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Bei der Agentur für Arbeit - Neuer Spitzen-Job für Andrea Nahles

Bams

Es wäre das Comeback nach einem bitteren Rücktritt! Ex-SPD-Chefin Andrea Nahles (51) soll für die Regierung von Bald-Kanzler Olaf Scholz (63) eine wichtige Rolle spielen.

Nein, trotz aller kursierenden Gerüchte, Nahles wird nicht Ministerin. Das war auch nicht ihr Wunsch. Ein führendes SPD-Mitglied zu BILD am SONNTAG: „Andrea Nahles hat signalisiert, dass sie jetzt nicht als Ministerin in die Politik zurückkehren will.“

Und auch Olaf Scholz plante nicht mit Nahles im Kabinett. Aber er schätzt das Fachwissen (Ex-Arbeitsministerin) und die politische Erfahrung seiner engen Vertrauten.

▶︎ Und so soll Nahles nach BILD am SONNTAG-Informationen aus der SPD die neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden. Dienstantritt wäre spätestens der 1. April. Dann läuft der Vertrag von Amtsinhaber Detlef Scheele (65, SPD) aus, der nicht weitermachen will.

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BA-Vorstandsvorsitzender (geschätztes Gehalt 270 000 Euro, knapp 100 000 Mitarbeiter) ist einer der Top-Jobs, die die Regierung zu vergeben hat. Als neue Chefin müsste Nahles die wichtige Reform „Hartz IV wird Bürgergeld“ umsetzen.

Es gibt allerdings noch Hürden: Der Verwaltungsrat der BA muss sie wählen, dann muss das Bundeskabinett zustimmen.

Nahles war im Juni 2019 nach monatelangem Mobbing aus der eigenen Partei als SPD-Chefin und Fraktionsvorsitzende entnervt zurückgetreten. Ein knappes Jahr später organisierte ihr Scholz einen neuen Job als Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Unterbehörde des Finanzministeriums).

Ein Posten, der nach den ganzen Verletzungen gut war, um zur Ruhe zu kommen. Aber auf Dauer für eine Herzblut-Politikerin wie Nahles dann wohl doch zu langweilig. Sie selbst ließ am Samstag über einen SPD-Mitarbeiter ausrichten, dass sie sich zu den ganzen Personalspekulationen der letzten Tage nicht äußern werde.

Sonntag informiert Scholz die Genossen, die er zu Ministern macht, Montag stellt er seine Regierungsmannschaft vor.

Bei der Agentur für Arbeit: Neuer Spitzen-Job für Andrea Nahles
Foto: BILD

Heikelste Frage: Wer wird in der Corona-Krise Gesundheitsminister? Mit Karl Lauterbach stünde ein absoluter Experte bereit. Aber es gibt einen Männerüberschuss und das Scholz-Versprechen von mindestens 50 Prozent Frauen im Kabinett.

Ausweg: Lauterbach könnte Chef des Corona-Expertenrats im Kanzleramt werden, der einmal die Woche tagen soll. Eine Spitzengenossin zu BamS: „Das wäre eine sinnvolle Besetzung.“