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Bitcoin unter Druck: Zinsen und Evergrande dämpfen Kauflust

Der hoch verschuldete Konzern China Evergrande lässt den Termin für eine Zinszahlung einer Dollar-Anleihe kommentarlos verstreichen. Das macht sich an der Wall Street bemerkbar. Doch auch andere Gründe sorgen bei den US-Anlegern für Zurückhaltung.

Nach den kräftigen Kursgewinnen der beiden vorigen Tage hat die Kauflust der Anleger am Freitag merklich nachgelassen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent höher. Der S&P-500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite beendete den Handel kaum verändert. Auf 1.491 (Donnerstag: 2.139) Kursgewinner kamen 1.783 (1.133) -verlierer. Unverändert schlossen 129 (158) Titel.

Als einen Grund für die Zurückhaltung der Anleger machten Marktteilnehmer die in den vergangenen Tagen stetig gestiegenen Anleiherenditen aus. Auslöser war die Mitteilung der US-Notenbank vom Mittwoch, voraussichtlich im November mit der Rückführung ihrer Anleihekäufe zu beginnen. Am Freitag stieg die Zehnjahresrendite erstmals seit Anfang Juli wieder über 1,45 Prozent.

S&P 500
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Auch die zuletzt etwas abgeebbte Unsicherheit über die Zukunft des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienriesen Evergrande lebte wieder auf, nachdem das Unternehmen eine Frist für eine fällige Zinszahlung an US-Dollar-Anleihegläubiger am Donnerstag offenbar hatte verstreichen lassen. Allerdings sind viele Beobachter überzeugt, dass ein Zusammenbruch des Konzerns außerhalb Chinas nur bedingt Schaden anrichten würde.

Sorgen bereitete den Anleger daneben der innenpolitische Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA. Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, droht nach Ablauf des Haushaltsjahrs am kommenden Donnerstag eine Stilllegung der Bundesbehörden. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, linderte die Ängste jedoch indem sie versprach, den gefürchteten "Shutdown" zu verhindern. Überraschend starke Daten zu den Neubauverkäufen im August setzen in dieser Gemengelage keine Akzente.

Nike nach Ausblicksenkung sehr schwach

Nike
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Die Nike-Aktie stand nach Vorlage des Quartalsberichts unter Druck. Der Sportartikelhersteller verdiente zwar mehr als erwartet, doch verfehlte der Umsatz die Konsensschätzung. Und wegen Problemen in der Lieferkette, insbesondere in Vietnam, hat Nike auch den Umsatzausblick gesenkt. Die Aktie verlor 6,3 Prozent und zog auch den Kurs des Sportartikelhändlers Dick's Sporting Goods (-2,8%) nach unten. Die Aktie des Konkurrenten Under Armour (+0,3%) schaffte nach anfänglichen Verlusten indessen den Dreh ins Plus.

Dagegen legten Costco um 3,3 Prozent zu, nachdem die US-Großhandelskette mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal die Markterwartungen übertroffen hatte. Progress Software (+14,9%) hat mit den Geschäftszahlen für das dritte Quartal die Marktprognosen übertroffen und den Ausblick für das Geschäftsjahr angehoben.

China drückt Bitcoin

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Der Dollar legte zum Euro zu. Teilnehmer verwiesen auf Aussagen der Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Loretta Mester, die einen Tapering-Beginn ab der nächsten geldpolitischen Sitzung unterstützt sowie eine Zinserhöhung im nächsten Jahr. Dagegen standen Bitcoin und andere Kryptowährungen unter massivem Druck, nachdem China alle Transaktionen mit Kryptowährungen für illegal erklärt hatte.

Gold profitierte einerseits etwas von der Nachrichtenlage um Evergrande, wurde aber von den steigenden Anleiherenditen gebremst. Höhere Zinsen mindern die Attraktivität des Edelmetalls, das keine Zinsen abwirft. Die Ölpreis drehten deutlicher ins Plus. Sie profitierten von dem am Mittwoch gemeldeten Rückgang der US-Ölvorräte und einer geringeren Ölförderung.

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