Germany

Bundestagswahl: Lindner weist Vize-Kanzler-Gerücht von sich – „alle fair einbringen“

Handschlag bei den Koalitionsverhandlungen: Armin Laschet (li.) und Christian Lindner - 2017 in NRW.

Der Wahltag naht - die FDP lässt schon mal ihre Pläne durchblicken. Für Olaf Scholz hat Liberalen-Chef Christian Lindner eine Warnung.

Berlin - Die Bundestagswahl naht. Die FDP bereitet sich offenbar schon auf die Zeit danach vor. „Bei einer Konstellation, wo es mehrere Parteien sind, muss natürlich jede sich einbringen können“, sagte Lindner mit Blick auf mögliche Koalitionen am Donnerstagabend dem Sender Bild Live.

Auch die Aufgaben der Koordination müssten erfüllt werden. Auf Twitter betonte Lindner am Freitag, dieser Hinweis beziehe sich nicht auf Titel wie Vize-Kanzler. Meldungen, er gehe im Falle eines Dreierbündnisses nach der Wahl davon aus, dass es zwei Vize-Kanzlerinnen oder Vize-Kanzler geben wird, seien nicht korrekt. Auch Merkur.de hatte an dieser Stelle den Bild-Bericht aufgegriffen.

Bundestagswahl: Lindner warnt Scholz schon jetzt - will aber nicht „Königsmacher“ sein

Aus Lindners Sicht ist die Kanzlerrolle künftig unwichtiger. Aller Voraussicht nach werde nur ein Dreier-Bündnis eine Mehrheit im neuen Bundestag haben, sagte Lindner mit Blick auf eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Das bedeute: „Über 70 Prozent der Menschen werden nicht die Partei gewählt haben, die später den Kanzler stellt.“ Seine Schlussfolgerung: „Es ist nicht der Kanzler entscheidend, sondern die Koalition.“

Kritisch kommentierte Lindner indes, dass er bisweilen als „Königsmacher“ bezeichnet wird: „Das ist ein Wort, das in den Medien kursiert, mit dem ich aber gar nicht so recht glücklich bin.“ Er fügte hinzu: „Wir sind selbstbewusst in unseren Inhalten, wir überschätzen uns aber auch nicht.“

Jetzt gehe es darum, die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen, damit „wir mit einem hoffentlich zweistelligen Ergebnis in den Bundestag kommen“. Das wäre laut Lindner „ein historischer Erfolg“: Noch nie habe die FDP in zwei Bundestagswahlen hintereinander mehr als zehn Prozent erzielt. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren wurde die FDP mit 10,7 Prozent viertstärkste Kraft. In Umfragen liegt sie aktuell um die elf Prozent.

FDP vor der Bundestagswahl: Steuerpläne nicht „in einem Jahr“ - „Trendwende“ soll her

Der Liberale stellte unterdessen auch klar: Er will im Fall einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl nicht alle Steuerpläne der Liberalen sofort angehen. „Es ist nicht geplant, alle unsere steuerpolitischen Vorschläge in einem Jahr umzusetzen. Es geht um eine Trendwende“, sagte Lindner dem Handelsblatt.

„Auf ein Jahrzehnt der Belastung bei Steuern, Abgaben und Bürokratismus sollte ein Jahrzehnt der Entlastung bei Steuern, Abgaben und Bürokratismus folgen“, machte der FDP-Chef deutlich. Lindner mahnte eine „ehrliche“ Analyse der Haushaltssituation nach der Wahl an - ähnlich hatte sich zuletzt auch Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) geäußert. (AFP/dpa/fn)

Football news:

Rio Ferdinand: Manchester United hat Probleme mit der Selbstbestimmung. Unser Team verlor 1:6 gegen City, aber wir hatten die Identität
Cruyff, Maradona, die Geister Italiens und die Bundesliga-Bar - auf den Straßen von Barcelona. Wie cool es ist, in einem normalen Leben auf Fußball zu stoßen
Eine Prostituierte hat einen PSG-Spieler in seinem Auto ausgeraubt, das an der Ampel anhielt. Ein PSG-Spieler wurde in seinem Auto ausgeraubt
Bayern-Präsident über Kimmich: Wir unterstützen die Impfung, aber sie ist optional. Bayern-Präsident Herbert Hainer hat sich über die Entscheidung von Bayern-Mittelfeldspieler Josua Kimmich geäußert, sich nicht gegen das Coronavirus zu impfen
Ex-Schiedsrichter Gallagher über den gelben Ronaldo, der den Ball an Jones'Leiste kickte: Die richtige Entscheidung. Cristiano rettete den Ball, der da war
Luca Hernandez entkam dem Gefängnis wegen eines Angriffs auf seine Frau. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von vier Jahren und eine Geldstrafe von 96.000 Euro
Fati hat Knieschmerzen. Er wird nicht mit Rayo Vallecano spielen