Einst schoss er 78 Tore für Hertha BSC – heute gibt Thomas Remark sein Können als Trainer weiter. Der 61-jährige trainiert seit Sommer die Frauen des SFC Stern 1900 in der Regionalliga Nordost.

Die Übernahme kam spontan. Er hörte davon, dass das Trainerteam den Verein kurz vor Saisonstart in Richtung der Konkurrenz von Viktoria 89 verließ. Obwohl Remark zu dem Zeitpunkt schon die U14 von Tennis Borussia trainierte, wollte er unbedingt helfen und bot sich bei den Stern-Frauen als Trainer an.

Mannschaftskapitänin Maria Kleinfeld (31): „Wir waren am Boden. Aber wir haben gemeinsam beschlossen weiterzumachen. Thomas Remark war ein Glücksfall für uns.“ Zusammen kämpfen sie jetzt für den Klassenerhalt in der dritthöchsten Spielklasse im Frauenfußball.

Die meisten Spielerinnen kannten den ehemaligen Stürmer Remark zwar nicht. Sie wissen aber, dass ihnen seine Erfahrung hilft.

Remark (hier gegen Bremens Karl-Heinz Kamps 1982 im Einsatz für Hertha (Foto: picture alliance / dpa)
Remark (hier gegen Bremens Karl-Heinz Kamps 1982 im Einsatz für Hertha (Foto: picture alliance / dpa)

Remark ist begeistert von seinem Frauenteam: „Die Mädels wollten noch mehr machen als angeboten. Wir erklären die Sachen einmal und dann klappt alles.“

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Nach nur sechs Wochen im Verein sieht der Ex-Hertha-Profi Verbesserungen. Erster Erfolg: Am dritten Spieltag packte das Team den ersten Sieg mit einem 1:0 gegen den Rostocker FC.

Bleibt Remark über die Saison hinaus? Offen. Er betont aber: „Ich fühle mich sauwohl hier! Ich kann mir vorstellen weiterzumachen. Es muss aber mit meinem Beruf vereinbar sein. Fußball ist mein Hobby.“