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Bergneustädter Friedensmarsch: Corona-Debatte und Klimaschutz besorgt Demonstranten

Bergneustadt -

Die Sorge um den sozialen Frieden in der Corona-Krise und die Bedrohung der Weltgesellschaft durch den Klimawandel standen im Mittelpunkt der Ansprachen beim Bergneustädter Friedensmarsch. Der Demonstrationszug findet seit 30 Jahren statt, hat aber auch in diesem Jahr wieder aktuelle Anlässe gefunden.

Nachdem die Ortsverbände von SPD und Grünen im vergangenen Jahr den Marsch abgesagt hatten, kamen am Montag wieder mehr als 40 Teilnehmer auf dem Rathausplatz zusammen, um dort nach einer großen Runde durch die Stadt eine Kundgebung abzuhalten. Ute und Friedemann Rink begleiteten das Programm mit Friedensliedern wie „We Shall Overcome“.

„Militärisch ist die Klimakrise nicht zu beherrschen“

SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Grütz wies darauf hin, dass die Auseinandersetzung über die Corona-Maßnahmen vor allem in der sozialen Medien von einer immer brutaleren Sprache geprägt seien. Und aus Worten würden irgendwann Taten. „Die offene Aggressivität in der politischen Kultur gefährdet den gesellschaftlichen Frieden.“ Das Impfen sei ein Gebot der Solidarität, um die Schwächsten zu schützen.

Der Grünen-Politiker und Gummersbacher Arzt Dr. Ralph Krolewski verdeutlichte, dass die Rüstung weltweit negativen Einfluss auf Klimaschutz und Armutsbekämpfung hat. „Militärisch ist die Klimakrise nicht zu beherrschen.“ Peter Rothausen sprach als Vertreter der katholischen Kirche ein Fürbittengebet. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Friedhelm Julius Beucher mahnte in Anlehnung an den „Friedensschluss mit der Natur“ der UN-Umweltbehörde Unep: „Das Wohlergehen künftiger Generationen hängt auch in Bergneustadt von der Entwicklung zu einer klimaneutralen Gesellschaft ab.“