheinlicher. In ihrem Sondierungspapier haben SPD, Grüne und FDP erste Grundsteine für eine Zusammenarbeit gelegt. Natürlich kommt dort auch das bisherige Streitthema Rente zur Sprache. Unter dem Titel „Soziale Sicherheit bürgerfreundlich gestalten“, listen die Parteien ihre Pläne für die künftige Altersabsicherung auf.

Gleich zu Beginn wird jedoch klargemacht, dass sich Arbeitnehmer nicht nur auf die gesetzliche Rente verlassen sollten. „Neben der gesetzlichen Rente bleiben die betriebliche wie private Altersvorsorge wichtig für ein gutes Leben im Alter“, heißt es im Wortlaut.

Rente: Ampel-Pläne sehen keine Anhebung des Eintrittsalters vor

Weiter machen die Parteien klar, dass sie nichtsdestotrotz die gesetzliche Rente stärken und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent sichern wollen. Eine Kürzung der gesetzlichen Rente oder eine Anhebung des Eintrittsalters sehen die Ampel-Parteien nicht vor. In Anbetracht der demografisch Entwicklung könnte das jedoch in Zukunft zum Problem werden.

Um dieses Problem zu lindern, soll die Deutsche Rentenversicherung (DRV) künftig auch am Kapitalmarkt investieren können. Dazu soll sie bereits im kommenden Jahr 10 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln erhalten.

Zudem heißt es im Sondierungspapier: „Die umlagefinanzierte Rente wollen wir durch die Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie die erwerbsbezogene und qualifizierte Einwanderung stärken.“ Wie genau sich das umsetzen lassen soll, bleibt bisher offen.

Wirtschaftsexperten kritisieren Ampel-Pläne

Besonders Wirtschaftsexperten halten nicht viel von den Plänen der Ampel-Politiker. Ifo-Chef Clemens Fuest machte gegenüber dem Handelsblatt klar, dass die Änderungen „alles andere als zukunftsträchtig“ seien. „Mit nachhaltiger Finanzpolitik sind diese Rentenbeschlüsse nicht vereinbar. Die Rentenreform wird offenbar schlicht vertagt“, so Fuest weiter.

Auch DIW-Chef Marcel Fratzscher warnte im ZDF-Morgenmagazin (18. Oktober) mit Blick auf die bevorstehenden Zeiten. „Da gibt es einen dringenden Handlungsbedarf. Nicht, weil jetzt das Geld fehlt, sondern weil es in Zukunft fehlen wird.“ (ph) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/picture alliance/dpa