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BVB-Profi ärgert sich über Schiri Zwayer: Bellingham sorgt mit Interview für Wirbel

Gesprächsstoff satt nach der BVB-Niederlage gegen Bayern: Jude Bellingham wundert sich über die Schiedsrichter-Ansetzung und sorgt mit einem Interview für Wirbel. Die Stimmen zum Spiel.

Das Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hat eigentlich alles gehalten, was es im Vorfeld versprochen hatte. Lange Gesichter gab es nach dem Abpfiff dennoch auf Dortmunder Seite, weil der Rekordmeister das Duell mit 3:2 für sich entschied – auch dank eines Elfmeters, über den im Anschluss viel diskutiert wurde. Auch, weil Marco Reus ein Strafstoß zuvor verwehrt geblieben ist.

Jude Bellingham wunderte sich über die Schiedsrichter-Ansetzung, Emre Can versteht die Welt nicht mehr.

Gesprächsstoff bot die Partie jede Menge, wir haben die Stimmen:

Die Stimmen der BVB-Akteure zum Bayern-Spiel

Jude Bellingham (BVB-Spieler): „Für mich war es kein Elfmeter. Hummels schaut nicht mal zum Ball. Man kann sich aber auch viele andere Entscheidungen des Spiels anschauen. Aber sie geben einem Schiedsrichter, der schon mal ein Spiel manipuliert hat, das größte Spiel in Deutschland – was soll man erwarten?“

Marco Rose (BVB-Trainer): „Ich glaube, dass der Elfmeter an Marco Reus, der nicht gegeben worden ist, ein Elfer ist. Und ich glaube, dass der Elfer gegen Hummels zumindest ein streitbarer Elfmeter ist. Es ist schade, dass so ein Spiel so entschieden wird. Ich finde, dass das Spiel einen anderen Ausgang und eine andere Entscheidungsfindung verdient hatte. Herr Zwayer kann ruhig noch ein paar BVB-Spiele pfeifen. Wir bereiten uns vor. Sie können uns noch ein paar Steine und Stöcke in den Weg werfen – wir machen weiter.“

Rose zu seiner Gelb-Roten Karte: „Ich habe relativ emotional darauf hingewiesen, dass er in mehreren Situationen nicht richtig lag. Dann kriegt man am Ende Gelb-Rot, das ist doof. Bislang hatte ich mich in dieser Saison ziemlich gut im Griff gehabt. Heute, in dem wichtigen Spiel und bei der Ungleichbehandlung, ist es aus mir rausgeplatzt.“

Emre Can (BVB-Spieler): „Ich verstehe einfach nicht, warum er nicht rausgeht und sich das anschaut. Er läuft ihm nur in die Hacken, das verstehe ich einfach nicht. Ich stehe hier und wir reden am Ende nur über den Schiedsrichter. Es ist schade, wenn so ein – Entschuldigung – Scheißelfmeter das Spiel entscheidet.“

Marco Reus (BVB-Spieler): „Im Spiel fand ich es gar nicht so klar, aber wenn ich es so sehe, dann muss er sich wenigstens angucken. Im Spiel habe ich es gar nicht so krass wahrgenommen, ich merke natürlich den Kontakt, aber in der Zeitlupe sieht es noch heftiger aus. Dass er sich das nicht anguckt – schade. Es war ein unfassbar wildes Spiel, ein geiles Spiel für die Zuschauer. Erste Halbzeit hatten wir unfassbar viele Räume vorne, zweite Halbzeit machen wir direkt das zweite Tor und waren am Drücker. Wir hatten lange das Gefühl, dass wir gewinnen.“

Das sagen Bayern-Trainer Nagelsmann sowie Schiedsrichter Zwayer

Julian Nagelsmann (Bayern-Trainer): „Am Ende haben wir schon verdient gewonnen. Der Elfmeter ist unstrittig, weil er nur mit dem Arm zum Ball geht. Am Ende ist immer die Entscheidung, wann er rausgeht. Das Handspiel hat er nicht wahrgenommen, dann muss ihn der Video-Schiri darauf hinweisen. Die andere Situation hat er wahrgenommen, also schaut er es sich nicht an.“

Schiedsrichter Felix Zwayer zum Hummels-Elfmeter: „Ich sehe im laufenden Spiel, dass es eine Berührung gibt mit dem Arm von Hummels. Die Fragestellung war, ob der Arm abgestreckt war, das war nicht zu erkennen. Daraufhin habe ich mit dem Assistenten in Köln kommuniziert. Der Videoassistent hat kommuniziert, dass es eine unnatürliche Armhaltung war, sodass ich es mir angesehen habe. Der Arm ist am Ende deutlich weggestreckt, der Ellbogen am Ball.“

Felix Zwayer zum möglichen Reus-Elfmeter: „Wir alle freuen uns über und fordern eine robuste Zweikampfführung. Für mich im Spiel ein normaler Kontakt. Für mich eine Situation, die nicht schwarz und nicht weiß ist. Ich habe aufgrund meiner großzügigen Linie im Spiel mich gegen einen Strafstoß entschieden. Fragestellung war, ob es noch einen weiteren Kontakt gab, den ich nicht wahrgenommen habe. Das wurde verneint.“