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Corona in Hamburg: Mega-Andrang beim Impfzentrum – Polizei vor Ort

Die Corona-Fallzahlen bleiben hoch, das Virus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

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Mega-Andrang beim Hamburger Impfzentrum

16.30 Uhr: Der Impfturbo zündet: Vor dem Hamburger Impfzentrum gibt es auch am Samstag riesigen Andrang. An den Messehallen standen am Samstagnachmittag hunderte Impfwillige an. Die Menschenschlange reichte bis weit in das Schanzenviertel. Die Polizei musste anrücken und die umliegenden Straßen sperren. Laut eines Polizisten sei die Stimmung zur Stunde aber gut und die Wartenden würden sich vorbildlich verhalten. Demnach könnte es zu rund zwei Stunden Wartezeit kommen.

Bereits am gestrigen Tag gab es einen neuen Impfzentrum-Rekord in Hamburg. Es wurden 9223 Impflinge versorgt. Auch da war es zu langen Schlangen gekommen. Die Wartezeit inklusive Impfprozess habe aber maximal bei 75 Minuten gelegen teilte der Leiter des Zentrums Dr. Dirk Heinrich auf Twitter mit.

Johnson&Johnson nur noch für Ältere? Das sagt die Hamburger Gesundheitsbehörde

14.26 Uhr: Die Ständige Impfkommission (StiKo) will den Impfstoff von Johnson&Johnson ab Montag nur noch für über 60-Jährige empfehlen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Grund hierfür sind die Blutgerinnsel, die bei einigen Menschen in den USA aufgetreten waren, nachdem sie die Spritze erhalten hatten. Dem Bericht zufolge dürfen Jüngere aber weiterhin eine Impfung mit Johnson&Johnson erhalten, wenn sie sich zuvor durch ihren Arzt über die Risiken aufklären lassen.

Die Hamburger Gesundheits- und Sozialbehörde teilte auf MOPO-Nachfrage mit, dass man erst eine etwaige Empfehlung der StiKo abwarten wolle und nicht vorgreife. In den vergangenen Wochen sei deutlich geworden, dass es erforderlich ist die „exakten Bestimmungen zur Kenntnis zu nehmen“, sagte Sprecher Martin Helfrich. „Wir disponieren Woche für Woche neu; damit, bestimmte Verfahren oder Lieferungen umzustellen, haben wir ja in den vergangenen Wochen bereits ausführlich Erfahrungen gemacht“, so Helfrich.

Neue Zahlen aus Hamburg: Inzidenz sinkt weiter

Einen Monat Ausgangssperre in Hamburg – und noch kein Bußgeld

10.27 Uhr: Die Ausgangsperre wird von den Hamburger:innen offenbar zum Großteil respektiert. Gut einen Monat nach ihrer Verhängung hat das Einwohner-Zentralamt noch kein Bußgeld wegen eines Verstoßes kassiert. Bis zum 3. Mai habe die Bußgeldstelle allerdings fünf Verfahren in Bearbeitung genommen, teilte der Sprecher des Amtes, Matthias Krumm, mit. „Einnahmen sind noch nicht zu verzeichnen“, fügte er hinzu. Wegen der Bearbeitungszeiten könnten sich aber weitere Fälle ergeben.

Seit dem 2. April droht Menschen, die sich nachts zwischen 21 und 5 Uhr außerhalb ihrer Wohnung ohne triftigen Grund in Hamburg aufhalten, ein Bußgeld von 150 Euro. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die Maßnahme bereits Mitte April als sehr wirksam bezeichnet. Die Polizei habe berichtet, dass nach 21 Uhr kaum noch jemand unterwegs sei und es auch im privaten Bereich weniger Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen gebe. Allerdings war der April nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Am kommenden Sonntag werden sommerliche Temperaturen in Deutschland erwartet.

Seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr sind in Hamburg fast 24.000 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erlassen worden. Die Stadt nahm bislang fast drei Millionen Euro ein. Am häufigsten wurde die Missachtung des Abstandsgebots geahndet. In rund 12.000 eröffneten Verfahren wurden bislang fast zwei Millionen Euro kassiert. Wegen Verletzung der Maskenpflicht trieb die Bußgeldstelle in 6896 Verfahren rund 350.000 Euro ein.

Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter

10.20 Uhr: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Samstag 1104 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet. Die Zahl lag vor einer Woche bei 1244 neuen Fällen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 89,3 auf 85,7. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner neu angesteckt haben. Außerdem wurden 18 weitere Todesfälle registriert. Damit starben bislang 5404 Menschen in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Stadt Delmenhorst (177,9), der Landkreis Vechta (168,1) und die Stadt Salzgitter (164,9) verzeichneten die höchsten Inzidenzwerten. Am niedrigsten war die Inzidenz dagegen in der Stadt Wilhelmshaven (32,9) und in den Landkreisen Goslar (41,8) und Friesland (44,6).

Hamburgs Wirtschaft gehen Öffnungsschritte nicht weit genug

8.52 Uhr: Die Hamburger Wirtschaft hat sich enttäuscht über die Öffnungsschritte des Senats im Corona-Lockdown gezeigt. „Die aktuelle Infektionsdynamik und das Infektionsschutzgesetz hätten für Hamburg umfangreichere Öffnungen zugelassen“, sagte der Präses der Handelskammer, Norbert Aust, am Freitagabend.

„Hamburgs Wirtschaft, gerade in den stark gebeutelten Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel oder Tourismus, hätte diese Öffnungsperspektive früher gebraucht, zumal die Öffnungen in unseren Nachbarländern so zusätzliche Mobilität erzeugen.“

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte zuvor angekündigt, dass die seit fünf Wochen in Hamburg wegen der Corona-Pandemie geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung in der kommenden Woche fallen soll - unter der Voraussetzung, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen an fünf Werktagen stabil unter 100 bleibt. Weitere Öffnungsschritte, etwa für den Einzelhandel oder die Gastronomie, sind aber erst in mehreren Stufen im Abstand von jeweils 10 bis 14 Tagen nach den ersten Öffnungsschritten geplant.

Kritisch dazu äußerte sich die Handwerkskammer. „Die Erwartungen der Hamburger Handwerksbetriebe, die unmittelbar und mittelbar von den Schließungen betroffen sind, sind heute enttäuscht worden“, sagte der Präsident der Kammer, Hjalmar Stemmann. „Der Hamburger Stufenplan wird den Unternehmerin

Städte und Gemeinden im Norden warnen vor zu frühen Corona-Lockerungen

8 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Städte und Gemeinden warnen vor verfrühten und zu weitgehenden Lockerungen in der Corona-Pandemie. „Der für uns alle sehr schmerzhafte, aber notwendige Lockdown hat zusammen mit der anziehenden Impfkampagne im Hinblick auf den Infektionsschutz gut gewirkt“, sagte der Vorsitzende des Städte- und Gemeindetages MV, Thomas Beyer, am Freitag. Hintergrund sind massive Forderungen nach Öffnungen unter anderem aus dem Tourismus. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz war am Donnerstag erstmals nach mehreren Wochen wieder unter die Marke von 100 gefallen.

Es gehe nur Schritt für Schritt, betonte Beyer. „Am Anfang sollte für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern, die in der Pandemie sehr leiden, die Regelbetreuung in der Kita und der Regelunterricht in der Schule stehen - begleitet durch eine kluge Teststrategie und -pflicht.“ Es sei noch viel Geduld und Besonnenheit nötig. Verfrühte Öffnungen auf Druck der Wirtschaft oder aufgrund individueller Bedürfnisse könnten gefährlich sein. Die Pandemie-Eindämmung sei eine Gemeinschaftsaufgabe, mahnte der Bürgermeister der Hansestadt Wismar.

Das waren die Corona-News vom 7. Mai

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 52,1

20.55 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag auf 52,1 gesunken. Am Tag zuvor war eine Inzidenz von 53,8 gemeldet worden, am Freitag vergangener Woche lag der Wert bei 61,5. Innerhalb eines Tages kamen 219 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht (Stand: 7. Mai, 18.34 Uhr). Am Freitag vergangener Woche waren es 257 Neuinfektionen.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Freitag den Angaben nach 161 Menschen – 5 weniger als am Vortag. 52 von ihnen werden demnach auf der Intensivstation behandelt, das sind 4 mehr als am Tag zuvor. 31 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet; am Vortag waren es 27. 2 weitere Menschen starben an oder mit Corona. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 1524.

Die Stadt Neumünster liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) den dritten Tag in Folge über der kritischen Schwelle von 100 – mit einem Wert von 109,7. Den zweithöchsten Wert hatte weiterhin die Stadt Kiel (85,5). Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde (38,8) und Nordfriesland (28,9).

Kostenlose Corona-Tests jetzt auch bei Hagenbeck

19.53 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für einen Besuch im Tierpark Hagenbeck sind ab Samstag auch vor Ort möglich. Vier sogenannte Drive-In-Teststraßen für Autos sowie eine Spur für Fußgänger und Radfahrer sollen ein unkompliziertes und zügiges Testen ermöglichen, wie der Tierpark am Freitag mitteilte. Errichtet wurde das Zentrum auf einem Grundstück des Tierparks. Termine können über die Seite www.secura-teststation.de gebucht werden. Auch ohne Termin ist es möglich, einen Abstrich machen zu lassen. Nach 15 Minuten erhalten die Getesteten ihr Ergebnis.

Der Tierpark ist seit April wieder geöffnet. Das war möglich geworden, weil Hamburg die sogenannte Corona-Notbremse des Bundes übernommen hatte. Danach dürfen die Außenbereiche von Tierparks und botanischen Gärten wieder öffnen. Es muss jedoch vor dem Besuch ein fester Termin online gebucht und ein negativer Testnachweis vorgelegt werden.

Mecklenburg-Vorpommmern: 260 Neuinfektionen gemeldet

18.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 260 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 80 weniger als am Freitag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.50 Uhr). Neun weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1041.

Die Inzidenz sank auf nun 91 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 121.

Mit 145 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Wert zwischen 42,7 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 117,8 (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 41.815. Als genesen gelten rund 37.000 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 281 – das sind 15 weniger als am Vortag. 74 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, 9 weniger als am Donnerstag.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 675.210 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 544.496 Menschen erhielten eine erste Impfung, 130.714 von ihnen auch die notwendige zweite.

Hamburg: Am Mittwoch soll die Ausgangssperre fallen

17.40 Uhr: Der Senat hat am Freitag verkündet, wie es in der kommenden Woche weitergehen soll. Am Montag könnte der Inzidenzwert fünf Werktage in Folge unter 100 sein. Somit könnten ab Mittwoch die ersten Lockerungen greifen. Der Senat entschied sich für einen Stufenplan. Es werden also nicht alle Lockerungen ab Mittwoch umgesetzt werden.

Ab Mittwoch, den 12. Mai wird die Ausgangsbeschränkung aufgehoben. Der Senat sieht vor allem die Dringlichkeit bei den Kindern und Jugendlichen. Ab Montag, den 17. Mai sollen Kitas wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb übergeben. Zusätzlich soll unter anderem der Kindersport im Freien mit bis zu zehn Kindern möglich sein und auch der Wechselunterricht in allen Klassenstufen wird wieder eingeführt.

Die Kontaktbeschränkungen bleiben zunächst bestehen, diese würden bei einer positiven Entwicklung der Infektionslage erst in 10 bis 14 Tagen in der zweiten Stufe gelockert werden. In dieser Stufe dürfte dann auch der Einzelhandel wieder öffnen.

Erst im letzten Schritt, noch einmal 10 bis 14 Tage später, würde in Abhängigkeit von der Infektionslage unter anderem die Außengastronomie wieder öffnen. Der Senat wird sich zu diesem Schritt jedoch noch einmal neu zusammensetzen.

Jetzt live: Hamburgs Bürgermeister über weitere Lockerungen

17.01 Uhr: Am Montag könnte Hamburg aufgrund seiner niedrigen Inzidenz wieder Lockerungen einführen. Welche das sind, verkündet Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Livestream. 

Corona-Infektionsrate in Niedersachsen bleibt rückläufig

16.05 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich langsam. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag leicht von 89,9 auf 89,3. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner neu angesteckt haben. 1475 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden gezählt, 18 weitere Todesfälle registriert. Damit starben bislang 5386 Menschen in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die höchsten Inzidenzwerte wurden für den Landkreis Vechta (197,5), die Stadt Delmenhorst (175,4) und die Stadt Salzgitter (164,9) ermittelt. Auch diese Werte sanken im Vergleich mit den vergangenen Tagen. Am niedrigsten war die Inzidenz in der Stadt Wilhelmshaven (38,1), gefolgt vom Landkreis Friesland (40,5) und dem Landkreis Uelzen (46,5).

Neue Zahlen aus Hamburg: Inzidenz steigt leicht

Leiter des Hamburger Impfzentrums: AstraZeneca nicht für Frauen unter 30 geeignet

10.05 Uhr: Der Impfstoff von AstraZeneca ist seit Donnerstag für alle freigegeben – jeder, der es möchte, kann sich damit impfen lassen. Doch der Leiter des Hamburger Impfzentrums Dirk Hinrichs hält ihn für Frauen unter 30 Jahren für nicht geeignet – das twitterte der Arzt am Donnerstagvormittag. In seinem Tweet antwortete er damit einer Twitter-Nutzerin, die ihn gefragte hatte, ob er ihrer 24-jährigen gesunden Tochter eine Impfung mit AstraZeneca empfehle.

Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Donnerstagabend hingegen für den Impfstoff geworben: „Das ist ein sehr guter Impfstoff. Der hat eine sehr hohe Schutzwirkung. Nutzen Sie den“, sagte sie im „Hamburg Journal“. „Sie schützen sich und andere damit. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen.“ In Hamburg wird AstraZeneca vor allem von Hausärzten geimpft, im Impfzentrum nur noch in geringen Mengen bei Zweitimpfungen.

„Zeit ist begrenzt“ – Ist das Impfzentrum schon bald zu?

6.45 Uhr: Hamburgs Impfkampagne kommt immer schneller voran. Am Donnerstag wurde mit 20.000 geimpften Bürgerinnen und Bürgern ein neuer Tagesrekord aufgestellt. Gut ein Drittel der Hamburger ist bereits mindestens einmal geimpft, Ende Juni könnten es 65 Prozent der Bevölkerung sein, glaubt Impfzentrums-Leiter Dr. Dirk Heinrich. Und genau jenes Zentrum in den Messehallen wird dann womöglich nicht mehr gebraucht. Auf Nachfrage der „Anwohnerinitiative Schanzenviertel", ob Zweitimpfungen bald beim Hausarzt gemacht werden müssen, schreibt Heinrich auf Twitter: „Frühestens am 31. Juli."

„Die Zeit des Impfzentrums ist begrenzt“, sagt der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, gegenüber der MOPO. „Es ist davon auszugehen, dass es nur bis zum Sommer betrieben wird.“ Im Juli könnte es demnach bereits schließen, weitere Impfungen nur noch in den Arztpraxen erfolgen.

Abhängig sei dies vom Stand der Impfungen und der Pandemie, so Helfrich. Ist die Lage angespannt, könnten die vielen Tausend Impfungen pro Tag in den Messehallen nötig sein. Davon ist aber derzeit nicht auszugehen, die Impfbereitschaft in der Stadt ist laut Helfrich weiterhin hoch. Er betonte zudem: „Wer im Impfzentrum eine erste Dosis erhalten hat, der wird dort auch seine zweite bekommen können.“

Das waren die Corona-News vom 7. Mai

AstraZeneca für alle: Wieso das in Hamburg fast nichts ändert

21.15 Uhr: AstraZeneca darf jetzt bundesweit an alle Altersgruppen verimpft werden. Aber: Für Hamburg ändert das so gut wie nichts, erklärte die Gesundheitsbehörde gegenüber der MOPO. Denn: „Für das Impfzentrum gilt diese Entscheidung quasi nicht, denn hier wird AstraZeneca nur noch für Zweitimpfungen verwendet", sagte Sprecher Martin Helfrich. Derzeit sei in den Messehallen ohnehin keine Dose des schwedisch-britischen Impfstoffs mehr vorhanden. Helfrich: „Der verfügbare Lagerbestand ist gleich Null.“ Vor zwei Wochen waren in einer großen Aktion alle Restbestände verimpft worden. Kommende Lieferungen an die Stadt würden nur an diejenigen Personen gegeben, die bereits einmal mit AstraZeneca geimpft sind.

Dass Arztpraxen nun jede Patientin und jeden Patienten mit AstraZeneca versorgen dürfen, war ebenfalls schon länger in der Hansestadt erlaubt. Freiwillige konnten sich nach einem Beratungsgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin den Impfstoff spritzen lassen. Die Arztpraxen beziehen AstraZeneca jedoch nicht über die Stadt, sondern über Apotheken und den Pharmagroßhandel.

Wieso war die Entscheidung der Bundesregierung dann überhaupt nötig? Anders als in Hamburg war in vielen Bundesländern die Bereitschaft, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen, relativ gering. Durch die Aufhebung können nun auch unter 60-Jährige bundesweit Termine mit ihren Hausärzten vereinbaren.

Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern fällt unter 100

21.05 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag unter die wichtige Marke von 100 gefallen. Sie lag bei 97,2 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock bekanntgab.

Ist die 100 unterschritten, rücken verschiedene Öffnungsschritte in greifbare Nähe. Bleibt der Wert mindestens sieben Tage ununterbrochen darunter, können laut den Regularien des Landes Schulen und Kitas wieder öffnen. Sieben Tage wären am kommenden Mittwoch vorbei. Realistisch wäre eine Rückkehr der Kinder in die Schule dann vom übernächsten Montag (17. Mai) an - nach dem Himmelfahrtswochenende.

Dem Lagus wurden am Donnerstag von den Gesundheitsämtern 231 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind 72 weniger als vor einer Woche. Das Amt registrierte außerdem 14 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, so dass die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie in MV auf 1032 gestiegen ist. In den Kliniken wurden am Donnerstag 296 Patienten mit Covid-19 behandelt, drei weniger als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen unverändert 83 Corona-Patienten.

247 neue Fälle in Schleswig-Holstein, Inzidenz sinkt leicht

20.49 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Donnerstag auf 53,8 gesunken. Am Tag zuvor war eine Inzidenz von 54,7 gemeldet worden, am Donnerstag vergangener Woche lag der Wert bei 63,9. Innerhalb eines Tages kamen 247 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht. Am Donnerstag vergangener Woche waren es 273 Neuinfektionen.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Donnerstag den Angaben nach 166 Menschen - zehn weniger als am Vortag. 48 von ihnen werden demnach auf der Intensivstation behandelt, das sind drei weniger als am Tag zuvor. 27 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet; am Vortag waren es 30. Zwei weitere Menschen starben an oder mit Corona - die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 1522.

Schüler im Norden sollen zügig geimpft werden

20.15 Uhr: Niedersachsen ist bestrebt, Schülerinnen und Schüler zügig gegen das Coronavirus zu impfen. „Ich bin schon daran interessiert, die 12- bis 18-Jährigen schnell in die Impfkampagne hereinzuziehen“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Donnerstag in Hannover. Insgesamt handele es sich um etwa 450 000 junge Menschen. Unterstützung erhielt Behrens am Donnerstag von der Bundesregierung, die bekannt gab, Impfungen für Kinder über die Sommerferien vorbereiten zu wollen.

Der Hersteller Biontech/Pfizer hat in den USA und Europa die Zulassung seines Impfstoffes für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren bereits beantragt. Eine derartige EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs sei im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen.

Unter dieser Voraussetzung wollten die Länder jeweils für sich Konzepte erstellen, wie bis Ende August allen 12- bis 18-Jährigen eine erste Impfungen angeboten werden könne. Der Bund wolle sicherstellen, dass dafür die nötigen Impfdosen für diese Altersgruppe auch verfügbar sind.

Hamburger Handelskammer fordert Perspektive für geschädigte Unternehmen

18.33 Uhr: Die Handelskammer Hamburg hat vom rot-grünen Senat wegen der sinkenden Zahl an Neuinfektionen Öffnungsperspektiven für coronabedingt geschlossene Unternehmen gefordert. Es sei jetzt an der Zeit, „gerade den Unternehmen, die seit Monaten einem Tätigkeitsverbot unterliegen, eine Perspektive zu bieten“, sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust am Donnerstag.

Er forderte den Senat auf, zumindest die Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes anzuwenden und zum Beispiel „click & meet“ für den Einzelhandel und Außengastronomie wieder zu ermöglichen. „Wir brauchen unbedingt ein einheitliches Vorgehen im norddeutschen Wirtschaftsraum“, betonte Aust.

Rekordzahl: Hamburg verzeichnet fast 20.000 Impfungen an einem Tag – es gehen sogar noch mehr

17.16 Uhr: Das Impftempo beschleunigt sich in der Hansestadt: Am Mittwoch erhielten fast 20.000 Hamburger:innen eine Impfung, so viele wie noch nie an einem Tag! Laut Kassenärztlicher Vereinigung und der Gesundheitsbehörde ist die Rekordzahl der gestiegenen Bedeutung der Arztpraxen zu verdanken. Sie allein sollen 12.000 Hamburger:innen geimpft haben, so die Ärztevereinigung. Die restlichen 8.000 Impfungen fanden in Impfzentren und in Krankenhäusern statt oder sind von mobilen Teams durchgeführt worden.

In rund 1000 Hamburger Praxen fanden in den vergangenen vier Wochen circa 120.000 Impfungen statt, so der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann. „Dies belegt, wie leistungsstark das ambulante System ist.“ Es wäre sogar eine noch höhere Zahl möglich, so Plassmann weiter: „Dass es nicht noch mehr geworden sind, liegt allein am fehlenden Impfstoff.“ Von den knapp 1,9 Millionen Einwohnern der Stadt haben bis einschließlich Mittwoch 563.861 eine Erst- und 142.160 von ihnen bereits eine Zweitimpfung bekommen, so das Robert-Koch-Institut.

Mecklenburg-Vorpommern: Glawe dämpft Hoffnung auf Hotel-Öffnung zu Pfingsten

17.04 Uhr: Nach Monaten im Lockdown wird der Druck aus der Tourismus-Branche immer größer. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat nun die Erwartungen gedämpft. Dort schauen alle nervös auf das Pfingstwochenende, welches am 22. Mai beginnt. Denn im Nachbarland Schleswig-Holstein können Hotels und Restaurants wieder öffnen, zum Beispiel im Modellprojekt Lübecker Bucht.

Tourismus-, Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) verwies vor allem auf die Coronafall-Zahlen. In Schleswig-Holstein sein diese deutlich niedriger als in Mecklenburg-Vorpommern.

In der Küste und im Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns sollen acht Modellregionen entstehen. Möglich wären dort Kultur- und Gastronomieöffnungen oder Lockerungen für Hotels und Einzelhandel. Es bringe aber nicht, erst zu öffnen und dann wieder zu ganz schnell zu schließen, so Glawe. Sinkende Inzidenzzahlen seien die Voraussetzung für mögliche Öffnungen. Die Insel Hiddensee oder der Luftkurort Plau am See könnten an dem Modellprojekt teilnehmen.
Eine landesweite einheitliche Regelung zeichnet sich zu Pfingsten also eher nicht ab. Michael Sack, CDU-Landeschef will aber genau das: „Der Tourismus in Mecklenburg muss am 22. Mai wieder losgehen.”

Und auch die Idee eines „kontaktarmen Urlaubs” wurde nochmals ins Spiel gebracht. So sollte die Außengastronomie wieder öffnen dürfen, da das Ansteckungsrisiko unter freiem Himmel deutlich geringer sei. SPD-Politiker Reinhard Meyer mahnte, es sei wichtig mit Vorsicht zu öffnen, um die Sommersaison nicht in Gefahr zu bringen.

Hamburger Untersuchungsgefängnis wieder coronafrei

16.02 Uhr: Gut drei Wochen nach einem Corona-Ausbruch im Hamburger Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis gibt es in der Haftanstalt keine positiven Fälle mehr. Aktuell sei niemand mehr an der Virusinfektion erkrankt, weder Bedienstete noch Gefangene befänden sich in Quarantäne, teilte eine Sprecherin der Justizbehörde am Donnerstag mit.

Ende April hatten noch 50 Insassen und 16 Mitarbeiter des Gefängnisses unter Quarantäne gestanden, wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Linken in der Bürgerschaft hervorgeht. Demnach waren im gesamten Monat April 11 Gefangene und 20 Mitarbeiter positiv getestet worden. Für die Untersuchungsgefangenen bedeutete das Einschluss in der Zelle, kein Besuch, auch nicht von Anwälten, sowie keine Teilnahme an Veranstaltungen und Freistunden. Zudem wurden 30 Prozesstermine abgesagt, an denen sie eigentlich hatten teilnehmen sollen.

„Die Quarantänesituation der Gefangenen ist furchtbar”, erklärte die justizpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cansu Özdemir. Sie forderte den Senat auf, den Betroffenen künftig Mobiltelefone zur Verfügung zu stellen, um wenigstens ein Mindestmaß an sozialem Austausch zu ermöglichen. Zudem müssten sie intensiv betreut werden.

Hamburgs Gesundheitssenatorin über siebte Impfdosis und Verschwörungstheorien

15.10 Uhr: Wie viele Impfungen können mit einer Dose vorgenommen werden? Viele Ärzte schaffen sieben, empfohlen sind offiziell nur sechs. Im Interview mit Radio Hamburg erklärte die Gesundheitssenatorin, Dr. Melanie Leonhard, dass die Hersteller des Impfstoffes und sie als Gesundheitssenatorin nicht die Haftung für die siebte Impfdosis in einer Ampulle übernehmen würden.

Rechtliche Sicherheit gebe nur die Zulassungsbehörde, sechs Impfdosen sind in einer Ampulle sicher drin. „Die siebte Dosis kann im Einzelfall verimpft werden, da muss der Arzt gucken und entscheiden, ob es genug Impfstoff ist“, so Leonhard. Der Hersteller könne nicht garantieren, dass die siebte Dosis genügend Impfstoff enthält.

Zusätzlich wand sich Leonhard klar an Impfgegner und Verschwörungstheoretiker. Mit einer Impfung schütze man seine Gesundheit und die seiner Lieben um sich herum, betonte die Gesundheitssenatorin. „Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Menschen sich impfen lassen und wir es damit schaffen, das Virus zurückzudrängen.“ Zudem wolle man eine Lösung finden für die Menschen unter 60 Jahren, die ihre erste Impfung bereits mit AstraZeneca erhalten haben und auch die zweite Impfung damit haben wollen.

„Es geht ja auch um die Frage, ob Geimpfte und Getestete gleichgestellt werden. Wir sind in einer weltweiten Pandemie und wenn dann von Geimpften ein geringeres Risiko ausgeht, dann müssen wir das berücksichtigen“, so Leonhard.

MeckPomm: Bislang 284 positive Corona-Schnelltests an Schulen

13.32 Uhr: Seit Beginn der Corona-Schnelltests an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns sind 284 Ergebnisse positiv ausgefallen. Darunter sind 227 Schülerinnen und Schüler sowie 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) im Landtag in Schwerin sagte.

Bislang seien 411.794 Tests genommen worden, darunter 343.714 von Schülern und 68.080 von Beschäftigten. Wie viele der positiven Schnelltests durch den notwendigen PCR-Test bestätigt worden sind, war zunächst nicht bekannt.

Laut Bildungsministerin werden seit dem 17. März im Nordosten Corona-Schnelltests an den Schulen genommen, eine Testpflicht besteht seit Ende April. Wer in die Schule geht, muss sich zweimal die Woche testen.

Niedersachsen startet Impfterminvergabe für Prioritätsgruppe 3

12.48 Uhr: In Niedersachsen können sich vom kommenden Montag an sämtliche Menschen der Prioritätsgruppe 3 nach und nach für eine Corona-Schutzimpfung anmelden. Vom 10. Mai an können sich zunächst Impfberechtigte über 60 Jahre mit Vorerkrankungen und besonderen Gefährdungen für eine Impfung anmelden, wie Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) in Hannover ankündigte.

Am 17. Mai folgen dann Beschäftigte in exponierten Berufen wie etwa dem Lebensmittelhandel und vom 31. Mai dann Beschäftigte der kritischen Infrastruktur, dazu zählen etwa die Ernährungswirtschaft, das Apothekenwesen und die Pharmawirtschaft sowie der Transportbereich. Außerdem sollen die Kommunen zeitnah Impfungen in sozialen Brennpunkten organisieren dürfen.

Seit Beginn der vergangenen Woche konnten sich in Niedersachsen aus der Prioritätsgruppe 3 bereits Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, Feuerwehrleute und Beschäftigte der Jugendhilfe für eine Impfung anmelden. Unterdessen sollen vor der Einbindung der Betriebsärzte in die Impfkampagne vom 7. Juni an in fünf Unternehmen vom kommenden Montag an Modellversuche starten. Dies sind Volkswagen mit einem eigenen Impfzentrum, die Salzgitter AG, Rossmann, Rewe in Hannover sowie Satorius in Kooperation mit dem Impfzentrum Göttingen.

Neue Zahlen aus Hamburg: Inzidenz fällt weiter

11.58 Uhr: Hamburg meldet heute 280 neu bestätigte Corona-Infektionen. Zum Vergleich: Gestern gab es 223 neue Fälle, am vergangenen Donnerstag wurden 401 Neuinfektionen bestätigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 89,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Gestern lag der Wert bei 95,8, am vergangenen Donnerstag bei 109,3.

Laut Robert-Koch-Institut sind seit der gestrigen Meldung vier weitere Menschen in Hamburg im Zusammenhang mit Corona gestorben (Stand: 5. Mai). Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Hamburg liegt aktuell bei 1513.

Insgesamt 232 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Hamburgs Krankenhäusern behandelt. 95 Menschen liegen auf einer Intensivstation, 74 der Intensivpatient:innen sind Hamburger:innen.

444.119 Hamburger:innen haben – Stand 5. Mai –im Impfzentrum in den Messehallen die erste Corona-Impfung erhalten (4283 neue Erstimpfungen). 139.190 Hamburger:innen wurden dort vollständig geimpft (3639 neue Zweitimpfungen).

UKE-Virologin Addo: Nach der dritten Welle aus Schlimmstem raus

11.13 Uhr: Die Hamburger Virologin Marylyn Addo hat einen optimistischen Blick auf den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. „Sobald wir die dritte Welle hinter uns haben, sollten wir mit einer Kombination aus gutem Impfschutz und regelmäßigem Testen raus sein aus dem Schlimmsten - wenn es nicht noch irgendwelche schlimmen Überraschungen gibt“, sagte Addo der „Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung“. Addo ist Leiterin der Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Generell seien solche Vorhersagen zwar schwierig, aber sie sei zuversichtlich. „Wir verfügen jetzt über alle die Bausteine, die wir brauchen.“

Unterdessen kritisierte ihr Kollege Ansgar Lohse, das aufgrund von zu viel Bürokratie in der Wissenschaft und einem falschen Verständnis von Datenschutz noch immer zu wenig über das Virus bekannt sei. „Fast alles, was wir über das Management von Covid-19 gelernt haben, wissen wir aus britischen Studien, zum Beispiel aus Oxford“, sagte der Leberforscher dem „Hamburger Abendblatt“.

In Großbritannien fließe ein fester Anteil der Ausgaben des National Health Service in die klinische Forschung, und in allen Krankenhäusern seien somit Forschungsstrukturen etabliert worden. „Unsere Krankenkassen hingegen dürfen klinische Forschung gar nicht richtig finanzieren.“ Gemeinsam mit Kollegen habe Lohse als Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg nun die Gründung eines Instituts für Pandemieforschung gefordert. Es soll neben medizinischen auch wirtschaftliche und juristische Fragen untersuchen.

Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen weiter rückläufig

9.09 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag von 92,4 auf 89,9.

1461 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden gezählt. Zugleich wurden 18 weitere Todesfälle registriert - damit sind bislang 5368 Menschen in Niedersachsen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Die höchsten Inzidenzwerte wurden für den Landkreis Vechta (206,6), die Stadt Delmenhorst (181,8) und die Stadt Salzgitter (170,7) ermittelt. Aber auch diese Zahlen waren niedriger als in den Tagen zuvor. Am niedrigsten war die Inzidenz im Landkreis Friesland (44,6), im Landkreis Wittmund (42,2) und in der Stadt Wilhelmshaven (42,1).

Niedersachsen hält an Impfzentren fest

8.27 Uhr: Die niedersächsische Landesregierung hält an den Impfzentren als zentralem Baustein der Impfkampagne gegen Corona fest. Das sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Donnerstag. Sie reagierte damit auf Forderungen, das Impfen aus den teuren Zentren schneller auf die niedergelassenen Ärzte zu übertragen.

„Die Impfzentren arbeiten mittlerweile sehr, sehr gut und effektiv“, sagte Behrens. „Sie sollten die große Impfkampagne ins Rollen bringen, und sie tragen eine grundständige Versorgung, in Niedersachsen werden täglich 40.000 Bürgerinnen und Bürger in den 52 Zentren versorgt.“ Zugleich sei klar, dass die Arbeit der eigens eingerichteten Zentren bis spätestens Ende September befristet sei.

Das Gesundheitsministerium kündigte der Zeitung zufolge an, dass verstärkt Menschen in sozialen Brennpunkten geimpft werden sollten. In Vierteln mit beengtem Wohnraum gilt die Ansteckungsgefahr als besonders hoch. Stadt und Region Hannover haben solche Impfaktionen bereits angekündigt. Für das Land wolle Behrens solche Pläne am Donnerstag vorstellen.

Tui: Inlandsurlaub hat nach Öffnung auch an Küsten gute Chancen

7.06 Uhr: Die geplanten stufenweisen Lockerungen im Deutschland-Tourismus könnten nach Einschätzung von Tui noch rechtzeitig für eine stabile Sommersaison auch im Inland kommen. "Insbesondere in den Küstenregionen und in den Bergen wird es einen Run auf Urlaubshotels geben", glaubt die Managerin Nicole Sohnrey, die bei dem Konzern aus Hannover unter anderem für Auto- und Städtereisen zuständig ist. Für die inländischen Ziele werde aus derzeitiger Sicht ein "starker Sommer" erwartet.

Wichtigste Urlaubsgegend hierzulande dürfte demnach 2021 wieder die Ostseeküste werden. In den touristischen Modellregionen Schleswig-Holsteins hätten die Buchungen schon zuletzt deutlich angezogen, man liege hier gut 70 Prozent über dem Vorjahr. Aber auch das Interesse an Ferien in Ostfriesland, auf der mecklenburgischen Seenplatte, im Schwarzwald oder in Bayern sei hoch, berichtete Tui.

Weitere Öffnungsschritte für das Reise- und Gastgewerbe könnten den Trend auch andernorts festigen. "Sobald Urlaub in Deutschland wieder möglich ist, rechnen wir mit einem sprunghaften Anstieg des Buchungsvolumens", erklärte Sohnrey. "Die angekündigten Lockerungen in vielen Bundesländern und die für Pfingsten in Aussicht gestellte Möglichkeit auf Urlaub in Deutschland beflügeln die Nachfrage zusätzlich." Zunehmend interessierten sich Kunden auch für Aufenthalte auf gut ausgestatteten Campingplätzen oder im Wohnmobil.

Das waren die News am 5. Mai:

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt leicht

20.31 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein lag am Mittwoch bei 54,7. Am Tag zuvor wurde eine Inzidenz von 54,5 gemeldet, am Mittwoch vergangener Woche 67,1. Innerhalb eines Tages kamen 291 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht. Am Mittwoch vor einer Woche wurden 288 Neuinfektionen gemeldet.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Mittwoch den Angaben nach 176 Menschen, 8 mehr als am Vortag. 51 von ihnen werden demnach auf der Intensivstation behandelt, das sind zwei weniger als am Tag zuvor. Wie am Dienstag auch wurden 30 Corona-Patienten und -Patientinnen beatmet. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg um 3 – auf 1520.

Die Stadt Neumünster hat bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) die kritische Schwelle von 100 übersprungen – mit einem Wert von 104,7. Den zweithöchsten Wert hatte die Stadt Kiel (88,7). Die niedrigsten Zahlen gab es in Plön (29,5) und Nordfriesland (30,1).

Schleswig-Holstein lockert Corona-Beschränkungen

17.30 Uhr: Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen. So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekanntgab. Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur. Wer als Tourist im Norden übernachten will, muss sich demnach alle drei Tage auf Corona testen lassen.

Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus. Bisher dürfen Urlauber in der Schleiregion, in Eckernförde und in Nordfriesland unter strikten Corona-Vorgaben Urlaub machen. Von diesem Samstag an ist das auch in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt an der Ostsee in der Lübecker Bucht möglich. Am Montag folgt Büsum in Dithmarschen.

Hintergrund der weiteren Lockerungen sind die sinkenden Corona-Zahlen mit stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins. Am Dienstagabend betrug die landesweite Inzidenz 54,5. Der Norden hat seit längerem die deutlich niedrigsten Werte in Deutschland. In den Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 darf im Norden bereits jetzt die Außengastronomie öffnen.

263 Corona-Neuinfektionen in MeckPomm gemeldet - Inzidenz sinkt

16.45 Uhr: Am Mittwoch sind in Mecklenburg-Vorpommern 263 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 106 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1018.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 3,6 auf nun 102,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 132,3. Mit 144,5 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Schwellenwert zwischen 54,7 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 130,7 (Schwerin).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 41.329. Als genesen gelten rund 36 450 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 299 - das sind 10 weniger als am Vortag. 83 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, drei weniger als am Dienstag. Nach Lagus-Angaben wurden bislang 626.249 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 507.916 Menschen erhielten eine erste Impfung, 118.333 von ihnen auch die notwendige zweite.

Corona-Zahlen sinken: Schulbesuch im Kreis Pinneberg ab Freitag neu geregelt

14.43 Uhr: Im Kreis Pinneberg treten am Freitag neue Bestimmungen für den Schulbesuch in Kraft, nachdem die Corona-Infektionszahlen dort wieder gesunken sind. Wie das Bildungsministerium am Mittwoch mitteilte, gehen die Schulklassen 1 bis 6 wieder in den Präsenzunterricht, die höheren Jahrgänge in den Wechselunterricht. Abschlussklassen erhalten Präsenzangebote unter Corona-Hygienebedingungen. Der Kreis kann die sogenannte Bundes-Notbremse wieder aufheben. Diese greift ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Pinneberg stand am Dienstagabend bei 67,1. Nun kann der Kreis auch weitere Schutzmaßnahmen lockern, zum Beispiel bei Kontakten, Kita-Öffnungen, Außengastronomie, Freizeit, Sport und Kultur.

Hamburg meldet 223 neue Fälle – Inzidenz wieder unter 100

12.09 Uhr In Hamburg sind am Mittwoch 223 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 30 weniger als gestern und 96 weniger als vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist mit 95,8 wieder unter die für Lockerungen entscheidende Grenze von 100 geklettert (gestern: 100,9). Vor einer Woche hatte die 7-Tage-Inzidenz bei 110,0 gelegen, vor zwei Wochen bei 130,3.

Das RKI gibt den Wert für Hamburg am 5. Mai mit 86 an – das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (54,5). Der Senat setzt aber weiterhin auf die eigens ermittelten Werte.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1509 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 5. Mai). Binnen zwei Tagen wurden fünf weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behörden zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 73.058 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 64.700 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 4. Mai 224 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 103 Corona-Patienten, 79 davon sind Hamburger. In der Tendenz sinken die Zahlen der Corona-Patienten in den Krankenhäusern.

Insgesamt 439.398 Menschen haben in Hamburg bis Mittwoch eine Impfung erhalten, 135.398 auch schon eine Zweitimpfung.

Niedersachsen meldet 1138 neue Fälle

10.52 Uhr Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind erstmals seit einigen Tagen wieder um mehr als 1000 Fälle gestiegen. Am Mittwoch wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 1138 neue Fälle registriert – mehr als doppelt so viele wie am Dienstag (540)

Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes sank dennoch und liegt nun bei 92,4 (gestern: 98,6 Vorwoche: 120) und blieb somit den dritten Tag in Folge unter der für Lockerungen entscheidende Grenze von 100.

Die Impfquote liegt bei 30,1 Prozent (mindestens eine Impfung).

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle liegt am 5. Mai bei 242.044. Insgesamt sind bislang 5350 (+6) Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben. In den Krankenhäusern wurden mit Stand 3. Mai 982 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 297 Corona-Patienten, 231 davon müssen beatmet werden.

Der Landkreis Vechta verzeichnete auch am Montag mit einem Wert von 228,8 die höchste Inzidenz, gefolgt von den Städten Salzgitter (171,6) und Delmenhorst (189, 5). Das geht aus der Internetseite der Landesregierung hervor.

Nach Impfungen mit Kochsalzlösung: Kreis Friesland lädt zu Antikörpertests

9.55 Uhr Nach den Impfungen mit Kochsalzlösung im Landkreis Friesland sollen mögliche Betroffene an diesem Mittwoch auf Antikörper getestet werden. Mit den Tests solle überprüft werden, ob die Personen bereits eine erste Impfung gegen Covid-19 bekommen haben, sagte eine Landkreissprecherin. Dazu hat der Landkreis 117 Personen zu einer Blutabnahme nach Jever und Varel eingeladen. 

Die Überprüfung der Impfung ist notwendig, da eine Mitarbeiterin des Impfzentrums eingeräumt hatte, sechs Spritzen statt mit Biontech-Impfstoff nur mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Nach Behördenangaben war ihr beim Anmischen des Vakzins ein Fläschchen mit Biontech heruntergefallen, was sie vertuschen wollte.

Das waren die Meldungen vom 4. Mai:

Schleswig-Holstein: 296 Neuinfektionen, Inzidenz auf 54,5 gesunken

21.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Dienstag auf 54,5 gesunken. Am Tag zuvor hatte sie bei 56,9 gelegen, eine Woche zuvor noch bei 70,2. Innerhalb eines Tages kamen 296 neue Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht. Am Dienstag zuvor hatte es 357 Neuinfektionen gegeben.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Dienstag den Angaben nach 168 Menschen - 6 mehr als am Vortag. 53 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt - ebenfalls 6 mehr. 30 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet - 4 mehr als am Montag. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg erneut um 2 - auf 1517.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) überschritt weiterhin kein Kreis. Die höchsten Werte verzeichneten die Kreise Neumünster (92,3) und Herzogtum Lauenburg (82,3) sowie Kiel (80,2). Die niedrigsten Zahlen gab es in Plön (29,5) und Schleswig-Flensburg (30,8).

Erstmals indische Virusvariante in Hamburg nachgewiesen – das sagt die Gesundheitsbehörde

20.35 Uhr: Zum ersten Mal wurde in Hamburg die indische Variante des Coronavirus festgestellt. Dies vermeldete die Sozialbehörde am Dienstag. Insgesamt sind zwei Fälle festgestellt worden, es gibt zudem drei Verdachtsfälle. Dies ist jedoch vorerst kein Grund zur besonderen Sorge. Es könne laut Behörde genau zugeordnet werden, wer an der Variante erkrankt ist und woher sie kam. „Es handelt sich bei den Fällen um Einreisen aus Indien“, so Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde zur MOPO. Die WHO stuft B.1.617 derzeit noch als „variant of interest“ (Variante von Interesse) ein. Bedeutet, dass erst einmal genau beobachtet wird, wie sich die Variante verhält, sie aber noch nicht eine „variant of concern“ (Variante der Besorgnis) ist.

Derweil nicht mehr separat vermeldet wird die britische Mutante in Hamburg, da sie schlicht mittlerweile 95 Prozent aller Fälle ausmacht. Sie ist eine „variante of concern“ – es zeigt sich jedoch mittlerweile, dass sie wohl nicht für mehr Verläufe mit Todesfällen verantwortlich ist, was zunächst befürchtet wurde. Sie überträgt sich allerdings deutlich leichter als die ursprüngliche Variante des Coronavirus. 

Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern sinkt auf 105,7

20.02 Uhr: Am Dienstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 381 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 177 Neuinfektionen weniger als am Dienstag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1011.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 9,7 auf nun 105,7 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 138,7.

Mit 153 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten, sank dort jedoch im Vergleich zum Vortag um 54,3 Punkte. Nach Angaben eines Landkreissprechers hängt dies etwa damit zusammen, dass die positiven Befunde von einem größeren Corona-Ausbruch in einem Betrieb länger als eine Woche her sind und somit aus der Sieben-Tage-Inzidenz wegfallen. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Schwellenwert zwischen 66,8 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 133,8 (Schwerin).

Kreise bei Hamburg wollen Notbremse aufheben

18.22 Uhr: Die Kreise Pinneberg und Stormarn wollen die Corona-Schutzmaßnahmen lockern, nachdem die Infektionszahlen gesunken sind. Sofern die Zahlen nicht wieder steigen, können sie die sogenannte Bundes-Notbremse wieder aufheben. Diese greift ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Stormarn gab seinen aktuellen Inzidenzwert am Dienstag mit 70,0 an, Pinneberg stand am Montagabend bei 71,8. Stormarn will seine Lockerungen am Donnerstag in Kraft treten lassen, Pinneberg am Freitag.

Konkret geht um die Erweiterung von Kontaktmöglichkeiten, die Lage in Schulen und Kitas, die Öffnung weiterer Geschäfte, die Aufhebung von Ausgangsbeschränkungen sowie um Erleichterungen in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur. Auch die Außengastronomie kann öffnen.

Immer mehr Kleinkinder: Wer sich aktuell in Hamburg mit Corona infiziert

17.31 Uhr: Welche Altersgruppen stecken sich in Hamburg am meisten mit Corona an? Nach wie vor ist es so, dass vor allem junge Erwachsene sich verstärkt infizieren. Bei 1847 Corona-Neuinfektionen (-315) in der 17. Kalenderwoche entfielen 367 (+9) auf Menschen im Alter von 20 bis 29. Die 30 bis 39-Jährigen zählen 352 Fälle (-34). Bei den jüngsten, also Kindern zwischen 0 und fünf Jahren meldet die Sozialbehörde 95 Neuinfektionen (+8). 186 Fälle (-39) gibt es bei den 6- bis 14-Jährigen und die über 70-Jährigen kommen auf 96 Neuinfektionen (-31).

Die 15- bis 19-Jährigen kommen auf 128 Neuinfektionen (-34), die 40- bis 49-Jährigen auf 60 (-59) und die 50- bis 59-Jährigen auf 236 (-76).

Bei 205 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich und es handelt sich insgesamt um 79 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Laut Sozialbehörde kam es im privaten Umfeld zum Großteil der Ansteckungen. Sieben Ausbrüche (insgesamt 18 Fälle) gehen auf den Arbeitsplatz zurück.  

Hamburg will Getestete und Geimpfte gleichstellen

16.20 Uhr: Alle Bundesländer außer Hamburg haben oder planen bereits mehr Freiheiten für Geimpfte. Parallel diskutiert die Regierung hierzu eine bundesweite Regelung. „Weshalb wir damit rechnen, dass wir uns am Freitag im Bundesrat zu einer entsprechenden Verordnung verhalten müssen“, sagte Hamburgs Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Unabhängig davon habe der Senat am Dienstag besprochen, dass vollständige Geimpfte den Getesteten gleichgestellt werden sollen. Alles andere sei noch Gegenstand der Beratungen.

Bei Inzidenz unter 100: Diese Lockerungen stellt der Hamburger Senat in Aussicht

13 Uhr: Der Senat will einen „Jo-Jo-Effekt“ aus Lockern und Schließen rund um die 100er Inzidenz vermeiden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 bleibt, wären Lockerungen am übernächsten Tag denkbar. Als erstes würden die Ausgangssperren zurückgenommen werden, so Schweitzer. Zweitens würde man sich anschauen, welche Einschränkungen man bei Kitas und Schulen zurücknehmen kann. Außerdem soll berücksichtigt werden, wie vollständig Geimpfte mit Getesteten gleichgestellt werden können. Der Senat werde sich einen Fahrplan schreiben und am Freitag erneut zu einer Sondersitzung zusammenkommen. „Dann hoffen wir, dass ab morgen die Zeitrechnung neu beginnt und der Wert wieder unter 100 liegt“, so Schweitzer.

253 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz wieder über 100

11.54 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 253 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 63 mehr als am Montag und 43 mehr als am Dienstag vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist damit leider wieder über die für Lockerungen entscheidende Grenze von 100 geklettert. Der Inzidenzwert lag bei nun 100,9 (Vortag: 98,6). Vor einer Woche hatte er bei 114,3 gelegen. Das RKI gab den Wert mit 90 an – das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (57). Der Senat setzt aber weiterhin auf die eigens ermittelten Werte.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1504 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 3. Mai). Binnen eines Tages wurde ein weiterer Todesfall erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 72.835 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 64.200 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 3. Mai 247 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 106 Corona-Patienten, 82 davon sind Hamburger.

Insgesamt 535.174 Menschen haben in Hamburg bis Montag eine Impfung erhalten, 134.784 auch schon eine Zweitimpfung.

Hamburgs Kultursenator: Sommer mit Open-Air-Events ist möglich

10.43 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) macht Hoffnung auf einen Sommer mit Kulturveranstaltungen – vor allem unter freiem Himmel. „Ein kulturell praller Sommer ist möglich“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). „Die ganze angestaute Kreativität kann sich dann entladen und große Momente ermöglichen.“ Brosda, der auch Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist, erklärte, dass insbesondere Open-Air-Veranstaltungen stattfinden könnten.

„Der kulturelle Sommer wird überwiegend draußen stattfinden“, sagte er. Schon jetzt müsse man dafür die Vorbereitungen treffen und Rahmenbedingungen abstecken. Gleichzeitig mahnte Brosda an, dass man die Entwicklung der Corona-Pandemie im Auge behalten müsse. „Daher müssen wir jetzt alles dafür tun, dass die Zahlen weiter sinken.“

Niedersachsen: 540 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter

10.01 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind weiter im Sinkflug. Am Dienstag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 540 neue Fälle registriert. Am Montag waren zwar mit 374 weniger neue Fälle gemeldet worden, am Dienstag vor einer Woche waren es aber noch 806.

Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes fiel im Vergleich zum Vortag von 99,5 auf 98,6 (Vorwoche: 120,0) und blieb somit den zweiten Tag in Folge unter der für Lockerungen entscheidende Grenze von 100.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 240.906. Insgesamt sind bislang 5344 (+20) Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben. In den Krankenhäusern wurden mit Stand 3. Mai 982 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 297 Corona-Patienten, 231 davon müssen beatmet werden.

Der Landkreis Vechta verzeichnete auch am Montag mit einem Wert von 238,8 die höchste Inzidenz, gefolgt von den Städten Salzgitter (199,4) und Delmenhorst (194,7). Das geht aus der Internetseite der Landesregierung hervor.

Schleswig-Holstein: 65.000 neue Impftermine ab Donnerstag

9.08 Uhr: In Schleswig-Holstein ist nun auch die dritte Prioritätsgruppe an der Reihe. Am Donnerstag werden 65.000 neue Impf-Termine vergeben – für die Prioritätsgruppen 1, 2 und erstmals auch 3 (Menschen ab 60 Jahren). Die Termine werden um 17 Uhr auf impfen-sh.de freigeschaltet. Durchgeführt werden die Impfungen zwischen dem 10. und 23. Mai. Auch die Arztpraxen werden in diesem Zeitraum mit Impfstoffen versorgt, sie erhalten mindestens 165.565 Dosen. In Schleswig-Holstein liegt der Schwerpunkt der Impfungen mittlerweile bei den Arztpraxen, dort werden derzeit rund 80 Prozent aller Erstimpfungen durchgeführt.

Mehr Rechte für Geimpfte? Das sagt Hamburgs Bürgermeister Tschentscher

8 Uhr: CDU/CSU und SPD sollen sich laut eines Berichts der „Bild“ auf eine gemeinsame Strategie zum Aufheben der Corona-Einschränkungen für Geimpfte geeinigt haben. Demnach sollen Kontakt- und Ausgehsperren für vollständig Geimpfte und Genesene in Deutschland schon ab dem kommenden Wochenende nicht mehr gelten. Die MOPO hat bei Senatssprecher Marcel Schweitzer nachgefragt, was ein solcher Beschluss für Hamburg bedeuten kann. Hamburg wolle sich erst anschauen, was die Vorstellungen des Bundes sind und dann eine Meinung entwickeln, so Schweitzer.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich am Montag bei „NDR-Info“ offen für Lockerungen für Geimpfte. „Es ist wichtig, dass wir natürlich die Grundrechtseinschränkungen zurücknehmen, sobald es möglich ist“, so Tschentscher. Dies sehe er in einigen Punkten, wo Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt werden könnten wie beim Friseur. Eine Lockerung von Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte seien ein „sehr weitgehender Schritt“, der zur Inzidenz passen müsse. „Wir dürfen nicht zu Lasten der Nichtgeimpften jetzt die Pandemiebekämpfung in Frage stellen“, so Tschentscher gegenüber dem Sender.

Hamburger Senat berät über Folgen der sinkenden Corona-Inzidenz

6.20 Uhr: Angesichts der sinkenden Zahl von Corona-Neuinfektionen berät der Hamburger Senat am Dienstag über das weitere Vorgehen. Laut Bundesinfektionsschutzgesetz müsste die sogenannte Notbremse mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung aufgehoben werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 100 liegt. Das dürfte am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts der Fall sein. Der Hamburger Senat hält seine eigene Zählung der Neuinfektionen jedoch für genauer und will sich darum nach der selbst errechneten Inzidenz richten. Diese war am Montag das erste Mal seit Mitte März unter 100 gefallen.

Das waren die Corona-News am 3. Mai:

Schleswig-Holstein: Inzidenz sinkt weiter

21.42 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Montag leicht weiter gesunken. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 56,9 (58,0 am Sonntag), wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht (Stand: 3. Mai, 20.11 Uhr). Am Sonntag hatte der Wert bei 58,0 gelegen, am Samstag bei 58,6. Innerhalb eines Tages kamen 133 neue Infektionen hinzu.

Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg um 2 auf 1515. In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Montag den Angaben nach 162 Menschen – 4 mehr als am Vortag. 47 von ihnen liegen auf der Intensivstation, 26 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt weiterhin kein Kreis. Die höchsten Werte verzeichneten Stormarn (84,8) und Neumünster (81,1). Die niedrigsten Zahlen gab es in Schleswig-Flensburg (32,3) und Flensburg (32,2).

Meck-Pomm: 92 Corona-Neuinfektionen, neun Tote – Inzidenz sinkt

20.50 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat am Montag 92 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Das waren zehn mehr als vor einer Woche, wie das Amt in Rostock mitteilte. Es gab zudem neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Nordosten an oder mit Corona gestorben sind, gibt das Amt nunmehr mit 1009 an.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter: von 120,5 am Sonntag auf 115,5 am Montag. Der am stärksten betroffene Landkreis bleibt Ludwigslust-Parchim mit einer Inzidenz von 207,3, was unter anderem auf einen lokalen Ausbruch in einem Fahrzeugwerk in Lübtheen zurückzuführen ist. Für die Landeshauptstadt Schwerin wird ein Wert von 141,1 ausgewiesen, für Vorpommern-Greifswald 131,1, für Nordwestmecklenburg 111,2 und für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 101,5.

Unter der Marke von 100 liegen demnach der Landkreis Rostock mit einer Inzidenz von 79,2, der Landkreis Vorpommern-Rügen (81,0) und die Hansestadt Rostock (88,0). Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

Beim Impfen kommt der Nordosten weiter voran: Bislang sind dem Amt zufolge 30,2 Prozent der Menschen im Land erstgeimpft. Den vollständigen Schutz nach zwei Spitzen haben demnach 7 Prozent.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt aktuell bei 40 690. Als genesen gelten etwa 35 751 Menschen. In den Kliniken lagen mit Stand Montag unverändert 306 Corona-Patienten, davon wurden 85 auf Intensivstationen behandelt.

Niedersachsen will Corona-Beschränkungen lockern

17.23 Uhr: Nach monatelangem Lockdown will Niedersachsen die Corona-Beschränkungen angesichts rückläufiger Zahlen vorsichtig lockern. Dies soll in Kreisen und Städten der Fall sein, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz belastbar unter 100 liegt, kündigte die Staatskanzlei in Hannover am Montag an.
Die mit der neuen Corona-Verordnung des Landes ab kommendem Wochenende ins Auge gefassten Lockerungen wollen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag vorstellen. Unter anderem geht es um Tourismus und Gastronomie. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will verbesserte Möglichkeiten für den Schulunterricht präsentieren. Bislang hat das Land an seinem restriktiven Kurs festgehalten, dass Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 größtenteils in den Distanzunterricht wechseln.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Montag von 101,7 auf 99,5. In 16 der 45 Kreise und Großstädte liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen noch über 100.

190 Neuinfektionen: Inzidenz in Hamburg wieder unter 100!

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Montag 190 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 13 weniger als am Sonntag und 42 weniger als am Montag vor einer Woche.

Gute Nachrichten: Erstmals seit dem 16. März (damals: 90,9) sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder unter die für Lockerungen entscheidende Grenze von 100. Der Wert lag bei nun 98,6 (Vortag: 100,8). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 115,2 gelegen.

Das RKI gab den Wert mit 92 an - das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (58). Der Senat setzt aber weiterhin auf die eigens ermittelten Werte. Wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, treten ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen der Notbremse wieder außer Kraft. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1503 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 2. Mai). Binnen eines Tages wurde ein weiterer Todesfall erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 72.582 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 64.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. April 270 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 115 Corona-Patienten, 92 davon sind Hamburger.

Insgesamt 527.133 Menschen haben in Hamburg bis Sonntag eine Impfung erhalten, 131.976 auch schon eine Zweitimpfung.

Niedersachsen: 374 Neuinfektionen – Inzidenz wieder unter 100

10.40 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind weiter im Sinkflug. Am Montag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 374 neue Fälle registriert. Am Sonntag waren noch 1363 neue Fälle gemeldet worden, am Montag vor einer Woche 995.

Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes fiel im Vergleich zum Vortag von 101,7 auf 99,5  (Vorwoche: 118,5) und somit wieder unter die für Lockerungen entscheidende Grenze von 100.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 240.367. Insgesamt sind bislang 5324 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Der Landkreis Vechta verzeichnete auch am Montag mit einem Wert von 238,8 die höchste Inzidenz, gefolgt von den Städten Salzgitter (208,1) und Delmenhorst (192,1). Das geht aus der Internetseite der Landesregierung hervor.

Hamburg ruft Supermarktbeschäftigte zum Impfen auf

6.41 Uhr: Ab sofort können sich in Hamburg auch die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels gegen Covid-19 impfen lassen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Damit würden für 21.000 weitere Personen entsprechend viele Termine bereitgestellt, die telefonisch unter 116 117 oder online unter impfterminservice.de/ gebucht werden können.

Supermarktbeschäftigte sind Teil der Priorisierungsgruppe 3, die bislang noch nicht vollständig zum Impfen aufgerufen wurde. Trotz intensiver Diskussionen um eine Freigabe der Priorisierung halte Hamburg vorerst an der nach Gefährdung festgelegten Reihenfolge fest, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Deutschen Presseagentur. Schon im Sommer werde es aber auch in der Hansestadt so sein, dass allen ein Impfangebot gemacht werden könne.

„Wir sind jetzt auf den letzten Metern der Impfpriorisierung. Trotzdem sollten wir klar vor Augen behalten: Diese Priorisierung ist kein politischer Kompromiss, sondern eine Empfehlung von unabhängigen Wissenschaftlern und Ärzten.“ Diejenigen mit der höchsten Gefährdung müssten auch als erstes geschützt werden. „Und deswegen werden wir in Hamburg jetzt als nächstes denjenigen priorisiert eine Schutzimpfung anbieten, die jeden Tag für uns an der Kasse sitzen und Regale einräumen und bei ihrer Arbeit Kontakte haben.“

Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel seien wichtig für die Versorgung, „und wer das anerkennt, sollte Ihnen auch diese Impfung mit Priorität nicht neiden“, sagte die Senatorin. Weitere Gruppen würden zum Impfen aufgerufen, „sobald die Impfstoffmengen das zulassen.“

Das waren die Corona-News am 2. Mai:

Schleswig-Holstein: Sieben-Tage-Inzidenz bei 58,0 - 98 neue Corona-Infektionen

21.13 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Sonntag leicht gesunken. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 58,0, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht. Am Samstag hatte der Wert bei 58,6 gelegen, am Freitag bei 61,5. Am Sonntag vor einer Woche wurde er mit 74,0 angegeben.

Innerhalb eines Tages kamen 98 neue Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 120. Am Wochenende liegen die Infektionszahlen erfahrungsgemäß etwas niedriger, weil dann weniger getestet wird.

Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg um 1 auf 1513. In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Sonntag den Angaben nach 158 Menschen - 4 weniger als am Vortag. 50 von ihnen waren auf der Intensivstation, 29 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt weiterhin kein Kreis. Die höchsten Werte verzeichneten Kiel (86,3) und Stormarn (83,6). Die niedrigsten Zahlen gab es in Nordfriesland (33,7) und Schleswig-Flensburg (35,3).

MeckPomm: 89 Corona-Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

17.18 Uhr: Am Sonntag sind in Mecklenburg-Vorpommern 89 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 141 weniger als am Sonnabend und 19 weniger als vor einer Woche. Zugleich wurde ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1000.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht um 0,5 auf 120,5. Der Landkreis Rostock (78,3), Vorpommern-Rügen (86,3) sowie die Hansestadt Rostock (90,3) lagen unter der Schwelle von 100. Am höchsten war der Wert im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 199,3, was unter anderem auf einen lokalen Ausbruch in einem Unternehmen in Lübtheen zurückzuführen ist.

Am zweithöchsten lag der Wert in Vorpommern-Greifswald (137,1) gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin (134,9), dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (131,0) und Nordwestmecklenburg (112,5).

In den Kliniken lagen mit Stand Sonnabend 306 Corona-Patienten, davon wurden 85 auf Intensivstationen behandelt.

Corona-Notbremse gilt im Kreis Herzogtum Lauenburg nicht mehr

14.47 Uhr: Die Corona-Notbremse gilt seit Sonntag nicht mehr im Kreis Herzogtum Lauenburg. Nach Angaben des Kreises lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag den fünften Werktag in Folge unter dem Grenzwert von 100. Am Sonntag gab das Robert Koch-Institut den Wert mit 79,8 an.

Die sogenannte Bundesnotbremse greift in Kreisen und kreisfreien Städte mit Inzidenzen über 100. Dabei gilt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung. Außerdem muss die Außengastronomie wieder schließen. Private Kontakte sind nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren Person erlaubt. Die Maßnahmen enden erst, wenn dieser Wert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterboten wird.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt in Schleswig-Holstein zuletzt kein Kreis. Die höchsten Werte verzeichneten die Kreise Stormarn (84,8) und Kiel (84,7). Die niedrigsten Zahlen gab es in Lübeck mit 36,5 und Schleswig-Flensburg mit 36,8.

203 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt deutlich

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 203 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 109 weniger als am Samstag und 111 weniger als am Sonntag vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank wieder auf nun 100,8 (Vortag: 106,7). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 117,2 gelegen. Das RKI gab den Wert mit 92 an - das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (59). Der Senat setzt weiterhin auf die eigens ermittelten Inzidenzwerte.

Würde sich dieser Trend fortsetzen, könnte Hamburg schon sehr bald wieder einige Regeln lockern. Denn: Wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, treten ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen der Notbremse wieder außer Kraft. Am Dienstag will der Senat über die weiteren Maßnahmen beraten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1502 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 1. Mai). Binnen eines Tages wurden sechs weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 72.392 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 63.700 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. April 270 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 115 Corona-Patienten, 92 davon sind Hamburger.

498.669 Menschen haben in Hamburg bis Donnerstag eine Impfung erhalten, 124.367 auch schon eine Zweitimpfung.

Niedersachsen: 1363 Neuinfektionen – Inzidenz leicht über 100

11.10 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen bleiben hoch. Am Sonntag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 1363 neue Fälle registriert. Am Samstag waren noch 1244 neue Fälle gemeldet worden, am Sonntag vor einer Woche 1194. Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes fiel im Vergleich zum Vortag minimal von 101,8 auf 101,7 (Vorwoche: 111,6).

Insgesamt sind bislang 5323 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben. In den Krankenhäusern wurden mit Stand 30. April 973 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 303 Corona-Patienten, 220 davon müssen beatmet werden.

Der Landkreis Vechta verzeichnete auch am Sonntag mit einem Wert von 254,2 die höchste Inzidenz, gefolgt von den Städten Salzgitter (208,1) und Delmenhorst (192,1). Das geht aus der Internetseite der Landesregierung hervor. In allen drei Hotspots sanken die Werte erneut im Vergleich zum Vortag.

Schnelltests für Mitarbeiter: Hamburg kündigt Großkontrollen an

10.20 Uhr: Laut der aktuellen Corona-Verordnung müssen Arbeitgeber in Hamburg ihren Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zwei Tests pro Woche anbieten. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz will nun ab Montag und bis zum 18. Mai die Betriebe unangemeldet kontrollieren.

„Neben Impfungen, Homeoffice und den bekannten Corona-Regeln ist das ein zusätzlicher Baustein, um das Infektionsgeschehen weiter abzubremsen“, sagte Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina (Grüne).

Überprüft werden mindestens 400 Betriebe, die entweder keine Möglichkeit haben, Homeoffice anzubieten, oder die Homeoffice nur vereinzelt anbieten können. Dazu gehört unter anderem das verarbeitende und produzierende Gewerbe. „Die Aktion startet mit einer schriftlichen Abfrage bei den Betrieben, im Anschluss finden unangemeldete Kontrollen vor Ort statt“, teilte die Behörde mit.

Bereits im Januar und Februar wurde die Umsetzung von Homeoffice in rund 750 Unternehmen überprüft. Bei fast 95 Prozent der überprüften Betriebe mit Bürotätigkeiten war die Arbeit aus dem Homeoffice möglich.

Günther: Hotelöffnung für Geimpfte und Getestete rasch regeln

9.33 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert eine schnelle Regelung für Hotelöffnungen in Deutschland. Beherbergungsbetriebe seien keine Treiber der Corona-Pandemie, sagte Günther dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). Mit Blick auf die vom Bund geplante Verordnung zu mehr Freiheiten für Geimpfte sagte Günther, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten.

Diese Gruppen sind in Niedersachsen jetzt impfberechtigt

7.45 Uhr: In Niedersachsen darf sich seit Samstag eine weitere Gruppe impfen lassen. Darunter zählen Feuerwehrleute, Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen sowie Beschäftigte in Kinder- und Jugendhilfen. Alleine zur Gruppe der Feuerwehrleute zählen bereits 130.000 Menschen. Das Land werde „in den nächsten Wochen“ dann allen Impfberechtigten aus der dritten Prioritätsgruppe die Terminanmeldung ermöglichen, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover am Freitag. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen sowie Beschäftigte der Kritischen Infrastruktur, wie Apotheker und Bestatter. Auch Mitarbeiter des Lebensmittelhandels können bald einen Impftermin vereinbaren.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hat mehr als jeder vierte Niedersachse (27,3 Prozent) mittlerweile mindestens die erste Spritze erhalten. Vollständig geimpft sind allerdings erst 6,8 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich liegt der Impffortschritt in Niedersachsen bei den Erstimpfungen etwas über dem Bundesdurchschnitt und bei den Zweitimpfungen etwas darunter.

Das waren die Corona-News am 1. Mai:

Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern sinkt leicht

22.13 Uhr: Auch in Mecklenburg-Vorpommern entspannt sich die Corona-Lage allmählich. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Freitag leicht um 0,8 Punkte auf 120,2 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Am höchsten ist die Inzidenz aktuell im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 199,7. Dahinter liegen Vorpommern-Greifswald mit 135,0 und Schwerin mit 134,9.

Seit Freitag wurden im Bundesland 230 Neuinfektionen gemeldet. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie 40.515 Einwohner positiv auf Covid-19 getestet.

999 Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns sind bislang in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Seit Freitag kam ein neuer Todesfall hinzu.

574.433 Menschen im Nordosten wurden bereits mindestens einmal geimpft (Stand 30. April), 109.955 Personen haben den vollständigen Impfschutz. Das ergibt eine Impfquote von 28,9 bei den mindestens Erstgeimpften und 6,8 bei den vollständig Geimpften.

Inzidenz im Norden geht weiter zurück

21.23 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter rückläufig. Am Samstag lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 58,6. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervor. Am Freitag hatte der Wert bei 61,5 gelegen, am Donnerstag bei 63,9. Am Samstag vor einer Woche betrug er 75,9.

Am Samstag wurden 247 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Eine Woche zuvor hatte es 329 neu registrierte Fälle gegeben. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg auf 1512 - zwei weitere Todesfälle also im Vergleich zum Vortag.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt weiterhin kein Kreis. Die höchsten Werte verzeichneten die Kreise Stormarn (84,8) und Kiel (84,7). Die niedrigsten Zahlen gab es in Lübeck mit 36,5 und Schleswig-Flensburg mit 36,8.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Samstag den Angaben nach 162 Menschen - 13 weniger als am Vortag. 51 von ihnen waren auf der Intensivstation, 31 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet (3 weniger als am Vortag).

Ministerpräsident fordert: Hotels für Geimpfte öffnen!

19.22 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert eine schnelle Regelung für Hotelöffnungen in Deutschland. Beherbergungsbetriebe seien keine Treiber der Corona-Pandemie, sagte Günther dem „Tagesspiegel“ am Sonntag. Die Modellprojekte in Schleswig-Holstein würden sehr erfolgreich laufen, das Land habe bundesweit die niedrigsten Infektionszahlen.

Mit Blick auf die vom Bund geplante Verordnung zu mehr Freiheiten für Geimpfte sagte Günther, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten. 

Inzidenz in Niedersachsen sinkt auf 101,8

18.52 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind leicht gefallen. Am Samstag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 1244 neue Fälle registriert. Die Sieben-Tages-Inzidenz des Landes fiel im Vergleich zum Vortag von 106,7 auf 101,8. Am Freitag waren noch 1779 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den niedersächsischen Kliniken sank demnach auf 973, davon waren allerdings weiterhin 303 auf Intensivstationen (Stand Freitag).

Der Landkreis Vechta verzeichnete am Samstag mit einem Wert von 280,1 die höchste Inzidenz, gefolgt von den Städten Salzgitter (213,8) und Delmenhorst (197,3). Das geht aus der Internetseite der Landesregierung hervor. In allen drei Hotspots sanken die Werte erneut im Vergleich zum Vortag.

In der Region Hannover fiel die Inzidenz auf 120,6 – damit ist immerhin Terminshopping weiterhin möglich. Die Stadt Bremen verzeichnete eine Inzidenz von 130,1.

Im Landkreis Rotenburg/Wümme gilt von Montag an eine Ausgangsbeschränkung. Der Inzidenzwert von 100 wurde an drei Tagen hintereinander überschritten, am Samstag lag er bei 103,2. 

Inzidenz in Hamburg steigt wieder – acht Tote

12.02 Uhr: Tagelang sank die Inzidenz in Hamburg relativ deutlich ab, am Samstag ist sie um fast vier Punkte auf 106,7 gestiegen. Die Stadt hat 312 Neuinfektionen vermeldet. Das sind jeweils 74 mehr als gestern und vor einer Woche (238). Auch die Zahl der Menschen in klinischer Behandlung ist gestiegen: 270 sind es insgesamt, davon 115 auf Intensivstationen. Es gab zudem acht weitere Todesfälle.

Oberverwaltungsgericht: Kletterparks in Niedersachsen dürfen öffnen

10.44 Uhr: Klettergärten in Niedersachsen dürfen nach einer Gerichtsentscheidung wieder öffnen. Per Eilbeschluss ist die Corona-Verordnung des Landes in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug gesetzt, wie das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am Freitag mitteilte (Az.: 13 MN 241/21). Der Senat sei der Argumentation der Betreiberin eines Kletterwalds im Landkreis Lüneburg gefolgt, nach der eine Schließung keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme mehr darstelle.

Die im Freien nur geringe Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus könne durch weitere Schutzmaßnahmen auf ein zu vernachlässigendes Maß reduziert werden, hieß es zur Begründung. Ähnliche Entscheidungen hatte es zuvor schon für Zoos, Tierparks und Minigolfanlagen gegeben. Klettersport kann laut Gericht im Freien als Individualsport ohne Kontakte ausgeübt werden. Es bestehe eine weitaus geringere Gefahr einer Infektion als in geschlossenen Räumen.

Infektionsfall in Praxis: 200 Patienten in Quarantäne

8.36 Uhr: In Schwerin müssen 200 Patienten und Patientinnen sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Sie alle waren für eine Behandlung zwischen dem 21. und 28. April in einer chirurgischen Arztpraxis im Stadtteil Weststadt. Wie der „NDR“ berichtet, gelten sie alle als direkte Kontaktperson einer infizierten Person.

Das waren die Nachrichten vom 30. April

Falsch positive Ergebnisse: Notbremse in Rostock wieder aufgehoben

21.28 Uhr: Erst seit Donnerstag galt in Rostock die Corona-Notbremse des Bundes, jetzt ist sie wieder aufgehoben worden. Grund dafür seien zwölf falsch positive Testergebnisse, die nachträglich korrigiert worden seien. Dadurch sei die Sieben-Tage-Inzidenz für vergangenen Dienstag wieder unter die kritische 100er-Marke gerutscht, sagte ein Sprecher der Stadt Rostock.

Damit sei der Grund für die Notbremse, drei Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100, weggefallen. Nun dürfen die Rostocker ab morgen wieder zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens ohne zwingenden Grund unterwegs sein. Baumärkte können wieder öffnen, Zoos können wieder ohne negativen Schnelltest besucht und Essen nach 22 Uhr abgeholt werden.

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) mahnt dennoch zur Vorsicht: „Es wäre schön, wenn dies so bleibt und wir weiterhin unter der 100er-Marke bleiben! Wir alle können dazu beitragen, Infektionen zu verhindern, indem wir uns an die geltenden Kontakt- und Abstandsregeln halten und regelmäßig die Testangebote nutzen.“

Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 61,5 

20.40 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist auf 61,5 gesunken. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervor. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 63,9 gelegen, am Mittwoch bei 67,1 – und am Freitag vergangener Woche bei 75,8. Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt weiterhin kein Kreis. Die höchsten Werte haben die Kreise Stormarn (95,4) und Pinneberg (83,8) sowie Kiel (87,9). Die niedrigsten Zahlen gab es nach wie vor in den Kreisen Schleswig-Flensburg (26,8) und Plön (37,3).

Am Freitag wurden 257 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Eine Woche zuvor hatte es 352 neu registrierte Fälle gegeben. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg auf 1510. Das heißt, es gab zwei weitere Todesfälle.

175 Menschen wurden am Donnerstag in Kliniken wegen Covid-19 behandelt, also 3 mehr als am Vortag. 54 dieser Patienten lagen auf der Intensivstation. Das war eine Person mehr als am Vortag. 32 Corona-Patienten wurden beatmet – einer mehr als am Donnerstag.

341 Neuinfektionen in MeckPomm – Inzidenz sinkt weiter

20.05 Uhr: Am Freitag sind in Mecklenburg-Vorpommern 341 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 32 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zugleich wurden am Donnerstag drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie gab das Amt mit nunmehr 998 an.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank erneut. Der Wert verringerte sich um 1,9 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf 121. Der Landkreis Rostock (82) die Hansestadt Rostock (91,8) sowie Vorpommern-Rügen (94,3) lagen unter der Schwelle von 100. Am höchsten war der Wert im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 200,2, was unter anderem auf einen lokalen Ausbruch in einem Unternehmen in Lübtheen zurückzuführen ist.

Inzwischen haben rund 28,9 Prozent der Einwohner im Nordosten ihre erste Impfung gegen Covid-19 bekommen, wie das Landesamt mitteilte. Das ist Platz zwei im Vergleich der Bundesländer nach dem Saarland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 26,9 Prozent.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 40.258. Als genesen gelten etwa 34.834 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten betrug 311 und damit 20 weniger als am Vortag. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sank um drei auf 89.

Regelung verlängert: Weiterhin keine Nachtfahrten im Hamburger ÖPNV

19.41 Uhr: Auch in der kommenden Woche werden die Nachtfahrten von Bussen und Bahnen sowohl im Hamburger Stadtgebiet als auch in das Umland pandemiebedingt weiter ausgesetzt. Die Regelung wurde zunächst bis zum 9. Mai verlängert.

Die On-Demand-Fahrdienste Moia und Ioki stehen zur Verfügung, die im Auftrag der Stadt zwischen 0 und 6 Uhr zum HVV-Preis unterwegs sind. Das gilt auch für Gegenden, in denen die beiden Dienste normalerweise nicht fahren. Zusätzlich gibt es noch einen Ersatzverkehr mit Taxis, die für HVV-Kartenbesitzer einen speziellen Rabatt anbieten.

Voraussetzung für die Nutzung der Ersatzdienste ist, dass es sich um Fahrgäste handelt, die in dieser Zeit aus dringenden Gründen unterwegs sein müssen. Konkret entfällt das Angebot der Nachtlinienbusse, das heißt alle 600er-Busse.

In der Zeit von etwa 0.30 bis 4.30 Uhr fahren zudem keine Bus-Ganztagslinien sowie keine S- und U-Bahnen. Eine Ausnahme ist der S-Bahn-Betrieb von Stade nach Neugraben, der regulär verkehren wird. Die Regionalzüge fahren ebenfalls nach Fahrplan.

Trotz niedriger Corona-Inzidenz: Lübeck erlässt Alkoholverbot

18.45 Uhr: Obwohl die Inzidenz in Lübeck aktuell unter dem Grenzwert von 50 liegt, hat die Stadt ein Alkoholverbot für Teile der Innenstadt erlassen. Von Freitag an seien auf dem Klingenberg sowie in der Sandstraße der Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt, teilte die Hansestadt mit.

Der Klingenberg und die Sandstraße seien nach vorliegenden Erkenntnissen der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden Treffpunkte für Personen, die dort regelmäßig Alkohol tränken und deshalb die Mindestabstände auch zu Dritten nicht eingehalten würden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Außerdem rechne man damit, dass das zunehmend wärmere Wetter die Menschen verleiteten würde, sich vermehrt im Freien aufzuhalten, sagte sie weiter. Das widerspreche der derzeitigen Pandemiepolitik, das öffentliche Leben dort herunter zu fahren, wo Zusammenkünfte entbehrlich seien.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Daten des Gesundheitsministeriums von Donnerstagabend bei 49,4 (laut RKI bei 48). Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner an.

Inzidenz in Hamburg im Sinkflug: Leonhard deutet Lockerungen an

16.13 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg ist weiter im Sinkflug102,8 betrug sie am Freitag – eine Woche zuvor waren es noch 124,9, vor zwei Wochen sogar 146! Würde dieser Trend anhalten, könnte der Wert schon an diesem Wochenende unter die Grenze von 100 fallen – und Hamburg schon sehr bald wieder einige Regeln lockern.

Das deutete auch Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag bei einem Termin mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Impfzentrum in den Messehallen an. Am Dienstag werde der Senat die positive Entwicklung und Konsequenzen daraus beraten. Die Werte müssten fünf Tage hintereinander unter 100 liegen, der Sonntag dürfe da aber nicht eingeschlossen sein, wird Leonhard im „Abendblatt“ zitiert.

Tschentscher hatte bereits angekündigt, der Senat werde erst „sehr sorgfältig beraten“, sobald die Inzidenz unter 100 liege – „und dann die Öffnungen beschließen, die wir für vertretbar halten“. In einem ersten Schritt werde man dann sicher die Maßnahmen mit den größten Einschränkungen, „zum Beispiel die Ausgangsbeschränkungen“ zurücknehmen.

Hamburg: Jetzt auch Feuerwehrleute impfberechtigt

15.32 Uhr: Künftig dürfen sich auch alle Retter der Freiwilligen Feuerwehr in Hamburg priorisiert impfen lassen. Das teilte die Innenbehörde am Freitagmorgen mit. Senator Andy Grote (SPD) auf Twitter: „Impfung marsch!“ Den weiteren Angaben Grotes zufolge sind ab sofort fast 2800 Angehörige der Feuerwehr Hamburg und rund 1600 der Polizei impfberechtigt, darunter von der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr und dem Streifendienst, aber auch diverses Personal an den Akademien.

„Wir haben uns die vergangenen Tage mit den Amtsleitern und der Sozialbehörde verständigt“, so ein Sprecher der Innenbehörde zur MOPO. „Alle Betroffenen können nun online oder telefonisch einen Termin vereinbaren.“ Intern seien die Impfberechtigten bereits informiert worden. FDP-Politiker Michael Kruse twitterte: „Guter Schritt! Sie schützen uns, wir schützen sie.“

Mann bekommt in Schweriner Impfzentrum fünffache Impfdosis gespritzt

14.35 Uhr: Ein Mann hat im Schweriner Impfzentrum versehentlich eine fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer gespritzt bekommen. Der Betroffene hat nach Angaben der Stadtverwaltung keine Beschwerden. Er sei vorsorglich zur Beobachtung in die Helios-Kliniken gebracht worden. Schwerins Impfmanager bezeichnete den Vorfall gegenüber der „Schweriner Volkszeitung“ als „bedauerlichen Zwischenfall“. Es seien in dem Fall am Donnerstag die Behälter mit verdünntem und unverdünntem Impfstoff verwechselt worden.

Corona in Hamburg: Neuinfektionen und Inzidenz sinken weiter

12.13 Uhr: In Hamburg sind am Freitag 238 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 163 weniger als am Donnerstag und 123 weniger als am Freitag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen damit auf nun 102,8 (Vortag: 109,3). Am Freitag vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 124,9 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1488 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 29. April), 5 Todesfälle mehr als am Vortag.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 71.877 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 63.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 29. April 275 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 109 Corona-Patienten, 86 davon sind Hamburger.

5302 bzw. 2762 Hamburger wurden zuletzt an einem Tag zum ersten oder zweiten Mal geimpft (Stand: 29. April). Insgesamt wurden in Hamburg 408.768 Erstimpfungen und 123.105 Zweitimpfungen durchgeführt.

Corona-Lage in Niedersachsen: Inzidenz steigt wieder

10.08 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen ist weiter angespannt, die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Freitag im landesweiten Durchschnitt auf 106,7 nach 104,8 am Vortag gesunken. 1779 neue Infektionsfälle wurden am Donnerstag registriert, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1843, vor einer Woche 1959.

Zwar ist die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken mit 973 inzwischen etwas gesunken. 303 Patienten müssen aber auf der Intensivstation behandelt werden, 220 davon werden künstlich beatmet.

15 der 45 Landkreise und Großstädte sind weiterhin Corona-Hotspots mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am problematischsten ist die Lage im Kreis Vechta (280,8), gefolgt von der Stadt Salzgitter (236,8) und der Stadt Delmenhorst (188,2).

Darum kommt Jens Spahn heute nach Hamburg

9.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stattet der Hansestadt am Freitag einen Besuch ab: Gemeinsam mit Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) wird er im Impfzentrum in den Messehallen zu Gast sein.

Vorher besucht Spahn gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Vormittag einen neuen Produktionsstandort für den Corona-Impfstoff von Biontech in Reinbek (Kreis Stormarn). Daran wird auch Landesgesundheitsminister Heiner Garg (FDP) teilnehmen. Der Produktionsstandort der Allergopharma in Reinbek gehört zum Pharmaunternehmen Dermapharm Holding mit Sitz im bayerischen Grünwald.

Bei Maybrit Illner: Zoff um Ausgangssperre zwischen Kubicki und Tschentscher

7.14 Uhr: In der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner sind Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Wolfgang Kubicki (FDP) am Donnerstagabend ganz schön aneinandergeraten: Dabei ging es vor allem um die Wirksamkeit der Ausgangssperre in Hamburg.

Während Tschentscher diese Regelung in Hamburg für wirkungsvoll hält, kontert Kubicki: „Wir haben in Schleswig-Holstein keine Ausgangssperren, und gleichwohl sinken bei uns die Inzidenzen genauso wie in Hamburg!“ Das lässt der Bürgermeister nicht auf sich sitzen: „Sie wissen, dass Sie auf den Inseln und an der Nordsee viel leichtere Bedingungen haben!“

Der FDP-Vize spricht daraufhin die geltende Ausgangssperre auf der zum Landkreis Pinneberg gehörenden Insel Helgoland an – obwohl es dort keinen einzigen Corona-Fall gebe. Ein Beispiel, das Tschentscher ebenfalls für nicht vergleichbar hält: „Das ist eine extreme Spezialität, dass eine Insel in einem so weit entfernten Landkreis ist. Was Sie tun, ist irreführend und in dieser Lage nicht verantwortungsvoll!“

Sobald die Inzidenz stabil sei, würde die Ausgangssperre in Hamburg wieder aufgehoben, so Hamburgs Bürgermeister weiter. „Ich glaube, dass wir in den nächsten Wochen in eine entspanntere Situation kommen, weil die Impfquote steigt, weil wir günstigere Temperaturen haben und weil wir viel testen und damit immer wieder Infektionsketten unterbrechen.“ Bis dahin gelte es weiterhin zusammenzuhalten und die letzten Wochen zu überstehen.

Impfungen jetzt auch in Hamburger Krankenhäusern möglich

6.31 Uhr: Hamburgs Kliniken steigen in die Impfkampagne ein: Als erstes werde das Agaplesion Diakonieklinikum in Eimsbüttel bereits an diesem Samstag eine Impfstraße öffnen, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde der Deutschen Presseagentur. Das Albertinen-Haus in Schnelsen, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf, das Asklepios Klinikum Nord in Langenhorn und das Asklepios Klinikum Harburg würden noch im Laufe des Mai folgen. Künftig sollen dort bis zu 3000 Impfungen pro Woche möglich sein. Bisher wurden in den Krankenhäusern nur das eigene Personal und besonders erkrankte Patienten geimpft.

Aufgrund der Bereitschaft der Krankenhäuser könne das Angebot nun auf die breite Bevölkerung ausgeweitet werden, hieß es. „Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können immer mehr Menschen zur Impfung aufgerufen werden. Damit wir das Tempo aber weiter steigern können, brauchen wir dann auch mehr Orte, an denen Schutzimpfungen angeboten werden“, so Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). „Die Krankenhäuser bieten über die Stadt verteilt eine regionale Möglichkeit, einen Impftermin mit kurzen Wegen wahrzunehmen und helfen uns, mit dem Impfen noch schneller voranzukommen.“

Das Agaplesion soll zunächst allerdings nur an Wochenenden Impftermine anbieten. Gebucht werden können sie ab sofort – genau wie im Impfzentrum – telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de. Dort kann man dann auswählen, wo man einen Termin buchen möchte.

Um den Kliniken den Verwaltungsaufwand bei der Überprüfung der Impfberechtigung zu ersparen, können dort nur über 70-Jährige aus Hamburg geimpft werden. Alle anderen Impfberechtigten müssen sich vorerst weiter im Impfzentrum oder bei ihrem Hausarzt impfen lassen.

Das waren die Corona-News am 29. April: 

Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 63,9 – alle Kreise unter 100

21.18 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist auf 63,9 gesunken. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervor. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 67,1, am Dienstag bei 70,2 - und am Donnerstag vergangener Woche bei 73,5.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt weiterhin kein Kreis mehr. Die höchsten Werte haben die Kreise Stormarn (92,6) und Pinneberg (86,7) sowie Kiel (84,3). Die niedrigsten Zahlen gab es nach wie vor in den Kreisen Schleswig-Flensburg (31,3) und Plön (41,2). Am Donnerstag wurden 273 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Eine Woche zuvor hatte es 420 neu registrierte Fälle gegeben.

Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen betrug 1508. Das heißt, es gab einen weiteren Todesfall. 172 Menschen wurden am Donnerstag in Kliniken wegen Covid-19 behandelt, also 16 mehr als am Vortag. 53 dieser Patienten lagen auf der Intensivstation. Das waren vier mehr als am Vortag. 31 wurden beatmet, fünf weniger als am Mittwoch.

Hamburger UKE-Professor warnt: Intensivbetten werden knapp!

20.02 Uhr: Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Prof. Dr. Stefan Kluge (53), hat davor gewarnt, dass Intensivbetten in Hamburg knapp werden. Aktuell gebe es noch etwa 60 freie Betten, für eine Stadt mit knapp zwei Millionen Einwohnern nicht viel, so Kluge zur „Bild“.

Von 133 speziellen Intensivbetten für Covid-19-Patienten seien noch 25 Betten frei. Der Mediziner bezeichnet die Situation als „angespannt“. „Das Impfen ist die große Chance, wieder zu mehr Normalität zu kommen“, so der Arzt. „Ich kann als Mediziner nur appellieren, die Chance zu nutzen.“

304 Neuinfektionen in MeckPomm – Inzidenz sinkt deutlich

18.30 Uhr: Am Donnerstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 304 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 186 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zugleich wurden am Donnerstag zehn weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr gab das Amt mit nunmehr 995 an.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank erneut. Der Wert verringerte sich um 7,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner auf 123,7. Neben dem Landkreis Vorpommern-Rügen, wo der Wert bei 90,8 lag, verzeichnen auch wieder die Hansestadt Rostock und der Landkreis Rostock Werte unter der wichtigen Schwelle von 100 (93,2 beziehungsweise 93,6). Am höchsten war der Wert im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 210,1, was unter anderem auf einen lokalen Ausbruch in einem Unternehmen in Lübtheen zurückzuführen ist. Am zweithöchsten lag der Wert in Vorpommern-Greifswald (137,1) gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin (127,5), dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (127,1) und Nordwestmecklenburg (108,7).

Inzwischen haben rund 27,5 Prozent der Einwohner im Nordosten ihre erste Spritze gegen Covid-19 bekommen, wie das Landesamt mitteilte. Das ist Platz drei im Vergleich der Bundesländer nach dem Saarland und Bremen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 25,9 Prozent.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 39.958. Als genesen gelten etwa 34 479 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten betrug 331 und damit sechs weniger als am Vortag. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stieg um zwei auf 92.

17 Corona-Fälle an Hamburger Gericht – Notbetrieb

17.29 Uhr: Am Amtsgericht in Altona gibt es 17 Corona-Fälle, dies bestätigte Gerichtssprecher Dr. Kai Wantzen der MOPO. Derzeit laufe ein „Notbetrieb“. „Sehr viele Termine sind abgesagt worden“, so Wantzen. Das Gericht sei jedoch geöffnet, unaufschiebbare Dinge wie der Gewaltschutz seien weiter gewährleistet. 13 weitere Personen sind derzeit in Quarantäne, als Reaktion auf die Fälle gilt nun auch die FFP2-Masken-Pflicht vor Ort. Insgesamt arbeiten am Amtsgericht Altona rund 140 Personen.

Dass es sich bei den Corona-Fällen um einen Ausbruch ausgehend von einer Person handelt, ist laut Wantzen eher unwahrscheinlich. Es gebe Corona-Fälle in verschiedenen Bereichen, die nichts unmittelbar miteinander zu tun hätten. „Es ist ein diffuses Ausbruchsgeschehen, die Fälle sind wohl nicht auf einen zurückzuführen.“.

Vergangene Woche waren an dem Gericht 15 Verdachtsfälle aufgetaucht, daraufhin wurden verstärkt Tests durchgeführt.

Hamburger Unternehmen wollen selbst impfen – oder überbetriebliche Impfzentren

16.15 Uhr: Laut einer Umfrage der Handelskammer Hamburg wollen 95 Prozent der Hamburger Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen eine Impfung anbieten – im eigenen Unternehmen oder in einem überbetrieblichen Testzentrum.

80 Prozent der befragten größeren Unternehmen (über 250 Beschäftigte) haben bereits mit Planungen für ein Impfangebot im eigenen Betrieb begonnen. Über die Hälfte von ihnen ist demnach auch bereit, die Kosten dafür vollends selbst zu übernehmen. Kleinere und mittlere Unternehmen, die ein eigenes Impfangebot nicht selbst leisten können, sprechen sich mit 84 Prozent dafür aus, überbetriebliche Impfzentren nutzen zu wollen, wenn ein solches Angebot eingerichtet werden würde.

Die Handelskammer drängt darauf, die Unternehmen bald in die Impfkampagne mit aufzunehmen. „Die Hamburger Wirtschaft kann mit ihren betriebsärztlichen Angeboten zu einem Turbo für die Impfkampagne werden“, sagte Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg.

Hamburg: Fünft- und Sechstklässler:innen dürfen wieder in Unterricht

13 Uhr: In Hamburg dürfen bald wieder mehr Schüler:innen in den Wechselunterricht gehen. Schulsenator Ties Rabe kündigte an, dass nach den Maiferien (17. Mai) die fünften und sechsten Klassen der Gymnasien und Stadtteilschulen wieder zur Schule kommen dürfen. Das Ganze wird im Wechselunterricht gestaltet – die Präsenzpflicht bleibt aber weiter ausgesetzt.

Von der neuen Regelung sind rund 21.000 Schüler:innen betroffen. Beim Wechselunterricht bleibt die Hälfte der Klasse zu Hause und die andere kommt in die Schule.

Dass die Fünft- und Sechstklässler:innen nun wieder in den Wechselunterricht miteinbezogen werden, wird von der Schulbehörde auch mit dem Wegbleiben der Abiturient:innen begründet. Die rund 9000 Abiprüflinge kommen nämlich aufgrund der Prüfungen nun nicht mehr in den Unterricht und machen so ein wenig Platz für andere Schüler:innen.

Die Schüler:innen der Jahrgangsstufe fünf und sechs haben seit März letzten Jahres fast ein dreiviertel Jahr keinen Unterricht an Schulen mehr gehabt. „Gerade jüngere Schülerinnen und Schüler sind auf die Begleitung und Anleitung durch Lehrkräfte und Pädagogen angewiesen“, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Er freue sich, dass „die sinkenden Infektionszahlen in Hamburg vor den Sommerferien weitere Möglichkeiten eröffnen“.

Aktuelle Zahlen: Inzidenz, Neuinfektionen – so ist die Corona-Lage in Hamburg

11.58 Uhr: Hamburg meldet heute 401 neu bestätigte Corona-Infektionen. Zum Vergleich: Gestern gab es 319 neue Fälle, am vergangenen Donnerstag wurden 416 Neuinfektionen bestätigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 109,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Gestern lag der Wert bei 110,0, am vergangenen Donnerstag bei 128,1.
Laut Robert-Koch-Institut sind seit der gestrigen Meldung neun weitere Menschen in Hamburg im Zusammenhang mit Corona gestorben (Stand: 28. April). Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt aktuell bei 1483.

Insgesamt 280 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Hamburgs Krankenhäusern behandelt. 110 Menschen liegen auf einer Intensivstation, 90 der IntensivpatientInnen sind Hamburger:innen.

394.673 Hamburger:innen haben – Stand 27. April – die erste Corona-Impfung erhalten, 115.433 Hamburger:innen sind vollständig geimpft.

Schleswig-Holstein: Maskenpflicht macht Antidiskriminierungsstelle viel Arbeit

11.03 Uhr: Vor allem die Maskenpflicht in der Corona-Pandemie hat zu einem immensen Anstieg der Eingaben an Schleswig-Holsteins Antidiskriminierungsstelle geführt. Die Anzahl der Beratungsfälle habe sich im Berichtszeitraum 2019/2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren auf 698 Eingaben mehr als verdoppelt, sagte deren Leiterin Samiah El Samadoni am Donnerstag in Kiel. Allein 308 Petitionen seien gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung im Einzelhandel, in Schulen oder Behörden gerichtet gewesen.

Oft wurden Menschen, die aufgrund einer Behinderung keine Maske tragen können, von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Samadoni schätzt, dass aber rund die Hälfte dieser Fälle «keine echten Beschwerden» seien, weil sie beispielsweise von Menschen stammten, welche die Existenz des Coronavirus leugneten.

Neue Zahlen: Corona-Lage in Niedersachsen ist weiter angespannt

9.08 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen ist weiter angespannt, die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag allerdings im landesweiten Durchschnitt auf 104,8 nach 110,6 am Vortag gesunken. 1843 neue Infektionsfälle wurden am Donnerstag registriert, am Vortag waren es 1118, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Zwar ist die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken mit 1038 inzwischen etwas gesunken. 303 Patienten müssen aber auf der Intensivstation behandelt werden, 225 davon werden künstlich beatmet.

15 der 45 Landkreise und Großstädte sind weiterhin Corona-Hotspots mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am problematischsten ist die Lage im Kreis Vechta (304,7), gefolgt von der Stadt Salzgitter (245,5) und der Stadt Delmenhorst (197,3).

MeckPomm: Vier Wochen zum Aufholen des Schulstoffs im neuen Schuljahr

8.17 Uhr: Die ersten vier Wochen im kommenden Schuljahr sollen in MeckPomm zum Nachholen von coronabedingt versäumtem Unterrichtsstoff dienen. Das kündigte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) im Bildungsausschuss des Landtags an. "Diese Zeit soll dazu dienen, die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, nach der langen Zeit der Einschränkungen wieder in einen geregelten Schulalltag zurückzufinden, Wissensstände festzustellen und den Blick auf die kommenden Wochen und Monate zu legen", sagte die Ministerin. Allen sei klar, dass die Bewältigung der Folgen der Corona-Krise in der Schule längerfristig angelegt sein müsse.

Es gebe ein ganzes Maßnahmenpaket. Bereits aufgelegte Förderprogramme sollen verlängert werden. So könnten Lehramtsstudenten auch weiterhin gegen Bezahlung zusätzlich in den Schulen helfen. Auch werde es wieder zusätzliche Förderung bei privaten Bildungsanbietern geben, "dies sowohl schulbegleitend als auch in den Ferien".

Niedersachsen: Zahl der Corona-Toten steigt langsamer

7.54 Uhr: Über 5200 Menschen in Niedersachsen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gestorben - aber ihre Zahl steigt langsamer. Die Zunahme bei den Todesfällen bewege sich "auf niedrigerem Niveau", sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Im Januar und Februar seien landesweit teils 50 Corona-Opfer und mehr pro Tag gezählt worden, seit Anfang März seien es noch 20 - jeden Tag. Bei der Entwicklung spiele die Impfkampagne vermutlich eine wichtige Rolle - im Januar habe der Anteil der über 70-Jährigen an den Corona-Opfern bei 20 Prozent gelegen, derzeit seien es 5 Prozent.

Insgesamt starben in Niedersachsen bis zum Mittwoch 5260 Menschen an oder mit Covid-19, die Zahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg auf 233.766. Bundesweit waren es zu dem Zeitpunkt 82.280 Corona-Tote.

In den Krematorien sei die Lage entspannt, die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus sterben und eingeäschert werden, sinke, sagte Svend-Jörk Sobolewski, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft deutscher Krematorien. Sobolewski ist Geschäftsführer eines Unternehmens mit Krematorien in Celle, Hildesheim, Stade, Cuxhaven, Quedlinburg und Schwerin.

Im März sei die Zahl der eingeäscherten Corona-Opfer im Krematorium in Celle auf 5 gesunken - im Februar seien es noch 31 gewesen, sagte Sobolewski. In Hildesheim sank die Zahl seinen Angaben zufolge in dem Zeitraum von 90 auf 38, in Cuxhaven von 46 auf 11, in Quedlinburg von 148 auf 55, in Stade von 110 auf 33 und in Schwerin von 48 auf 20.

MeckPomm: Kabinett will Erleichterungen für vollständig Geimpfte beschließen

7.03 Uhr: Das Kabinett will heute (9.00 Uhr) die geplanten Erleichterungen für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern beschließen und die Landesverordnung entsprechend ändern. Sie müssen künftig keinen Negativ-Test mehr vorlegen, wenn sie etwa zum Friseur oder in den Zoo gehen wollen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte zu Wochenbeginn angekündigt, dass vom 1. Mai an die vollständig geimpften den negativ getesteten Menschen gleichgestellt werden, da von ihnen keine Ansteckungsgefahr ausgehe.

Aktuell haben in Mecklenburg-Vorpommern gut 6,6 Prozent der Bevölkerung zwei Spritzen gegen Covid-19 erhalten und verfügen damit über den kompletten Impfschutz. Das sind etwa 106.000 Menschen.

Das waren die News am 28. April:

„Geschafft“: Hamburger Impfzentrum vermeldet Meilenstein

21.26 Uhr: Das Hamburger Impfzentrum vermeldete am Mittwochabend einen weiteren Meilenstein im Kampf gegen das Coronavirus. Wie Leiter Dr. Dirk Heinrich kurz nach 19 Uhr via Twitter verkündete, wurden in den Messehallen seit Anfang Januar nun 400.000 Hamburgerinnen und Hamburger einmal geimpft. „Geschafft“, schrieb der Mediziner mit vier euphorischen Ausrufezeichen dazu und postete einen Screenshot.

Mittlerweile ist mehr als jeder Vierte impfberechtige Hamburger mindestens einmal geimpft. Etwa 115.000 Menschen haben bereits eine zweite Dosis erhalten.

Inzidenz in Schleswig-Holstein auf unter 70 gesunken

21.14 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gesunken. Sie lag am Mittwoch bei 67,1, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht. Am Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 70,2, am Montag bei 72,2 - und am Mittwoch vergangener Woche bei 70,8.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt auch am Mittwoch kein Kreis mehr. Die höchsten Werte haben der Kreis Stormarn (93,8), Kiel (91,2) und der Kreis Pinneberg (90,8). Die niedrigsten Zahlen gab es in den Schleswig-Flensburg (36,3) und Plön (45,1).

Am Mittwoch wurden 288 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Eine Woche zuvor hatte es 343 neu registrierte Fälle gegeben. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen betrug 1507. Das heißt, es gab drei weitere Todesfälle.

373 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.59 Uhr: Am Mittwoch sind in Mecklenburg-Vorpommern 373 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 76 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zugleich wurden am Mittwoch fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr gab das Amt mit nunmehr 985 an.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank um 6,1 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner auf 132,3. Am höchsten war sie im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 227,6, was unter anderem auf einen lokalen Ausbruch in einem Unternehmen in Lübtheen zurückzuführen ist.

Leiter des Hamburger Impfzentrums: Migranten kommen seltener vorbei

19.26 Uhr: Im Hamburger Impfzentrum ist der Anteil Migranten unter den Patienten offenbar ungewöhnlich niedrig. Dies sei sein Eindruck, sagte Dr. Dirk Heinrich, Leiter des Zentrums in den Messehallen, am Mittwoch dem „Abendblatt“, ohne konkrete Zahlen nennen zu können. Über die möglichen Gründe sagte Heinrich der Zeitung: „Zum einen könnten sich viele aus der Altersgruppe der über 70-Jährigen im Winter, als wir zu impfen begonnen haben, in ihren Heimatländern oder denen ihrer Verwandten aufgehalten haben, zum Beispiel in der Türkei. Eine andere Erklärung könnte sein, dass der Informationsfluss in den Bevölkerungsgruppen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, beim Thema Coronavirus und Impfen im Ergebnis nicht so gut läuft wie sonst.“

Am Montag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn davon gesprochen, dass es „eine große Herausforderung“ sei, bei Migranten für Impfungen zu werben. Die Hamburger Gesundheitsbehörde warnte laut „Abendblatt“ jedoch vor voreiligen Einschätzungen. Es sei noch zu früh, von einer mangelnden Impfbereitschaft zu sprechen.

TV-Koch Tim Mälzer verkauft jetzt Corona-Schnelltests

17.34 Uhr: Der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer verkauft jetzt Corona-Schnelltests an Gastronomen. Zusammen mit seinen Kollegen Tim Raue und The Duc Ngo hat Mälzer die „Gastro Selbsttest GmbH“ gegründet, die Restaurants auf die mögliche Wiedereröffnung der Gastronomie vorbereiten soll. „Wir packen an und sorgen dafür, dass wir mit dem Restart der Gastronomie operativ handlungsfähig sind“, schreibt Mälzer in einem dazugehörigen Post auf Instagram. Denn sonst hieße es: „Keine Tests, keine Gäste“.

Die Antigen-Schnelltests seien geprüft und zertifiziert, Gastronomie und Hotellerie könnten sie zu einem „absolut fairen Preis“ erwerben. Auf der Internetseite des Unternehmens kostet ein Corona-Test etwas unter vier Euro pro Stück.

Viele Tests, wenige positiv: Erstes Fazit von Hamburgs Schnelltest-Offensive an Schulen

15.44 Uhr: Am 19. März führte der Senat Selbst-Schnelltests flächendeckend an den Hamburger Schulen für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonal ein. Seitdem wurden bis zum 22. April bereits 1,06 Mio. Tests durchgeführt, davon 0,83 Mio. bei den Schülern. Laut Schulsenator Ties Rabe (SPD) schaffe dies deutlich mehr Sicherheit an den Schulen. Indem man mögliche Infizierte früh erkenne, verhindere man automatisch viele Übertragungen in den Schulen. Durch das regelmäßige Testen in den Schulen gewähre man auch in der Familie und Freizeit Sicherheit, so Rabe.

Mittlerweile sind die Tests für alle Schulteilnehmenden verpflichtend. Lehrpersonal wird dreimal, Schülerinnen und Schüler werden zweimal pro Woche getestet. Alarm gab es selten: 1128 Tests bzw. rund 0,11 Prozent zeigten bislang positive Ergebnisse. Der Anteil der positiven Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern sowie bei Schulbeschäftigten ging leicht zurück. Ursache hierfür könnten die fortschreitenden Impfungen dieser Berufsgruppe sein.

Derzeit besuchen nur Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 sowie der Klassen 6, 9, 10, 12 und 13 im Wechselunterricht die Schule. Die restlichen Klassen lernen ausschließlich von Zuhause im Distanzunterricht. Von rund 180.000 Schülerinnen und Schülern gingen also rund 60 Prozent (ca. 105.000) jeden zweiten Tag zur Schule.

Sänger der Hamburger Staatsoper helfen ehemaligen Covid-19-Patienten

13.58 Uhr: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Staatsoper Hamburg kooperieren bei einem gemeinsamen Projekt für ehemalige Covid-19-Patienten. Dabei sollen Sängerinnen und Sänger der Staatsoper den Patienten in digitalen Coachings helfen, ihre durch die Infektion geschwächte Atemmuskulatur zu trainieren und dadurch die Luftnot zu reduzieren, wie das UKE und die Staatsoper am Mittwoch in Hamburg mitteilten. Nach überstandener Corona-Infektion leiden beim Long-Covid-Syndrom noch viele Patienten an Luftnot. Ein Grund hierfür sei eine nachhaltige Schwächung der Atemmuskulatur.

„Die Effekte von regelmäßigen Gesangs- bzw. Atemübungen auf die Lunge, den ganzen Körper und die Seele sind nicht zu unterschätzen“, sagte Hans Klose, Leiter der Pneumologie, der das Projekt wissenschaftlich begleitet. Der Einsatz der Sängerinnen und Sänger erfolge ehrenamtlich. Zweimal pro Woche treffen sie sich virtuell mit den Patienten zu dreißigminütigen Einzelcoachings, mit dem Ziel, die Luftnot zu reduzieren, die Atemfunktion zu erhöhen und das Wohlbefinden langfristig zu verbessern.

319 Neuinfektionen und sieben Tote in Hamburg – Inzidenz sinkt

12.02 Uhr: In Hamburg sind am Mittwoch 319 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 109 mehr als am Dienstag aber 81 weniger als am Mittwoch vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank wieder deutlich auf nun 110,0 (Vortag: 114,3). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 130,3 gelegen. Das RKI gab den Wert mit 95,3 an - das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (70,3). Der Senat setzt jedoch weiterhin auf die eigens ermittelten Inzidenzwerte.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1474 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 26. April). Binnen eines Tages wurden sieben weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 71.238 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 62.300 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 27. April 304 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 110 Corona-Patienten, 87 davon sind Hamburger.

391.643 Menschen haben in Hamburgs Impfzentren und Krankenhäusern bis Montag eine Impfung erhalten, 114.333 auch schon eine Zweitimpfung.

Bei den Hausärzten wurden 61.309 Hamburger zum ersten und 229 zum zweiten Mal geimpft.

Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI unter 100

11.03 Uhr: Erstmals seit Wochen hat das Robert Koch-Institut für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche angegeben. Am Mittwoch gab das RKI den Wert mit 95,3 an - das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (70,3). Hamburg hatte Mitte März die sogenannte Corona-Notbremse gezogen, nachdem die Inzidenz über 100 gestiegen war.

Als Messlatte – auch für mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen – sieht der rot-grüne Senat jedoch den von der Gesundheitsbehörde anders errechneten, deutlich höheren Inzidenz-Wert. Am Dienstag hatte er bei 114,3 gelegen. Die Hamburger Zahlen werden mittags aktualisiert.

Inzidenz in Niedersachsen sinkt deutlich

10.41 Uhr: Niedersachsen meldete am Mittwoch 1118 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Dies waren 312 mehr als am Dienstag aber 757 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag leicht auf nun 110,6 (Montag: 120,0; Vorwoche: 123,1). 18 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektionen gestorben.

Die Gesamtzahl der Infektionen im Land beträgt nach Daten des RKI nun 233.766, verstorben sind bislang 5.260 Personen. Die höchste Inzidenz weisen der Landkreis Vechta (315,8) und die Stadt Salzgitter (272,3) auf. 

Gaststätten-Verband: Jeder vierte Betrieb kurz vor dem Aus

8.45 Uhr: Jedes vierte Restaurant und Hotel in Niedersachsen steht nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga in der Corona-Pandemie kurz vor der Geschäftsaufgabe. Die Lage im Gastgewerbe sei dramatisch, sagte Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Niedersachsen, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Es ist eine aussichtslose Situation, wir brauchen eine Öffnungsperspektive.” Rund drei Viertel der Betriebe hätten existenzielle Schwierigkeiten, die letzten Mittel seien aufgebraucht: „Sie stehen auf der Klippe und sind kurz vor dem Absturz.”

Je länger die Gastronomen auf die Öffnung warten müssten, desto schwerer werde es für die Betriebe, warnte Balke in dem Blatt. Landesweit gibt es nach Verbandsangaben rund 20.000 Gastronomiebetriebe. Im November 2020 mussten sie zum zweiten Mal in der Corona-Krise schließen. Das Außer-Haus-Geschäft rette sie nicht: „Das ist ein Zubrotgeschäft und reduziert nur die Verluste.”

Stark gestiegene Arbeitslosenzahlen verzeichne die Branche bislang zwar nicht, sagte der Hauptgeschäftsführer der Zeitung. Viele der rund 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien aber in Kurzarbeit. Weitere 100.000 Menschen in Niedersachsen waren dem Bericht zufolge vor der Corona-Krise geringfügig in Hotels und Restaurants beschäftigt, sie haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Gefälschte Impfpässe im Norden im Umlauf

8.02 Uhr: Das Landeskriminalamt (LKA) warnt vor gefälschten Impfpässen, die in der Corona-Epidemie seit einiger Zeit auch in Niedersachsen im Umlauf sind. Nicht nur das Herstellen und Vertreiben, auch die Nutzung solcher Papiere sei strafbar, teilte die Behörde in Hannover mit. Die gefälschten Impfpässe sind gelb wie die Originale und werden laut LKA mit Stempel, Unterschrift und angeblicher Chargen-Nummer des Corona-Impfstoffes angeboten. Betrüger bewerben sie laut LKA im Messenger-Dienst Telegram. Der Preis liege zwischen 99 und 250 Euro. Als Ort der angeblichen Impfung würden alle größeren Städte angeboten.

Eine Original-Impfbestätigung gebe es derzeit nur über einen Impfpass oder eine bundeseinheitliche Ersatzbescheinigung, betonte das Landeskriminalamt. Beide seien mit dem Impfstoffaufkleber, einem Stempel des Impfzentrums und der Unterschrift des behandelnden Arztes versehen.

Die Bundesregierung will einen digitalen Impfpass einführen, der fälschungssicher die Corona-Impfungen dokumentiert. Der Nachweis einer Impfung gegen Covid-19 könnte benötigt werden, wenn man zum Beispiel im Sommer in bestimmte Regionen reisen möchte.

Einen Fälschungs-Fall hatte Mitte April eine Ärztin aus dem Landkreis Goslar angezeigt. Sie hatte zufällig bei einem komatösen Patienten blanko Impfausweise, Impfersatzformulare, eine Ersatzbescheinigung sowie Bögen mit Chargennummern entdeckt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet.

Altersgruppen, Infektionsort: Wer sich in Hamburg derzeit vor allem infiziert

7.10 Uhr: In Hamburg haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie inzwischen 70.919 Menschen infiziert, rund 61.800 Personen gelten als geheilt. Das geht aus den aktuellen Daten hervor, die die Sozialbehörde am Dienstag mitteilte. Rund 452.900 Personen haben bereits eine Impfung erhalten; etwa 114.600 davon auch die notwendige Zweitimpfung.

Gegenwärtig werden in 20 Krankenhäusern 306 Patienten stationär behandelt, darunter 55 Fälle aus dem Umland. 89 Menschen aus Hamburg und 25 aus dem Umland benötigen eine intensivmedizinische Behandlung. Insgesamt sind 104 der 306 Patienten im Alter von über 70 Jahren, drei Personen sind unter 20 Jahre alt.

Der größte Anteil der in der vergangenen Woche erfassten 2152 Infektionen geht nach wie vor auf die Personen im frühen Erwachsenenalter zurück: 358 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 386 auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 87 Fälle gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 225 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen.

Die Zuordnung zu einem Ausbruchgeschehen sei laut Sozialbehörde für 218 der Fälle möglich, insgesamt handle es sich um 57 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden: in knapp zwei Dritteln der Ausbruchssituationen (36 Ausbrüche mit 93 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt. Doch auch auf dem Arbeitsplatz infizieren sich einige Hamburger – 12 Ausbrüche mit insgesamt 30 Fällen gehen darauf zurück.

Das waren die Corona-News am 27. April:

Meck-Pomm: 585 neue Fälle, in Rostock greift die Notbremse

22.11 Uhr: Am Dienstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 585 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 91 mehr als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zugleich wurden am Montag vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr gab das Amt mit nunmehr 980 an.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Dienstag um 3,4 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner auf 138,7. Am höchsten war sie im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 237,0.

Hohe Inzidenzen wurden auch aus den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte (159,6) und Vorpommern-Greifswald (148,1) und Nordwestmecklenburg (123,9) gemeldet. In Schwerin liegt der Wert bei 114,0, für den Landkreis Rostock bei 107,5 und für die Hansestadt Rostock bei 104,7. Als einzige Region lag Vorpommern-Rügen mit 94,3 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen unter der Marke von 100.

Nachdem in Rostock am dritten Tag hintereinander eine Inzidenz von mehr als 100 gemessen wurde, greift auch dort von Donnerstag die sogenannte Corona-Notbremse des Bundes in Kombination mit den Landesregelungen. Eine der zentralen Regelungen ist eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr.

357 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.50 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Dienstag 357 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor. Eine Woche zuvor hatte es 434 neu registrierte Fälle gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 70,2 - nach 72,2 am Montag und 74 am Sonntag. Schleswig-Holstein ist seit einer Weile das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche unter 100 liegt.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritt am Dienstag kein Kreis mehr. Knapp darunter lagen die Kreise Stormarn (99,9) und Pinneberg (99,0). Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Nordfrisland (42,2), Schleswig-Flensburg (43,3) und Plön (45,1)

177 Menschen wurden am Dienstag in Kliniken wegen Covid-19 behandelt, also fünf mehr als am Vortag. 49 - zwei mehr als am Vortag - lagen auf der Intensivstation. 37 wurden beatmet, drei mehr als am Montag. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen betrug 1504. Das heißt, es gab zwei weitere Todesfälle.

Anteil positiver Corona-Tests in Hamburg gesunken

20.42 Uhr: Es gibt gute Neuigkeiten: Die Hamburger Corona-Inzidenz bleibt weiter rückläufig und sank laut Sozialbehörde am Dienstag weiter. In den vergangenen sieben Tagen gab es demnach 114,3 Fälle pro 100.000 Einwohner:innen. Gleichzeitig sinken auch die Zahlen der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patient:innen leicht ab. „Gegenwärtig werden in 20 Krankenhäusern 306 Patienten stationär behandelt, darunter 55 Fälle aus dem Umland”, teilte die Behörde mit.

Auch in Pflegeeinrichtungen gibt es nun weniger positive Testergebnisse – Corona-Fälle seien in allen Einrichtungen Einzelfälle ohne Ausbruchsgeschehen. Aktuell sind in insgesamt sechs Einrichtungen sechs Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. In Hamburg seien außerdem neun Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen infiziert.

Im Vergleich zur Vorwoche ist jedoch auch die Häufigkeit der Durchführung von PCR-Tests gesunken und liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 15.600 Testungen. Die Rate der positiven Befunde ist von 6 Prozent auf 5,7 Prozent zurückgegangen. In Testzentren, Apotheken und Arztpraxen finden zusätzlich in hohem Umfang Schnelltests statt, eine Karte mit den Testmöglichkeiten steht unter www.hamburg.de/corona-schnelltest zur Verfügung.

Dritte Prioritätsgruppe kann sich im Norden bald impfen lassen

18.31 Uhr: Schleswig-Holstein gibt die Corona-Impfungen in Arztpraxen und Impfzentren für die gesamte Gruppe mit der dritthöchsten Priorität ab dem 10. Mai frei. Dies teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Zu dieser Gruppe gehören außer den 60- bis 70-Jährigen weitere medizinisch vorbelastete Menschen, alle Lehrer, Feuerwehrleute und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel. Gebucht werden können Termine für die Impfzentren ab dem 6. Mai.

Ein erster Schritt für diese Gruppe war die Freigabe der Impfungen für 60- bis 69-Jährige mit AstraZeneca über die Hausarztpraxen ab Montag. „Wir setzen unseren konsequenten Schleswig-Holstein-Weg auch bei den noch ausstehenden Etappen hin zu mehr Normalität um“, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Teil dieses Weges sei auch, Freiheiten zurückzugeben, wo dies möglich ist.

Über das weitere Vorgehen hatte sich die Jamaika-Koalition nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern verständigt. Schleswig-Holstein hatte mit zuletzt 72,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weiterhin den mit Abstand niedrigsten Wert in Deutschland.

Freiwillige Corona-Tests für Kitas im Norden

17.45 Uhr: Niedersachsen führt freiwillige Corona-Tests für Kindergartenkinder ein. Drei- bis sechsjährige Kita-Kinder sollen sich schon bald zweimal wöchentlich selbst auf das Coronavirus testen können, teilte die Landesregierung am Dienstag in Hannover mit. Dafür werden 18,7 Millionen Euro bereitgestellt, womit knapp vier Millionen Testkits beschafft werden sollen.

Für die rund 208.000 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die einen Kindergarten besuchen oder von Tagespflegepersonen betreut werden, können dann zunächst für zwei Monate zweimal wöchentlich kindgerechte Selbsttests vorgenommen werden. Wegen der Klärung praktischer Details gebe es noch kein genaues Startdatum, hieß es aus dem Kultusministerium.

Als Selbsttests für kleine Kinder kommen verschiedene Varianten in Frage, dabei geht es um Abstriche in der Nase, Spuck- und Gurgel- oder sogenannte Lolli-Tests. Mit den Trägern der Kindergärten in Niedersachsen soll nun die Beschaffung und Verteilung der Tests koordiniert werden. Unter anderem die Grünen im Landtag hatten bereits länger Schnelltest-Möglichkeiten auch für Kita-Kinder gefordert.

Inzidenz in Niedersachsen erneut gestiegen

17.20 Uhr: Niedersachsen meldete am Dienstag 806 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Dies waren 156 mehr als am Dienstag vor einer Woche, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag leicht auf nun 120,0 (Montag: 118,5). 17 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektionen gestorben.

Die Gesamtzahl der Infektionen im Land beträgt nach Daten des RKI nun 232.647, verstorben sind bislang 5.242 Personen. Die höchste Inzidenz weisen der Landkreis Vechta (321,4) und die Stadt Salzgitter (314,5) auf. 

Lage in Kliniken im Norden weiter angespannt – immer mehr Jüngere im Krankenhaus

16.41 Uhr: Die Corona-Lage in den Kliniken im Norden bleibt angespannt. In den Hamburger Krankenhäusern werden aktuell 306 Covid-Patienten behandelt – 114 auf einer Intensivstation. Vor allem jüngere Hamburger und Hamburgerinnen infizieren sich momentan. In der Vorwoche hätten sich vor allem Personen „zwischen 20 und 40 Jahren angesteckt“. Der R-Wert liegt derzeit bei 0,94 Prozent, damit sei die Lage „stabil mit leicht fallender Tendenz“, sagte Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag.

In Niedersachsen werden 1083 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, teilte der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Staatssekretär Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover mit. 322 Betroffene liegen auf der Intensivstation, 228 davon müssen künstlich beatmet werden. Der Anteil beatmeter Patienten steige, zunehmend landeten jüngere Corona-Patienten im Krankenhaus, sagte Scholz. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag nach Angaben des Landesgesundheitsamts landesweit bei 121,8, vor einer Woche betrug der Wert 125,6.
Die Impfkampagne läuft unterdessen weiter auf Hochtouren. Zum Start der Terminanmeldung für über 60-Jährige mit dem Impfstoff von AstraZeneca am Montag sei die Hotline zwar zeitweise überlastet gewesen. Interessenten hätten aber teils bereits direkt einen Termin für die Erst- und Zweitimpfung reservieren können, sagte Scholz. Er selber habe bereits für Ende dieser Woche seine Erstimpfung reserviert. Auf der Warteliste für eine Impfung befanden sich am Dienstag 480.300 Menschen. Alleine in der vergangenen Woche gab es 260.000 Impfungen in Niedersachsen.

England, Südafrika, Indien: So viele Mutationen gibt es aktuell in Hamburg

16.15 Uhr: Viele fürchten sich vor der Ausbreitung von Corona-Mutanten – während der Inzidenzwert in Hamburg insgesamt sinkt, steigt die Anzahl der nachgewiesenen Mutanten-Fälle. In der Hansestadt wird im Rahmen einer randomisierten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten auf die britische, südafrikanische, brasilianische und indische Variante getestet. Wie die Sozialbehörde am Dienstag mitteilt, wurde die britische Variante B.1.1.7 in 1.237 Fällen eindeutig nachgewiesen (+180 im Vergleich zur Vorwoche). In 6.781 weiteren Fällen bestehe aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen ebenfalls der Verdacht auf diese Mutationsform.

In 16 Fällen wurde zudem die südafrikanische Variante B.1.351 durch Sequenzierung bestätigt (+6), 17 Fälle würden sich in Klärung befinden. In nur einem Fall wurde in Hamburg bislang die brasilianische Variante B.1.1.28 nachgewiesen, es gibt außerdem einen Verdachtsfall. Die indische Variante B.1.617 wurde bei Hamburger:innen bislang nicht nachgewiesen.

Impftempo nimmt in Hamburg weiter zu – fast jeder Vierte hat erste Dosis erhalten

14.56 Uhr: Das Impftempo in Hamburg wird weiter zunehmen. „Wir haben in den kommenden Wochen die Möglichkeit das Impfzentrum unter Volllast zu fahren“, sagte Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag im aktuellen Corona-Briefing. Pro Tag sollen etwa 8000 Impfungen durchgeführt werden. Zusätzlich kommen die Impfungen in den Praxen und von mobilen Impfteams hinzu.

Die Impfquote für Hamburg liegt derzeit bei 24,5 Prozent. 58 Prozent der über 60-jährigen Hamburger hätten bereits eine Erstimpfung erhalten. Derzeit gebe es 251 Teststandorte, weitere 86 Zentren seien im Aufbau. Für Arbeitgeber gibt es unter hamburg.de Infos, unter anderem können dort Bescheinigungen über Arbeitgebertestungen heruntergeladen werden.

Trotz Corona: Niedersachsen will 75-jähriges Jubiläum feiern

13.32 Uhr: Der Corona-Pandemie zum Trotz will das Land Niedersachsen seinen 75. Geburtstag groß feiern. Dies sei ein „gewöhnungsbedürftiger Gedanke“, aber „wir glauben, es gibt etwas zu feiern“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstag. Die vergangenen 75 Jahre seien eine "glückliche Phase" für das Land gewesen - „vielleicht die glücklichste Phase, die unser Landstrich je hatte“. Das Land Niedersachsen wurde per Verordnung der britischen Militärverwaltung zum 1. November 1946 aus den Ländern Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe gegründet.

Allerdings stehe die Feier angesichts der Pandemie als bislang wohl größter Krise unter einem besonderen Stern, sagte Weil. Es gebe einen großen Vorbehalt bei den Planungen: „Wir werden keine Risiken eingehen.“ Am 1. November sei ein Festakt in Hannover geplant - mit Gästen aus dem In- und Ausland.

Parallel solle es ein internationales Symposium der Partnerregionen und einen internationalen Schüler-Workshop geben. Abhängig von der Corona-Krise solle zudem vom 8. bis 10. Oktober in der Landeshauptstadt der Tag der Niedersachsen gefeiert werden.

210 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt weiter

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Dienstag 210 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – das sind 22 weniger als am Montag und 17 weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit weiter leicht um 0,9 auf jetzt 114,3 (Vortag: 115,2) – vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 134,4 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1467 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 26 . April). Binnen eines Tages wurden sechs weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 70.919 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 61.800 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 26. April 306 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 114 Corona-Patienten, 89 davon sind Hamburger.

Vakzin von Johnson & Johnson da: Schutzimpfungen für Obdachlose beginnen

10.00 Uhr: Nachdem eine Lieferung von 4800 Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson in Hamburg eingetroffen war, wurden Schutzimpfungen für Obdachlose bereits am Montag aufgenommen.

Bei dem Vakzin von J&J reicht gemäß Zulassung die Gabe einer einzelnen Dosis für eine Immunisierung aus. Mobile Impfteams suchten zwei der Standorte des Winternotprogrammes in der Friesen- und in der Eiffestraße auf, um erste Schutzimpfungen zu verabreichen.

Die weiteren Standorte des Winternotprogrammes in der Kollaustraße sowie der Schmiedekoppel, die Übernachtungsstätte Pik As, Frauenübernachtungsstätten, Standorte mit spendenfinanzierten Hotelübernachtungen sowie Tagesaufenthaltsstätten werden kurzfristig in den kommenden Tagen, gegebenenfalls mehrfach, aufgesucht.

Gifhorn hebt am Mittwoch die Ausgangssperre auf 

6.31 Uhr: Im Landkreis Gifhorn gilt ab Mittwoch keine Ausgangssperre mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege bereits den fünften Tag in Folge unter der Schwelle von 100, heißt es in der Mitteilung des Landkreises vom Montagabend. Am Montag habe es laut Robert Koch-Institut 92,9 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben. Damit sei zwar die Sieben-Tage-Inzidenz wieder angestiegen, dies sei aber mit Nachmeldungen zu erklären.

Landrat Andreas Ebel (CDU) sagte: „Die Ausgangssperre war notwendig, um die Fallzahlen zu senken, das haben wir geschafft.” Jetzt sei es wichtig, dass sich alle gemeinsam weiterhin an die Kontaktbeschränkungen halten, um die Infektionen auch dauerhaft senken zu können – „und unseren Kindern und den Geschäftsleuten eine Perspektive zu geben, dass Schulen, Kitas und Geschäfte wieder öffnen können”.

Am Dienstag gelte die Ausgangssperre von 21 Uhr bis Mitternacht, teilte die Polizei mit.

Das waren die Corona-News am 26. April: 

Inzidenz in Schleswig-Holstein leicht gesunken

21.54 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein leicht gesunken: Am Montag lag sie bei 72,2 nach 74 am Vortag. Am Montag vor einer Woche hatte der Wert im Land laut den Daten des Ministeriums bei 72,1 gelegen. Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche unter 100 liegt.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Inzidenz überschritten den Angaben zufolge zwei Kreise: Stormarn mit 102,8 und Pinneberg mit 105,3. Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Plön (36,5) und Nordfriesland (38,0). Auch der Kreis Schleswig-Flensburg (42,3) sowie die Städte Flensburg (48,8) und Neumünster (49,9) lagen unter dem Wert von 50.

Für das Land wurden am Montag 154 bestätigte Corona-Neuinfektionen seit dem Vortag gemeldet. Eine Woche zuvor waren es 202. 172 Menschen wurden am Montag in Kliniken wegen Covid-19 behandelt, vier weniger als am Vortag. 47 – einer mehr als am Vortag – lagen auf der Intensivstation. 34 wurden beatmet, vier mehr als am Sonntag. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen betrug 1502 (plus 5).

Ministerpräsident Weil hat Impftermin: „Da will man nicht meckern“

20.07 Uhr: Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich zum Start der Impfanmeldung für über 60-Jährige in Niedersachsen am Montag einen Termin beschafft. „Ich habe mich heute angemeldet, das hat gut geklappt und ich habe zügig den ersten Termin erhalten“, sagte Weil (62) am Montagabend in Hannover. „Da will man nicht meckern.“ Seit Montag können sich in Niedersachsen über 60-Jährige für einen Impftermin anmelden, zunächst ausschließlich mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) stellte in Aussicht, dass dieser Gruppe von Impfberechtigten auch zügig andere Impfstoffe angeboten werden sollen.

Tschentscher bleibt weiter vorsichtig

19.20 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat vor einer unvorsichtigen Aufhebung der Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene gewarnt. Auch eine zeitliche Festlegung auf die Aufhebung der Impfpriorisierung sieht er kritisch. Der Bund erarbeite derzeit eine Verordnung, „der zugrunde liegt der Gedanke, dass Grundrechtseinschränkungen so früh wie möglich aufgehoben werden“, sagte er am Montagabend nach Beratungen mit den anderen Länderregierungschefs und der Kanzlerin. Dabei müsse neben einem Impfangebot für alle aber immer auch die Pandemielage berücksichtigt werden.

Es gebe zwar die Einschätzung, dass von Geimpften und Genesenen „ein sehr geringes Risiko“ ausgehe. „Nicht gar kein Risiko“, betonte er. Es müsse auch bedacht werden, dass „die Kumulation von Restrisiken“ etwa durch neue Virusvarianten wieder zu einem nennenswerten Risiko führen könne. Hier sei neben der Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene auch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit der anderen zu beachten.

Die Regelung des Bundes müsse nach dem Bundestag auch im Bundesrat noch Zustimmung finden, sagte Tschentscher. Der Prozess werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Der Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass mit wachsenden Impfstofflieferungen auch die Impfung der Bevölkerung vorankomme. Die Bundeskanzlerin habe sich deshalb für eine Aufhebung der Priorisierung der Impfberechtigten bis spätestens Juni ausgesprochen. Dies könne aber nur geschehen, wenn genug Impfstoff für alle vorhanden sei, sagte Tschentscher. „Das Prinzip bleibt aus meiner Sicht bestehen (...) Wenn es wieder stockt, wenn Lieferungen ausfallen, dann wird es etwas länger dauern.“

Anderes als vorangegangene Ministerpräsidentenkonferenzen zur Corona-Lage sei die Bund-Länder-Schaltkonferenz ein guter Meinungsaustausch gewesen. „Es war eher eine Besprechung“, sagte der Tschentscher. „Es gab jetzt keine großen Beschlüsse.“

Statement von Peter Tschentscher im Livestream

18.15 Uhr: Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern äußert sich am Abend auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher. Sein Statement können Sie hier im Livestream ab 18.30 Uhr mitverfolgen:

Sieben-Tages-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern gesunken

17.50 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern hat es seit gestern 83 Neuinfektionen gegeben. Insgesamt haben sich in dem Bundesland bislang 38.717 Menschen infiziert. Am Sonntag waren 108 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche 114. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um 4,0 Punkte von 139,3 auf 135,3 gesunken. Neun weitere Menschen sind mit dem Coronavirus verstorben. 304 Infizierte werden in Krankenhäusern behandelt, 90 davon auf Intensivstationen.

Inzidenz unter 165 – warum Hamburgs Nachbarn trotzdem die Schulen schließen

15.15 Uhr:  Zum dritten Mal in Folge sind im Kreis Pinneberg Inzidenzen über 100 gemeldet gemeldet worden. Am Freitag veröffentlichte die Landesmeldestelle den Wert 106, am Samstag den Wert 109 und am Sonntag 111. Damit wird ab Mittwoch die Corona-Notbremse greifen. Nach Angaben einer Sprecherin wird der Kreis dazu spätestens morgen eine Allgemeinverfügung veröffentlichen, berichtet der NDR. Das bedeutet unter anderem eine erstmalige Ausgangssperre. Was viele Eltern wurmt: Auch der Schulunterricht muss dann wieder komplett in den eigenen vier Wänden stattfinden, bislang lernen die Kinder noch im Wechselunterricht. Laut Bundesnotbremse ist Distanzunterricht eigentlich erst ab einer Inzidenz von 165 notwendig, doch die Landesregierung in Schleswig-Holstein ist viel strenger. Bei einer stabilen Inzidenz ab 100 gelten Distanzlernen und Notbetreuung. Auch in Kitas wird es nur eine Notbetreuung geben. Lockerungen sind erst wieder möglich, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Wert 100 liegt.

Hamburger Impfzentrum: Alle Lehrer dürfen geimpft werden – weitere Termine frei

13.50 Uhr: Hamburg drückt weiter aufs Gaspedal bei den Impfungen. Nachdem es zuletzt Verwirrung um die Impfreihenfolge für Hamburger Lehrer gegeben hatte, sind ab sofort nun alle Lehrer und Mitarbeiter der Jugendhilfe impfberechtigt. Dies teilten die Hamburger Schulbehörde sowie Dr. Dirk Heinrich, der Leiter des Hamburger Impfzentrums in den Messehallen, mit.

„#hhimpft und das #Impfzentrum freuen sich drauf“, schrieb Heinrich dazu auf Twitter und bat seine Follower, den Post zu teilen. Gleichzeitig seien neue Termine mit dem Impfstoffen Moderna und Biontech frei. Die Terminvereinbarung kann telefonisch über die Hotline 116 117 oder online über impfterminservice.de/impftermine  erfolgen. 

„Aufgrund verbesserter Rahmenbedingungen können jetzt die Lehrkräfte und Beschäftigten der weiterführenden Schulen auf der Grundlage der Bundesimpfverordnung geimpft werden“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Allen Schulen sei nun ein Aufruf zur Impfung für das Personal geschickt worden. Betroffen seien 84 Stadtteilschulen, 73 Gymnasien und 55 Berufsbildende Schulen – staatlich und privat.

Bislang durften sich lediglich die Lehrkräfte und Beschäftigten der Grundschulen und Sonderschulen impfen lassen.

232 Neuinfektionen und keine Toten in Hamburg – Inzidenz sinkt wieder

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Montag 232 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 82 weniger als am Sonntag und 38 weniger als am Montag vor einer Woche.

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg gestern wieder leicht angestiegen war, sank die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder auf nun 115,2 (Vortag: 117,2). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 136,6 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1461 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 25. April). Binnen eines Tages wurden keine weiteren Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 70.709 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 61.400 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. April 295 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 113 Corona-Patienten, 91 davon sind Hamburger.

387.434 Menschen haben in Hamburgs Impfzentren und Krankenhäusern bis Sonntag eine Impfung erhalten, 111.287 auch schon eine Zweitimpfung.

Bei den Hausärzten wurden 59.371 Hamburger zum ersten und 214 zum zweiten Mal geimpft.

Niedersachsen: 995 Neuinfektionen – Inzidenz steigt deutlich

11.33 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist am Montag um 995 neue Fälle gestiegen, wie das Robert Koch-Institut meldete. Zum Vergleich: Am Vortag waren es 1194, am Montag vor einer Woche 599.

Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 231.841. Insgesamt sind bislang 5225 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Niedersachsen gestorben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der vergangenen Woche nachweislich infizierten, stieg deutlich und lag im Landesdurchschnitt bei 118,5 (Vortag: 111,6, Vorwoche: 127,3).

Am höchsten ist die Inzidenz in Salzgitter (331,8), in Vechta (327,0) und Delmenhorst (197,3).

Niedersachsen ruft Wohnungslose zur Corona-Impfung auf

10.13 Uhr: Wohnungslose können sich in Niedersachsen selbstständig um einen Termin für eine Corona-Impfung kümmern. Sie gehören zur Prioritätsgruppe zwei und sind impfberechtigt, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums sagte. Einen Überblick, wie viele Betroffene bereits die schützende Spritze erhalten haben, hat das Land nicht.

„Die Impfzentren planen die Impfungen von Wohnungslosen in den Einrichtungen selbstständig”, erläuterte die Sprecherin. Teilweise würden mobile Teams eingesetzt, die auch die Beschäftigten in den Heimen impften. Auch Bewohner und Beschäftigte von Flüchtlingsheimen zählen zur Gruppe zwei.

Am 15. April erhielten mehr als hundert wohnungslose Menschen im Kontaktladen Mecki in Hannover, wo es sonst unter anderem eine Essensausgabe gibt, die Erstimpfung gegen Covid-19. Sie waren teilweise mit Sozialarbeitern aus dem Umland angereist. Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes betonte, es gehe „um Menschen, denen es wirklich schlecht geht”.

Hamburger Impfzentrum bekommt bis Anfang Juni knapp 270.000 Impfdosen

8.57 Uhr: Das Hamburger Impfzentrum bekommt in den nächsten Wochen deutlich mehr Impfstoff. So werden für die erste Maiwoche 53.000 Impfdosen von Biontech, AstraZeneca und Moderna erwartet, wie die Sozialbehörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. In den Wochen darauf sollen pro Woche rund 54.200 Impfdosen von Biontech und Moderna eintreffen. Von AstraZeneca hatte es zunächst noch keine Lieferankündigung gegeben. Damit stehen fast 270.000 Impfdosen der verschiedenen Hersteller bis Anfang Juni zur Lieferung an das Impfzentrum an. Hinzu kommen noch die Lieferungen an die niedergelassenen Ärzte.

„Es handelt sich um eine deutliche Ausweitung – allerdings ist diese auch erforderlich, schon um die anstehenden Zweitimpfungen zu bedienen“, sagte Behördensprecher Martin Helfrich. Aufgrund der vielen Erstimpfungen in Hamburg in den vergangenen Wochen stehen nun bald die Zweitimpfungen an.

Das Impfzentrum sei derzeit gut ausgelastet und könne nun mit voller Kapazität betrieben werden. Für diese Woche seien noch einige Termine frei. „Wer heute einen Impftermin bucht, wird dabei keine Verfügbarkeitsprobleme erleben und sehr zeitnah einen Impftermin noch in dieser Woche erhalten.“

„Nachfrage ist enorm“: Dauercamper als Gewinner der Pandemie

7.01 Uhr: Die Nachfrage nach Dauercampingplätzen in Niedersachsen ist größer als das Angebot. Die Situation hat sich wegen der Corona-Pandemie verschärft, die Wartelisten sind lang. Dauercamper werden wie Ferienhausbesitzer behandelt und sind – anders als Touristen – derzeit willkommen. „Die aktuelle Nachfrage ist enorm, wir haben Anfragen ohne Ende“, sagte Julia Staarmann, 2. Vorsitzende des Verbandes der Campingplatzunternehmer Niedersachsen, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Ferien- und Erlebnispark Alfsee im Landkreis Osnabrück, wo Staarmann arbeitet, sind etwa 380 von 750 Standplätzen ganzjährig vermietet. Aus Altersgründen habe es einige Wechsel gegeben. Hinzu kommen Saisonstellplätze bei einer Anmietung von mindestens sechs Monaten, deren Mieter ebenfalls anreisen dürfen. Viele Betreiber – vor allem an der Nordsee – schließen ihre Anlagen im Winter und vermieten bei Wiedereröffnung auch für die ganze Saison.

Bis mindestens zum 9. Mai ist Tourismus nicht erlaubt. Im vergangenen Jahr wurde eine 50-Prozent-Belegung im Mai erlaubt, das steigerte sich bis zur vollen Auslastung Ende Juni.

Die Anfrage nach Ganzjahresplätzen ist auch im Südsee-Camp in Wietzendorf in der Lüneburger Heide gestiegen. 600 von 1300 Plätzen sind ganzjährig gebucht, alle Möglichkeiten sind vergeben. Die Ganzjahresgebühr variiert zwischen 1800 und 2500 Euro plus Nebenkosten.

Das waren die Corona-News am 25. April:

120 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - Inzidenz bei 74

21.13 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein in der zurückliegenden Woche auf ähnlichem Niveau geblieben. Am Sonntag lag sie bei 74,0 – nach 75,9 am Vortag. Am Sonntag vor einer Woche hatte der Wert bei 72 gelegen. Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche unter 100 liegt.

Die kritische Schwelle von 100 bei der Inzidenz überschritten zwei Kreise: Stormarn mit 106,5 und Pinneberg mit 111,0. Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Plön (36,5) und Nordfriesland (38,0). Auch der Kreis Schleswig-Flensburg (41,8) sowie die Städte Flensburg (41,0) und Neumünster (46,1) lagen unter dem Wert von 50.

Für das Land wurden am Sonntag 120 bestätigte Corona-Neuinfektionen seit dem Vortag gemeldet. Eine Woche zuvor waren es 138. 176 Menschen wurden am Sonntag in Kliniken wegen Covid-19 behandelt, drei mehr als am Vortag. 46 - einer weniger als am Vortag - lagen auf der Intensivstation. 30 wurden beatmet, zwei weniger als am Samstag. Die Zahl der im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen betrug 1497 (plus 1).

MeckPomm: 108 Corona-Neuinfektionen – Rostocks Inzidenz über 100

19.11 Uhr: Am Sonntag sind in Mecklenburg-Vorpommern 108 Corona-Neuinfektionen seit dem Vortag gemeldet worden. Das waren 80 Neuinfektionen weniger als am Sonntag vor einer Woche.

In der Hansestadt Rostock stieg die Sieben-Tage-Inzidenz knapp über die wichtige Schwelle von 100 auf 101,3, so dass der Wert in keinem Kreis oder kreisfreien Stadt in MeckPomm mehr darunter lag. Landesweit haben sich laut Lagus zuletzt 139,3 Menschen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Am höchsten lag der Wert demnach in Ludwigslust-Parchim mit 178, gefolgt von den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald mit jeweils 168,9.

Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen wurden registriert, so dass die Gesamtzahl auf 967 stieg. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt wie schon am Samstag 308. Auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen blieb unverändert bei 92. Vor einer Woche lag die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken im Land noch bei 272. 72 lagen damals auf Intensivstationen.

Niedersachsen: Polizei löst angebliches Spontan-Treffen von Maßnahmen-Gegnern auf

17.31 Uhr: Etwa 50 Kritiker der Corona-Beschränkungen haben sich an einem See im Heidekreis versammelt. Sie waren zu einem „sogenannten Flashmob-Café“ am Klostersee in Walsrode zusammengekommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Teilnehmer hatten am Samstag Tische und Stühle aufgestellt und gaben an, zufällig am See erschienen zu sein. Die Polizei wertete das Zusammentreffen als Versammlung und legte wegen der hohen Inzidenzwerte im südlichen Heidekreis Corona-Beschränkungen, wie unter anderem ein Abstandsgebot und eine Maskenpflicht, fest.

Nachdem die Beschränkungen nicht befolgt wurden, löste die Polizei die Versammlung auf und stellte bei rund 30 Personen die Personalien fest. Ebenso wurden 35 Verfahren unter anderem wegen des Verstoßes gegen Auflagen in Verbindung mit dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Ohne Priorisierung und Termin: Impfaktion im Nordosten

15.19 Uhr: Im Zuge der zwei Impfaktionen gegen das Coronavirus vom Samstag sind in Vorpommern-Greifswald nach Angaben des Landkreises viele Menschen mit mehr als 1200 Dosen geimpft worden. In der Ostseetherme in Heringsdorf seien 575 Impfungen erfolgt und in Torgelow etwa 650, sagte Landkreissprecher Achim Froitzheim am Sonntag.

Unabhängig jeder Priorisierung und ohne Termin konnten sich Menschen ab 18 Jahren mit dem Serum von AstraZeneca impfen lassen. Die Aktion in Torgelow wurde mit dem Ärzteverbund HaffNet organisiert. Dessen Geschäftsführer hatte zuvor gesagt, es stünden mehr als 2000 Dosen zur Verfügung.

Nach Aussage Froitzheims werde der Ärzteverbund kommendes Wochenende höchstwahrscheinlich eine weitere Impfaktion durchführen. Auch in anderen Landkreisen hatte es in den vergangenen Tagen Impfaktionen teilweise mit und teilweise ohne vorherigen Termin gegeben.

In Mecklenburg-Vorpommern können sich seit einigen Tagen alle Altersgruppen unabhängig von der Priorisierung mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Bei Menschen unter 60 Jahren ist jedoch vor dem Spritzen eine ausführliche Beratung durch den Impfarzt notwendig.

314 Neuinfektionen und fünf Tote in Hamburg – Inzidenz steigt wieder

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 314 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 76 mehr als am Samstag und 17 mehr als am Sonntag vor einer Woche.

Nachdem die Inzidenz in Hamburg gestern den zehnten Tag in Folge im Sinkflug war, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder auf nun 117,2 (Vortag: 116,3). Vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 138,7 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1461 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 24. April). Binnen eines Tages wurden fünf weitere Todesfälle erfasst.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 70.477 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 61.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. April 295 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 113 Corona-Patienten, 91 davon sind Hamburger.

374.253 Menschen haben in Hamburgs Impfzentren und Krankenhäusern bis Freitag eine Impfung erhalten, 108.391 auch schon eine Zweitimpfung.

Bei den Hausärzten wurden 58.946 Hamburger zum ersten und 212 zum zweiten Mal geimpft.

Landkreis Vechta und Stadt Salzgitter mit Corona-Inzidenz über 300

10.15 Uhr: In den niedersächsischen Corona-Hotspots ist die Infektionslage weiterhin sehr angespannt. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts lag die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Vechta am Sonntagmorgen bei 343,1 – dies war der fünfthöchste Wert bundesweit. Die Stadt Salzgitter hatte eine Inzidenz von 309,7 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche an.

Insgesamt wurden in Niedersachsen 1194 neue Corona-Infektionen im Vergleich zu Vortag gemeldet. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag bei 111,6. Damit stand das Land besser da als der Bundesdurchschnitt. Nur in Schleswig-Holstein (76,0) und Hamburg (102,8) wurden geringere Werte registriert.

In Niedersachsen greifen seit Samstagabend die verschärften Regeln der Bundesnotbremse. In Hannover waren am späten Samstagabend noch viele Menschen eilig auf dem Weg nach Hause. Die knapp 1,2 Millionen Einwohner der Region Hannover dürfen zwischen 22 Uhr und 5 Uhr ihre Wohnungen nicht verlassen. Ausnahmen sind berufliche oder medizinische Gründe. Auch sind bis 0.00 Uhr noch Spaziergänge und Joggen erlaubt. Ebenfalls von der nächtlichen Ausgangssperre betroffen war ein gutes Dutzend weiterer Landkreise mit einer anhaltenden Inzidenz von über 100. Bei den neuen Regelungen gelten die Zahlen des RKI, nicht mehr die Daten des Landesgesundheitsamtes.

Schleswig-Holstein: Inzidenz im Kreis Pinneberg und Stormarn über 100

7.59 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein stagniert: Am Samstag lag sie bei 75,9 – nach 75,8 am Freitag, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht (Vorwoche: 73,2). Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche unter 100 liegt.

Bei der Inzidenz überschritten der Kreis Stormarn mit 111,4 und der Kreis Pinneberg mit 109,8 die kritische Marke von 100. Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Plön (42,0) und Nordfriesland (36,8).

Für das Land wurden 329 bestätigte Corona-Neuinfektionen seit dem Vortag gemeldet. Eine Woche zuvor waren es 352. In Schleswig-Holstein gibt es den Angaben zufolge bisher 1496 Corona-Tote. 173 Menschen werden in Kliniken wegen Covid-19 behandelt – 47 von ihnen intensivmedizinisch. 32 wurden beatmet.

Alle Ticker-Einträge, die vor dem 25. April erschienen sind, finden Sie hier.

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Todin erinnert sich an die Euro 2004: Er hätte sich beinahe in die Fugen geschlagen, sich gegen den jungen Cristiano verteidigt und die Aufregung des Brückenbauers verstanden
Gareth Southgate: Wir dürfen keine Fußball-Snobs sein. Englands Trainer Gareth Southgate hat sich für das Spiel seiner Mannschaft gegen Kroatien 2020 ausgesprochen
Leonid Slutsky: Immer noch sicher, dass die Nationalmannschaft von Finnland-der Außenseiter unserer Gruppe. Sie hatten großes Glück gegen Dänemark
Ich bin kein Rassist! Arnautovic entschuldigte sich für Beleidigungen gegen Spieler aus Nordmazedonien
Gary Lineker: Mbappé ist ein Weltstar, er wird Ronaldo ersetzen, aber nicht Messi. Leo macht Dinge, die andere nicht können
Der spanische Fan fährt seit 1979 zu den Spielen der Nationalmannschaft. Er kam mit der berühmten Trommel zur Euro (hätte ihn während des Lockdowns verlieren können)
Ronaldo hat bei der Pressekonferenz die Sponsorencoca Cola weggeräumt. Cristiano ist hart gegen Zucker - wirbt nicht einmal damit Und verbietet dem Sohn, Limonade zu trinken