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Biden im Wahlkampf in Virginia: „Wir lieben dich, Joe“

Seltener Zuspruch: US-Präsident Joe Biden macht ein Foto mit Anhängern in Arlington, Virginia. Bild: dpa

Die Wahl in Virginia ist ein wichtiger Test für Präsident Joe Biden – und für seinen Vorgänger Donald Trump. Wie steht es um die beiden Rivalen?

Joe Biden war es ein Anliegen, ein paar Dinge richtigzustellen. Als der amerikanische Präsident am Dienstagabend, eine Woche vor der Gouverneurswahl in Virginia, in Arlington auf die Bühne vor 2500 Anhänger trat, um den Demokraten Terry McAuliffe zu unterstützen, machte er zum einen deutlich, dass seine Partei ihn mitnichten verstecke. Zum anderen lautete seine Botschaft: Die Konfrontation mit Donald Trump scheut er nicht. Er sucht sie geradezu. In den amerikanischen Regionalwahlen am 2. November ist Virginia zu einem Test darüber geworden, wie es ein Jahr nach der Präsidentenwahl um die beiden Rivalen steht.

Majid Sattar

Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

Tatsächlich war in den vergangenen Wochen aufgefallen, dass McAuliffe, der um seine sicher geglaubte Wahl zum Gouverneur bangen muss, während seiner Kundgebungen den Präsidenten kaum erwähnt. Dessen Zustimmungswerte sind im Keller. Rückenwind aus Washington konnte der Kandidat sich angesichts der Inflation und einer mühsamen wirtschaftlichen Erholung nicht versprechen. McAuliffe, der vor acht Jahren schon einmal für eine Amtszeit im Gouverneurssitz in Richmond residierte, hatte zuletzt daher die Allzweckwaffe Barack Obama und auch Kamala Harris, die Präsidentin der Herzen, eingespannt, um afroamerikanische Wähler zu mobilisieren. Biden hatte im Sommer auch einmal für ihn Wahlkampf gemacht, doch war das noch vor dem Afghanistan-Debakel, das den Beginn der Abwärtsspirale für den Präsidenten darstellte.