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Corona-Variante Omikron verbreitet sich rasant: Verstörende Szenen am Flughafen in Amsterdam

Die neue Corona-Variante B.1.1.529 wurde in Deutschland festgestellt. Doch auch in anderen Ländern ist die Omikron-Mutante auf dem Vormarsch.

+++ 15.21 Uhr: Die Corona-Variante Omikron verbreitet sich in immer mehr Ländern. Inzwischen wurde sie auch in den Niederlanden nachgewiesen. Dort kam es zu verstörenden Szenen am Flughafen in Amsterdam.

Die Insassen von zwei aus Südafrika gelandeten Maschinen wurden wegen der in ihrem Abflugland zuerst festgestellten neuen Corona-Variante abgefangen und getestet. Nach Berichten von Mitreisenden dauerte es Stunden, bis überhaupt mit den Tests angefangen wurde. Die Menschen im Flugzeug wurden „von der Rollbahn in einen isolierten Raum gebracht, wo wir vier Stunden lang warteten, bevor wir getestet wurden“, sagte eine Reisende gegenüber der AFP. Auf Abstandsregeln sei kaum geachtet worden.

Die 61 positiv getesteten Passagiere wurden in ein Quarantänehotel nahe dem Flughafen gebracht. Die Nachricht, ob sie sich mit der Omikron-Variante angesteckt haben, kam dann erst am Sonntag (28.11.2021) - und auch nur für einige von ihnen. Die niederländischen Gesundheitsbehörden gaben die ersten Testergebnisse bekannt: Mindestens 13 der 61 positiv Getesteten haben sich mit der neuen Virusvariante infiziert. Vonseiten der Behörden wird jedoch betont, dass die Auswertung der Tests noch nicht abgeschlossen sei, weitere Omikron-Fälle seien möglich.

Passagiere sitzen an Bord des KLM-Flugs 598 auf dem Rollfeld des Amsterdamer Flughafens Schipol, nachdem er am 26. November 2021, aus Kapstadt, Südafrika, gelandet ist.

Corona-Variante Omikron verbreitet sich auf der ganzen Welt: Australien meldet erste Fälle

+++ 10.30 Uhr: Die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Australien nachgewiesen worden. Zwei Passagiere eines Flugs von Südafrika nach Sydney seien am Samstag (27.11.2021) positiv auf die neue Virusvariante getestet worden, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats New South Wales am Sonntag (28.11.2021) mit. Beide seien vollständig geimpft und wiesen keine Symptome auf.

Die restlichen Passagiere und die Crew wurden angewiesen, sich zu isolieren. Die Maschine traf am selben Tag ein, an dem die australische Regierung die Einstellung des Flugverkehrs mit neun Ländern des südlichen Afrikas angekündigt hatte, darunter Südafrika und Simbabwe.

Aus Südafrika werden derweil ungewöhnliche Corona-Symptome bei Omikron-Infizierten gemeldet.

In Österreich ist am Samstag ein erster Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Nach Angaben der Behörden liege im Bundesland Tirol ein positives PCR-Testergebnis vor, das mit einer Südafrikareise in Zusammenhang stehe, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Nach der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutante handeln könnte, erklärten die Behörden. Die betroffene Person sei doppelt geimpft, die zweite Impfung liege aber bereits rund neun Monate zurück, hieß es weiter.

Ein Krankenhaus in Tschechien bestätigte unterdessen die Infektion einer Patientin mit der neuen Corona-Variante Omikron. Ein Krankenhaussprecher in der Stadt Liberec sagte dem tschechischen Fernsehen, die Sequenzierung im örtlichen Labor habe eine „90-prozentige Wahrscheinlichkeit“ ergeben, dass es sich um die Variante handele. „Mit Blick auf die Herkunft der Patientin und alle Umstände können wir bestätigen, dass es sich um die Variante handelt“, sagte Vaclav Ricar.

Derweil schließt Israel seine Grenzen für Ausländerinnen und Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten am Samstagabend (27.11.2021). Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten. Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht.

Corona-Variante Omikron verbreitet sich in Europa

+++ 19.55 Uhr: Nach einem Omikron-Verdachtsfall am Flughafen Frankfurt, wurden in München inzwischen die ersten beiden Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Corona-Variante in Deutschland bestätigt. Zwei Reisende seien am 24. November aus Südafrika eingetroffen. Das versicherte der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten die Untersuchung auf die Virusvariante selbst veranlasst.

Nun forderte Holetschek alle Reisenden, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika nach Deutschland gereist sind, sich bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Zudem sollen alle, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Südafrika aufgehalten haben, umgehend ihre Kontakte reduzieren, das Gesundheitsamt kontaktieren sowie einen PCR-Test machen. Diese Regelung gelte unabhängig vom Impfstatus. „Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin in München.

Auch am Freitagabend (26.11.2021) landete ein Flugzeug aus Kapstadt mit etwa 300 Passagieren in München. Davon seien inzwischen 50 Personen in Bayern in Quarantäne. Laut Ministerium seien zwei PCR-Tests positiv. Ob diese Personen ebenfalls die neue Virusvariante Omikron in sich tragen, ist allerdings noch ungewiss.

Neue Corona-Variante aus Südafrika: Ministerpräsident fordert schnelles Handeln

+++ 15.27 Uhr: Angesichts eines Omikron-Verdachtsfalls in Deutschland hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eindringlich für eine schnelle Ministerpräsident:innenkonferenz ausgesprochen. Man stehe erneut vor einer „Stunde Null in der Pandemiebekämpfung“, sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. „Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung.“

Es brauche rasch bundeseinheitliche Maßnahmen zur Eindämmung, Engpässe bei der Bereitstellung von Impfstoff müssten mit aller Macht beseitigt werden, sagte Hans – „damit jetzt der Impf-Turbo gezündet werden kann von der Arztpraxis bis zu den Impfzentren“. Auch Zahnärzt:innen, Veterinär:innen und Apotheken müssten in die Impfkampagne einbezogen werden. „Es braucht eine Omikron-MPK mit geschäftsführender und neuer Bundesregierung – jeder Tag zählt“, sagte Hans.

Corona-Variante Omikron: Virologin besorgt, doch Impfungen helfen

+++ 12.42 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer ist besorgt über die im Süden Afrikas entdeckte neue Coronavirus-Variante. Die Variante B.1.1.529 könne dazu führen, dass sich das Virus schneller vermehre oder auch infektiöser werde, sagte Protzer am Samstag (27.11.2021) im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob aktuelle Corona-Impfstoffe noch ausreichend gegen die Omikron-Variante wirken, sagte die Virologin, möglich sei, dass Antikörper das Virus nicht mehr so effizient neutralisieren können. Frisch nach einer Impfung gebe es aber viele Antikörper - das reiche dann aus, um auch Varianteviren „wegzuneutralisieren“. Wenn die Impfung eine Weile her sei, könnten Auffrischungsimpfungen das Immunsystem „hochpushen“. „Und dann, davon gehen wir alle aus, sollte das wieder ausreichen“, sagte Protzer. Sie riet zugleich dazu, Booster-Impfungen mit den jetzt verfügbaren Impfstoffen vorzunehmen. Ob man später eine weitere Impfung brauche oder einen angepassten Impfstoff, könne man jetzt noch nicht sagen.

+++ 10.21 Uhr:mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland“. Das teilt am Samstagvormittag (27.11.2021, 09.42 Uhr) der hessische Sozialminister Kai Klose via Twitter mit. Das endgültige Ergebnis der Sequenzierung stehe noch aus.

Corona-Variante Omikron: Viruslast bei Infizierten „wahnsinnig hoch“

Immer mehr Länder reagieren auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron mit strikten Reisebeschränkungen. Nach zahlreichen europäischen, nordamerikanischen und arabischen Staaten folgte am Samstag (27.11.2021) Australien, das den Reiseverkehr mit neun Ländern des südlichen Afrika einstellte. Zuvor hatte auch Brasilien ein Verbot für Flüge aus sechs südafrikanischen Ländern verhängt.

Die Entdeckung der neuen Coronavirus-Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 war am Donnerstag (25.11.2021) in Südafrika bekannt gegeben worden. Nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler könnte die Variante wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

+++ 16 Uhr: Die Sorge vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der neuen Corona-Variante hat Europas Börsen am Freitag einbrechen lassen. Verlierer des Börsentages waren insbesondere die Aktien von Airlines und Tourismusunternehmen angesichts neuer Reisebeschränkungen. Die Entwicklungen in der Pandemie belasteten außerdem den Ölpreis. Die in Südafrika entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.529 könnte noch ansteckender sein als die Delta-Variante, außerdem ist unklar, ob die Corona-Impfstoffe ausreichend gegen sie wirken. Die Mutante schürt daher große Bedenken hinsichtlich der Erholung der Weltwirtschaft. Sie könnte zu neuen Lockdowns und Reisebeschränkungen führen und das Wirtschaftswachstum vieler Länder belasten.

Das spiegelte sich am Freitag an den Finanzplätzen wider: Die Indizes in Frankfurt und London brachen nach Börsenstart um über drei Prozent ein, in Paris waren es über vier Prozent. Im Laufe des Vormittags erholten sich die Kurse wieder leicht.
Auch die Kurse an den asiatischen Börsen fielen stark. Die Handelsplätze in Tokio, Hongkong und Shanghai schlossen im Minus. In New York zeichnete sich im vorbörslichen Handel ein Minus von zwei Prozent ab. Die Preise für Rohöl fielen je nach Sorte um sechs bis sieben Prozent. Ihre Entwicklung hängt von konjunkturellen Vorhersagen ab. Sogar der Bitcoin, die führende Kryptowährung, brach um knapp acht Prozent ein.

Zugleich verwiesen Finanzmarktexperten wie Justin Tang von United First Partners darauf, dass die Welt mittlerweile an derlei schlechte Schlagzeilen gewöhnt sei. „Mit Mutationen wird gerechnet, sie sind nichts Unbekanntes.“

+++ 15.00 Uhr: Karl Lauterbach hat sich abermals zur neuen Supervariante des Coronavirus geäußert. Auf Twitter bezeichnete er die Mutation B.1.1.529 als „echte massive Durchbruchsvariante“. Lauterbach teilte zudem mit, dass ein Durchbruch bei einer „Booster“-Impfung „unwahrscheinlich“ sei.

+++ 14.45 Uhr: Impfstoff-Hersteller Biontech hat sich ebenfalls zur neuen Corona-Variante geäußert. „Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet“, so das Mainzer Unternehmen.

Biontech prüft nun die Wirksamkeit des Vakzins gegen die Variante. „Die Variante unterscheidet sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen im Spike-Protein hat“, hieß es weiter. In zwei Wochen rechne man mit aussagekräftigen Daten dazu.

+++ 14.30 Uhr: Die Corona-Variante B.1.1.529 ist in Europa angekommen. Erstmalig wurde die Mutation von Sars-CoV-2 durch einen Test in einem europäischen Land festgestellt: in Belgien. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke am Freitagmittag bekannt.

Belgiens Premierminister Alexander De Croo kündigte Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an. Es sei derzeit Vorsicht, aber keine Panik, geboten, so De Croo.

+++ 12.00 Uhr: Malta hat nun auch vorsorglich eine Reisebeschränkung für sechs afrikanische Länder verhängt. Reisen von und nach Südafrika, Namibia, Lesotho, Botsuana, Eswatini und Simbabwe seien ab Mitternacht in der Nacht von Samstag auf Sonntag untersagt, erklärte Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitag via Twitter. Ebenso Tschechien. Das Land verbietet Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Südafrika, Namibia, Mosambik, Sambia und vier weiteren afrikanischen Staaten. Das gelte von Samstag an, teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Für Tschechen und andere EU-Bürger, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem dieser Staaten aufgehalten haben, sind demnach strenge Quarantänemaßnahmen geplant.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat wegen der Coronavirus-Variante B.1.1.529 per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Wer in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gewesen sei, könne nicht nach Italien einreisen, teilte sein Ministerium am Freitag mit.

Auch Österreich verbietet diesbezüglich die Einreise aus Südafrika und einigen anderen afrikanischen Staaten. Das gab das Gesundheitsministerium am Freitag bekannt. Nur Österreicher, die sich in Südafrika, Namibia, Botsuana, Simbabwe und Mosambik aufhielten, dürften noch in ihre Heimat zurückkehren. 

Neue Corona-Variante entdeckt: Für Lauterbach „ist Nichts schlimmer“ - „Anlass zur Sorge“

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach* warnt vor der B.1.1529-Variante des Coronavirus. Auf Twitter schreibt er, dass die neue Südafrikanische Variante B1.1.529 von Spezialisten in Großbritannien* als sehr gefährlich eingestuft werde. Die Mutation würde die Delta-Variante verdrängen, auch sei der Mechanismus „voll unklar“. Es gebe ein WHO-Meeting hierzu.

„Hoffentlich bestätigt sich nicht, was diese Grafik zeigt. Wenn ja, müssen sofort Reisebeschränkungen erfolgen. Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein“, schreibt der SPD-Politiker weiter.

Karl Lauterbach warnt vor der neuen Corona-Variante. (Archivfoto)

Neue Corona-Variante entdeckt: Israel erlässt Reisebeschränkungen

+++ 22.00 Uhr: Aus Sorge vor der B.1.1529-Variante des Coronavirus hat Israel am Donnerstag (25.11.2021) sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini als „rote Länder“ eingestuft worden.

Ausländer dürften aus diesen Ländern nicht mehr nach Israel einreisen, heißt es in der Mitteilung. Israelis, die aus diesen Ländern zurückkehrten, müssten für bis zu 14 Tage in Quarantäne in ein Corona-Hotel. Nach einer Woche könnten sie sich jedoch mit zwei negativen PCR-Tests freitesten.

„Anlass zur Sorge“ – Neue Variante des Coronavirus entdeckt

Johannesburg – Um Mutationen des Coronavirus war es in letzter Zeit still geworden, seitdem die Delta-Variante* im Sommer die Welt eroberte, alle anderen Arten des Virus mehr oder weniger verdrängt hat und für eine Verschärfung der Pandemie* besonders in Europa sorgt. Delta weist eine extrem hohe Infektiosität aus und hat alle anderen Mutanten verdrängt oder ausgeschaltet. Allerdings kann man aufgrund dieses Umstands nicht davon ausgehen, dass Delta die letzte Supervariante des Virus ist.

In Südafrika ist Fachleuten zufolge jetzt eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 „weist eine sehr hohe Anzahl von Mutationen auf“, sagte der Virologe Tulio de Oliveira auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (25.11.2021). Sie gebe in dem Land „Anlass zur Sorge“. Die Wirksamkeit der bislang bekannten Vakzine gegen diese Virusvariante sei noch unklar, so der Wissenschaftler.

Neue Corona-Variante lässt sich mit PCR-Test nachweisen

De Oliveira berichtete davon, dass B.1.1.529 mittlerweile praktisch in allen Provinzen Südafrikas nachgewiesen werden könne. Eine halbwegs gute Nachricht ist aber immerhin, dass es wegen der speziellen Mutationen von B.1.1.529 keine Sequenzierung braucht, um die Variante zu identifizieren, sondern normale PCR-Tests reichen.

Bislang sei die Variante auch in Botswana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika entdeckt worden. Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in Südafrika. Die Zahl der täglich gemeldeten Infektionen stieg am Mittwoch (24.11.2021) auf mehr als 1200. Anfang des Monats waren es lediglich rund 100 Neuansteckungen.

Laut Wissenschaftlern weist die neue Variante mindestens zehn Mutationen auf - bei der Delta-Variante sind es zum Vergleich nur zwei, bei Beta drei. „Was uns Sorgen bereitet, ist, dass diese Variante nicht nur eine erhöhte Übertragbarkeit haben könnte, sich also effizienter ausbreitet, sondern auch in der Lage sein könnte, Teile des Immunsystems und den Schutz, den wir in unserem Immunsystem haben, zu umgehen“, sagte der Experte Richard Lessells. 

Die ersten Fälle der Variante B.1.1.529 wurden am 11. November in Botswana registriert, der früheste Fall in Südafrika folgte drei Tage später. Bei dem in Hongkong gefundenen Fall handelte es sich um einen 36-jährigen Mann, der vor seinem Flug von Hongkong nach Südafrika, wo er sich vom 22. Oktober bis zum 11. November aufhielt, einen negativen PCR-Test gemacht hatte. Bei seiner Rückkehr nach Hongkong war der Test negativ, während er am 13. November in der Quarantäne positiv getestet wurde.

In Südafrika war vergangenes Jahr bereits die Beta-Variante des Virus entdeckt worden. Südafrika ist mit rund 2,95 Millionen Corona-Fällen* und mehr als 89.600 Toten das am schwersten betroffene Land in Afrika.

EU-Gesundheitsbehörde ruft zur Impfungen auf

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen* hat unterdessen die EU-Gesundheitsbehörde die Mitgliedsstaaten aufgefordert, „dringend“ mehr Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Es gebe eine „große Impflücke“, die dem Virus „viel Raum zur Ausbreitung gibt“, warnte am Mittwoch die Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Andrea Ammon. Sie empfahl Auffrischungsimpfungen für alle Erwachsenen über 18 Jahren - „mit Priorität für Menschen über 40 Jahren“.

In der EU sind derzeit 67,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, aber die Impfquoten sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. So ist zum Beispiel lediglich 24,2 Prozent der bulgarischen Bevölkerung mindestens doppelt geimpft, während die Zahl in Portugal bei 86,7 Prozent liegt. (skr/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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