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BG Göttingen verliert in Hamburg 1,2 Sekunden vor Schluss

Drei BGer im Blickpunkt: Luke Nelson (rechts) mit Rihards Lomazs und Mathis Mönninghoff.

Solche Niederlagen tun doppelt und dreifach weh! Genau 1,2 Sekunden vor Schluss schenkte T.J.Shorts der BG Göttingen den entscheidenden Korb zur 91:93 (40:49)-Niederlage in der Basketball-Bundesliga bei den Hamburgs Towers ein.

Hamburg – Ganz bitter für die Veilchen, die ein starkes letztes Viertel hinlegten, das sie 28:20 gewannen, zuvor aber vor allem in der Abwehr zu nachlässig agierten und sich indiskutable 22 Ballverluste leisteten.

Doch blieb festzuhalten: Nach der zweiwöchigen Corona-Zwangspause und der 90:102-Niederlage gegen Bayern München präsentierte sich das Team von Trainer Roel Moors schon wieder weitaus besser als am vergangenen Sonntag.

„Wir hatten zu viele Höhen und Tiefen“, meinte Rihards Lomazs hinterher. Der Lette taute erst im letzten Viertel auf und schenkte den Towers nach dem Göttinger 75:83-Rückstand vier Dreier in Folge ein, nur unterbrochen von dem ebenfalls stark aufspielenden Harper Kamp, der am Ende auf 19 Punkte kam –aber leider ausgerechnet seinen letzten Freiwurf, der die 92:91-Führung gebracht hätte, liegen ließ. Lomazs hatte am Ende wieder starke 26 Zähler auf seinem Konto.

Vorm Spiel berichtete Luke Nelson über seine Corona-Erkrankung. Ihn hatte es heftiger erwischt, er hatte Schmerzen und schwitzte stark, so der Brite. „Das war nicht leicht für mich!“ Jetzt gehe es für ihn darum, wieder in den Rhythmus zu kommen. Auf dem Parkett stand er dann 12:15 Minuten, blieb dabei aber ohne Punkt.

Nelson Weidemann brachte die Veilchen zunächst in front, doch Justus Hollatz scorte zum 4:3, ehe Coach Moors wegen Meckerns ein Technisches Foul erhielt, weil ein klares Foul an Lomazs vor der BG-Bank nicht gepfiffen wurde. „Harte Entscheidungen gegen Göttingen“, konstatierte selbst MagentaSport-Kommentator Arne Malsch. Die BG kam nicht in ihren Rhythmus, die Towers gingen mit 19:11 in Front. Erst zum Schluss des ersten Viertels agierten die Veilchen besser und starteten einen dieser vielen „Läufe“ im Basketball. Mathis Mönninghoff glich zum 21:21 nach den ersten zehn Minuten aus.

Viertelübergreifend legten die BG dann eine Serie von 14:0 hin, führten durch Kapitän Akeem Vargas, der insgesamt vier Dreier einnetzte, mit 29:23. Doch wie es so ist: Hamburg konterte mit einem 10:0-Lauf, ging wieder 33:29 in Führung. Zur Halbzeit lagen die Towers 49:40 vorn. Bis dahin hatte die BG schon elf Turnovers und nur acht von 14 Freiwürfen getroffen.

Im dritten Viertel lagen die Hanseaten fast durchweg mit plus/minus zehn Zählern in Front, die BG lief da nur hinterher. Umso erfreulicher, dass sie sich im letzten Abschnitt nicht hängen ließ, nochmals alle Kraft aufbot, um zurückzukommen. Beim 72:83-Rückstand fünf Minuten vor dem Ende sprach noch alles klar für die Towers, ehe eben Lomazs sein feines Wurfhändchen wiederentdeckt hatte und Dreier um Dreier verkürzte. 107 Sekunden vor Schluss brachte Kamp seine Farben sogar 88:87 in Führung und traf auch zum 90:89. Doch den kleinen Shorts konnte die BG dann in der Crunch Time nicht kontrollieren. Die letzten sechs Zähler besorgte der nur 1,75 m große US-Boy im Alleingang. Eben sehr zum Leidwesen der BG, die am Freitag schon wieder das nächste Auswärtsspiel in Bamberg bei Ex-Coach Johan Roijakkers bestreitet.

BG: Booker 1, Weidemann 3, Nelson, Vargas 12/davon 4 Dreier, Onwuegbuzie (n.e.), Kramer 9, Omuvwie 2, Lomazs 26/6, Mönninghoff 10/1, Kamp 19, Odiase, Dawkins 9/1.

Hamburgs beste Werfer: Shorts 24/1, Kotsar 21, Hollatz 15. (haz/gsd)

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