Germany

Angst um Existenz: Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim flehen DFL-Präsidium an

Leverkusen -

Jetzt schlagen die Werksklubs Alarm und flehen die 15 anderen Bundesligisten in der DFL an! Nach einem „Handelsblatt“-Bericht haben die drei Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim das Bundeskartellamt wegen der 50+1-Regel-Bedenken am 12. Juni kritisiert. Sie bangen um ihre Existenz.

Das Trio klagt demnach in einem gemeinsamen Schreiben an das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) über „Konsequenzen, die für uns verständlicherweise inakzeptabel sind“. Im schlimmsten Fall würden die Vereine nämlich aus dem Spielbetrieb verschwinden.

Von der DFL gab es am Samstag auf Anfrage der DPA keine Stellungnahme zu dem Bericht.

Kartellamt hat Bedenken wegen Ausnahmegenehmigungen für Bayer Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim

Das Bundeskartellamt hatte Ende Mai in einer vorläufigen rechtlichen Einschätzung offiziell Bedenken gegen die Ausnahmegenehmigungen für Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim geäußert.

Die drei Bundesligisten sind nicht an die 50+1-Regel gebunden, wonach der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiterhin die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Dies soll den Einfluss externer Geldgeber auf einen Klub begrenzen. Hinter Leverkusen steht der Bayer-Konzern, hinter Wolfsburg Volkswagen, hinter Hoffenheim der SAP-Mitgründer Dietmar Hopp.

50+1-Regel: Werksklubs fordern Solidarität der Liga ein

In dem Schreiben, das dem „Handelsblatt“ nach eigenen Angabern vorliegt, fordern die drei Klubs nun Solidarität von der DFL ein, es wird sogar gebeten, intensiv in weitere Beratungen eingebunden zu werden.

Im „Sinne der Integrität der Bundesliga“ müsse es „jetzt unser aller gemeinsames Interesse sein, diese schwierige Situation zielgerichtet und mit diplomatischem Geschick zu bewältigen“.

Die DFL wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli über den weiteren Umgang mit der 50+1-Regel beraten. Dies hatte die DFL am Donnerstag mitgeteilt. Dort wollen sich auch die drei Klubs äußern.

Die DFL hatte im Jahr 2018 auf Wunsch der Mehrheit der 36 Profivereine eine Einschätzung des Bundeskartellamtes beantragt, um mögliche kartellrechtliche Bedenken bezüglich der grundsätzlichen Anwendung und Auslegung der 50+1-Regel prüfen zu lassen. Die Regel ist seit Jahren eines der großen und vor allem emotional aufgeladenen Streitthemen des Profifußballs. (dpa)

Football news:

Semin über das Finale des Russischen Pokals in verschiedenen Städten: Wir haben supermoderne Stadien zur WM gebaut
Savin versprach, dass Krasawa das Geld für die Tickets an die Fans bei Niederlagen im August
Chelsea machte Inter zwei Angebote für Lukaku
Ronaldo ist bereit, zu Real Madrid zurückzukehren. Madrid will nur Mbappé (As) unterschreiben
Nach 10 Tagen ist Russland Fünfter in der Medaillenwertung Tokio 2020. Noch ein bisschen-und wir werden Großbritannien aufholen
Ex-Liverpool-und Englands Nationalspieler Downing beendet seine Karriere
Bardzagli über den 18-jährigen Mbappé: Er lief mit 3.000 Meilen pro Stunde. Ich fragte Paratici, warum Juve ihn noch nicht unterschreibt