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Corona in NRW: Inzidenzwert in NRW mit knapp 300 kaum verändert

Köln/Düsseldorf -

Das Land NRW ist weiter vom Coronavirus betroffen. Weiterhin gelten Hygiene-Vorschriften, der Mindestabstand von 1,5 Metern und Maskenpflicht etwa im öffentlichen Nahverkehr oder Supermärkten.

Über die Internetseite des Landes sind alle Entscheidungen und Erlasse der NRW-Landesregierung abrufbar.

Wir informieren über die aktuellen Ereignisse hier im Newsblog.

Inzidenzwert in NRW kaum verändert – Köln nach wie vor höchster Wert

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat sich in Nordrhein-Westfalen kaum verändert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Samstag bei 288,5. Am Tag zuvor war der Wert mit 288,1 angegeben worden. NRW lag damit weiterhin unter dem für das ganze Bundesgebiet berechneten Wert von 442,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Innerhalb von 24 Stunden wurden in NRW 9096 Neuinfektionen gemeldet. 48 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Köln verzeichnet mit 459,0 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Bundesland. Mitte November hatte es Kritik an der Stadt gegeben, da Tausende Menschen miteinander Karneval feiern konnten. In einer ersten Auswertung hatte die Verwaltung aber erklärt, es sei kein signifikanter Einfluss der Feiern auf die allgemeine Entwicklung der Corona-Infektionen festgestellt worden.

Inzidenzen über 400 gibt es auch im Kreis Minden-Lübbecke (412,5) und im Oberbergischer Kreis (411,9). Am niedrigsten liegt der Wert laut RKI in Münster (137,2).

Weitere sechs Patienten von Memmingen nach NRW ausgeflogen

19.20 Uhr: Die Bundeswehr hat am Freitag sechs weitere Intensivpatienten aus Schwaben zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Wie die Regierung von Schwaben berichtete, brachte ein für Intensivtransporte ausgerüsteter Luftwaffen-Airbus die Kranken vom Allgäu Airport bei Memmingen nach Paderborn.

Um die Patienten vor den frostigen Temperaturen zu schützen, wurde von einer Katastrophenschutz-Einheit der Malteser in der Nähe des Flugzeugs in Memmingen ein beheiztes, aufblasbares Zelt aufgestellt.

Bereits seit einigen Tagen werden Patienten aus Bayern in Krankenhäuser in anderen Bundesländern verlegt. So sollen in den wegen der Corona-Pandemie stark belasteten Kliniken im Freistaat Aufnahmekapazitäten geschaffen werden. 

Düsseldorf verschiebt Rosenmontagszug auf 29. Mai

16.26 Uhr: Die Düsseldorfer Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr auf den 29. Mai. Das hat das Comitee Düsseldorfer Carneval gemeinsam mit der Stadt und anderen Brauchtumsvereinen entschieden. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) gab den neuen Termin am Freitag bekannt.

Damit ist der zunächst auserkorene 8. Mai als Ausweichtermin vom Tisch. Bei der Auswahl des 8. Mai seien handwerkliche Fehler unterlaufen, räumten die Karnevalisten ein. Man habe Terminkollisionen übersehen.

Kritik hatte es am Ausweichtermin 8. Mai auch als Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs gegeben. Auch dies habe eine Rolle bei der erneuten Verlegung gespielt: Wenn man „in Berlin Kränze niederlegt und um die Opfer des Weltkriegs trauert“, sei es sicherlich nicht angemessen, in Düsseldorf Karneval zu feiern, sagte CC-Präsident Michael Laumen.
Die Karnevalisten gehen davon aus, dass Ende Mai die vierte Coronawelle überwunden ist. Das Comitee Düsseldorfer Carneval ist die Dachorganisation des Karnevals in Düsseldorf und wurde 1825 gegründet. 

Neue Corona-Verordnung: Clubs und Diskos müssen ab Samstag schließen

15.37 Uhr: Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen müssen Clubs und Diskotheken in Nordrhein-Westfalen schon ab diesem Samstag schließen. Das geht aus der am Freitag vom Landesgesundheitsministerium veröffentlichten aktualisierten Corona-Schutzverordnung hervor.

Clubs und Diskotheken werden als Einrichtungen mit besonders hohem Infektionsrisiko geschlossen, um die Ausbreitung des Virusgeschehens weiter einzudämmen. Dies erfolgt aufgrund der überregionalen Einzugsgebiete bewusst unabhängig von der lokalen Inzidenz mit Wirkung für das gesamte Land. (dpa/mab)

Aachen startet 60 Stunden langen Impf-Marathon

8.22 Uhr: Impfen rund um die Uhr: Aachen startet einen 60-Stunden-Impfmarathon. Damit soll ein unbürokratisches Angebot für die große Nachfrage geschaffen werden. Ab Freitag (8.00 Uhr) werde bis Sonntag (18.00 Uhr) rund um die Uhr gepikst teilte die Städteregion Aachen mit. Schauplatz ist ein Einkaufszentrum in der Nähe des Aachener Bahnhofs Rothe Erde. Bis zu zehn Mediziner sind zeitgleich im Einsatz. Hilfsorganisationen wie Johanniter, Malteser, DRK, DLRG und THW unterstützen mit ehrenamtlichen Helfern.

Die Städteregion Aachen teilte mit, gedacht sei die Aktion für alle Menschen, bei denen die offiziellen Grundvoraussetzungen für eine Impfung erfüllt sind. Da zuletzt wegen des windigen und kalten Wetters keine Impfbusse mehr unterwegs waren, wurden auch diese Teams der 60-Stunden-Aktion zugeteilt.

Inzidenz stagniert knapp unter 300er-Marke

7.45 Uhr: Die Corona-Inzidenz bleibt in Nordrhein-Westfalen weitgehend stabil. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 288,1 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Donnerstag hatte der Wert bei 282,7 gelegen und vor einer Woche bei 274,2. NRW liegt damit weiter deutlich unter dem Bundeswert, der für Freitag mit 442,1 angegeben wurde.

Innerhalb von 24 Stunden wurden in NRW.10 428 Neuinfektionen gemeldet. 59 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Köln verzeichnet nach wie vor die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz, sie stieg auf 454,1. Inzidenzen über 400 gibt es auch im Oberbergischen Kreis (417,7) und im Landkreis Minden-Lübbecke (411,3). Am niedrigsten liegt der Wert laut RKI in Münster (133,7).

Mit Stand vom Donnerstag wurden in NRW nach Angaben der Landesregierung 2898 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt. 720 von ihnen waren auf der Intensivstation, 373 wurden beatmet. Es gab noch 329 verfügbare Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit, nach 296 am Mittwoch.

Chef des NRW-Städtetags sieht Geisterspiele als Option

6.20 Uhr: Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der vierten Corona-Welle sind bei den kommunalen Spitzenverbänden in NRW auf ein positives Echo gestoßen. Es sei besonders wichtig, jetzt auf kurzfristig wirkende Kontaktbeschränkungen zu setzen, sagte der Städtetagsvorsitzende Pit Clausen (SPD) der „Rheinischen Post“ (Freitag).

Mit Blick auf die strengeren Vorgaben für Großveranstaltungen ergänzte er: „Wir können uns auch die komplette Absage von Veranstaltungen im Karneval vorstellen. Auch Bundesligaspiele ohne Publikum im Stadion sind eine Option.“ Die Landesregierung sei in jedem Fall aufgefordert, auch die Entschädigung der betroffenen Karnevalsvereine und Unternehmen zu regeln, so der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld.

Landesregierung will ab dem Wochenende faktischen Lockdown für Ungeimpfte

20.05 Uhr: Die NRW-Landesregierung will möglichst schon ab diesem Wochenende den faktischen Lockdown für Ungeimpfte verhängen. Die Beamten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) begannen dem Vernehmen nach gestern mit der Überarbeitung der Corona-Schutzverordnung, um möglichst schnell verschärfte Maßnahmen greifen zu lassen.

Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hatte sich  mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf verständigt, die 2G-Zugangsregel (geimpft und genesen) neben sämtlichen Freizeiteinrichtungen auch auf den Einzelhandel auszuweiten. Als Ungeimpfter darf man damit nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs betreten. Im Privatbereich dürfen sich Ungeimpfte nur noch mit höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Silvester gibt es erneut ein Böller-Verkaufsverbot.

In Großstädten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 350 gilt bei privaten Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich – jeweils Geimpfte und Genesene. Dies betrifft auch Köln, wo gestern eine Inzidenz von 433 gemeldet wurde.  Ab einer Inzidenz von 350 sind Clubs und Diskotheken zu schließen,  was  in NRW ohnehin geplant ist.  Außerdem sind dann Schließungen von Gaststätten und Hotels möglich.

Unterricht wieder mit Maske – Ausnahmen etwa im Sport möglich

15.07 Uhr: Die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen seit Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske im Unterricht tragen. Die Landesregierung führte angesichts der vierten Welle und des ersten in NRW bestätigten Falls der neuen Omikron-Variante die Maskenpflicht am Sitzplatz für alle Schulen wieder ein. Damit solle der wichtige Präsenzunterricht gesichert werden. Die Maskenpflicht war erst Anfang November mit Verweis auf noch umfangreiche Tests an den Schulen ausgesetzt worden.

Ausnahmen sind unter anderem beim Sport möglich - soweit dies für die Sportausübung erforderlich ist, wie aus der aktuellen Fassung der Coronabetreuungsverordnung hervorgeht, die seit dem Donnerstag gilt. Auch bei anderen Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können, wie zum Beispiel das Spielen von Blasinstrumenten, gilt die Pflicht, zumindest eine medizinische Maske zu tragen, demnach nicht. Auch bei Prüfungen müssen Schülerinnen und Schüler weiter keine Maske tragen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist.

Das Schulministerium wies in der jüngsten Schulmail unter anderem darauf hin, dass bei Elternsprechtagen an den Schulen die 3G-Regel gilt. Auch Eltern dürfen die Schulen demnach nur dann betreten, wenn sie immunisiert oder negativ getestet sind und einen entsprechenden Nachweis bei sich führen. Dabei darf der Testnachweis für einen Antigen-Schnelltest höchstens 24 Stunden alt sein, für einen PCR-Test höchstens 48 Stunden. Zudem müssten in Schulgebäuden alle Personen medizinische Masken oder FFP2-Masken tragen. Die Bestimmungen - 3G und Maskenpflicht - gelten demnach auch für „Tage der offenen Tür“.

Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg

10.01 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen. Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe “den ein oder anderen doch noch zur Vernunft“, das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

„Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang“, sagte Wüst. „Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg.“

Im „Frühstart“ von RTL/ntv räumte Wüst bei der Haltung der Politik zur Impfpflicht eine Art Wortbruch ein. „Man kann das Wort nicht halten, was man gegeben hat. Es waren auch Versprechen, die gegeben worden sind vor dem Hintergrund, dass man geglaubt hat, es würden sich alle impfen lassen. Das ist nicht passiert.“ Nun müsse man mit dieser Situation umgehen. „Es ist keine Kleinigkeit, aber wir müssen es jetzt tun, weil wir sonst aus der Dauerschleife von Lockerungen und Lockdowns nicht mehr rauskommen.“

Das Impfangebot sei stark ausgeweitet worden, sagte der NRW-Regierungschef im „MoMa“. So sei Köln von einer Kapazität von früher 3000 Impfungen täglich nun auf dem Weg „in Richtung 15 000 Impfungen“ pro Tag. Im Land werde „eine ganze Menge mehr gemacht als noch vor einigen Wochen“.

Wüst zu Stadion-Zuschauern: „Signifikante Reduktion“ der Zahlen

09.01 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geht vor der Corona-Bund-Länder-Runde von einer „signifikanten Reduktion“ der Zuschauerzahlen in Fußballstadien aus. Hier gebe es weitgehende Einigkeit, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es gehe dabei um 50, 30 oder 25 Prozent. „Das ist Diskussionsstand heute.“ Wüst betonte: „Ich wünsche mir eine Zahl, die maximalen Gesundheitsschutz mit verhältnismäßigen Eingriffen in die Rechte der Geimpften (...) miteinander zusammenbringt.“

Zuvor hatte Wüst – vor dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am Samstag – bereits gesagt, er halte er ein komplettes Verbot von Stadion-Zuschauern für wenig sinnvoll.

Corona-Inzidenz stabil – 9000 Neuinfektionen registriert

07.52 Uhr: Die Corona-Inzidenz ist am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen stabil und weiter deutlich unter dem Bundeswert geblieben. Das Robert Koch-Institut meldete 282,7 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche – nach 289,1 am Mittwoch. Demnach wurden innerhalb von 24 Stunden 9085 neue Covid-19-Fälle und 55 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 439,2.

In der größten NRW-Stadt Köln, in der die Inzidenz am Mittwoch sprunghaft auf 397,7 angestiegen war, kletterte der Wert am Donnerstag erneut erheblich: Mit 433,0 registrierte das RKI für die Millionenstadt den landesweit höchsten Wert. Über der 400er Schwelle lag zudem noch der Kreis Minden-Lübbecke mit 401,3. Die Landeshauptstadt Düsseldorf kam auf 300,9. Der niedrigste Wert in NRW wurde weiterhin für Münster (134,0) ausgewiesen.

Mit Stand vom Mittwoch stieg nach Angaben der Landesregierung die Zahl der Covid-19-Patienten in den NRW-Krankenhäusern auf 2888 Personen. Von ihnen wurden 712 auf der Intensivstation behandelt, 371 Patienten wurden beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten sank landesweit von 329 am Dienstag auf noch 296 am Mittwoch. Für Donnerstag lagen zunächst noch keine aktuellen Daten vor. 

Erster Omikron-Fall in NRW 

19.55 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Eine entsprechende Information der Stadt Düsseldorf wurde am Mittwochmorgen vom NRW-Gesundheitsministerium bestätigt. Eine sogenannte Gesamtgenomsequenzierung habe eine Infektion mit der Virus-Variante nachgewiesen, sagte ein Ministeriumssprecher.
Zugleich wuchs die Zahl der Verdachtsfälle, an denen meist Reiserückkehrer beteiligt waren. So meldeten die Behörden im Kreis Kleve am Niederrhein am Mittwoch insgesamt sieben Verdachtsfälle. Betroffen sind zwei Paare, die nach Südafrikareisen zurückgekehrt waren und sich dort auch getroffen hatten. Hinzu kommen drei enge Kontaktpersonen der Betroffenen. Alle seien in Quarantäne; die Proben würden im Labor sequenziert. Einen weiteren Omikron-Verdachtsfall meldete der Kreis Recklinghausen; ebenfalls nach einer Auslandsreise. Auch Düsseldorf meldete am Mittwochabend einen weiteren Verdachtsfall.

Von dem nachgewiesenen Fall betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitgeteilt hatte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte erstmals am Sonntag berichtet, dass es in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle gebe, die mittels Sequenzierung überprüft würden. Bei Omikron-Verdachtsfällen in Essen konnte die Stadt bereits am Dienstag eine Entwarnung geben. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Hendrik Wüst erwartet Impfpflicht

19.24 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rechnet mit einer Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. „Es gibt deutliche Einigkeit über Ländergrenzen hinweg, auch über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. „Ich bin ziemlich sicher: Sie kommt.“

Eine solche Pflicht sei zwar „keine Kleinigkeit“, räumte Wüst ein. Aber man müsse sehen, dass man es momentan mit „einer Pandemie der Nicht-Geimpften“ zu tun habe. „Deswegen - glaube ich - ist das am Ende nötig.“ Er halte es auch für richtig, dass man dann bei Verstößen zahlen müsse. Eine Pflicht sei auch umzusetzen.

Sicherlich werde beim ersten Mal nicht direkt eine Maximalstrafe fällig, sagte Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Aber mit Blick auf die Verantwortung, um die es gehe - die Pandemie endlich zu beenden - könne „das auch nicht mit Kleingeld gemacht sein“.

Ab 2. Dezember wieder Maskenpflicht in Schulen

12.32 Uhr: Einen Monat nach Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht kehrt Nordrhein-Westfalen wieder um: Schüler müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske an ihrem Sitzplatz tragen. Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch. Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung.

Die Maske am Sitzplatz gelte auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote und für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen und Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden könne. „In der gegenwärtigen Situation, in der wir uns auch mit einer neuen Virusvariante auseinandersetzen müssen, haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden, die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz wieder einzuführen“, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Damit solle der Präsenzunterricht gesichert werden.

Zudem würden mit der Maskenpflicht die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Sofern nicht außergewöhnliche Umstände wie Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten vorlägen, werde sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen.

Inzidenz steigt leicht – Dritthöchste Inzidenz in Köln

07.38 Uhr: Das NRW-Landeszentrum Gesundheit meldet am Mittwoch 9480 neue Coronainfektionen binnen 24 Stunden in Nordrhein-Westfalen. Die Inzidenz steigt leicht auf 289,1 (Vortag: 285,9) Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Zudem wurden 63 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Die höchsten Corona-Inzidenzraten in NRW werden im Oberbergischen Kreis (461,2)  im Kreis Minden-Lübbecke (427,7) und in Köln (397,7). Der niedrigste Werte in NRW wird für Münster (148,2) ausgewiesen.

Hendrik Wüst stellt Impfpflicht in Aussicht

17.13 Uhr: Bund und Länder wollen von den Befugnissen, die vom Bundesverfassungsgericht im Zuge der Pandemie eingeräumt wurden, Gebrauch machen. Das sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag. Am Donnerstag wollen Bund und Länder ein umfangreiches Paket an Kontaktbeschränkungen beschließen, so Wüst. Unter anderem solle eine allgemeine Impfpflicht vorbereitet werden.

Am Mittwoch würden bereits in NRW im Kabinett die Weichen gestellt, erklärte Wüst. Am Donnerstag nach der kurzfristig anberaumten Bund-Länder-Runde sollen die Maßnahmen dann umgesetzt werden.

Mit Blick auf das Spiel des 1. FC Köln am vergangenen Wochenende sagte Wüst: „Solche Bilder darf es nicht wieder geben.“ Man werde entsprechende Beschlüsse fassen.

„Die Ministerpräsidenten und der Bund sind überein gekommen, dass wir gemeinsam am Donnerstag ein umfangreiches Paket für Kontaktreduzierungen beschließen werden“, sagte Wüst. Dabei gehe es vor allem um Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, um deutliche Reduzierungen bei Großveranstaltungen, um die Ausweitung von 2G-Maßnahmen, die kurzfristige Umsetzung einer „einrichtungsbezogenen Impfpflicht“ im Pflegebereich und die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht.

Omikron-Verdachtsfall in Düsseldorf noch ungeklärt – Zwei Verdachtsfälle in Essen bestätigen sich nicht

Die Verdachtsfälle der Omikron-Corona-Variante in einer Essener Familie haben sich nicht bestätigt. Die beiden Betroffenen hätten eine seltene Delta-Form, aber nicht die neuartige Omikron-Virusvariante, teilte die Stadt Essen am Dienstagvormittag mit. Zuvor waren Proben der Erkrankten in der Essener Universitätsklinik sequenziert worden. Die beiden Erkrankten und zwei weitere Haushaltsmitglieder seien in Quarantäne, hatte die Stadt am Vortag gemeldet.

Zu diesen beiden Haushaltsmitgliedern hatte es am Montag unterschiedliche Angaben gegeben: Nach Angaben des Landes waren auch diese beiden Personen Corona-positiv, der Stadt zufolge sind sie nicht infiziert.

NRW-weit gibt es noch je einen offenen Omikron-Verdachtsfall in Düsseldorf und einen in Rees im Kreis Kleve. Hier laufen die Untersuchungen noch. In dem Reeser Fall war die vollständig geimpfte Person mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen. Am Folgetag seien dann Krankheitssymptome aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus. Beide Personen befänden sich in Quarantäne.

RKI meldet 8037 Neuninfektionen - Inzidenz steigt weiter

08.56 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag 8037 neue Coronafälle binnen 24 Stunden in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Die Zahl der neuen Covid-Fälle lag am Tag zuvor bei 3374. Die Inzidenz mit 285,9 Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen ist im Vergleich zum Vortag (276,8) weiter angestiegen. Vor einer Woche betrug der Wert 249,0. Auch die Zahl der Todesfälle nahm zu. 58 Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit der Krankheit.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland allerdings weiter deutlich unter dem bundesweiten Wert von aktuell 452,2. Die Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken.

Die höchsten Corona-Inzidenzraten in NRW verzeichnete das RKI weiter im Oberbergischen Kreis (441,3) und im Kreis Minden-Lübbecke (409,0). Der niedrigste Werte in NRW wird für Münster (162,8) ausgewiesen.

Die Zahl der in den Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen beträgt laut den Daten der Landesregierung 4,14 nach 3,84 am Montag und 4,22 vor einer Woche. Mit Stand Dienstag wurden nach Angaben der Landesregierung 2832 Covid-Patienten in NRW-Krankenhäusern behandelt. Das sind 145 mehr als am Montag und 417 mehr als vor einer Woche. Davon werden 705 aktuell auf Intensivstationen behandelt. Das sind acht mehr als am Vortag und 159 mehr als vor einer Woche.

Künstlich beatmet werden müssen 372 - acht mehr als am Montag und 55 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der freien Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten stieg landesweit um neun auf 329 gegenüber dem Vortag. Krankenhäuser können bei Bedarf Kapazitäten mobilisieren. Am Dienstag vergangener Woche waren 377 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit noch frei. 

Kampf gegen Coronavirus: Stellvertretender NRW-Ministerpräsident für Impfpflicht

07.59 Uhr: NRW-Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat am Montagabend in der Sendung „Heute Journal Update“ eine Coronavirus-Impfpflicht als einzige Möglichkeit bezeichnet, um „dauerhaft aus der Schleife von immer weiteren Maßnahmen und Grundrechtsbeschränkungen“ zu kommen. Er forderte entsprechend über eine Impfpflicht im Bundestag abstimmen zu lassen.

Einen bundeseinheitlichen Lockdown hingegen lehnt Stamp ab und fordert stattdessen „differenzierte Lösungen“ abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort. Auch gegen Schulschließungen durch vorgezogene Weihnachtsferien, wie von CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus ins Spiel gebracht, spricht sich der stellvertretende NRW-Ministerpräsident aus. So gebe es derzeit kein besonderes Infektionsgeschehen in Schulen, man müsse allerdings vorsichtig sein. Stattdessen forderte Stamp, dass Schüler am letzte Schultag umfassend auf mögliche Coronavirus-Infektionen getestet werden.

Zudem habe NRW die Maskenpflicht am Platz für eine gewissen Zeit wieder eingeführt, auch mit Blick auf neue Coronavirus-Mutationen. „Wir müssen aufpassen, das wir nicht immer bei den Kindern und in den Schulen mit den Maßnahmen starten“, so Stamp im Interview mit Moderatorin Nazan Gökdemir.

An diesem Dienstag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder angesichts massiv steigender Infektionszahlen, belegter Intensivbetten und der neuen Virusmutation Omikron telefonisch über den weiteren Umgang mit der Coronakrise beraten. (lsc)

Hendrik Wüst will noch in dieser Woche Kontaktbeschränkung umsetzen

15.20 Uhr: Angesichts der sprunghaft steigenden Corona-Zahlen will Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) noch in dieser Woche weitere Kontaktreduzierungen umsetzen. „Die Wissenschaft mahnt uns dazu, Kontaktreduzierungen zu verschärfen und da deutlich besser aufzupassen“, sagte Wüst am Montag im Radiosender WDR 2. „Das werden wir noch in dieser Woche umsetzen.“

Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett an diesem Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten.

Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht zu den Plänen des NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst.

Wüst sprach sich zudem für ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern aus. „Das Thema Kontaktreduktion müssen wir möglichst gemeinsam und einheitlich ausgestalten“, sagte Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. Er drängte erneut auf ein vorgezogenes Bund-Länder-Treffen noch in dieser Woche.

Auch in Stadien drohen Einschränkungen - Wüst: „Werden ran gehen“

14.55 Uhr: Fußball-Fans müssen sich in Nordrhein-Westfalen auf schärfere Corona-Einschränkungen gefasst machen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) äußerte sich am Montag im ARD-„Mittagsmagazin“ kritisch über Bilder aus vollen Stadien.

„Wir haben ja Bilder gesehen am Wochenende - auch vom Fußball. Auf der anderen Seite kommen aus anderen Bundesländern - weil wir noch Kapazitäten haben, weil bei uns die Lage noch beherrschbar ist - kommen Patienten zu uns eingeflogen“, sagte Wüst. „Das sind Dinge, die nicht zusammen passen. Und an solche Sachen werden wir auch ran gehen.“

Gleichzeitig drang der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz darauf, möglichst schnell bundeseinheitliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen. „Wir können nicht warten, bis ein neuer Kanzler gewählt wird. Daher braucht es diese Abstimmung in den nächsten Tagen - am besten schon morgen“, sagte er in Düsseldorf. 

NRW-SPD-Chef Kutschaty für Geisterspiele in der Bundesliga

12.28 Uhr: Thomas Kutschaty, Chef der NRW-SPD, fordert, dass es in der Fußball-Bundesliga ab dem nächsten Wochenende wieder Geisterspiele geben soll. Das sagte der Politiker am Montagmittag vor Journalisten in Düsseldorf. Er verlangte zudem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Nach den Vorstellungen der NRW-SPD sollen sich künftig nicht mehr als zwei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen dürfen. Zur Eindämmung der Pandemie sei es zudem nötig, Bars und Discos für alle Menschen in NRW zu schließen. Auch an den Schulen seien zusätzliche Maßnahmen nötig. Die Schulen sollen Kindern Tests in die Weihnachtsferien mit geben.  

Kutschaty begrüßte die Rückkehr der Maskenpflicht im Unterricht, die kurz zuvor von Schulministerin Yvonne Gebauer ( FDP) verkündete worden war. Weiter sei es nötig, die Impfzentren wieder flächendeckend in Betrieb zu nehmen, sagt Kutschaty. Der SPD-Chef verlangte zudem die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, um gegen eine 5. Welle gerüstet zu sein. „Es ist die schwierigste Phase überhaupt in der Pandemie.“

Gebauer will Maskenpflicht im Unterricht wieder einführen

12.10 Uhr: Die Maskenpflicht im Unterricht soll an den Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder eingeführt werden. Sie werde dem Kabinett die Rückkehr zur Maskenpflicht am Sitzplatz für alle Schulen empfehlen, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Ein Unterricht von Angesicht zu Angesicht bleibt vor allem aus pädagogischer Sicht wünschenswert und auch für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler wichtig. Angesichts des Infektionsgeschehens inklusive der neu aufgetretenen Virusmutation trete aber der Infektionsschutz wieder verstärkt in den Vordergrund.

„Wir reagieren damit in der jetzigen Situation auch auf die Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft, die sich durch die Rückkehr zur Maskenpflicht auch bei den Schülerinnen und Schülern sicherer fühlen“, erläuterte die Schulministerin und fügte hinzu: „Zudem versprechen wir uns davon ein geordneteres und verlässlicheres Verfahren zur behördlichen Anordnung von Quarantänemaßnahmen.“

Oberste Priorität bleibe, die Schulen offenzuhalten und den Präsenzunterricht zu sichern. Gerade in der Pandemie sei es entscheidend, dass für Kinder und Jugendliche ihr Schulalltag weiterhin gewährleistet sei, sie Struktur und Halt bekämen. Die Maskenpflicht im Unterricht war in NRW erst Anfang November ausgesetzt worden. Gleichzeitig war aber auch die Zahl der Corona-Tests erhöht worden.

Schülerinnen und Schüler müssen nach der derzeit geltenden Regelung weiter den Mund-Nasen-Schutz im übrigen Schulgebäude tragen und wenn sie ihren festen Sitzplatz verlassen. Für den Außenbereich der Schulen in Nordrhein-Weastfalen war die Maskenpflicht schon vor längerer Zeit abgeschafft worden.

Weiterer Omikron-Verdachtsfall in NRW

12.10 Uhr: In Nordrhein-Westfalen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Kreises Kleve besteht bei einem Fall in Rees der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante. Die vollständig immunisierte Person sei mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen, teilte der Kreis Kleve am Montag mit. Am Folgetag seien dann Symptome einer Erkrankung aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus.

Der Kreis Kleve sprach in dem Zusammenhang von einem begründeten Verdacht auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus, über den das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen informiert worden sei. Auch das NRW-Gesundheitsministerium teilte am Montag auf Anfrage der dpa mit, dass es inzwischen neben Düsseldorf und Essen auch im Kreis Kleve einen weiteren Verdachtsfall zur neuen Omikron-Variante gebe.

Laut dem Kreis Kleve läuft zu dem Verdachtsfall in Rees gegenwärtig die Laboruntersuchung mit einer Sequenzierung, ob es sich um die neue Omikron-Variante handele. Das Laborergebnis werde in einigen Tagen erwartet. Der Partner der betroffenen Person, der ebenfalls mit in Südafrika gewesen sei, sei auch vollständig immunisiert. Ein erster Schnelltest sei hier negativ gewesen, ein PCR-Test folge. Beide Personen befänden sich in Quarantäne. Bislang sei eine weitere Kontaktperson ermittelt worden. Die Nachverfolgung dauere an, erklärte der Kreis.

NRW will coronabedingte Einschränkungen verschärfen

12.08 Uhr: Nordrhein-Westfalen bereitet weitere Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen vor. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett an diesem Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten.

Dabei soll es den Informationen zufolge insbesondere um Großveranstaltungen und weitere Orte mit besonderem Infektionsrisiko gehen. In Deutschland hat unter anderem die Debatte Fahrt aufgenommen, ob angesichts steigender Infektionszahlen weiterhin Zuschauer in Sportstadien erlaubt werden sollten.

Zudem wird erwartet, dass das Kabinett auf Initiative von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) über die Wiedereinführung der Maskenpflicht am Platz im Schulunterricht berät. Am Dienstagmittag werden Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und sein Stellvertreter, Familienminister Joachim Stamp (FDP), über die Ergebnisse informieren.

RKI meldet 3374 Neuinfektionen – Inzidenz weiter konstant

8 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 276,8 - nach 276,4 am Sonntag. Innerhalb von 24 Stunden wurden 3374 neue Covid-19-Fälle und vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert. Die Inzidenz in NRW lag nach wie vor deutlich unter dem bundesweiten Wert, den das RKI mit 452,4 angab.

Mit Stand Montag wurden nach Angaben der Landesregierung 2687 Covid-Patienten in NRW-Krankenhäusern behandelt. Davon lagen 697 auf Intensivstationen, 364 mussten künstlich beatmet werden. Den Angaben zufolge standen im bevölkerungsreichsten Bundesland noch 320 freie Intensivbetten mit Beatmung zur Verfügung.

Die höchsten Corona-Inzidenzraten in NRW verzeichnete das RKI im Oberbergischen Kreis (444,6), in Minden-Lübbecke (403,5) und in Leverkusen (372,8). Die niedrigsten Werte wiesen Münster (164,0) Coesfeld (177,6) und Soest (183,4) auf.

Gesundheitsministerium warnt vor digital überwachten Selbsttests

7.51 Uhr: Mit Blick auf die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz hat das Gesundheitsministerium in NRW vor digital überwachten Selbsttests gewarnt. Die auf diesem Wege ausgestellten Zertifikate seien ungültig, betonte das Ministerium am Sonntag. Nur Tests, die vor Ort durch Dritte gemacht oder überwacht werden, könnten mit einem 3G-fähigen Zertifikat bestätigt werden. Es sei sogar eine Ordnungswidrigkeit, Ergebnisse eines digitalen Tests im Rechtsverkehr - etwa bei Zugangskontrollen - zu verwenden.

RKI meldet 5835 neue Corona-Fälle – Inzidenz fast konstant

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag 5835 neue Coronafälle binnen 24 Stunden in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Die Zahl liegt deutlich unter dem Wert vom Samstag (8941); allerdings ist das Bild wegen Meldeverzögerungen am Wochenende häufig nicht repräsentativ. Die Inzidenz lag mit 276,4 Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen knapp unter dem Samstagswert von 278,5. Elf Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit der Krankheit.

Die Inzidenz liegt in NRW weiter deutlich unter dem bundesweiten Wert, den das RKI am Sonntag mit 446,7 angab. Zur Zahl der Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern und der freien Betten gab es am Sonntag keine aktualisierten Daten der Landesregierung. Mit Stand Freitag waren nach Angaben der Landesregierung in NRW 362 Intensivbetten mit Beatmung frei. Nordrhein-Westfalen hatte am Freitag schwerkranke Corona-Patienten aus Bayern übernommen und auf Krankenhäuser in Münster und Umgebung verteilt.

Im Münsterland ist die Corona-Lage bisher vergleichsweise moderat. Coesfeld (171,3) und Münster (173,5) verzeichneten am Sonntag landesweit die niedrigsten Corona-Inzidenzen. An der Spitze stehen der Oberbergische Kreis (408,9), Minden-Lübbecke (403,5) und Leverkusen (399).

Inzidenz auf 278,5 gestiegen – 4000 Fälle mehr als vor einer Woche

In Nordrhein-Westfalen sind die Zahlen auch an diesem Wochenende weiter deutlich gestiegen. 8941 Menschen haben sich in den vergangenen 24 Stunden neu mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 5508). Das meldet das Robert Koch-Instituts (RKI) am Samstagmorgen. Das sind rund 4000 Fälle mehr als noch am Samstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter von 274,2. 5 am Vortag auf 278,5. 31 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit der Krankheit.

NRW-Schulministerin Gebauer schließt Maskenpflicht an Schulen nicht mehr aus

16.12 Uhr: Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer schließt eine Rückkehr zur Maskenpflicht an Schulen in NRW nicht mehr kategorisch aus. „Sollten über die aktuellen Maßnahmen hinaus an unseren Schulen weitere präventive Maßnahmen nötig werden, werden wir diese zunächst im Kabinett am kommenden Dienstag erörtern und beraten“, sagte Gebauer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Trotz massiver Kritik hatte sie bislang strikt an ihrer Entscheidung festgehalten, die Maskenpflicht im Unterricht aufzuheben und dabei auf vergleichsweise niedrige Inzidenzzahlen in NRW verwiesen. „Das Infektionsgeschehen bundesweit und auch in Nordrhein-Westfalen nimmt spürbar zu, das registrieren wir abgeschwächt auch bei unseren Erhebungen in den Schulen“, sagt Gebauer jetzt. Diese Entwicklung sei vor allem auf das Verhalten von Erwachsenen zurückzuführen. „Es ist leider nicht gelungen, in der Altersgruppe über 18 eine ausreichende Impfquote zum Schutz der Gesellschaft zu erreichen.“

NRW-Gesundheitsminister appelliert mit Blick auf neue Virusvariante an Vorsicht

15.51 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ruft zu besonderer Vorsicht angesichts der in Südafrika zuerst entdeckten neuen Corona-Variante auf. „Es gilt jetzt, diese Variante möglichst fernzuhalten“, sagte Laumann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagausgabe).

„Menschen, die vor Kurzem aus Südafrika bereits nach Deutschland eingereist sind, sollten sich zügig testen lassen, sodass Infektionsketten schnell unterbrochen und die Weiterverbreitung gestoppt oder zumindest verlangsamt werden kann“, so Laumann weiter. Die neue Variante sei in Deutschland noch nicht entdeckt worden. Allerdings werde man die Verbreitung und „das Infektionsgeschehen insgesamt ganz genau beobachten. Einst ist klar: Wir müssen weiter sehr aufmerksam sein.“ 

Borussia Dortmund startet Impfaktion im Stadion

15.40 Uhr: Ab dem 2. Dezember können sich Menschen im Stadion von Borussia Dortmund gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, stehen dafür mehrere Tausend Dosen Impfstoff zur Verfügung. Der BVB führt die Aktion gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) durch. Das Impfzentrum befindet sich im Bereich der Westtribüne. Schon im Sommer 2020 hatten die Dortmunder das größte Bundesliga-Stadion als Impfzentrum genutzt. 

Keine Schulschließungen – Maskenfreiheit steht auf Prüfstand

11.30 Uhr: Trotz der auch in Nordrhein-Westfalen stark ansteigenden Corona-Zahlen will die Landesregierung weder Schulen schließen noch die Anwesenheitspflicht aussetzen. Auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien sei nicht geplant, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

Auf dem Prüfstand steht aber die umstrittene Maskenfreiheit im Klassenraum. Das Kabinett werde am Dienstag nach Auswertung neuer Infektionszahlen in den Schulen über weitere Präventionsmaßnahmen beraten, sagte Gebauer. „Dazu würde eine Maskenpflicht gehören.“

Das Infektionsgeschehen nehme auch in NRW „spürbar“ zu, sagte Gebauer. Das registriere das Ministerium auch bei den wöchentlichen Erhebungen in den Schulen. „Ich habe mich immer sehr stark für den Präsenzunterricht eingesetzt“, sagte Gebauer. „Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.“

Die Maskenpflicht im Unterricht war in NRW Anfang November ausgesetzt worden. Schülerinnen und Schüler müssen aber weiterhin den Mund-Nasen-Schutz im übrigen Gebäude tragen und wenn sie ihren festen Sitzplatz verlassen. Für den Außenbereich war die Maskenpflicht schon vor längerer Zeit abgeschafft worden.

In den Kitas seien derzeit keine zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Gruppentrennungen oder die Reduzierung der Betreuungszeiten geplant, sagte FDP-Familienminister Joachim Stamp. Die Wissenschaft warne aber vor Virus-Mutationen aus Südafrika. „Insofern wäre es fahrlässig, irgendetwas für die Zukunft auszuschließen.“ Er werde mit Ministerin Gebauer aber darauf achten, „dass die Kinder die Letzten sind, die jetzt in Mitleidenschaft gezogen werden“, sagte Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist. „Wir werden die Bildungsrechte verteidigen.“

Corona-Hilfsflüge aus Bayern – NRW will planbare OPs verschieben

10.45 Uhr: Die NRW-Landesregierung will zur Aufnahme von Corona-Patienten aus anderen Bundesländern planbare Operationen in den NRW-Krankenhäusern verschieben lassen. Eine entsprechende Verordnung wollte das Kabinett am Freitagmorgen in einer Sondersitzung verabschieden, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll ein Spezialflugzeug der Luftwaffe am Freitag um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant.

Im NRW-Landtag soll nach dpa-Informationen noch am Freitag über eine notwendige Änderung des Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes abgestimmt werden, damit die Verordnung in Kraft treten kann. Bisher sieht das Gesetz keine Rechtsgrundlage für die Aufnahme von Patienten von außerhalb vor.

„Die Situation in Deutschland ist ernst. Für uns als Nordrhein-Westfalen ist es selbstverständlich, dass wir auch gegenüber anderen Bundesländern Solidarität zeigen werden“, sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Vormittag.

Die Krankenhäuser sollten, wo es medizinisch vertretbar sei, „verschiebbare Behandlungen ganz oder teilweise zurückstellen“, um Covid-19-Patienten zu versorgen. Damit sollten auch Patienten aus Krankenhäusern anderer „Regionen, Bundesländer und Staaten“ versorgt werden können, heißt es in dem Verordnungsentwurf.

Im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht.

Wieder an die 10.000 Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter

08.30 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben sich in den vergangenen 24 Stunden erneut fast 10 000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen gab es 9502 neue Covid-19-Fälle (Vortag: 9791). Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter von 262,2 am Vortag auf 274,2. 51 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit der Krankheit.

Am vergangenen Freitag (19.11.) hatte der Inzidenzwert in NRW erstmals knapp die 200-er-Grenze übersprungen.
Leverkusen (402,7) und der Oberbergische Kreis (394,9) sind nach den Zahlen von diesem Freitag weiter besonders belastet, vergleichsweise moderat breitet sich die Pandemie bisher in Münster (158,7), Höxter (165,3) und im Hochsauerlandkreis (171,4) aus.

321 Menschen werden nach Landeszahlen vom Donnerstag auf Intensivstationen mit Beatmung behandelt. Verfügbar sind in Nordrhein-Westfalen noch 341 Intensivbetten mit Beatmung. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag bei 4,21. Neue Zahlen gab es am Morgen zunächst nicht.

Die Impfquote stieg leicht: Vollständig immunisiert waren in NRW Stand Donnerstag morgen 71,6 Prozent der Menschen (Vortag 71,4 Prozent). Knapp 75 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten. Damit liegt NRW deutlich über dem Bundesschnitt von 70,8 Prozent der Bevölkerung mit mindestens einer Impfung.

10. 000 Neuinfektionen – Inzidenz jetzt bei 262,2

08.08 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben sich fast 10. 000 Menschen in den vergangenen 24 Stunden neu mit dem Coronavirus infiziert. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete am Donnerstagmorgen 9791 neue Covid-19-Fälle und einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf 262,2. Gleichwohl steht NRW im Vergleich zum bundesweiten Wert von 419,7 noch einigermaßen gut da.

Am Mittwoch hatte in NRW die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen noch bei der 249,7 gelegen. Allerdings gab es Zweifel an den Zahlen vom Mittwoch, weil aus Städten wie Köln und Bonn keine neuen Fälle gemeldet worden waren. Laut RKI starben in NRW in den zurückliegenden 24 Stunden 46 Menschen in Verbindung mit dem Virus. Die Spanne bei der Inzidenz reicht vom Landkreis Coesfeld (151,3) bis zum Spitzenreiter Leverkusen, wo der Wert (397,2) nur knapp unter 400 lag.

Bei der Zahl der Neuaufnahmen in den NRW-Kliniken gab es am Donnerstag einen weiteren Anstieg. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut Landesregierung nun bei 4,37 nach 4,21 am Donnerstag. 2595 Menschen wurden in den Krankenhäusern wegen einer Covid-19-Infektion behandelt, 334 davon auf Intensivstationen mit Beatmung. 362 freie Intensivbetten mit Beatmung stehen in NRW noch zur Verfügung.

Beim Impfen geht es weiter vorwärts. Vollständig immunisiert waren Stand Mittwoch in NRW 71,4 Prozent der Menschen. Knapp 75 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten.

Am Vortag hatte es bei der Übermittlung der Fallzahlen in Köln Probleme gegeben, weshalb die Zahlen in NRW von gestern nur teilweise aussagekräftig sind. Nach Auskunft der Stadt soll die Datenübertragung am Donnerstag jedoch wieder problemlos haben.

Kinderärzte prostestieren gegen Testpflicht in Praxen

15.15 Uhr: Kinderärzte aus NRW protestieren vehement gegen eine neue Pflicht, nach der begleitende Eltern nur noch mit Negativtest in die Praxen kommen dürfen und das Personal täglich getestet werden muss. Die Kinderärzte seien fassungslos über die medizinisch unsinnige Neuregelung im geänderten Infektionsschutzgesetz, die zur Schließung vieler Praxen führen könnte, warnte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in NRW.

„99 Prozent unserer Patienten werden von ihren Eltern begleitet“, sagte die BVKJ-Vorsitzende Nordrhein, Christiane Thiele, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn die Eltern geimpft seien, müssten sie nun einen Test vorlegen, bevor sie Zutritt zur Kinderarztpraxis bekommen - oder dort vor Ort getestet werden. Zudem müsse das gesamte Praxispersonal täglich getestet werden. „Dabei sind die meisten geboostert“ - also dreifach gegen das Coronavirus geimpft. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Erst am Dienstag seien die Praxen über die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert worden. Die Kinder- und Jugendärzte bundesweit seien auf den Barrikaden. Es seien auch kaum noch Schnelltests erhältlich. „Wenn Eltern nur noch getestet in die Praxis dürfen, also täglich über 100 Personen, bedeutet dies, dass für Behandlung und Versorgung der Kinder keine Zeit mehr bleibt. Es scheint, dass die Politik gar nicht mehr versucht, Gesetze und Verordnungen, die beschlossen werden, auf die Anwendbarkeit in der Praxis zu prüfen“, kritisierte der BVKJ in NRW in einer Erklärung.

Corona-Infektionen bei Kita-Kindern binnen einer Woche verdoppelt

13.35 Uhr: Die Zahl bekannter Corona-Infektionen bei Kindergarten-Kindern in NRW hat sich binnen einer Woche mehr als verdoppelt. Mit Stand 22. November berichtete das Familienministerium am Donnerstag von 1096 gemeldeten Infektionen. In der Vorwoche waren es noch 504. Die Zahlen, die über die Landesjugendämter zum Ministerium kommen, sind vorläufig. „Es ist insgesamt nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle gibt“, so das Ministerium in seinem wöchentlichen Bericht.

Demnach hat sich auch die Zahl infizierter Kita-Mitarbeiter in einer Woche mehr als verdoppelt. Aktuell wurden 808 gemeldet, in der Vorwoche waren es 369. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD, sagte am Mittwoch: „Die Zahlen steigen wieder rasant an. Worauf warten wir eigentlich noch? Das Kita-Personal muss jetzt umgehend geboostert werden.“

NRW bereitet Impfungen von Sechs- bis Zwölfjährigen vor

12.06 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sollen jetzt schon die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen anlaufen. In Kürze sei mit einer Zulassung von Impfstoffen für diese Altersklasse durch die Europäische Arzneimittel-Agentur zu rechnen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Diese Impfstoffe würden voraussichtlich ab dem 20. Dezember ausgeliefert. Er werde die Impfstellen auffordern, bereits jetzt Angebote für Sechs- bis Zwölfjährige vorzubereiten.

Vor allem an die Wirtschaft sendete der Minister die Botschaft: „Wir tun alles, um einen erneuten Lockdown zu verhindern.“ Dazu müssten die Schutzregeln allerdings auch befolgt werden. Zugangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte nützten nichts, wenn Immunitätsnachweise nicht konsequent kontrolliert würden. Laumann appellierte an die Akteure in der Wirtschaft, dies zu befolgen und „dazu beizutragen, dass die Lage beherrschbar bleibt.“

Laumann verteidigt aktuelle Corona-Regeln

10.32 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann hat im Landtag die Umsetzung der neuen Corona-Regeln verteidigt. Es sei damit zu rechnen, dass die Resultate dieser Regeln auf sich warten lassen, so der Minister, das sei aber kein Grund, ihre Wirksamkeit anzuzweifeln. „Das Rufen nach schärferen Regeln bringt uns nicht weiter", mahnte er, viel wichtiger sei es, die aktuellen zu beachten. Er beendete seine Rede mit einem Appell an die Bevölkerung: „Lassen Sie sich um Gotteswillen impfen."

Inzidenz steigt leicht - Rund 7800 Neuinfektionen

09.27 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auch am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen nur leicht gestiegen. Laut des Landeszentrums Gesundheit für NRW liegt der Wert bei 249,7 (Vortag: 249). Es wurden 7.825 Neuinfektionen und 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion registriert.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das Land Nordrhein-Westfalen am mit 3,96 (Vortag: 4,22) an. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden.

11,01 Prozent (Vortag: 10,46 Prozent) aller Intensivbetten sind nach den Zahlen vom Mittwoch mit Covid 19-Patienten belegt. 

Neue Corona-Regeln im Landtag auf dem Prüfstand

08.19 Uhr: Die neuen Corona-Regeln beschäftigen am Mittwoch auch den nordrhein-westfälischen Landtag. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wird das Parlament zunächst über Einzelheiten der aktualisierte Verordnung unterrichten. Alle drei Oppositionsfraktionen von SPD, Grünen und AfD haben bereits eigene Anträge mit Vorschlägen zur Pandemiebekämpfung vorgelegt.

Angesichts der dramatisch zugespitzten Lage hatten Bund und Länder vergangene Woche beschlossen, dass Ungeimpfte überall da keinen Zutritt zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie, Hotels sowie auch körpernahen Dienstleistungen mehr bekommen sollen, wo ein bestimmter Schwellenwert bei Krankenhauseinweisungen wegen Covid-19 überschritten wird.  Die Opposition will wissen, was das im Einzelnen für die Handlungsfähigkeit der schwarz-gelben Landesregierung und des Parlaments bedeutet.

Die Grünen fordern, dass der Landtag unverzüglich einen Beschluss fasst, damit die Länderklausel zur Anwendung verschärfter Schutzmaßnahmen im Notfall zieht. Dann könnten etwa Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen ebenso wie private Feiern oder auch die Alkoholabgabe untersagt und Hochschulen geschlossen werden.

Die SPD will wissen, wie es mit den Auffrischungsimpfungen in NRW konkret weitergeht und für welche Berufsgruppen die Landesregierung eine Impfpflicht für angemessen hielte. Die AfD warnt vor der Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen durch Einführung der 2G-Regel.

Laumann: Eine Million Arbeitnehmer in NRW ungeimpft – Schärfere Regeln ab Mittwoch

13.04 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind laut Hochrechnungen rund eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ungeimpft. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage. Um gegen diese Lage vorzugehen, soll nun die erhöhte Testkapazität am Arbeitsplatz helfen. In jüngster Zeit habe die Zahl der Bürgertests zwischen 250.000 und 332.000 pro Tag gelegen.

Bund und Länder hatten sich auf die 3G-Regel in Betrieben geeinigt, die Landesregierung ging für den Freizeitbereich noch weiter und will etwa eine 2G-Regel, für einige Bereiche sogar eine 2G-Plus-Regel. Ab morgigem Mittwoch gelten in Nordrhein-Westfalen diese schärferen Regeln. Laumann machte bei der Pressekonferenz auch deutlich, dass die verschärften Regeln bei Sportveranstaltungen nicht nur für Zuschauer, sondern auch Amateursportler gelten.

Karl-Josef Laumann verteidigt Regel-Verschärfung und will Zahnärzte und Apotheker impfen lassen

Laumann verteidigte die Verschärfung, wie die 2G- oder 2G-Plus-Regel im Freizeitbereich: „Ungeimpfte Menschen können weitestgehend am Alltag und Freizeitaktivitäten nicht teilnehmen und das ist mit dem Blick auf die Intensivstationen auch vertretbar“, so der Gesundheitsminister. Laumann rief außerdem Ungeimpfte auf, sich impfen zu lassen: „Jeder Ungeimpfter sollte seine eigene Position überdenken, ob da wirklich so richtig ist. Es gibt genug wissenschaftliche Fakten.“

Jede Woche müssen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Nordrhein-Westfalen rund 600.000 Corona-Auffrischungsimpfungen verabreicht werden. Laumann zeigte sich offen dafür, dass auch Apotheker sowie Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen die Möglichkeit bekommen sollten, sich an der Impfkampagne zu beteiligen.

Dazu gehörten auch Zahnärzte, sagte er. Anders als im Frühjahr gebe es jetzt genügend Impfstoff.
Bisher haben nach Angaben des Ministeriums in NRW fast 1,4 Millionen Menschen eine Booster-Impfung bekommen. Bis Ende März stehen rechnerisch noch weitere knapp elf Millionen Auffrischimpfungen an.

Inzidenz in NRW steigt weiter – 52 weitere Todesfälle

08.17 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auch am Dienstag in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Laut des Landeszentrums Gesundheit für NRW liegt der Wert am Dienstag bei 249,0, am Vortag lag er noch bei 229,1. Es wurden 7.314 Neuinfektionen und 52 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion registriert.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das Land Nordrhein-Westfalen am Dienstag mit 4,22 an (Vortag: 3,92). Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. 

10,46 Prozent aller Intensivbetten sind nach den Zahlen vom Dienstag mit Covid 19-Patienten belegt. Das ist zum Vortag eine Erhöhung um 0,3 Prozent.

Impfen in Ex-Zentralbibliothek – Düsseldorf erweitert Kapazitäten

12.59 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat in den früheren Räumen der Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ein Impfzentrum eröffnet. „Ich glaube der Andrang vor der Tür, den sie alle gesehen haben, zeigt, dass wir da absolut richtig liegen und dass kein Tag länger hätte vergehen dürfen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Montag. In dem kurzfristig eingerichteten „Impfzentrum 2.0“ könnten pro Tag derzeit etwa 1800 Menschen eine Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung erhalten. Die Kapazität könne aber auch noch erweitert werden.

„Wir müssen jetzt impfen, impfen, impfen“, betonte Keller. Als die Landeshauptstadt gezwungen worden sei, ihr Impfzentrum Ende September zu schließen, sei den Kommunen nur eine ergänzende und koordinieren Rolle in der Impfkampagne zugedacht worden. „Wir haben das nie so ganz geglaubt, dass es dabei bleiben würde.“ Deshalb habe die Stadt dann zwei dezentrale Impfstellen und ein Impfmobil betrieben.

Zahl der Neuinfektionen in NRW steigt weiter an

8.14 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auch in Nordrhein-Westfalen erneut gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut am Montag berichtete, wurden den Behörden in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner 229,1 Neuinfektionen bekannt. Der NRW-Wert lag damit weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Schnitt von 386,5. Vor einer Woche lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in NRW bei 167,0, vor einem Monat am 22. Oktober bei 61,0.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das Land Nordrhein-Westfalen am Montag mit 3,92 an. Zuletzt hatte der Wert 4,03 betragen. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Der bisherige bundesweite Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15,5.

Am Montag wurden landesweit 2217 Covid-19-Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern behandelt, 56 mehr als bei der vorangegangenen Zählung. Die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten mit Beamtmung sank um vier auf 371. 10,16 Prozent aller Intensivbetten waren mit Covid 19-Patienten belegt. Zuvor hatte der Wert bei 9,68 Prozent gelegen.

Städte bauen wegen großer Nachfrage Impfangebote aus

9.29 Uhr: Lange Schlangen vor den Impfstellen und mobilen Impfeinheiten: Derzeit kommen die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mit dem Impfen gegen Corona kaum hinterher. Nach der Schließung der großen Impfzentren Ende September herrscht vor allem in den Großstädten hektische Betriebsamkeit beim Wiederaufbau der Impfstrukturen.

Die Hausärztinnen und -ärzte können angesichts der explodierenden Corona-Zahlen den rapide gestiegenen Bedarf an Auffrischungsimpfungen nicht allein bewältigen. In vielen Regionen bekommen die Menschen erst wieder im kommenden Jahr in den Arztpraxen Termine für die sogenannten Booster-Impfungen.

Die Städte müssen ihre Angebote nach dem Willen der Landesregierung so schnell wie möglich auch mit stationären Impfstellen erweitern. Das schafft eine Menge Probleme.

NRW-Inzidenz steigt, Zahl der Neuinfektionen sinkt

9.25 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist auf einen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntagmorgen bei 219,8, nach 213,1 am Vortag. Jedoch liegt NRW weiterhin deutlich unter dem Bundeswert, den das RKI am Sonntag mit 372,7 angab.

Innerhalb eines Tages wurden den Gesundheitsämtern in NRW 5614 Neuinfektionen gemeldet. Weitere neun Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Oberbergischen Kreis (367,7), gefolgt von Leverkusen (339,2) und Gütersloh (315,0). Die niedrigsten Werte verzeichneten Soest (99,0), Bottrop (107,3) und Münster (122,3).

Am Freitag wurden nach Angaben der Landesregierung 516 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, davon 293 mit Beatmung. 376 Intensivbetten mit Beatmung waren NRW-weit noch frei.

Corona-Inzidenz in NRW erreicht neuen Höchststand

09.50 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Samstagmorgen bei 213,1, nach 200,9 am Vortag. Jedoch liegt NRW weiterhin deutlich unter dem Bundeswert, den das RKI am Samstag mit 362,2 angab.

Innerhalb eines Tages wurden den Gesundheitsämtern in NRW 7421 Neuinfektionen gemeldet. 29 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Oberbergischen Kreis (347,1), gefolgt von Gütersloh (318,0) und Leverkusen (308,7). Die niedrigsten Werte verzeichneten Bottrop (115,9), Coesfeld (118,3) und Soest (119,6).
Am Freitag wurden nach Angaben der Landesregierung 516 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, davon 293 mit Beatmung. 376 Intensivbetten mit Beatmung waren NRW-weit noch frei.

NRW-Städte bauen wegen großer Nachfrage Impfangebote aus

09.33 Uhr: Lange Schlangen vor den Impfstellen und mobilen Impfeinheiten: Derzeit kommen die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mit dem Impfen gegen Corona kaum hinterher. Nach der Schließung der großen Impfzentren Ende September herrscht vor allem in den Großstädten hektische Betriebsamkeit beim Wiederaufbau der Impfstrukturen.

Die Hausärztinnen und -ärzte können angesichts der explodierenden Corona-Zahlen den rapide gestiegenen Bedarf an Auffrischungsimpfungen nicht allein bewältigen. In vielen Regionen bekommen die Menschen erst wieder im kommenden Jahr in den Arztpraxen Termine für die sogenannten Booster-Impfungen. Die Städte müssen ihre Angebote nach dem Willen der Landesregierung so schnell wie möglich auch mit stationären Impfstellen erweitern. Das schafft eine Menge Probleme.

Hausärzte in NRW fordert Impfpflicht

18.22 Uhr: Hausärzte in NRW haben sich für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen. Neben Booster-Impfungen brauche es weitere Standbeine, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, sagte Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbands Nordrhein, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wir müssen verhindern, dass die Intensivstationen volllaufen – mit wirksamen 2G-Regeln. Ich fordere aber aus medizinischer Sicht jetzt eine Impfpflicht, das wäre nun am wirksamsten. Es wäre der beste Schutz“, so Funken.

Die Politik habe zu lange gebraucht, um auf die Corona-Lage zu reagieren. Die Eröffnung des Impfzentrums an der Lanxess-Arena in Köln sei deshalb der „richtige Schritt, weil vorher nicht getan wurde, was nötig wäre. Die Politik hat sich verweigert, das Problem frühzeitig anzugehen.“ Es brauche nun eine „gewaltige gemeinsame Kraftanstrengung“, um bis Ende des Jahres noch mehr als 20 Millionen Impfungen in Deutschland durchführen zu können.

Bundeswehr: 14 Hilfsanträge aus NRW wegen Corona

14.18 Uhr: Angesichts der stark wachsenden Corona-Infektionszahlen häufen sich bei der Bundeswehr die Hilfsanfragen aus den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. „Momentan sind bei uns 14 Anträge auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr eingegangen, bedingt durch die dramatische Zunahme der Corona-Zahlen“, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos NRW am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Hilfsgesuche kommen demnach aus allen fünf Regierungsbezirken. 13 Anträge beziehen sich nach Angaben von Oberstleutnant Stefan Heydt auf die „Kontaktverfolgung“, etwa durch die Gesundheitsämter. Bei einem Antrag gehe es um die mobile Corona-Testung. Die Hilfeersuchen müssten noch vom Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin geprüft und genehmigt werden, erklärte Heydt.

Geplant seien die Einsätze dann von der nächsten Woche an bis Mitte Dezember. Derzeit geht die Bundeswehr davon aus, dass mehr als 211 Soldatinnen und Soldaten als Unterstützungskräfte, sogenannte „Helfende Hände“, eingesetzt werden.

7295 Corona-Tote im vergangenen Jahr in NRW

12.00 Uhr In NRW war im vergangenen Jahr bei 7295 Personen in NRW die Todesursache Covid-19. Insgesamt starben 32 790 Menschen an den Folgen einer Atemwegserkrankung.

Die Zahl der Todesfälle aus dieser Gruppe habe sich gegenüber dem Jahr zuvor um 21,7 Prozent erhöht, so die Statistiker. Der Anteil der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen an allen Sterbefällen lag demnach im vergangenen Jahr bei 15,3 Prozent.

Die meisten Todesfälle unter den Atemwegserkrankungen waren laut Statistischem Landesamt durch „bösartige Neubildungen“ wie Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs verursacht.

Das durchschnittliche Sterbealter infolge einer Atemwegserkrankung lag bei 77,5 Jahren - 1,6 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Gestorbenen. Laut Landesamt beruht die Statistik auf Angaben der Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen.

Wüst will am Freitag mit Kommunen über Corona-Maßnahmen beraten

9.29 Uhr Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will sich am Freitagnachmittag mit kommunalen Spitzenverbänden zur Umsetzung der Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern beraten. „Wir können das nur gemeinsam mit allen staatlichen Ebenen umsetzen, das ist ein wichtiges Thema“, sagte Wüst am Donnerstagabend im ZDF-„heute Journal“.

Nordrhein-Westfalen habe bereits die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich und eine Erhöhung der Bußgelder beschlossen. „Es muss schmerzhaft sein, es muss jedem klar sein, es geht um Leben und Tod.“
Die neuen Regeln sollten in NRW jetzt schnell umgesetzt werden. „Das wird ab nächster Woche soweit sein“, sagte er am Freitag dem WDR.

Wüst geht nach eigenen Worten davon aus, mit den Beschlüssen des Bund-Länder-Treffens die Infektionsdynamik in Deutschland brechen zu können. „Das ist ein erstes Paket, das vermeiden soll, dass es wieder einen Lockdown gibt“, sagte er am Freitag im RTL/ntv-„Frühstart“.

Der Gesundheitsschutz sei im Moment das allerwichtigste: „Auch mit Blick aufs Weihnachtsfest natürlich, dass die Menschen möglichst zusammenkommen. Einen Lockdown will niemand.“

NRW-Inzidenz erstmals über 200

8.30 Uhr Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist auf über 200 gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Freitagmorgen bei 200,9.

Den bisherigen Höchstwert hatte das RKI mit 192,5 für den 24. Dezember 2020 gemeldet. Jedoch liegt NRW weiterhin deutlich unter dem Bundeswert, den das RKI am Freitag mit 340,7 angab.

Innerhalb eines Tages wurden den Gesundheitsämtern in NRW 7308 Neuinfektionen gemeldet. 29 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Oberbergischen Kreis (323,5), gefolgt von Gütersloh (293,0) und Leverkusen (289,2). Die niedrigsten Werte verzeichneten Coesfeld (102,4) und Bottrop (108,2). Für die Auslastung der Krankenhäuser im Land lagen zunächst noch keine aktuellen Zahlen vor.

Kutschaty fordert sofortige 2G-Regel-Umsetzung

8.15 Uhr SPD-Landeschef Thomas Kutschaty hat mehr Tempo bei der Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse in Nordrhein-Westfalen gefordert. Das Landeskabinett solle noch am Freitag zusammenkommen und die neue Coronaschutzverordnung mit der 2G-Regel - geimpft oder genesen - für den Freizeitbereich in Kraft setzen, sagte Kutschaty am Freitag im WDR5-Radio.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will erst ab nächster Woche für den Freizeitbereich flächendeckende Zugangsbeschränkungen für Erwachsene einführen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind. Die 2G-Regel soll unter anderem für Gastronomie, Weihnachtsmärkte sowie Fußball- und andere Sportgroßveranstaltungen gelten.

NRW-Vize Stamp verteidigt sich gegen Kritik – und wird von Drosten gemaßregelt

11.53 Uhr: NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat sich in Interview mit dem „WDR“ gegen Kritik gewehrt, die die aktuell hohen Zahlen auf einen von der FDP angestoßenen „Freedom Day“ zurückführt. Stamp betonte, dass er nicht verstehe, warum man es zugelassen habe, dass auf Intensivstationen so viele Plätze weggefallen seien.

Es ist ein recht normaler Schlagabtausch in Corona-Zeiten. Ungewöhnlich ist allerdings, dass Familienminister Stamp seine Positionen auch auf Twitter verteidigt, mit drastischen Worten. Auf eine Twitter-Kritik schrieb er: „Fakten on: Zahlen zu Infektion und Letalität in den drei FDP-mitregierten Ländern Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und NRW ansehen und dann einfach Klappe halten.“

Das rief Christian Drosten auf den Plan, er konterte Stamp: „Mit dieser Tonalität wird eine Grenze überschritten, nicht nur im Dialog mit Wissenschaft und Krankenversorgung“, so Drosten unter dem Beitrag.

Stamp antwortete: „Wir alle wissen, dass wir nur mit gemeinsamer Anstrengung durch diese schwere Phase kommen. Die Lage ist ernst. Sie sollte aber gerade deshalb nicht zum pauschalen Bashing gegen eine demokratische Partei verwandt werden. Darauf habe ich - zugegeben zu rustikal - reagiert.“

Neuinfketionen in NRW erreichen Höchststand

7.10 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages ist in Nordrhein-Westfalen auf einen Spitzenwert gestiegen. Binnen 24 Stunden infizierten sich 7635 Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervorgeht. 24 neue Todesfälle registrierten die Gesundheitsämter.

Seit Beginn der Pandemie hatte zuvor der höchste Wert innerhalb von 24 Stunden bei 6804 Neuinfektionen am 23. Dezember 2020 gelegen. Am Mittwoch hatte das RKI 7013 neue Fälle in NRW gemeldet.

Auch die Sieben-Tages-Inzidenz der Erkrankungen pro 100 000 Einwohner legte landesweit weiter zu - von 183 am Mittwoch auf 192,3 am Donnerstag. Vor einer Woche (11.11.) hatte der Wert noch 154,3 betragen.

Überdurchschnittlich hohe Werte werden weiter für die rheinischen Großstädte Köln (252,1), Leverkusen (280) und Düsseldorf (240) registriert. Moderat breitet sich die Krankheit dagegen bisher in eher ländlichen Kommunen wie dem Hochsauerlandkreis (115,4), Coesfeld (103,3) und Soest (126,6) aus.

Hausärzte-Verband: Viele Booster-Impftermine erst Anfang 2020

6.30 Uhr: Nach dem Drängen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach schnellen Corona-Auffrischungsimpfungen für alle Erwachsenen erwarten die Hausärzte in NRW einen Andrang in den Praxen - und dämpfen die Erwartungen der Impfwilligen: „Natürlich wird es jetzt erneut einen Ansturm geben“, sagte der Chef des NRW-Hausärzteverbandes, Oliver Funken, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Teilweise seien in Praxen schon bis Februar keine Impftermine mehr zu bekommen. „Da die Impfstoff-Mengen in den Praxen erst im Juni/Juli ausreichend zur Verfügung standen, sind die meisten Termine für die Booster-Impfung auch erst von Januar bis März 2022. Darauf bereiten wir uns in den Praxen vor“, so Funken.

NRW-AfD setzt sich auf Besuchertribüne des Landtags wegen 3G

13.49 Uhr: Wegen der 3G-Regel im nordrhein-westfälischen Landtag hat die AfD-Fraktion die Corona-Debatte am Mittwoch von der Besuchertribüne aus verfolgt. Zur Sondersitzung des Landtags wurden erstmals nur gegen das Coronavirus geimpfte, genesene oder getestete Abgeordnete im Plenarsaal zugelassen. Die AfD-Abgeordneten nahmen auf der Tribüne Platz.

Zwar gebe es auch Geimpfte, Genesene oder Getestete in den Reihen der AfD, sagte der AfD-Abgeordnete Martin Vincentz, der seine Rede ebenfalls von der Tribüne aus hielt. „Wir lassen uns nicht teilen“, sagte er. Die AfD lasse auch nicht zu, dass die Gesellschaft in Geimpfte und nicht Geimpfte unterteilt werde. Die ungeimpften Menschen würden als die „neuen Schuldigen“ in der Pandemie dargestellt, sagte Vincentz.

Auch im Bundestag galt bereits bei der konstituierenden Sitzung Ende Oktober die 3G-Regel für das Plenum. Mehr als 20 Abgeordnete der AfD wollten dort keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorzeigen - und verfolgten die Sitzung von der Besuchertribüne aus.

Wüst: 2G-Regel gilt für Kinder nicht

12.12 Uhr: Kinder sollen in Nordrhein-Westfalen trotz der zugespitzten Corona-Lage weiterhin Zugang zu Aktivitäten im Freizeitbereich haben. Für Kinder entfalle die geplante 2G-Regel, die nicht geimpften oder genesenen Personen den Zugang verwehrt. Das sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags zu den geplanten verschärften Corona-Maßnahmen. Ziel seien so wenige Einschränkungen für Kinder wie möglich, sagte er.

Wegen stark steigender Corona-Zahlen sollen in NRW im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind, hatte Wüst am Dienstag gesagt. Geplant ist die Umsetzung in der nächsten Woche.

Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen in NRW werden erhöht

12.00 Uhr: Die Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen sollen drastisch erhöht werden. Das kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags zur Corona-Lage an. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, müsse künftig mit 150 Euro statt bisher 50 Euro Strafe rechnen. Bei gefälschten Corona-Testnachweisen werde das Bußgeld auf bis zu 5000 Euro sogar verfünffacht.

Werden Corona-Tests oder Impfnachweise bei Veranstaltungen oder in Restaurants nicht ordentlich kontrolliert, seien künftig 2000 Euro statt bisher 500 Euro fällig. Jedem müsse klar sein: „Das ist kein Spaß - hier geht es um die Gesundheit, hier geht es um das Leben von Menschen“, sagte Wüst.

Landtag verhängt erstmals 3G-Regeln für Abgeordnete

10.29 Uhr: Zur Sondersitzung des Landtags am heutigen Mittwoch (11.30 Uhr) werden erstmals nur gegen das Coronavirus geimpfte, genesene oder getestete Abgeordnete im Plenum zugelassen. Das teilte der Landtag am Mittwochmorgen mit. Wer sich als Abgeordneter der sogenannten 3G-Regel nicht fügen will, muss auf die Besuchertribüne ausweichen.

Hintergrund der Maßnahme sind die stark steigenden Zahlen der Neuinfektionen. Die Sondersitzung selbst dreht sich ebenfalls nur um Corona: Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will den Landtag über die geplanten Verschärfungen in NRW informieren. Unter anderem soll die sogenannte 2G-Regel - geimpft oder genesen - im gesamten Freizeitbereich eingeführt werden.

Im Bundestag galt bereits bei der konstituierenden Sitzung Ende Oktober die 3G-Regel für das Plenum. Mehr als 20 Abgeordnete der AfD wollten keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorzeigen - und verfolgten die Sitzung von der Besuchertribüne aus.

Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages springen in NRW auf Rekord

7.56 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages auf einen Rekordwert von 7013 neuen Fällen gesprungen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervor. Am Dienstag hatte das RKI 4230 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Seit Beginn der Pandemie hatte zuvor der höchste Wert innerhalb von 24 Stunden bei 6804 Neuinfektionen am 23. Dezember 2020 gelegen. Zudem wurden für Mittwoch 38 neue Todesfälle gemeldet.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz blieb NRW am Mittwoch aber mit 183,0 unter dem bisherigen Höchstwert, den das RKI bisher mit 192,5 für den 24. Dezember 2020 angegeben hatte. Am Dienstag waren innerhalb von sieben Tagen noch 176,6 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert worden.

NRW lag auch am Mittwoch weiter unter dem Wert für das gesamte Bundesgebiet, das nun mit 319,5 angegeben wurde.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in NRW hatten die Kreise Minden (288,5), der Oberbergische Kreis (276,4) und Leverkusen mit 262,3. Am niedrigsten war der Wert im Kreis Coesfeld (93,8).

Land NRW räumt Anlaufprobleme bei Auffrischimpfungen ein

6.38 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat Anlaufschwierigkeiten bei den Auffrischimpfungen eingeräumt. Aktuell seien die Arztpraxen saisonbedingt stärker ausgelastet, vor allem durch viele Grippeschutzimpfungen und Patienten mit Infekten und Erkältungen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der „Rheinischen Post“ (Mittwoch) in Düsseldorf. Gleichwohl hätten die niedergelassenen Ärzte „ihre Aktivitäten zur Durchführung von Covid-19-Impfungen in den vergangenen Tagen und Wochen wieder deutlich ausgebaut“.

Die Zahl der gegen Corona impfenden Praxen sei wieder deutlich gestiegen. Sie liegt laut Gesundheitsministerium nun landesweit bei etwa 7000. Mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den koordinierenden Impfeinheiten sei das Land gut für die auffrischenden sogenannten Booster-Impfungen gewappnet.

Im Vergleich zu der früheren und inzwischen eingestellten Struktur mit den großen Impfzentren sei man nun „dezentraler und damit wohnortnäher organisiert“, sagte der Sprecher. „Damit ist eine für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung erforderliche Niedrigschwelligkeit sichergestellt.“

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte zuletzt beklagt, dass sich zunehmend Menschen mit Pflegebedarf meldeten, die mit den Booster-Impfungen auf das kommende Jahr vertröstet würden.

Das Ministerium wies der Zeitung zufolge darauf hin, dass die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die flächendeckende Impf-Auffrischungen von Personen ab 70 Jahren sowie für mit Johnson&Johnson geimpfte Menschen erst seit „vergleichsweise kurzer Zeit“ vorliege. Die Vorläufe für die Bestellungen der Impfstoffe betrug bislang 14 Tage. Es sei daher nicht möglich gewesen, unmittelbar auf die durch die Stiko-Empfehlung ausgelöste starke Nachfrage zu reagieren.

Weihnachtsmärkte – Diese NRW-Städte wollen Maskenpflicht in Innenstädten

15.35 Uhr: Die Städte Duisburg und Bonn wollen angesichts des Besucheransturms zu ihren Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für die Innenstadt anordnen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Corona-Pandemie werde gerade mit dem NRW-Gesundheitsministerium abgestimmt, sagte eine Stadtsprecherin am Dienstag in Duisburg. Wenn das Ministerium zustimmt, solle die Maskenpflicht bereits am kommenden Wochenende gelten.

Der Andrang in der Innenstadt sei erwartbar groß, da werde es schwierig, den nötigen Abstand zu halten, begründete die Sprecherin den Schritt, den der Duisburger Krisenstabsleiter Martin Murrack am Vortag angekündigt hatte.

In Bonn hatte die Stadt ebenfalls bereits eine Maskenpflicht angekündigt. Auch dort muss das Ministerium aber noch zustimmen. Der Weihnachtsmarkt öffnet in Bonn an diesem Mittwoch (17.11.). 

Ministerpräsident Wüst will Corona-Regeln in NRW verschärfen

14.39 Uhr: Hendrik Wüst will die Corona-Regeln im Freizeitbereich verschärfen. Das teilte der NRW-Ministerpräsident am Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz mit. Die Maßnahmen sollen flächendeckend mit der 2G-Regel umgesetzt werden, etwa in der Gastronomie. In besonders kritischen Bereichen soll sogar die 2G-Plus-Regel gelten – Clubs und Karnevalssitzungen nannte Wüst als Beispiel. 2G-Plus bedeutet, dass auch Geimpfte und Genese einen negativen Coronatest vorlegen müssen.

Joachim Stamp ergänzte, dass NRW eine gesonderte Regel für Kinder und Jugendliche umsetzen will: „Wir werden Kinder und Jugendliche schonen, Kita- und Schulschließungen sind keine Option“, so der Vize-Ministerpräsident. Dabei helfen soll neben der Impfung auch eine gesteigerte Zahl an Tests.

Wüst und Stamp appellierten außerdem erneut an NRW-Bürgerinnen und -Bürger sich impfen zu lassen. Wüst dankte dem medizinischen Personal für den Einsatz auf Intensivstationen und Krankenhäusern.

Hier lesen Sie, welche Regeln in NRW eingeführt werden sollen.

Lolli-Tests in NRW sollen schneller Ergebnisse liefern 

13.44 Uhr: Die Corona-Checks mit den PCR-Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen sollen schneller Ergebnisse für einzelne Schulkinder und direkte Informationen an die Eltern liefern. Deshalb sollen die Schüler dieser Einrichtungen ab dem 10. Januar 2022 jeweils zwei statt bisher nur eine Speichelprobe abgeben, teilte das NRW-Schulministerium am Dienstag in einer Mail an die Schulen mit. Falls bei der gebündelten Analyse der Proben ganzer Lerngruppen ein positives Ergebnis festgestellt werde, könnten dann im Labor noch am selben Tag die Einzelproben untersucht werden. Bisher waren erneute Testungen zu Hause am Folgetag erforderlich.

Außerdem sollen die Eltern direkt vom Labor per SMS oder Mail benachrichtigt werden, wenn der Einzeltest ihres Kindes positiv ausgefallen ist. Die Ergebnisse lägen um 6 Uhr am Tag nach der Testung vor. Die Schule werde zwar ebenfalls informiert, müsse aber nicht mehr die Meldekette in Gang setzen, erläuterte das Ministerium. Im Fall eines positiven Testergebnisses müssten sich Eltern und Kinder unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Alle negativ getesteten Schüler könnten ohne Quarantäne weiter zur Schule gehen. Für das neue System sei eine Registrierung der Schüler mit den Kontaktdaten der Eltern nötig. Dies soll bis Monatsende an den Schulen erfolgt sein.

Warnstreiks an Unikliniken haben begonnen

An den Unikliniken in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen erneut Mitarbeiter in den Warnstreik getreten. Die Aktionen hätten mit der Frühschicht begonnen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. „Das läuft jetzt alles nach und nach an“, sagte sie. Geplant waren auch Demonstrationen.

Insgesamt waren rund 2000 Tarifbeschäftigte an den Kliniken dazu aufgerufen worden, ihre Arbeit niederzulegen. Beteiligen wollten sich Beschäftigte der sechs großen Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. Schon beim ganztägigen Warnstreik in der vergangenen Woche hatten etwa 2000 Uniklinik-Mitarbeiter vorübergehend die Arbeit niedergelegt.

Einige der Unikliniken hatten angekündigt, Operationen, bei denen dies medizinisch vertretbar sei, zu verschieben. Ein Sprecher der Klinik in Essen erwartete vorab „erhebliche Einschränkungen in der Patientenversorgung“, weil OPs abgesagt und viele ambulante Termine verschoben werden müssten. Für Notfälle sei man aber gerüstet.

Corona-Neuinfektionsrate steigt deutlich

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Dienstag bei 176,6. Am Tag zuvor hatte der Wert bei 167,0 gelegen. NRW lag damit allerdings weiterhin deutlich unter dem für das ganze Bundesgebiet berechneten Wert von 312,4.

Für NRW meldeten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 4230 neue Covid-19-Fälle. Den Angaben zufolge kamen auch 52 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Virusinfektion hinzu. Die höchste sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wurde für Leverkusen mit 268,4 gemeldet, gefolgt von den Kreisen Gütersloh (256,6) und Minden-Lübbecke (254,3). Am niedrigsten war der Wert mit 82,9 im Kreis Coesfeld.

Laumann: 3G in Bussen und Bahnen macht nur bundesweit Sinn

Angesichts der Pläne der künftigen Ampelkoalitionäre, 3G in Bussen und Bahnen einzuführen, mahnt Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zu bundesweit einheitlichen Regelungen. „Grundsätzlich ist der Verkehr durch eine flächendeckende Maskenpflicht bereits gut abgesichert“, sagte Laumann „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Der Verkehr macht aber vor Bundesländergrenzen keinen Halt. Deswegen ist 3G in diesem Bereich dann wirklich effektiv, wenn alle Bundesländer an einem Strang ziehen und bundesweit einheitlich agieren“, betonte er.

Laumann stellte die Frage, wie im Fernverkehr denn andernfalls 3G kontrolliert werden solle, wenn teilweise innerhalb von wenigen Minuten Bundesländergrenzen überquert werden, in denen im Zweifel unterschiedliche Regelungen gelten. „Das wäre nicht praxistauglich.“ SPD, Grüne und FDP wollen 3G in Bussen und Bahnen einführen. Nur wer genesen, geimpft oder getestet ist, darf laut den Plänen mitfahren.

Inzidenz in NRW steigt auf 167 – Bundesschnitt deutlich höher

Die Corona-Inzidenz steigt auch in Nordrhein-Westfalen weiter, dabei geht es aber nicht so steil nach oben wie im Bundesschnitt. Binnen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter in NRW 167 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montagmorgen hervorging. Am Sonntag hatte der Wert für das bevölkerungsreichste Bundesland bei 162,6 gelegen und am Montag vor einer Woche bei 123,2. Der Bundesschnitt betrug am Montag 303 (Vortag: 289), besonders hoch war die Inzidenz in Sachsen (754,3).

Für NRW meldeten die Gesundheitsämter binnen eines Tages zuletzt 2179 Covid-19-Fälle, zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit der Virusinfektion. Die höchste Inzidenz wurde für den Kreis Gütersloh mit 265,9 gemeldet, gefolgt von Leverkusen (249,5).

Auch die Karnevalshochburgen Köln (245,7) und Düsseldorf (211,9) lagen über 200. Am 11.11. hatten dort zahlreiche Menschen gemeinsam den Beginn der Karnevalssession gefeiert. Bilder von den Menschenmengen hatten mitunter Unbehagen ausgelöst. Die niedrigste Inzidenz in NRW wies das RKI für den Kreis Coesfeld aus, dort wurden binnen einer Woche 69,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet.

Düsseldorfer Jecken sollen auf Saalveranstaltungen verzichten

16.45 Uhr: Wegen der vierten Corona-Welle sollen die Karnevalsvereine in der Hochburg Düsseldorf im November komplett auf Saalveranstaltungen verzichten. Eine entsprechende Empfehlung sprach das Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntag an seine 70 Mitgliedsvereine in der Stadt aus. Geplante Treffen in geschlossenen Räumen sollten auf einen späteren Termin in der Session verschoben werden. Die für kommenden Freitag (19.11.) geplante Kürung des Düsseldorfer Prinzenpaars mit 1000 erwarteten Besuchern soll erst Anfang Januar stattfinden.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, sagte Comitee-Präsident Michael Laumen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und der zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems sehe man aber keine andere Möglichkeit. Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hoffte, dass es durch Booster-Impfungen und die Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Tests bis zum Januar eine andere Ausgangslage für Saalveranstaltungen gebe.

Das designierte Düsseldorfer Prinzenpaar Dirk II. und Venetia Uåsa sollte bereits vergangenes Jahr inthronisiert werden - das fiel wegen der Corona-Pandemie aus. Nun wird auch der zweite Anlauf verschoben. Beide hatten zuletzt schon Partys und Veranstaltungen mit vielen Menschen gemieden, um sich nicht vor der Kürung mit dem Coronavirus anzustecken. In Köln war der Karnevalsprinz einen Tag vor dem 11.11. positiv auf Corona getestet worden. Alle Veranstaltungen mit dem Dreigestirn der Domstadt wurden daraufhin vorerst abgesagt.

Testzentren in NRW bieten wieder kostenlose Corona-Tests an

14.30 Uhr: Um die vierte Corona-Welle einzudämmen, können sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen vielerorts wieder kostenlos auf das Virus testen lassen. Zahlreiche Testzentren haben Verordnungen von Bund und Land innerhalb weniger Stunden umgesetzt und schon am Samstag wieder kostenlose Bürgertests angeboten. Mit ihnen sollen Ansteckungen frühzeitig erkannt und die Ausbreitung des Virus verhindert werden.

In einer kurzfristig veröffentlichten Test-Verordnung des NRW-Gesundheitsministeriums heißt es, dass sich jeder Bürger „mindestens einmal pro Woche“ kostenlos in einem Testzentrum auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus untersuchen lassen kann. Das Angebot gilt unabhängig davon, ob man geimpft oder genesen ist. In den vergangenen Wochen mussten Menschen bezahlen, wenn sie sich in einem der Testzentren auf das Coronavirus untersuchen lassen wollten.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die deutschlandweite Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Tests erst am Freitag bekanntgegeben. Betreiber von Testzentren beklagten, dass ihnen am Samstag noch keine Garantie für die Kostenübernahme vorgelegen habe. „Ohne Bestätigung arbeite ich heute auf eigenes Risiko“, sagte der Kölner Testzentrum-Betreiber Norbert Hasbach dem „Express“.

Corona-Inzidenz in NRW steigt langsamer als bundesweit

10.30 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Fälle steigt in Nordrhein-Westfalen weiter an - bleibt aber noch immer deutlich hinter der bundesweiten Entwicklung zurück. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut eine Sieben-Tage-Inzidenz von 159,8. Am Tag zuvor lag dieser Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen noch bei 157,0, vor einer Woche bei 112,7. Bundesweit stieg die Inzidenz am Samstag auf 277,4.

Für NRW meldeten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 4885 neue Infektionen und 35 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

Die höchste Inzidenz wurde für den Kreis Leverkusen mit 252,0 gemeldet, gefolgt von Minden-Lübbecke (245,6) und Gütersloh (245,1). Auch die beiden nordrhein-westfälischen Karnevalshochburgen, in denen am 11.11. viele Menschen zum Feiern zusammengekommen waren, lagen weit über dem Durchschnitt: Köln hatte laut RKI eine Inzidenz von 213,9, Düsseldorf von 199,0.

Nur der Kreis Coesfeld blieb mit 71,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche noch unter der Marke von 100 – knapp darüber war der Kreis Olpe (102,0). 

13.07 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält Karnevalfeiern angesichts der Corona-Impfungen und 2G-Veranstaltungen in den rheinischen Hochburgen für vertretbar. „Wir wollen den Karneval nicht verbieten“, sagte Laumann am Freitag in Düsseldorf. Der Unterschied zur Session des Vorjahres sei, dass 85 Prozent der Menschen über 18 Jahre geimpft seien. Auch die Auffrischungsimpfungen kämen voran. Außerdem seien 2G-Veranstaltungen möglich.

Nachdem unter anderem in Köln Zehntausende Menschen auf den Straßen und in Kneipen den 11.11. gefeiert hatten, war eine Debatte über den traditionelle Sessionsauftakt aufgekommen.

08.55 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfahlen ist im Vergleich zum Vortag erneut leicht angestiegen. Sie liegt am Freitag bei 157 (Vortag 154,3).

Das Robert Koch-Institut verzeichnet 5865 Neuinfektionen und 21 neue Todesfälle. In Gütersloh ist die Inzidenz mit einem Wert von 257,1 aktuell am höchsten. Am niedrigsten ist die Inzidenz weiterhin im Kreis Coesfeld, trotz eines Anstiegs auf 74,8 (Vortag 72,0).

Die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt wie viele Menschen im Schnitt pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen Corona ins Krankenhaus kommen, bleibt mit 3,56 auf nahezu gleichem Niveau (Vortag 3,6). Der Anteil der Covid-Patienten an betreibbaren Intensivbetten in NRW beträgt aktuell 8,76 Prozent (Vortag: 8,43). (Daten: Robert Koch-Institut/ LZG NRW)

7-Tage-Inzidenz klettert auf 154,3

13.09 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfahlen ist im Vergleich zum Vortag weiter angestiegen. Sie liegt am Donnerstag bei 154,3 (Vortag 147,9).

Das Robert Koch-Institut verzeichnet 6073 Neuinfektionen und 22 neue Todesfälle. In Leverkusen ist die Inzidenz mit einem Wert von 250,1 aktuell am höchsten. Am niedrigsten ist die Inzidenz weiterhin im Kreis Coesfeld, trotz eines Anstiegs auf 72,0 (Vortag 67,5).

Die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt wie viele Menschen im Schnitt pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen Corona ins Krankenhaus kommen, wächst leicht auf 3,6 an (Vortag 3,54). Der Anteil der Covid-Patienten an betreibbaren Intensivbetten in NRW beträgt aktuell 8,43 Prozent. (Daten: Robert Koch-Institut/ LZG NRW)

Inzidenz in NRW fast bei 150 – Mehr als 5000 Neuinfektionen

07.47 Uhr: In der Corona-Pandemie steigt die Inzidenz auch in Nordrhein-Westfalen weiter stark an und liegt am Mittwoch bei 147,9 (Vortag: 130). 

5508 Neuinfektionen kamen hinzu, zudem wurden 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. In Minden-Lübbcke ist die Inzidenz mit 252,4 derzeit am höchsten, auch in Leverkusen und Gütersloh lag sie über 200. In Coesfeld ist die Inzidenz aktuell weiter am niedrigsten und liegt bei 67,5.

Die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt wie viele Menschen im Schnitt pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen Corona ins Krankenhaus kommen, liegt bei 3,54. Der Anteil der Covid-Patienten an betreibbaren Intensivbetten in NRW beträgt aktuell 8,37 Prozent. (Daten: LZG NRW, Stand: 10. November, 00.00 Uhr)

Wüst bleibt bei Maskenfreiheit im Unterricht

17.03 Uhr: Trotz Kritik aus Eltern-, Schüler-, Lehrer- und Ärzteschaft sowie steigenden Corona-Zahlen hält die Regierung in Nordrhein-Westfalen an der Maskenfreiheit im Unterricht fest. Das Landeskabinett habe keine Aufhebung der Maßnahme erwogen, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag nach der Sitzung in Düsseldorf.

In NRW ist die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht am 2. November gefallen. Die Regierung habe mit ihren vielen regelmäßigen Corona-Tests in den Klassen „sehr, sehr viel Sicherheit um diese Entscheidung rumgepackt“, sagte Wüst. „Wir haben uns das nicht irgendwie leicht gemacht.“ In den Schulen gebe es „kein außergewöhnliches Infektionsgeschehen“.

Wüst: Landesweit mindestens 3Gplus bei Karneval im Saal

16.50 Uhr:  Bei Karnevals-Saalveranstaltungen will Nordrhein-Westfalen landesweit als Mindestschutz eine „3Gplus“-Regel verbindlich einführen. Das bedeutet, dass nur geimpfte, genesene oder Personen mit bestimmten negativen Corona-Tests zugelassen werden, erläuterte der neue nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag. Möglich sei entweder ein maximal sechs Stunden alter Schnelltest oder ein höchstens 24 Stunden alter PCR-Test. „So schaffen wir ein Stück mehr Sicherheit auch da, wo man sich zu freiwilligen Regelungen nicht durchringen konnte“, sagte Wüst.

Mit Blick auf den Karnevalsauftakt am 11. November (Donnerstag) hätten Düsseldorf und Köln als Karnevalshochburgen bereits entschieden, öffentliche Feiern auf Geimpfte und Genesene (2G) zu beschränken, sagte Wüst. Das begrüße er sehr. Generell prüfe das Land derzeit flächendeckende 2G-Regeln im Freizeitbereich, wie sie in anderen Ländern auch bereits gelten.

Wüst für kostenlose Schnelltests

16.12 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert wieder kostenlose Corona-Schnelltests, mindestens für Geimpfte und Genesene. Außerdem müsse es Wiederauffrischungsimpfungen geben. Für die gesamte Bevölkerung seien niedrigschwellige Impfangebote nötig, sagte Wüst am Dienstag in Düsseldorf. Das könnten zum Beispiel Impf-Busse sein oder Angebote an U-Bahnstationen.

Wüst will Bund-Länder-Verständigung für 2G im Freizeitbereich

16.03 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) plädiert für eine 2G-Regelung im Freizeitbereich, also Zugangsbeschränkungen für alle, die nicht geimpft oder genesen sind. Er wünsche sich dazu eine gemeinsame Verständigung von Bund und Ländern, sagte Wüst am Dienstag in Düsseldorf. Am besten sei eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch in dieser Woche. Wüst ist derzeit Vorsitzender der MPK. Eine bundesweite Einigung sei für NRW aber keine Voraussetzung zu handeln, stellte Wüst klar. Wenn das nicht gelinge, werde NRW seine Planungen für 2G forcieren.

Inzidenz steigt in NRW auf 130

08.03 Uhr: In der Corona-Pandemie steigt die Inzidenz auch in Nordrhein-Westfalen weiter an. Pro 100 000 Einwohner meldeten die Gesundheitsämter in dem Bundesland binnen sieben Tagen 130,0 Neuinfektionen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Dienstag hervorging. Am Montag hatte der Wert 123,2 betragen.

2229 gemeldete Neuinfektionen kamen am Dienstag hinzu, 36 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. In Minden-Lübbcke war die Inzidenz mit 258,5 besonders hoch, auch in Leverkusen und Gütersloh lag sie über 200. In Coesfeld betrug der Wert dagegen nur 55,3.

Ministerium: Schulen sollen Corona-Tests für Januar bunkern 

16.08 Uhr: Die weiterführenden Schulen in NRW sollen für Januar vorsichtshalber Vorräte an Corona-Schnelltests anlegen. Das hat das Schulministerium in einer Mail an alle Einrichtungen angekündigt. Hintergrund: Der aktuelle Vertrag mit dem Lieferanten läuft zum Jahresende aus und man brauche zur Sicherheit einen Puffer.

Konkret geht es laut der Mail an die Schulen um die drei Wochen nach den Weihnachtsferien bis Ende Januar: „Um jegliche Risiken von Versorgungsengpässen, die durch einen Anbieterwechsel entstehen könnten, auszuschließen“, sollen die Schulen jetzt schon mehr Tests bestellen als sie brauchen. Dafür dürfen die Einrichtungen das anderthalbfache Wochenkontingent ordern - bis sie genug Schnelltests auf Lager haben.
Damit alles klappt, werde es Stichproben bei den Bestellungen geben, so das Ministerium. Die sogenannten Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen sind von dem Notvorrat nicht betroffen.

Inzidenz klettert auf 123,2

15.02 Uhr: In der Corona-Pandemie steigt die Inzidenz auch in Nordrhein-Westfalen weiter an. Pro 100 000 Einwohner meldeten die Gesundheitsämter in dem Bundesland binnen sieben Tagen 123,2 Neuinfektionen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Montagmorgen hervorging. Am Vortag hatte der Wert 120,3 betragen und am Montag vor einer Woche 111,2. Der aktuelle Bundesschnitt lag mit 201,1 deutlich höher als der Wert für NRW.

1369 gemeldete Neuinfektionen kamen am Montagmorgen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland hinzu, fünf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. In Minden-Lübbcke war die Inzidenz mit 219,8 besonders hoch, auch in Leverkusen lag sie mit 201,9 über 200. In Coesfeld betrug der Wert hingegen nur 40,3.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag bei 2,91 und damit fast unverändert wie am Vortag (2,90): So viele Menschen kamen also im Schnitt pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen Corona ins Krankenhaus. Insgesamt lagen 1549 Covid-19-Patienten in NRW in den Kliniken und damit 30 weniger als einen Tag zuvor. 422 Menschen waren als Folge einer Corona-Infektion auf der Intensivstation, das waren neun weniger als am Sonntag bekannt. (dpa)

Deutlich weniger Coronatests seit Oktober

14.47 Uhr: Mit Inkrafttreten der Kostenpflicht im Oktober, ist die Anzahl der Coronatests bis heute massiv eingebrochen. In Nordrhein-Westfalen werden aktuell nur rund ein Zehntel der Testungen durchgeführt wie zu Spitzenzeiten Mitte August. Das geht aus exklusiven Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, berichtet das Nachrichtenportal nw.de der  „Neuen Westfälischen“.

Corona-Inzidenz-Wert klettert in NRW auf 112,7

12.51 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist in Nordrhein-Westfalen am Samstag auf 112,7 gestiegen. Das hat das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Am Vortag hatte die Kennziffer noch bei 106,8 gelegen.

Bundesweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 183,7 und lag damit noch deutlicher über dem NRW-Niveau. Laut RKI gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 4319 neue Covid-19-Fälle binnen 24 Stunden. Das waren weniger als am Vortag. 26 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus (Vortag: 22).

Spitzenreiter im Land ist weiterhin der Landkreis Minden-Lübbecke, wo die Inzidenz von 212,1 auf 219,8 anstieg. In Gütersloh ging sie leicht zurück auf 154,9, in Leverkusen stieg sie auf 176,3.

Wegen Corona-Pandemie weniger Häftlinge in NRW-Gefängnissen

12.40 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Strafgefangenen in Nordrhein-Westfalen zurückgegangen. Ende März 2021 saßen rund 13 600 Gefangene in den Justizvollzugsanstalten, 4,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag mit. Nur 6,3 Prozent der Inhaftierten waren Frauen.

Das Land hatte Gefangenen in bestimmten Fällen Strafunterbrechungen und Strafaufschübe gewährt, um die Corona-Ansteckungsgefahr in den Haftanstalten zu verringern.

NRW-Schulministerin verteidigt Maskenfreiheit im Unterricht

11.47 Uhr: Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat das umstrittene Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht als „richtige Entscheidung“ verteidigt. Die Schulen seien weiterhin sichere Orte, das dortige Infektionsgeschehen stabil, sagte die Ministerin am Freitag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags.

Eine Umfrage in allen Universitätskliniken Nordrhein-Westfalens habe ergeben, dass sich - Stand Donnerstag - kein einziger Minderjähriger im Alter von fünf bis 18 Jahren in stationärer intensivmedizinischer Behandlung befunden habe. Zuvor hatten SPD und Grüne das Aufheben der Maskenpflicht am Sitzplatz seit Ende der Herbstferien am vergangenen Dienstag angesichts steigender Neuinfektionszahlen als verantwortungslos kritisiert.

Gebauer hielt dagegen, die aktuelle Lage sei nicht mit dem Beginn der Pandemie zu vergleichen. Inzwischen seien über 90 Prozent der Lehrkräfte in NRW und die Hälfte der 12- bis 17-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Zudem teste kein anderes Bundesland in seinen Schulen so intensiv, anlasslos und professionell mit modernsten Methoden. Angesichts der vielfältigen Schutzmaßnahmen wirkten Schulen keinesfalls als Treiber der Pandemie, sondern „eher als Bremsscheiben“. Die Pandemie sei vor allem auch „eine Pandemie der ungeimpften Erwachsenen“, zeige aber kaum schwere Infektionen bei Kindern und Jugendlichen.

Corona-Inzidenz in NRW wieder dreistellig

11. 10 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist in Nordrhein-Westfalen wieder auf einen dreistelligen Wert gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 106,8. Am Vortag hatte die Kennziffer noch bei 96,5 gelegen. Bundesweit liegt die Corona-Inzidenz mit 169,9 weiterhin deutlich über dem NRW-Wert.

Laut RKI gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 5554 neue Covid-19-Fälle binnen 24 Stunden. 22 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Spitzenreiter im Land ist weiterhin der Landkreis Minden-Lübbecke, wo die Inzidenz von 209,2 am Vortag auf nun 212,1 wuchs. Auch Gütersloh (160,1) und Leverkusen (157,4) liegen über der 150er Marke. Köln verzeichnet als größte NRW-Stadt eine Inzidenz von 148,4. Am niedrigsten war der Wert im Landkreis Coesfeld mit 52,6. Von den 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag keine mehr unter 50.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten steigt ebenfalls weiter. Laut NRW-Gesundheitsministerium wurden 1518 erkrankte Menschen wegen Corona in den Hospitälern behandelt. 404 Personen davon mussten intensivmedizinisch versorgt werden, 239 sogar mit Beatmung.

Mehr als 40 Prozent der Infektionen in Düsseldorf sind Impfdurchbrüche

12.56 Uhr: In der Landeshauptstadt Düsseldorf liegt der Anteil von Impfdurchbrüchen bei den Neuinfektionen bei 43,6 Prozent. Diese Zahl nannte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Laut Stadtdirektor Burkhard Hintzsche haben mehr als 476 000 Menschen in Düsseldorf bereits den kompletten Impfschutz - bei knapp 620 000 Einwohnern. Die Zahl der Neu-Impfungen bleibe konstant auf hohem Niveau. Die Zahl der Booster-Impfungen sei aber viel zu gering, so Hintzsche. Düsseldorf betreibt bereits seit Juli zwei kleinere Impfzentren und Impf-Mobile.

OB Keller sagte, das Schutzniveau dürfe auf keinen Fall sinken. Er halte den Wegfall der Maskenpflicht an Schulen für „zu früh“. Er forderte das Land auf, die 2G-Regel für Freizeitangebote „konsequent“ einzuführen. In Düsseldorf gilt sie bereits für alle städtischen Veranstaltungen und kulturelle Einrichtungen. Zum Thema Karneval betonte Keller, dass dort weitgehend 2G gelten werde - was sehr gut angenommen werde. Viele Veranstaltungen seien bereits ausgebucht.

Corona-Inzidenz mit 96,5 in NRW fast unverändert

08.07 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist in Nordrhein-Westfalen nahezu stabil. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 96,5 und damit nur einen leichten Anstieg von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vortag (96,2), als wegen des Feiertags mutmaßlich weniger Fälle an die Gesundheitsämter gemeldet worden waren. Bundesweit liegt die Corona-Inzidenz am Donnerstag mit 154,5 weit über dem NRW-Wert.

Bis zum Feiertag (1. November) war der Inzidenzwert in NRW seit Mitte Oktober kontinuierlich angestiegen. Laut RKI gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 4542 neue Covid-19-Fälle binnen 24 Stunden. 26 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Spitzenreiter im Land ist weiterhin der Landkreis Minden-Lübbecke, wo die Inzidenz auf 209,2 (Vortag: 190,5) stieg. Nur Leverkusen (150,7) liegt noch über der 150er-Marke. Köln verzeichnet als größte NRW-Stadt eine Inzidenz von 134,0. Am niedrigsten war der Wert im Landkreis Coesfeld mit 36,7.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten steigt dagegen weiter. Laut NRW-Gesundheitsministerium wurden mit Stand vom Mittwoch 1435 erkrankte Menschen wegen Corona in den Hospitälern behandelt - über 100 mehr als noch am Dienstag. 393 Personen davon mussten intensivmedizinisch versorgt werden, 219 sogar beatmet.

NRW-Polizei erkennt erste Corona-Erkrankungen als Dienstunfall an

07.55 Uhr: Bei der NRW-Polizei sind rund 20 Corona-Infektionen als Dienstunfälle anerkannt worden. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage. Nach dpa-Informationen liegen noch mehr als 200 weitere Anträge vor. In jedem einzelnen Fall muss das Land prüfen, ob der Polizist oder die Polizistin sich im Dienst mit Covid-19 infiziert hat.

Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind die anerkannten Fälle eine wichtige Nachricht: Denn wenn die Infektion als Dienstunfall anerkannt wird, muss das Land laut der Gewerkschaft alle ärztlichen Folgemaßnahmen übernehmen – bei einem hohen Standard. Das ist dann so wie bei einem Arbeitsunfall in der freien Wirtschaft, bei dem die Berufsgenossenschaft (BG) einspringt.

Die GdP unterstützt in Niedersachsen zurzeit zwei Musterprozesse, bei denen Polizisten vor Gericht die Anerkennung ihrer Corona-Erkrankung als Dienstunfall erreichen wollen. Das Problem: Betroffene Polizisten müssen die Kausalität zwischen Krankheit und Dienst selbst nachweisen. Für GdP-Landeschef Michael Mertens haben die Entscheidungen in NRW daher „Leuchtturmcharakter für ganz Deutschland“, wie er der dpa sagte.

Hendrik Wüst fordert entschlossenes Handeln im Kampf gegen Pandemie

10.45 Uhr: Der neue NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat in seiner ersten Regierungserklärung am Mittwochvormittag darauf hingewiesen, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei und ein ein entschlossenes und zielgerichtetes Handeln nötig sei, um diese weiter zu bekämpfen. „Wir müssen alles tun, um Ungeimpfte von der Sicherheit der Impfung zu überzeugen und Geimpfte durch Boosterimpfungen weiter schützen“, so Wüst in seiner Rede.

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen hat Hendrik Wüst eine abgestimmte Strategie von Bund und Ländern gefordert. Als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz halte er es für geboten, dass die Regierungschefinnen und -chefs der Länder „zu einer gemeinsamen Einschätzung“ der Lage kämen und ihr Handeln untereinander und mit der Bundesregierung abstimmten, sagte Wüst weiter. Grundlage dafür seien die Beratungen der Gesundheitsminister am Donnerstag und Freitag.

Inzidenz in NRW geht leicht zurück

08.27 Uhr: Die Corona-Inzidenzzahlen sind in Nordrhein-Westfalen leicht zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwochmorgen 96,2 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Am Vortag waren es noch 106,9.

Allerdings sind wegen des Feiertags Allerheiligen am Montag verzögerte Meldungen bei den Gesundheitsbehörden und Nachmeldungen in den Folgetagen möglich. Bis zum Feiertag war der Inzidenzwert in NRW seit Mitte Oktober kontinuierlich angestiegen. Am Mittwoch vor einer Woche lag er noch bei 79,2.

1908 Menschen infizierten sich nach den Angaben vom Mittwoch neu mit der Krankheit, 35 neue Todesfälle verzeichneten die Gesundheitsämter.

Spitzenreiter bei den Infektionszahlen in NRW ist Minden-Lübbecke mit 190,5, die größte Stadt des Landes Köln verzeichnet mit einer Inzidenz von 136,6 den dritthöchsten Wert im Land. Am Ende der Aufstellung stehen Wesel am Niederrhein (54,8) und das westfälische Coesfeld (47,6).

Zur Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten gab es am Mittwochmorgen noch keine neue Angaben. Laut Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums vom Vortag wurden am Dienstag 1327 Covid-Patienten behandelt, 39 mehr als noch vergangenen Freitag. 362 davon lagen auf Intensivstationen, wovon wiederum 228 beatmet wurden. (dpa, red)