Germany

Corona-Warn-App wird um eine wichtige Funktion ergänzt – doch es gibt einen Haken

Die Corona-Warn-App des Bundes erhält eine neue Funktion. Ab sofort kann man sich das Testergebnis ganz einfach auf sein Handy schicken lassen.

Deutschland – In der neuesten Version der offiziellen Corona-Warn-App haben die Entwickler die ersten Schnelltests integriert. Die App kann jetzt auch die Testergebnisse von professionell durchgeführten Corona-Tests anzeigen, berichtet RUHR24.* Im Store von Apple stand das Update bereits am Montagmorgen (3. Mai) bereit. Ab Dienstag (4. Mai) soll es auch für Android verfügbar sein.

Corona-Warn-AppCovid-19-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten
Erscheinungsjahr12. Juni 2020
EntwicklerSAP SE, Deutsche Telekom

Corona-Warn-App bekommt neue Funktion – Schnelltestergebnisse kommen aufs Smartphone

Die Corona-Warn-App des Bundes dient dem Zweck, Infektionsketten des Coronavirus* nachzuverfolgen und diese dadurch zu durchbrechen. Risikobegegnungen im öffentlichen Raum werden mit der App erfasst und Menschen, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind, gewarnt.

Die Warn-App soll damit auch die Arbeit der Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen. Die Smartphone-Anwendung ist nun um eine weitere wichtige Funktion erweitert worden. Ab sofort können Nutzer, ihre Schnelltestergebnisse in der App empfangen und dort speichern. Die Voraussetzung ist, dass der Test von geschulten und autorisierten Mitarbeitern durchgeführt wurde. 

Corona-Testergebnis wird per App übermittelt – Kontakte können schnell gewarnt werden

Ein negatives Testergebnis wird für 48 Stunden in der App angezeigt. Ist das Testergebnis positiv, wird es so lange in der App angezeigt, bis der Nutzer es teilt (mehr zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Laut Angaben der Entwickler soll dadurch sichergestellt werden, dass Nutzer andere so schnell wie möglich warnen. Denn das ist der wesentliche Nutzen der Erweiterung: Im Falle eines positiven Testergebnisses kann man nun per App diejenigen warnen, mit denen man in Kontakt war.

Corona-Warn-App: Diese Schnelltestzentren sind Partner

Um das positive Ergebnis über die Anwendung zu teilen, ist es zunächst wichtig zu wissen, ob das Prüf-Labor bereits an die App angeschlossen ist. Bislang (Stand 3. Mai) gehören laut offizieller Meldung der Entwickler die folgenden Partner zum Netzwerk:

Wurde der Test in einem Testzentrum der obigen Anbieter durchgeführt, ist das Labor des Schnelltestzentrums laut Angaben der Entwickler SAP und Deutsche Telekom bereits an die App angeschlossen.

Positives Ergebnis über die Corona-Warn-App teilen – so geht´s

Um einen positiven Test zu melden, kann man laut Robert Koch-Institut (RKI) nun wie folgt vorgehen:

Neue Funktion der Corona-Warm-App: Test per QR-Code registrieren und Testergebnis per App erhalten

Bei einem Schnelltest warnt die App nur deutschlandweit. Wurde ein PCR-Test durchgeführt, funktioniert die Warnung auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern. Außerdem wichtig zu wissen: Jeder Test kann nur einmal gescannt werden.

Positives Ergebnis per Corona-Warn-App teilen: kostenlose Hotline steht für jeden bereit

Wurde der Corona-Test bei einem Schnelltestzentrum durchgeführt, das noch nicht mit der App arbeitet, läuft die Warnung etwas anders ab. In diesem Fall gibt es laut Erklärung des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Hotline, an die man sich wenden kann.

Die Nummer lautet 0800/ 754 0002. Hier erhält man eine TAN, die man in der App eingeben kann – so werden die entsprechenden Kontakte automatisch gewarnt.

Corona-Testergebnis auf der Warn-App – per Smartphone negativen Test vorlegen

Schon bald wird es aber voraussichtlich deutlich mehr Schnelltest-Betreiber geben, mit der App verknüpft sind. Wie die Entwickler mitteilen, gebe es seit der Ankündigung der Schnelltestintegration bereits 125 Anfragen von Anbietern. Die Corona-Warn-App des Bundes war erst kürzlich um eine weitere Möglichkeit erweitert worden: Sie hat nun auch eine lang erwartete Check-in-Funktion * – ähnlich wie bei der Luca-App.

Mit dem aktuellen Update kommt für User ein weiterer wesentlicher Nutzen hinzu. Denn ein gültiger, negativer Schnelltest gilt in vielen Bundesländern bereits als Nachweis, mit dem man – abhängig von den jeweiligen Vorgaben – beispielsweise shoppen gehen oder einen Friseurtermin wahrnehmen kann. Ab sofort kann man hierfür also einfach sein Smartphone vorzeigen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa, Regina Wolf/RUHR24; Collage: RUHR24

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