Germany

Corona-Inzidenz sinkt weiter — doch Weltärztechef warnt wegen Delta-Mutante vor zu schnellen Lockerungen

Das RKI registriert weniger Corona-Ansteckungen in Deutschland. Der Anteil der Delta-Variante steigt jedoch. Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery ist besorgt. Der News-Ticker.

Berlin - Ein erfreulicher Trend: Nur noch bei 10,3 liegt aktuell die bundesweite 7-Inzidenz bei den Corona-Infektionen. Vor einer Woche lag sie noch bei 18,6.

Das RKI meldete am Freitagmorgen 1076 registrierte Neuansteckungen sowie 91 weitere Todesfälle an oder mit Covid-19. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es noch 2440 Neuansteckungen und 102 neue Todesfälle. Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnt indes vor zu raschen Lockerungsschritten in Deutschland. Grund ist die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante des Erregers. Es sei zu erwarten, dass sie sich hierzulande noch schneller ausbreite als die anderen bisherigen Formen des Virus, sagte Montgomery den Funke-Zeitungen vom Freitag.

Solange noch nicht genügend Menschen eine Impfung* erhalten hätten, müssten die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden.

Corona in Deutschland: Weltärztechef plädiert für längere Maskenpflicht

FFP2-Masken* sollten Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen unbedingt weiterhin getragen werden, sagte der Präsident des Weltärtzebundes. Die Bundesländer sollten jetzt prüfen, ob die von ihnen angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen. Sie sollten „die politische Größe haben, angekündigte Lockerungen wieder zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen durch die Delta-Variante wieder steigen sollten“.

Montgomery verwies auf das Beispiel Großbritannien, wo die Regierung wegen der Delta-Ausbreitung geplante letzte Lockerungen um vier Wochen verschoben hat. Trotz der Impffortschritte in dem Land lässt die Mutante derzeit die Infektionszahlen wieder hochschießen. Am Donnerstag verzeichneten die dortigen Behörden erstmals seit Ende Februar wieder mehr als 10.000 Fälle an einem Tag.

Weltärztechef warnt vor Delta-Mutante – deutsche Amtsärzte fordern mehr Personal

Montgomery bezeichnete es als „das Tückische“ der zuerst in Indien entdeckten Delta-Mutante, „dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit Andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben“.

Die deutschen Amtsärzte mahnten angesichts der Delta-Variante mehr Tempo beim Ausbau der Gesundheitsämter an. „Wir müssen den Anteil der Delta-Variante an den Neuinfektionen sehr gut beobachten“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Funke-Zeitungen. Dazu sei unter anderem mehr Personal in den Gesundheitsämtern notwendig.

RKI-Zahlen zur Delta-Mutante in Deutschland: Anteil von mehr als sechs Prozent

Teichert verwies darauf, dass im Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst vereinbart worden sei, bis Jahresende in den Gesundheitsämtern 1500 neue Stellen für medizinisches Fachpersonal zu schaffen. Ein Großteil dieser Stellen sei aber noch nicht besetzt.

Nach den jüngsten RKI-Daten lag der Anteil der Delta-Variante an allen genauer untersuchten Corona-Infektionen in Deutschland in der 22. Kalenderwoche bei 6,2 Prozent. In der Vorwoche waren es lediglich 3,7 Prozent gewesen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Football news:

Medaillenrekord für Olympia 2020: Die Briten haben Russland noch überholt, und China hat mit Gold den sechsten Platz belegt. Der 12. Tag der Olympischen Spiele 2020 hat Russland das erwartete Gold im Synchronschwimmen beschert, aber den fünften Platz in der Medaillenwertung beraubt
PSG wollen die wenigsten als Champions-League-Sieger sehen. Der Aufsichtsratschef der Eintracht Frankfurt, Philipp Holzer, hat über die Situation auf dem Transfermarkt gesprochen
Ronaldo spielt gegen Barcelona im Joan Gamper Cup
Calvin Phillips über das Knie: Erinnerung daran, dass Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft hat
Monaco unterzeichnete den besten AZ-Torschützen Miron Boadu
Die Bayern sind für Danilo Interessant. Juventus verlangte 30 Millionen Euro, der FC Bayern Interessierte sich für Juventus-Verteidiger Danilo. Der FC Turin fordert für den 30-Jährigen 30 Millionen Euro. Im Moment ist der FC Bayern nicht bereit, den Brasilianer zu einem solchen Preis zu kaufen. Optionen, die seitens des Münchner Vereins angeboten wurden, lehnte Juventus ab. Der FC Bayern will im Sommer-Transferfenster die rechte Abwehrseite verstärken. Die Nominierung von Danilo würde den neuen Cheftrainer der Mannschaft, Julian Nagelsmann, inszenieren. Der deutsche Verein will einen Fußballer auf diese Position bringen, der sich durch Erfahrung und Zuverlässigkeit auszeichnet. Doch Juventus will Danilo jetzt nicht verkaufen. Und der mit 30 Millionen Euro dotierte Preis passt dem FC Bayern nicht. In diesem Zusammenhang sind die Verhandlungen vorerst ausgesetzt
Thiago kam in Liverpool an, ohne sich von seiner Verletzung zu erholen