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Bahlsen nennt Waffel „Afrika“ nach Rassismus-Kritik um – und verringert Menge

Nach einer Rassismus-Debatte in sozialen Netzwerken hat der Kekshersteller Bahlsen ein Waffelprodukt umbenannt. Im Rahmen einer Neuauflage sei der Name des Produkts „Afrika“ in „Perpetum“ geändert worden, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag auf Anfrage mit.

Die neuen Produkte sind demnach seit Juni im Handel. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über die Umbenennung berichtet.

In dem betroffenen Fall sei festgestellt worden, dass der eigentliche Grund für die Namensgebung vor über 60 Jahren – nämlich der Bezug zum Rohstoff Kakao, der in einigen afrikanischen Ländern angebaut wird – heute nicht mehr wahrgenommen werde, teilte das Unternehmen aus Hannover mit.

Am Donnerstag wies die Verbraucherzentrale Hamburg darauf hin, dass Bahlsen die Umbennenung zu einer indirekten Preiserhöhung genutzt habe, indem man die Füllmenge verringerte. Bei einem gleichbleibenden Preis von 1,99 Euro pro Packung enthält „Perpetum“ nur noch 97 statt zuvor 130 Gramm. Das entspricht einer Verteuerung um 34 Prozent.

Der neue Name kommt aus dem Lateinischen

Teilweise seien sehr negative Assoziationen hervorgerufen worden. „Aus diesen Gründen haben wir uns für die Umbenennung entschieden“, sagte der Bahlsen-Sprecher.

Der neue Waffelname ist nach Konzernangaben vom lateinischen Adjektiv „perpetuus“ abgeleitet, was sich mit „beständig“ ins Deutsche übersetzen lässt. Im Frühjahr 2020 hatten sich einige Anwender in den Kommentaren zu einem Bahlsen-Bild bei Instagram über den Namen beschwert.

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