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Bayern aufgepasst: Hier dürfen am Montag die Biergärten öffnen - Ministerium veröffentlicht Liste

Die Corona-Zahlen in München sinken weiter. Sollte die Inzidenz unter 100 bleiben, stehen bald Öffnungen an. Doch diese Entwicklung gilt nicht nur für die Landeshauptstadt. Alle News hier im Ticker.

Update vom 8. Mai, 18.15 Uhr: Seit Tagen sinken in München die Corona-Zahlen. Hält dieser Trend weiter an, dürfen hier ab Dienstag endlich wieder Biergärten öffnen. Doch nicht nur in der Landeshauptstadt stehen bald Lockerungen bevor.

Corona in Bayern: Infektionsrate sinkt weiter - Ministerium erlaubt Biergarten-Öffnung in 13 Regionen

In insgesamt 13 bayerischen Regionen ist die Corona-Infektionsrate derzeit so günstig, dass zum Start in die neue Woche Biergärten und andere Freizeiteinrichtungen aufsperren dürfen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in München mit. In besagten Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Inzidenz stabil unter 100. Im Klartext bedeutet das: fünf Tage hintereinander. Danach sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag darf geöffnet werden.

Eine Öffnung am Montag ist nach diesen Maßgaben für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Landsberg am Lech, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen erlaubt. Der Kreis Neuburg-Schrobenhausen darf ab Dienstag öffnen.

Corona in München: Sieben-Tage-Inzidenz am Wochenende sinkt auf 92,3

Am Wochenende sind die Corona-Neuinfektionen übrigens auch im gesamten Freistaat gesunken. Im Landesdurchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 120,9.

Update vom 8. Mai, 14.48 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Corona-Zahlen auf Twitter veröffentlicht. Neben der bereits bekannten Inzidenz von 92,3 (siehe Update von 7.59 Uhr), erklärte die Stadt auch, dass kein neuer Todesfall hinzugekommen ist. Der Anteil der Mutationen liegt bei 91,7 Prozent. Stand 7. Mai wurden 586.759 Impfungen durchgeführt (454.973 Erst- und 131.786 Zweitimpfungen). „Die Münchner Impfquote liegt damit, bezogen auf die impffähige Bevölkerung ab 16 Jahren, bei den Erstimpfungen bei 35,8 % und bei den Zweitimpfungen bei 10,4 % (Münchner Gesamtbevölkerung 30,7 % / 8,9 %).“ Das teilte die Stadt ebenfalls mit.

Corona in Bayern: Wird zu viel Impfstoff verschwendet?

Update vom 8. Mai, 13.01 Uhr: Klaus Holetschek wünscht sich im Kampf gegen Corona die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. „Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen“, sagte Bayerns Gesundheitsminister in München. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

„Bei den Ärzten und in den bayerischen Impfzentren ist die Entnahme zusätzlicher Impfdosen ohnehin schon länger gelebte Praxis und bewährt sich täglich. Ich rufe die impfenden Einrichtungen auf, diese Möglichkeit weiterzunutzen“, betonte Holetschek. Sorgen wegen einer veränderten Haftung ergäben sich für die impfenden Ärzte nicht, da diese schließlich bei jeder Dosis sicher sein müssten, dass sie die richtige Menge in den Spritzen aufgezogen hätten.

Corona-Impfungen in Bayern: Holetschek will auf keinen Tropfen Corona-Impfstoff verzichten

Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne. Dies müsse der impfende Arzt sicherstellen, sagte der CSU-Politiker weiter. „Wichtig ist auch: Der Impfstoff darf nicht aus mehreren Flaschen gemischt werden.“

Und weiter: „Impfenden Ärzte handeln verantwortungsvoll und fachlich versiert, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die erste, dritte, sechste oder eventuell siebte oder elfte Spritze handelt. Das sind Fachleute, die wissen, was sie tun, und damit stellt sich die Frage nach rechtlichen Bedenken nicht.“

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen - beim Präparat von Biontech/Pfizer gilt dies auch bereits für die Entnahme der sechsten Dosis - sind besondere Spritzen- und Kanülenkombinationen notwendig. Die Ärzte können diese laut Holetschek auf dem üblichen Weg über die Apotheken ordern. Bayern habe bereits für die Entnahme der sechsten Dosis seit Januar entsprechende Spritzen und Kanülen beschafft und an die Impfzentren ausgegeben - und damit die technische Machbarkeit geschaffen.

Corona in München: Inzidenz setzt rapiden Sinkflug fort - Große Lockerungen stehen bevor

Update vom 8. Mai, 7.59 Uhr: Der nächste Schritt in Richtung Lockerungen ist gemacht: Am Samstag (8. Mai) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) für München eine Inzidenz von 92,3 - damit liegt der Wert seit dem 5. Mai konstant unter 100, also bereits den vierten Tag in Folge. Liegt die Inzidenz stabil - fünf Tage - unter dem wichtigen Grenzwert, winken ab dem übernächsten Tag (in diesem Fall Dienstag) Erleichterungen wie beispielsweise der Wegfall der nächtlichen Ausgangssperre. Mit Test und Termin wäre dann auch die Öffnung der Außengastronomie und von Theatern und Kinos in Sicht.

Corona in München: SPD-Fraktion will Frühwarnsystem einführen

Update vom 7. Mai, 19.37 Uhr: Schon seit längerem ist klar, dass man im Abwasser Reste von Coronaviren nachweisen kann. Einen entscheidenden Beitrag zu dieser Forschung hat auch die Stadt München und die LMU geleistet. Die Initiative dafür ging von den Stadtratsfraktionen der SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste aus. Die Universität untersuchte über ein Jahr lang an verschiedenen Stellen im Münchner Kanalnetz zahlreiche Abwasserproben. Dabei stellte man fest, dass man Corona-Rückstände bereits zwei Wochen vor einem tatsächlichen Infektionsausbruch erkennen konnte. Auch Mutationen wurden so erkannt. „Zudem konnten die Forscher*innen Rückschlüsse auf die Dunkelziffer, also auf Personen, die keine oder nur kaum Symptome aufweisen, und damit auf den tatsächlich infizierten Anteil der Bevölkerung ziehen“, schreibt die SPD auf ihrer Homepage.

Nun sollen diese Abwasseranalysen fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Für die SPD/Volt-Stadtratsfraktion sind sie eine „sinnvolle Strategie zur frühzeitigen Erkennung eines Corona-Ausbruchs“. Man wolle ein Frühwarnsystem etablieren und das Infektionsgeschehen noch intensiver beobachten. Die Fraktion führe im Augenblick Gespräche, das Modellprojekt dauerhaft zu installieren. Die umweltpolitische Sprecherin der SPD/Volt, Dr. Julia Schmitt-Thiel, dazu: „Ich freue mich sehr, dass München bei diesen wichtigen Erkenntnissen ganz vorne dabei ist. Wichtig ist uns auch, dass wir die Dunkelziffer besser kennen. So können wir besser planen und langfristige Strategien entwickeln, statt dem Pandemiegeschehen hinterherzulaufen.“

Update vom 7. Mai, 12.24 Uhr: Der Landkreis Tirschenreuth erlaubt ab Montag die Öffnung der Außengastronomie. Dies werde am Nachmittag im Amtsblatt veröffentlicht, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Freitag. Tirschenreuth ist derzeit jener Landkreis in Bayern, der am längsten eine Inzidenz von unter 100 aufweist. Seit dem 14. April liegt er unter diesem Wert. In den ersten beiden Corona-Wellen war Tirschenreuth dagegen noch hart getroffen worden.

Corona in Bayern: Tirschenreuth öffnet Außengastronomie - weitere könnten bald folgen

In mehreren anderen Land- und Stadtkreisen, die für eine Öffnung der Außengastronomie am Montag infrage kommen, lag am Vormittag dagegen noch keine Zustimmung des Ministeriums vor. Ab Montag sollen Landkreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Inzidenz unter 100 erlauben können, Bier-, Wirtsgärten und Freischankflächen unter Hygienevorschriften zu öffnen. Dafür müssen die Kreise aber die Zustimmung des Gesundheitsministeriums einholen. Dort lagen bis zum späten Freitagvormittag 10 Anträge vor.

Update vom 7. Mai, 06.52 Uhr: Die Stadt München liegt auch am Freitag weiterhin unter der Inzidenz von 100. Das RKI teilt, Stand 7.5., 3.09 Uhr, eine Inzidenz von 94,1 für die Landeshauptstadt mit. Damit ist der Trend weiter eindeutig. Sollte München nicht mehr über eine Inzidenz von 100 steigen, könnten ab kommenden Mittwoch (12. Mai) zahlreiche Lockerungen, wie die Öffnung von Einzelhandel und Außengastronomie erfolgen, wenn auch nur mit Test und Termin. Insgesamt wurden 239 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Vier Menschen starben infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Sollte München nicht mehr über eine Inzidenz von 100 steigen, könnten ab kommenden Mittwoch (12. Mai) zahlreiche Lockerungen erfolgen.

Update vom 6. Mai, 18.35 Uhr: Im Eilverfahren hat die bayerische Regierung Lockerungen für Genesene und Geimpfte beschlossen. Seit Donnerstag, 6. Mai, dürfen sie wieder ohne aktuellen negativen Corona-Test einkaufen.

Münchens Einzelhändler sind von Söders Hau-Ruck-Aktion jedoch alles andere als begeistert. „Aus unserer Sicht – vorsichtig ausgedrückt – nicht nur ein Unding, sondern eine beispiellose Ignoranz der Belange der Unternehmen“, schimpft Wolfgang Fischer, Chef der Münchner City Partner. Quasi auf Knopfdruck müssten nun neue Maßnahmen umgesetzt werden - ansonsten drohen Bußgelder.

Corona in Bayern: Hotels zu Pfingsten offen - Boom bisher ausgeblieben

Update vom 6. Mai, 15.06 Uhr: Nach der angekündigten Öffnung für den Tourismus ist ein Buchungsboom in oberbayerischen Urlaubsregionen zu Pfingsten bisher ausgeblieben. Das Interesse sei groß, es gebe aber noch Unsicherheiten, sagte der Geschäftsführer der Tourismusverbandes Oberbayern und München, Oswald Pehel. „Wir sind dabei, Fragen zu sammeln und zu klären. Wir brauchen Antworten, vor allem was die Teststrategie betrifft.“ Der Öffnungsschritt sei aber ein sehr wichtiges Signal.

Hotels und Ferienwohnungen sollen ab dem 21. Mai Gäste empfangen dürfen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. „Unmittelbar nach der Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder sind die Telefone bei uns heiß gelaufen“, sagte Pehel. Viele Urlauber wollten kommen. Auch für den Sommer gebe es rege Nachfrage.

Erstmeldung vom 6. Mai 2021

München - Die Stadt München liegt bei der wichtigen 7-Tage-Inzidenz wieder unter der „magischen“ Marke von 100. Sie ist deshalb so wichtig, da weitreichende Maßnahmen mit ihr stehen und fallen. So meldete das RKI (Robert Koch-Institut) am Mittwoch, 5. Mai, erstmals wieder eine Inzidenz unter 100 für München (99). Einen Tag später, am Donnerstag, 6. Mai, fiel die Inzidenz, wenn auch nur leicht, weiter auf 98,3. Sollte sich dieser Trend konstant halten, stünden in München* am Mittwoch, 12. Mai, weitreichende Öffnungen an. Neben der Außen-Gastronomie, dürften sich Theater- und Kinobetreiber auf Öffnungen freuen, freilich alles mit Test und Termin. Trotzdem wäre es nach den langen Monaten des Lockdowns für viele bestimmt eine Erleichterung.

Corona in Bayern: Söder prescht vor - bald weitreichende Öffnungen in München?

CSU-Chef Markus Söder brachte die Öffnungs-Perspektiven recht überraschend auf den Vormarsch. Schon am Montag, 3. Mai, verkündete er die Lockerungen, ehe er sie einen Tag später, nach der Kabinettssitzung, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Holetschek (CSU) offiziell bekanntmachte. Auch überraschend: Noch vor einer Entscheidung des Bundes kündigte der CSU-Chef außerdem an, die Rechte von vollständig Geimpften und Genesenen/Getesteten gleichzustellen. Ab heute muss eine zweimal-geimpfte Person etwa beim Shoppen keinen Test mehr vorlegen. Überraschend war diese Ankündigung deshalb, da sich Söder stets für „bundeseinheitliche“ Regelungen ausgesprochen hatte, hier aber wiederholt wieder früher agierte als Berlin.

Sollte die 7-Tage-Inzidenz weiter unter 100 bleiben, stehen weitreichende Öffnungen an.

Corona in München: Völlig neue Impf-Strategie? Stadt will umgehend handeln

Viele Experten, darunter Karl Lauterbach (SPD), haben mittlerweile festgestellt, dass besonders in ärmeren Vierteln die pandemische Lage kritisch ist. Auch München sei davon betroffen, wie Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek am Mittwoch im Stadtrat mitteilte. In einigen Stadtvierteln liege die Infektionsrate bei 4,4 Prozent, in Bezirken mit höherem sozioökonomischem Standard bei rund 2,4 Prozent. Die Gesundheitsreferentin machte auch klar: „Es gibt in München keine so großen Unterschiede wie etwa in Köln.“ Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt in einigen Vierteln bei 500. Dennoch ist Zurek zufolge offensichtlich: „Je schlechter die soziale Lage, desto höher die Inzidenz.“ Dies habe wohl auch mit beengten Wohnverhältnissen oder prekären Arbeitsverhältnissen der Betroffenen zu tun. Die Stadt München will deshalb handeln und bessere Impfmöglichkeiten für Menschen schaffen, die in prekären Situationen leben. Außerdem soll die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden, um bestimmte Bevölkerungsteile besser zu erreichen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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