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Ausbeute: Bierdosen, Windeln, Hundekotbeutel und Kaffeekapseln

Die Stadtverordnete der Grünen, Katrin Plocher-Weiser (re), hatte eine Nachbarin zum Mitmachen motiviert. Auch die Kinder waren mit Gummihandschuhen und Greifzangen ausgerüstet. Foto: Achim Munck

Die Stadtverordnete der Grünen, Katrin Plocher-Weiser (re), hatte eine Nachbarin zum Mitmachen motiviert. Auch die Kinder waren mit Gummihandschuhen und Greifzangen ausgerüstet. (Foto: Achim Munck)

HOCHHEIM - So idyllisch und unberührt, wie das Hochheimer Mainufer auf den ersten Blick erscheint, ist es mitnichten. Die erste Aufräumaktion am vergangenen Samstag, 11.9.2021, brachte viele Gegenstände zu Tage, die nicht in die Natur gehören. Die Hochheimer Steuerungsgruppe Fairtrade hatte das Event organisiert, das in diesem Jahr erstmals auch am Main stattfand, nachdem in den letzten Jahren bereits Teile der Ufer von Rhein, Mosel und Ruhr gesäubert worden waren. Vierzig Teilnehmer, Frauen, Männer, Familien mit Kindern, Paare und Einzelsammler wurden am Hochheimer Segelclub ab 10 Uhr von Annette Zwaack und Kristina Scheinhardt von der Steuerungsgruppe Fairtrade mit großen Mülltüten, Handschuhen und Greifzangen ausgerüstet und verteilten sich dann zwischen Keramag und Autobahnbrücke. Es waren nicht nur Hochheimer dabei. Eine Teilnehmerin kam aus Breckenheim. Sie sagte, sie wollte sich gerne an einer solchen Aktion beteiligen und da hier in Hochheim die Werkzeuge gestellt werden, habe sie sich auf den Weg gemacht. Eine andere Müllsammlerin kam sogar aus Frankfurt angereist.

Da alle zum ersten Mal dabei waren, wusste niemand, welche Hinterlassenschaften zu finden sein würden. Neben zu erwartetem Müll, wie Kronenkorken, Zigarettenkippen, Papiertüten und Coffee to go- Bechern, fanden die Sammler Getränkedosen, Pfandflaschen, die mittlerweile wohl unvermeidlichen Corona-Schutzmasken, Spielsachen, Reste von Grillschalen und Plastikgeschirr. Warum diese Gegenstände nach dem Abschluss von feuchtfröhlichen Treffen am Mainufer nicht wieder mitgenommen werden, erschloss sich den eifrigen Müllsammmlern nicht. Die exotischeren Fundstücke waren zum Beispiel ein verrosteter Fahrradrahmen und das Hinterrad eines Mofas, ein Geschirrhandtuch, ein Pullover und eine Sportjacke. Ob die gefundenen Kleiderbügel dazu gehörten, war nicht mehr festzustellen, auch die Windeln waren nicht mehr zuzuordnen. Mittels DNA-Prüfung könnte man die Verursacher sicherlich herausfinden. Warum man verbrauchte Kaffeekapseln oder auch Batterien in der Natur entsorgen muss, ist nicht nachvollziehbar. Nicht überraschend, aber eklig waren die gefüllten schwarzen Plastikbeutel, deren Fundstellen sich in der Nähe der so genannten Hundewiese häuften.

Eine Teilnehmerin erklärt ihre Motivation, am CleanUp teilzunehmen mit der Überzeugung, dass man zwar die großen Räder nicht bewegen kann, aber dass man dann eben im Kleinen an Verbesserungen arbeiten muss. „Wir werden heute nicht den ganzen Main säubern können, aber wir wollen schon den Kindern zeigen, dass man seinen Müll nicht einfach herumliegen lassen darf“.

Ein Paar, das kurz vor der Keramag Pfanddosen und -flaschen aus dem Gebüsch fischte, erzählte, dass sich ein Schmetterling wohl bei ihnen bedankt habe.

Nach fast zwei Stunden kamen die ersten Sammlerinnen und Sammler mit teilweise erstaunlich schwerem Gepäck zurück und durften ihre Fracht in einen bereitstehenden Container leeren. Es war kein appetitlicher Anblick. Als kleine Aufmerksamkeit und zur Stärkung nach den teilweise recht weiten Wanderungen wurden Getränke und wurstlastige, aber auch vegetarische Picknickpakete gereicht.

Der Segelclub Hochheim hatte sein Gelände für den Container, das Clubhaus für die kurzzeitige Lagerung der Werkzeuge und der Verpflegung zur Verfügung gestellt. Rainer Kaus und Reiner Zeh unterstützten die Aktion vor Ort. Alle waren sich einig, dass die erste Auflage des Hochheimer MainCleanUp so erfolgreich war, dass sie im kommenden Jahr wiederholt werden soll.

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