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Ausstellung über Paul Müller-Kaempff in Ahrenshoop eröffnet

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Ausstellung Paul Müller-Kaempff
Sandra Schröder, Leiterin des Museums, steht vor Arbeiten des Malers Paul Müller-Kaempff. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die große Eröffnungsfeier der Paul-Müller-Kaempff-Ausstellung in Ahrenshoop musste wegen der Pandemie am Freitagabend abgesagt werden. Doch unter 2G-plus-Bedingungen kann es nun losgehen.

Ahrenshoop - Anlässlich seines 160. Geburtstags und des 80. Todestags ist seit Samstag im Kunstkaten Ahrenshoop eine Ausstellung mit Werken von Paul Müller-Kaempff (1861–1941) zu sehen. Am 25. Dezember folge dann der Ausstellungsstart im Hotel Fischerwiege, sagte Kurdirektor Roland Völcker. Unter dem Titel „Wolkenschatten“ werden in beiden Häusern mehr als 100 Gemälde gezeigt. Es handele sich dabei um idyllische Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten, dörfliche Szenen mit Bauernkaten, Kartoffelfeuern und Boddenansichten oder beeindruckende Wolkenspiele über der Ostsee.

„Müller-Kaempff ist der Gründungsvater der Künstlerkolonie Ahrenshoop“, sagte Völcker. 1869 sei der damals schon im Berliner Raum bekannte Künstler nach Ahrenshoop gekommen, um „der Landschaftsmalerei zu frönen“. Das zog immer weitere Kreise. So konnte das kleine Fischerdorf seinen Ruf als Treffpunkt von Künstlern ausbauen, bis die eigentliche Kolonie 1919 wieder aufgelöst wurde. Allerdings konnte Ahrenshoop seinen Ruf als „Ort der Kunst“ über den Nationalsozialismus und die DDR hinweg bewahren.

Paul Müller-Kaempff habe sich von der Unberührtheit der Natur inspirieren lassen und dafür Ahrenshoop als den idealen Ort empfunden. Das Licht zwischen Meer und Bodden, die von Windflüchtern, dem Hohen Ufer sowie den ortstypischen Bauernkaten geprägte Landschaft hätten ihn begeistert, berichtete Völcker. Ab 1892 habe er seinen festen Wohnsitz in dem selbst errichteten Wohnhaus gehabt.

Dutzende Künstler fanden in Ahrenshoop die Muße, die Umgebung und das passende Licht für ihr Wirken. Zur Gründergeneration gehörten neben Müller-Kaempff Anna Gerresheim (1852-1921), Elisabeth von Eicken (1862-1940) oder auch Carl Malchin (1838-1923). dpa

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