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Der Maßstab

Nach Verletzungspause zurück auf dem Eis: Löwen-Verteidiger Marcus Götz (re.) – hier noch im Trikot der Heilbronner Falken gegen den ehemaligen Löwen-Torjäger Max French.

Tölzer Löwen: Das letzte Testspiel gegen Meisterschaftsfavorit Löwen Frankfurt könnte einiges darüber aussagen, wohin die Reise in der DEL2 geht.

Bad Tölz – Lange ist es her, dass Menschen ins Tölzer Eisstadion strömten. Die vergangene Saison in der DEL 2 lief ohne Zuschauerbeteiligung ab. Jetzt ist das Hygienekonzept der Tölzer Löwen nicht nur erarbeitet und angepasst, sondern auch akzeptiert. Die Sicherheit der Zuschauer soll durch Einlasskontrollen (3G-Regel) und verschiedene Bestimmungen sowie Maskenpflicht im Stadion gewährleistet werden.

Die Zeit der Vorbereitung nähert sich dem Ende, der Start in die neue Spielzeit in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga rückt näher. Da trifft es sich gut, dass die Mannschaft im letzten Vorbereitungsspiel (Sonntag, 18.30 Uhr) nach dem stark verstärkten EV Landshut mit den Löwen Frankfurt noch einmal einen richtigen Maßstab angelegt bekommen: Die Hessen sind für Kevin Gaudet der Meisterschaftsfavorit Nummer eins.

Die Löwen Frankfurt sind ein guter Maßstab für die Tölzer Löwen

„Im Vergleich zur Vorsaison, als sie auch schon eine Top-Mannschaft hatten, haben sich die Frankfurter noch einmal verstärkt“, meint der Tölzer Trainer. Nicht nur holten die Hessen Dylan Wruck, vor zwei Jahren bester Deutscher der Liga, aus Heilbronn. Sondern mit dem Kanadier Bobby Raymond auch einen DEL-erfahrenen Verteidiger aus Iserlohn sowie den Deutsch-Kanadier Ryon Moser vom Erzrivalen Kassel Huskies. Gaudet: „Mit den Dreien sind sie noch besser geworden.“

Das gilt für die Tölzer Löwen nur bedingt. Trotzdem möchte Gaudet den letzten Test vor den Punktspielen dazu nutzen, um auch seinem Team Fortschritte nahezubringen. „Wir dürfen nicht mehr so viele Strafen nehmen, mit so einem kleinen Kader ist es in Unterzahl noch schwieriger als ohnehin schon.“ Zudem möchte er mehr Tempo im Spiel sehen, schnellere Pässe und mehr Torgefahr. „Aber in erster Linie ist es wichtig, dass sich niemand verletzt“, sagt Gaudet. Trotzdem fordert er auch eine defensive Verbesserung ein. Und er möchte weiterhin eine Verbesserung im Zusammenspiel der Mannschaft sehen. Immerhin sind 8 von 16 Spielern neu im Team.

Alle Spieler aufs Eis

Wenigstens stehen ihm fast alle Spieler zur Verfügung. Nur Cam Spiro fällt mit Leistenproblemen weiter aus. Und Niklas Hörmann ist ebenfalls verletzt. Ansonsten schickt Gaudet alle Spieler auf das Eis – auch Marcus Götz, auch wenn der noch Trainingsrückstand hat, und den jungen Anton Engel. Gaudet freut sich auf ein Spiel, das ihm einiges darüber verraten wird, wo seine Tölzer Löwen stehen.

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