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Corona-Forschung: Diese lebenslangen Probleme kann Covid-19 verursachen

Viele Patienten, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, haben sogenannte Autoantikörper im Blut - diese können für lebenslange Spätfolgen sorgen. (Symbolbild)

Long-Covid ist ein gängiger Begriff. Ein Forscherteam aus Stanford (USA) hat nun herausgefunden, dass eine Corona-Erkrankung noch viel schlimmere Folgen haben kann.

Kassel – Das schwere Corona*-Erkrankungen in jeder Altersgruppe und auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen auftreten, ist längst bekannt. Männer, ältere Menschen und Personen, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen, sind allerdings Statistiken zufolge häufiger betroffen.

Eine Studie von Forschern aus den USA hat kürzlich einen Erklärungsansatz gefunden, warum nur bestimmte Personengruppen so stark betroffen sind und welche genetischen Ursachen für schwere Verläufe anzunehmen sind. Experten forschen in diesem Feld schon seit Monaten.

Viele Patienten, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, haben sogenannte Autoantikörper im Blut. Diese treten allerdings auch bei Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose, Rheuma oder bei Schuppenflechte auf. Gängige Symptome von Covid-19 wie Muskelschmerzen, Müdigkeit und Haut­ausschläge sind außerdem auch Anzeichen von Autoimmunerkrankungen.

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Video: Studie zu Long Covid aus China - Patienten nach einem Jahr noch mit Spätfolgen

Corona-Forschung: Erschreckendes Ergebnis einer Studie aus den USA

Wie häufig diese Autoantikörper auftreten und welche Gefahren dadurch für die Betroffenen entstehen, untersuchten die Forscher der Stanford University School of Medicine in Kalifornien (USA). Erschreckendes Ergebnis der Studie: Bei mindestens einem von fünf hospitalisierten Covid-19-Patienten wurden Autoantikörper gefunden.

„Innerhalb einer Woche nach der Einlieferung ins Krankenhaus hatten etwa 20 Prozent dieser Patienten neue Antikörper gegen ihr eigenes Gewebe entwickelt, die am Tag der Einlieferung noch nicht vorhanden waren“, erklärt der  Studienautor und Professor für Immunologie Paul Utz.

„Wenn man durch Covid-19 so krank wird, dass man im Krankenhaus landet, ist man möglicherweise auch nach der Genesung noch nicht über den Berg“, sagt der Immunologe weiter. Das Resultat: Antikörper können langanhaltende, manchmal lebenslange Autoimmunerkrankungen auslösen. Genesene könnten also ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkran­kungen haben.

Studie der Corona-Forscher bestätigt: Geimpfte bilden gefährliche Autoantikörper nicht

Geimpfte bilden diese Autoantikörper nicht, dass bewies das Forscherteam bereits in einer früheren Studie. Grund dafür sei, dass die derzeit zugelassenen Impfstoffe gegen Covid-19 nicht das gesamte Virus, sondern nur das sogenannte Spike-Protein beziehungsweise die genetischen Anweisungen für dessen Produktion beinhalten. So komme das Immunsystem nur mit einem Virusprotein in Kontakt, erklärt Utz.

„Ich würde dieses Risiko nicht eingehen wollen“, erklärt der Immunologe. Die Impfung gegen Corona sei für ihn „essentiell“. Der neue Corona-Impfstoff von Valneva könnte noch in diesem Jahr zugelassen werden. Der sogenannte Tot-Impfstoff soll auch Impfskeptiker überzeugen. (Luisa Weckesser)

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