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Angespannter Markt: Neue Wege für die Wohnungspolitik von morgen

Der Wohnungsmarkt muss neu gedacht werden. Bild: dpa

Wenige Wohnungen, überteuerte Mieten: Unsere Gastautoren haben einen Vorschlag, wie sich das Schlamassel des Wohnungsmarktes sozial, ökologisch und marktwirtschaftlich überwinden lässt. Doch hat die nächste Regierung den Mut dazu?

Zwischen den potentiellen Koalitionspartnern besteht auf vielen Feldern Einigkeit über die Ziele, nicht aber, mit welchen Mitteln diese am besten zu erreichen sind. Besonders plastisch lässt sich das an der Wohnungspolitik zeigen. So besteht sicherlich kein Dissens darüber, dass das Problem des bezahlbaren Wohnens als wesentliche soziale Frage sehr zeitnah gelöst werden muss. Dringlich ist zudem die energetische Sanierung des Gebäudebestands, sollen die Klimaziele rechtzeitig erreicht werden. Auch die Förderung der Eigentumsbildung muss neu aufgestellt werden. Das alles darf dabei den Staatshaushalt nicht übermäßig belasten. Private Investitionen und marktwirtschaftliche Hebel sind daher so weit wie möglich zu nutzen.

Es ist offensichtlich, dass der Markt allein die Probleme nicht lösen kann. Bei Markteingriffen durch Regulierung müssen aber die ökonomischen Auswirkungen kritisch geprüft werden. Ein plakatives Beispiel: Ein starkes Absenken der Mieten, wie es in Berlin mit dem Mietendeckel bis zum verfassungsgerichtlichen Stopp vor­übergehend der Fall war, ist weder sozial gerecht noch ökologisch sinnvoll und sorgt auch nicht für die nötigen Investitionen.