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Billard: Bad Wildungerin Emma Mundhenke beeindruckt bei der Deutschen Jugendmeisterschaft

Auf Anhieb fast ein nationaler Titel: Billardtalent Emma Mundhenke vom PBC Bad Wildungen (hier im 8-Ball) wurde im 10-Ball deutsche Vizemeisterin der U15.

Die deutschen Billard-Meisterschaft in der Wandelhalle gehen in die zweite Woche. An diesem Freitag starten die „Großen“, die letzten Medaillen beim Nachwuchs wurden am Donnerstag ausgespielt.

Bad Wildungen – Es ist wieder die Zeit des feinen Zwirns, der Queue-„Artisten“ und des mal kaum, mal deutlich hörbaren „Klack“, wenn die Kugeln sich berühren: Billard, deutsche Meisterschaft, Wandelhalle. Eine feste Verbindung im Herbst. Diesmal bilden die Titelkämpfe des Nachwuchses den Prolog, mit denen heute Teil der DM zu Ende geht.

Die Wildunger haben ihre „Deutschen“ bisher in guter Erinnerung. Vorbereitung und Ablauf haben trotz veränderter Rahmenbedingungen wegen der Corona-Vorschriften gut geklappt. Obendrein gibt es auch wieder Jugendspieler des 1. PBC Bad Wildungen, die Freude machen.

Allen voran: Emma Mundhenke in der Altersklasse wU15. Eine junge Dame, die vor sechs Monaten noch niemand kannte beim einheimischen Poolbillardclub, weil erst kurz danach mit dem Billardspielen begonnen hat. Dank einer Nominierung durch den Landesverband durfte die bald 13-Jährige auf die große Bühne. Und seit Sonntag darf sie sich deutsche Vizemeisterin nennen.

Mit dem Zehn-Ball begannen die Pool-Disziplinen, und für Emma Mundhenke damit das täglichen Treffen mit fünf weiteren Spielerinnen. Alle sechs traten im 8-, 9 und 10-Ball an – im Modus Jeder gegen Jeden – und dürften sich am Ende der DM ganz gut kennen.

Tim Skura verpasst die Viertelfinals knapp

Emma machte sich jedenfalls gleich zu Beginn im 10-Ball einen Namen, einer Poolvariante, bei der das Loch, in das die jeweilige Kugel versenkt werden muss, vorher angesagt wird. Die ersten vier Partien gewann die Wildungerin, zwei davon sogar glatt mit 3:0. Zum Abschluss gegen Tina Gulic vom BSV Dachau stand also ein echtes Finale auf dem Spielplan.

Die Bayerin gewann gegen Emma mit 3:1. Zwar hatte Tina Gulic in der Runde zuvor verloren, aber insgesamt hatte sie das bessere Spielverhältnis mit 14:6 gegenüber 13:7 von Emma Mundhenke. Aber mit Silber war diese keinesfalls unglücklich, zumal franziska Günther (13:7) auch nur knapp hinter ihr lag.

Am Sonntag ging es im 8-Ball weiter. Wieder gab es in Spiel fünf nichts zu holen gegen Tina Gulic. Und nach einer 1:2-Niederlage zuvor gegen Kira Weser (Bergische Pool Union) lag auch diese dank des Direktvergleichs noch vor der Wildungerin, die Dritte wurde.

Zum Abschluss war Emma Mundhenke der ungewohnten Turnierstress mit täglichen Matches offfenbar anzumerken. Im 9-Ball startete sie mit drei Niederlagen. Am Donnerstagvormittag gelang dann der erste Sieg.

Eine tolle Erfahrung war die DM vor der eigenen Haustür auch für Jacob Sassor und Tim Skura, ebenfalls vom PBC Bad Wildungen. Der 13-Jährige verpasste bei der mU15 im 10- und auch im 8-Ball trotz jeweils eines Sieges in seiner Gruppe nur knapp den Einzug ins Viertelfinale; ebenso gestern Abend in einer starken Gruppe im 9-Ball. Jacob Sassor (mU19) kämpfte in den beiden ersten Disziplinen glücklos um das eine Erfolgserlebnis.

Heute spielt das heimische Trio im -Ball die letzten Bälle in der Wandelhalle, ehe die Tische für sie wieder auf kleinerer Bühne im Vereinsheim aufgebaut werden. (Dirk Schäfer)

An diesem Freitag beginnt Teil 2 der DM

Am Freitag, 29. Oktober, beginnt Teil 2 der deutschen Meisterschaft in Bad Wildungen. Bei den Erwachsenen sind ebenfalls drei heimische Spieler am Start. Neben dem im 14.1 endlos gemeldeten PBC-Vorsitzenden Andreas Klauser besetzt Conny Teichert alle Pool-Disziplinen. Auch der Wildunger Juri Pisklov im Trikot der SG Johannesberg hofft auf ein gutes Abschneiden. Im Internet auf sportdeutschland.tv gibt es ab morgen dann täglich Liveübertragungen aus der Wandelhalle.