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Badestädter Betrieb verschenkt Kürbisse an Vereine

Kürbisse als Geschenk an Vereine: Lukas Berwinkel-Kottmann (von links), Bürgermeister Frank Hix, Laura, Kirstin Mato, Verena Rüdiger, Diana Kernek (alle Verein Hort-Impuls), Cord-Herwig Plumeyer und Tobias Klenke.

Bad Sooden-Allendorf – Der Verein Hort-Impuls, der Grundschulkinder nach dem Unterricht betreut, ist erster Profiteur einer ungewöhnlichen Geschenkidee von Cord-Herwig Plumeyer und Lukas Berwinkel-Kottmann, die am östlichen Stadtrand von Bad Sooden-Allendorf neben einer Hühnerfarm als zweites Standbein auf einer Fläche von sechs Hektar Kürbisse anbauen.

Am Dienstag erhielt der gemeinnützige Verein mehrere hundert Exemplare dieses Fruchtgemüses, mit dessen Vermarktung er seine eigene Kasse deutlich aufbessern kann.

Zwei Tage vor Halloween, wie im Englischen das Hochfest Allerheiligen genannt wird, soll das erstmals während des Wochenmarktes am Freitag in Allendorf geschehen. Weitere Verkaufsstellen sind der Hort, die Grundschule Am Brunnen vor dem Tore und der Hof Klenke in Kleinvach. Als Berufskollege und landwirtschaftlicher Nachbar hatte Tobias Klenke Pate gestanden bei dem Projekt, von dem künftig jedes Jahr ein anderer Verein Nutznießer sein soll.

Kürbiskerne und Kürbisöl sollen regionale Marke bilden

„Wir wollen etwas Gutes tun“, begründete Plumeyer die Aktion, bei der Kürbisse tonnenweise zum Nulltarif abgegeben werden. Gerade zu Halloween würden in die größeren Exemplare gern Fratzen geschnitten, die nach einem aus Irland stammenden Brauch als Abschreckung böser Geister dienten. Deshalb züchtet er den Halloween-Kürbis auf einem Zehntel seiner Anbaufläche. Je zur Hälfte wird die größere Restfläche biologisch beziehungsweise konventionell bearbeitet, aber stets ohne den Einsatz von Chemie. Aus dem Fruchtgemüse will er Kürbiskerne und Kürbiskernöl gewinnen und zu einer regionalen und hessenweiten Marke aufbauen. Als Kunden zielt er dabei auch auf Bäckereien, die Kürbiskerne gern bei der Herstellung von Brot und Brötchen benutzen und oft importieren müssten.

Vor zwei Jahren betrug die Kürbisernte weltweit knapp 23 Millionen Tonnen. Spitzenreiter mit fast 8,4 Millionen Tonnen war China. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im selben Jahr gut 135 000 Tonnen Kürbisse geerntet.

Von Chris Cortis