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BVB-Handballerinnen mühen sich mit Energieleistung zum Sieg

Vorübergehend hat der BVB die Tabellenführung vor der ebenfalls noch verlustpunktfreien SG BBM Bietigheim übernommen. Jetzt wartet am Sonntag die nächste schwere Aufgabe mit dem Champions League-Spiel gegen den kroatischen Meister HC Podravka Vegeta. Anwurf ist um 14 Uhr in der Helmut-Körnig-Halle.

Ein Spaziergang war die Angelegenheit gegen Leverkusen erwartungsgemäß nicht. Angesichts der schwierigen Vorbereitung mit den intensiven Spielen und Reisen in der Champions League, trotz der ungeheuer angespannten Personalsituation mit dem Ausfall zahlreicher Leistungsträgerinnen schaffte es die Auswahl von Trainer André Fuhr, sich dank einer Energieleistung im zweiten Durchgang mit 30:24 (12:15) vor 300 Zuschauern durchzusetzen. Fazit des BVB-Coaches: „30 Minuten lang waren wir kämpferisch auf der Höhe. Wir haben die zwei Punkte mitgenommen, das zählt. Nach den ersten zehn Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir Bayer sträflich unterschätzt haben. Danach haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht.“

BVB-Damen erleben umkämpfte Partie

Dass es eine umkämpfte Partie werden würde, war vom ersten Augenblick an klar. Es dauerte bis zur 5. Minute, ehe das erste Tor überhaupt in dieser Partie fallen sollte. Meril Freriks überwand die Bayer-Abwehr zum 1:0. Zweimal Amelie Berger und zweimal Mia Zschocke erhöhten schnell auf 5:2. Leverkusen hielt aber dagegen und war nach einer Viertelstunde Spielzeit auf 8:9 heran. BVB-Coach André Fuhr rief in einem frühen Time-Out seine Mannschaft zur Ordnung.

Die kurze Aussprache zeigte keine besondere Wirkung. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff ging Leverkusen beim Stand von 12:13 zum ersten Mal in Führung. Svenja Huber erhöhte sogar per Siebenmeter auf 12:14. Der BVB antwortete zwar mit einer Abwehrumstellung (5-1), aber entweder stand Bayer-Torfrau Nela Zuzic im Weg oder aber Rückraumspielerin Naina Klein oder die Ex-Borussin Svenja Huber fanden den Weg durch die BVB-Abwehrreihen. Die Dortmunderinnen waren konsterniert, als es beim Stand von 12:15 in die Kabinen ging.

BVB-Damen stemmen sich gegen Niederlage

Im zweiten Durchgang stemmt sich der BVB mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Alina Grijseels per Siebenmeter und Laura van der Heijden verkürzten auf 14:15. Der BVB war wieder dran, glich in Minute 37 durch Alina Grijseels zum 18:18 aus. Es ging hoch her in der Halle Wellinghofen, die 300 Fans machten lautstark ihren Unmut über zahlreiche Schiedsrichter-Entscheidungen Luft. „Ich war sehr unzufrieden mit einigen Entscheidung der Schiedsrichter“, so Fuhr. Die Nerven lagen blank. Als die Unparteiischen nach einem missglückten Time-Out den Überblick verloren, waren die Zuschauer auf dem Baum.

Es hagelte Zeitstrafen (u.a. auch Gelb und zwei Minuten gegen André Fuhr), die Leverkusenerin Loreen Veit sah Rot. Nur gut, dass Kapitänin Alina Grijseels die Ruhe behielt. Mit drei Toren in Folge brachte sie den BVB mit 21:19 (45.) in Führung, fünf Minuten später erhöhte sie per Siebenmeter auf 24:21. Erst als Fatos Kücükyildiz (55.) und Amelie Berger (56.) auf 26:22 bzw. 27:22 erhöhten, war der siebte Saisonsieg perfekt.

Relativ gute Nachrichten gab es in Sachen Personalsituation. Stammtorhüterin Yara ten Holte, die sich beim Aufwärmen vor dem Champions League-Spiel in Rostov-Don eine Bänderverletzung zugezogen hatte, gab Entwarnung. „Es ist nichts gerissen, das ist die gute Nachricht. Jetzt muss nur noch die Schwellung im Gelenk abschwellen“, zeigte sich die 21-Jährige positiv gestimmt. Ten Holte wurde am Mittwoch von Torwarttrainerin Clara Woltering auf der Bank vertreten, die bis auf einen Siebenmeter aber nicht zum Einsatz kam.

BVB: Kohorst, Woltering; Grijseels (6/3) Zschocke (2), Kücükyildiz (2/1) van der Heijden (6), Rønning (1/1), Sando, Freriks (3), Berger (7), Moreno (3), Abdulla, Gutiérrez Bermejo.