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Corona in Niedersachsen: 2G Plus sorgt für Ärger bei Friseuren

„Wirklich bitter“

Corona in Niedersachsen: 2G Plus sorgt für Ärger bei Friseuren

2G Plus in Niedersachsen: Kunden können sich beim Friseur nur noch mit einem negativen Corona-Test die Haare schneiden lassen.

Wegen der 2G-Plus-Regel in Niedersachsen, brauchen auch Geimpfte und Genesene seit Kurzem einen negativen Corona-Test. Bei Friseuren wächst daher der Unmut.

Göttingen – Seit der geltenden 2G-Plus-Regelung in Niedersachsen fürchten viele Dienstleister und Einzelhändler enorme Umsatzrückgänge. Vor allem bei Friseuren wächst der Unmut über die verschärften Corona-Maßnahmen der Regierung.

Geimpfte und Genesen müssen zum Haareschneiden jetzt zusätzlich einen negativen Test mitbringen sowie Personalausweis oder Führerschein zur Identitätsprüfung dabei haben. Ungeimpfte Personen dürfen derzeit keinen Friseurtermin wahrnehmen. Um die hohe Nachfrage nach Tests zu bremsen, hat das Land Niedersachsen jetzt beschlossen, dreifach geimpfte Personen von der Corona-Testpflicht zu befreien. Dennoch fürchtet die Friseurbranche fehlende Kundschaft.

Niedersachsen: Corona-Test für Friseur-Termin nötig – Branche fürchtet Einbußen

„Es ist alles nicht ausgereift und leider trifft es wieder eine Branche, die schon gebeutelt ist durch die beiden Lockdowns, die wir hatten“, sagte die Landesinnungsmeisterin des niedersächsischen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Besonders in ländlicheren Regionen fehlen derzeit die Corona-Testmöglichkeiten und in Städten bilden sich vor Zentren lange Warteschlangen. Friseure befürchten daher nun weitere Terminabsagen. Zudem sei es wahrscheinlich, dass die Kundschaft durch die schärferen Regeln in Niedersachsen für Friseurtermine in benachbarte Bundesländer oder auch in die Schattenwirtschaft abwandern könnte.

Die Innungsmeisterin aus Göttingen rechne für den Dezember mit einem Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent. Aus diesem Grund fordern viele Betriebe die Landesregierung dazu auf, wieder unter 3G oder 2G arbeiten zu dürfen. Härtelt-Dören aber fehle der Dialog zwischen Politik und den Fachverbänden. „Was uns nun auf die Füße fällt, wo wir vom Friseurhandwerk, aber auch die Gastronomen bestraft werden, ist die Unfähigkeit der Politiker in diesem Sommer gewesen, Strategien zu entwickeln, wie wir durch den Winter kommen“, sagte die Friseurmeisterin.

Da Friseure seit den ersten Lockdowns immer unter strengen Hygiene - und Abstandsregelungen arbeiten, hätten einige Mitarbeiter bis zuletzt in Kurzarbeit geschickt werden müssen. „Nun uns auch noch 2G-plus aufzudrücken, das ist wirklich bitter“, sagte Härtelt-Dören. (Alina Schröder)