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Der Duisburger Hafenchef gerät in den Sturm

Der Duisburger Hafen. Bild: dpa

Mehr als 20 Jahre lang hat Erich Staake den Duisburger Hafen geleitet. Kurz vor seinem Ruhestand kommt er ins Stolpern. Nun kämpft er um sein Vermächtnis.

In einem Besprechungsraum gleich neben Erich Staakes Büro im Duisburger Hafen hängt ein Bild aus besseren Zeiten an der Wand. Der Hafenchef bejubelt den Aufstieg des Fußballvereins MSV Duisburg im Jahr 2005, neben ihm freuen sich der damalige Clubchef Walter Hellmich und der Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit. Sauerland ist nach der Love-Parade-Katastrophe durch ein Bürgerbegehren im Jahr 2012 als Bürgermeister abgewählt worden. Viele in der Stadt nahmen ihm übel, dass er keine politische Verantwortung für das Unglück übernehmen wollte, das 21 Menschen das Leben kostete. Auf Bauunternehmer Hellmich sind vor allem Duisburgs Fußballfans schlecht zu sprechen, den ehemaligen Hauptsponsor und Mäzen verbinden nicht wenige mit der finanziellen Schieflage des Vereins. Andere Manager hätten so ein Foto, auf dem das Henry-Ford-Zitat „Zusammenkommen ist der Anfang. Zusammenarbeit ist der Erfolg“ steht, eventuell abgehängt. Staake ist nicht so einer.

Mit Hellmich verbindet Staake eine Freundschaft, in einem seiner Altenheime wurde der Hafenchef im Januar geimpft. Weil er noch nicht an der Reihe war, hat das für Aufsehen gesorgt – nach heftiger Kritik bat Staake danach um Entschuldigung. „Mein Verhalten war falsch“, teilte er mit. „Dienstliche Gründe haben hier keine Relevanz. Diesen Fehler bedauere ich sehr.“ Weil der Hafen zu zwei Dritteln dem Land Nordrhein-Westfalen und zu einem Drittel der Stadt Duisburg gehört, ist die Diskussion hochpolitisch geworden. Eine Rüge des Aufsichtsrates hat Staake kassiert, Ende November endet sein Vertrag. Die eigentlich angedachte Beratertätigkeit für Staake in der Zukunft haben die Eigentümer erst einmal zurückgestellt. Gleichwohl hat ein Gutachten im Auftrag des Aufsichtsrates ergeben, dass kein Fehlverhalten zu erkennen sei, das ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit rechtfertigen würde.

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