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ANC-Ohrhörer für 100 Euro: Nothing Ear (1) sind nicht nur Hingucker

ANC-Ohrhörer für 100 Euro Nothing Ear (1) sind nicht nur Hingucker

Die kabellosen ANC-Ohrhörer Nothing Ear (1) sind keine technische Revolution. Aber mit außergewöhnlichem Design, gutem Klang und aktiver Geräuschunterdrückung bieten sie zu einem fast unschlagbar günstigen Preis ein sehr attraktives Gesamtpaket.

Die kabellosen Ohrhörer Nothing Ear (1) wurden lange vor ihrer Vorstellung Ende Juli scheibchenweise in sozialen Netzwerken enthüllt und erregten damit für einen Newcomer eine außergewöhnlich große Aufmerksamkeit. Doch so ganz überraschend ist das nicht, wenn man weiß, dass Carl Pei dahinter steckt, der mit einem ähnlichen Vermarktungstrick die ebenfalls von ihm gegründete Smartphone-Firma OnePlus ins Rampenlicht brachte. Außerdem haben weitere Größen der Tech-Szene investiert, unter anderem Casey Neistat.

Ganz unbegründet war der Hype auch deshalb nicht, weil Pei vor vier Jahren durchaus ablieferte. Zwar war das OnePlus 5 nicht ganz so herausragend, wie erwartet. Aber es bot starke Technik mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und fast genauso verhält es sich bei den 99 Euro günstigen Nothing Ear (1), die ntv.de ausprobiert hat.

Außergewöhnlich transparentes Design

Das wirklich Besondere an den Ohrhörern ist ihr außergewöhnliches Design. Das trifft weniger auf die Form der zu, die doch stark an Apple AirPods Pro erinnert. Zum Hingucker werden die Nothing Ear (1) durch den Einsatz von transparentem Kunststoff, der einen Teil des Innenlebens zeigt. Das Gleiche gilt für das ansonsten schlicht quadratische Ladecase. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und die Ohrhörer sind nach IPX4 vor Schweiß und Spritzwasser geschützt.

Ohrhörer und Box sehen aber nicht nur gut aus, sondern haben noch weit mehr zu bieten. Zunächst sind die 4,7 Gramm leichten Stöpsel äußerst bequem und man kann sie problemlos mehrere Stunden tragen. Außerdem schließen die Nothing Ear (1) mit dem passenden Silikon-Aufsatz sehr gut am Ohr ab und dämpfen so auch passiv schon recht gut Außengeräusche.

Wirksame Geräuschunterdrückung

Zusätzlich bieten die Newcomer eine effektive aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Sie kommen auf diesem Gebiet zwar nicht ganz an die AirPods Pro oder andere ANC-Meister heran, spielen aber schon ziemlich weit oben mit. Zugrauschen, Klimaanlagen oder den Straßenverkehr unterm Fenster kann man mit ihnen jedenfalls auch bei leiserer Musik gut ausblenden. In der App kann man zwischen zwei ANC-Stufen wählen.

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Auch das Case ist schick, aber etwas groß geraten.

(Foto: kwe)

Leider wirkt sich die Geräuschunterdrückung auch auf den Klang aus. Dabei stört nicht das - typische - kaum wahrnehmbare Rauschen, sondern eine deutlich hörbare Bassverstärkung. Da die Nothing Ear (1) ohnehin schon ordentlich tief gehen, ist das etwas zu viel des Guten. Vielleicht kann da ein Update aber noch Abhilfe schaffen.

Guter, aber sehr basslastiger Klang

Ansonsten klingen die Ohrhörer auch ohne Unterstützung von aptX oder einem anderen hochauflösendem Codec wirklich gut. Die Bässe sind wie bereits erwähnt sehr kräftig, lassen den Mitten aber noch genug Raum, um sich auszubreiten. Die Höhen sind angenehm klar, könnten aber etwas mehr ins Detail gehen. Insgesamt sind die Nothing Ear (1) nicht neutral, sondern eher warm und bassbetont abgestimmt, obwohl die Grundeinstellung als ausbalanciert bezeichnet wird.

Das ist aber okay, vielen Nutzern wird der Sound Spaß machen und darum geht es ja. Wenn man es trotzdem lieber etwas neutraler hätte, hilft die App nicht viel weiter. Man kann dort lediglich die Höhen stärker betonen oder den Bässen noch mehr Wumms geben. Auch da könnte ein Update nicht schaden.

Gelungene Touch-Steuerung

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Mit jüngeren Android-Geräten koppeln sich die Nothing Ear (1) automatisch, sobald ihr Case geöffnet wird.

(Foto: kwe)

Die Touch-Bedienung lässt dagegen kaum Wünsche offen. Mit zwei oder drei Tippern springt man vor und zurück oder pausiert die Wiedergabe. Um die Lautstärke zu ändern, streicht man nach oben oder unten. Hält man den Finger länger auf die Touch-Fläche, kann man zwischen den ANC-Stufen und einem Transparenz-Modus wählen. Dabei helfen bei der Unterscheidung unterschiedliche Töne.

Nimmt man einen Ohrhörer heraus, pausiert die Wiedergabe und startet wieder, wenn er zurück ist. Es ist aber auch möglich, jeden Stöpsel einzeln zu verwenden. Schick: In Bluetooth-Nähe kann man die Nothing Ear (1) über einen Piepton orten, wenn man sie verloren hat.

Qi-fähiges Ladecase

Die Ausdauer ist mit rund vier Stunden Wiedergabe bei aktiviertem ANC nicht berauschend, aber auch nicht schlecht. Wichtiger ist, dass das Ladecase Reserven von 30 Stunden hat und die Ohrhörer in 10 Minuten so weit auftankt, dass sie wieder fast eine Stunde mit ANC durchhalten.

Außergewöhnlich für den Preis ist auch, dass die Transportbox induktiv geladen werden kann (Qi). Allerdings ist sie mit 58,6 × 58,6 × 23,7 Millimeter recht groß.

Unterm Strich bieten die Nothing Ear für rund 100 Euro ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie klingen gut und haben so viele Extras, wie sonst nur deutlich teurere Ohrhörer. Dazu macht sie ihr außergewöhnliches Design zu etwas ganz Besonderem.

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