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Corona-Protest in Sachsen: Demonstranten „spazieren“ trotz Verbot durch die Städte

Auch am Freitagabend fand wieder ein nichtgenehmigter Aufzug in Sachsen statt. In Freiberg trafen sich abermals hunderte „Spaziergänger“.

Gegen die Corona-Maßnahmen in Deutschland formiert sich Widerstand. In mehreren sächsischen Städten treffen sich hunderte Demonstranten zu unerlaubten Versammlungen.

 In Freiberg versammelten sich trotz Kontrollen an den Zufahrtsstraßen und Polizeipräsenz in der Stadt bis zu 700 Menschen zu einem „Spaziergang“ gegen die Corona-Beschränkungen. 30 Personen drohe nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro, wie die Polizei mitteilte. Wegen der dramatischen Corona-Lage im Freistaat sind gemäß der sächsischen Corona-Notfallverordnung derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt – und diese auch nur an einem festen Ort.

Gegen 17.45 Uhr habe sich eine mittlere zweistellige Anzahl von Teilnehmern am Albertpark versammelt, heißt es in der Meldung der Polizei. „Die Polizisten sprachen diese an und wiesen sie auf die geltenden Beschränkungen, die sich aus der Sächsischen Corona-Notfallverordnung ergeben, hin.“ Ungeachtet dessen hätten sich einige von ihnen gegen 18 Uhr in Bewegung gesetzt und seien über die Gehwege in Richtung Bahnhof gelaufen. 

Gegen 18.15 Uhr stoppten die Einsatzkräfte den Aufzug und umschlossen die Teilnehmer, wie es weiter hieß. In Chemnitz zählte die Polizei rund 300 Teilnehmer. Linke Gegendemonstranten versuchten, den Aufzug zu stoppen, so die Presseagentur EPD.

Corona-Protest: Fackelaufmarsch vor Haus von Ministerin in Sachsen

Unter den Protestierenden, die mit Fackeln vor das Haus von Petra Köpping gezogen waren, befanden sich offenbar Sympathisanten der rechtsextremen Organisation „Freie Sachsen“. Das berichtet Spiegel Online. Die Polizei in Sachsen erwartet auch in den kommenden Tagen Corona-Proteste. Vor allem in Dresden werden am Montag auf einer Corona-Demonstration vor dem Landtag zahlreiche Teilnehmende erwartet. Die Polizei rechnet mit einem Großeinsatz.

Corona-Proteste: Fackelaufmarsch vor dem Haus von Petra Köpping in Grimma

Grimma - In Sachsen wird Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD*) zum Ziel einer Gruppe aufgebrachter Demonstranten. Im dortigen Grimma sind rund 30 Menschen mit Fackeln ausgestattet vor das Haus der 63 Jahre alten Politikerin gezogen. Laut Angaben der Polizei hätte sich die Gruppe am Freitagabend „laut rufend mit Trillerpfeifen, Fackeln und Plakaten“ vor dem Haus eingefunden. Es habe sich um einen „unzulässigen Aufzug“ gehandelt. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP.

Die vor Ort befindlichen Polizeikräfte hätten daraufhin 25 Identitäten aufgenommen. Am Samstagmorgen twitterte die sächsische Polizei, man werde „alle rechtlichen Schritte sowie in Betracht kommenden Straftatbestände“ prüfen. Die Ermittlungen gegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration habe das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig übernommen.

Widerstand gegen Corona-Maßnahmen: SPD und Grüne verurteilen Fackelzug

Der noch amtierende Parteichef der SPD, Norbert Walter-Borjans, verurteilte den Aufmarsch. Auf Twitter schrieb der scheidende Parteivorsitzende, was sich vor Köppings Haus zugetragen habe, habe „mit Sorge und Freiheitsdrang nichts zu tun“. Das sei „in Art und Auftritt faschistoid“. Er sicherte der Landesministerin die volle Unterstützung der Partei zu.

Doch nicht nur in Sachsen formiert sich immer mehr Widerstand gegen die bestehenden Corona-Maßnahmen. In Frankfurt am Main hat die Querdenken-Bewegung zu einer Demonstration gegen die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vor allem für Ungeimpfte aufgerufen. Mindestens drei Gegendemonstrationen wurden in der Metropole in Hessen angemeldet.

In Berlin wurde ein Aufmarsch der Corona-Skeptiker untersagt. Eine geplante Demonstration erhielt keine Genehmigung. Ungeachtet dessen hatten mehrere Gruppen unter anderem via Telegram zur Reise nach Berlin aufgefordert.