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BVB-Damen schaffen die Champions League-Sensation gegen Brest

Riesensensation für die Handball-Damen von Borussia Dortmund. Nach einer sensationellen ersten Hälfte und einer überragenden kämpferischen Leistung nach der Pause gelang dem amtierenden Deutschen Meister gegen den französischen Top-Klub Brest Bretagne ein hochverdientes 30:27 (15:9). Brest stand in der vergangenen Saison noch im Champions-League-Finale, unterlag damals aber Vipers Kristiansand mit 28:34.

Herausragende BVB-Spielerin war am Samstagabend Alina Grijseels mit neun Toren und die stark parierende Torfrau Yara ten Holte. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich so stolz auf meine Mannschaft gewesen bin. Das war einfach grandios, das war ein großer Moment für uns“, genoss Trainer André Fuhr die Situation. Durfte er auch. Noch keine andere deutsche Mannschaft zuvor hat in der Champions League fünf Punkte nach drei Spielen erreicht.

Riesige Pech dagegen bei Dana Bleckmann. Die Rückraumspielerin verletzte sich in der 26. Minute am Knie und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Feld getragen werden. Trainer André Fuhr muss nach dem Ausfall von Bleckmann auf sieben Leistungsträgerinnen verzichten. Die Personalsituation nimmt ungeahnte framatische Formen an.

„Zwei Wermutstropfen gab es trotz des tollen Erfolgs zu beklagen. Natürlich der Ausfall von Dana Bleckmann und dazu die spärlich Zuschauerkulisse. Ich kann es einfach nicht fassen. Da wird Weltklassehandball gespielt, und es kommen nur so wenig Fans. Für uns und unsere Spielerinnen ist das deprimierend“, beklagte BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann.

Und dennoch fand der BVB zunächst einen Schlüssel, um das französische Bollwerk zu knacken. Sicherlich auch ein Verdienst der erneut sehr gut aufgelegten BVB-Torfrau Yara ten Holte. Beim Stand von 15:9 ging‘s in die Pause.

Was dann in den zweiten 30 Minuten folgte, war ein echter Abnutzungskampf zwischen den sichtlich müder werdenden Dortmunderinnen und den jetzt stark anlaufenden Französinnen, die Alina Grijseels intensiv deckten und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln versuchten am Torwurf zu hindern.

Vier Minuten vor Schluss nahm André Fuhr eine letzte taktische Auszeit. „Da wurde ich doch unsicher. Drei Tore nur noch Vorsprung, ich konnte absolut nicht mehr wechseln, hatte nur noch drei A-Jugendspielerinnen auf der Bank“, erklärte Fuhr. Doch Alina Grijseels erhöhte mit ihrem neunten Treffer auf 29:25. Und als Merel Freriks 55 Sekunden vor dem Ende auf 30:26 erhöhte, da riss nicht nur André Fuhr die Fäuste in die Höhe. Die Sensation des dritten Spieltages in der Champions League war perfekt, die Spielerinnen lagen sich in den Armen, feierten müde ihr Glück.

BVB: ten Holte, Kohorst – Grijseels (9), van der Heijden (6), Rønning (4), Bleckmann (1), Sando (1), Freriks (5), Berger (4), Moreno, Abdulla, Schwarz

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