Germany

Die Journi-App erstellt Fotobücher mit künstlicher Intelligenz

Bianca Busetti war während ihres Industriedesign-Studiums eine unter wenigen Frauen und auch später in ihrem ersten Job als UX-Designern nur von Männern umgeben. Seit ihrer Kindheit interessiert sich die heute 30-Jährige für technische Dinge, ist Hobby-Architektin und verbringt ihre Freizeit auf dem Motorrad.

Mittlerweile ist sie die Gründerin eines KI-basierten Start-ups, das per App aus digitalen Schnappschüssen Fotobücher erstellt und gedruckt nach Hause liefert. Das 2014 von Busetti, Andreas Röttl und Christian Papauschek gegründete Unternehmen Journi macht nach eigenen Angaben sieben Millionen Euro Umsatz im Jahr mit Fotobüchern.

Beispielsweise Urlauber und Familien kreieren mit Journi Fotobücher, Kalender oder Polaroids. Am Tag gehen nach eigenen Angaben hunderte Bestellungen ein, abhängig von der Saison.

Zwei Jahre soll das Unternehmen im profitablen Bereich gewirtschaftet haben. In diesem Jahr schreibe man eine schwarze Null, so Busetti. Darum werde es auch keine weitere Finanzierungsrunde mehr brauchen.

Das Wiener Start-up hat in zwei Runden knapp eine Million Euro eingesammelt. Unter anderem von Mairdumont Ventures und Shpock Founders.

Journi von Beginn an nachhaltig aufgebaut

„Das Unternehmen haben wir von Beginn an nachhaltig aufgebaut und ich fände es auch spannend, das noch weiter so durchzuziehen“, sagt Busetti. Es gehe auch darum, den Konzernen zu zeigen, dass es ohne Exit geht.

Der größte Wettbewerber in dem Segment ist der Foto-Konzern Cewe, quasi der Klassiker unter den Fotobuch-Erstellern. Eigentlich hatten Busetti und ihre Mitgründer auch gar nicht vor, dem Marktriesen Konkurrenz zu machen.

Begonnen hatten die drei mit Miavia, eine Art Plattform für Mini-Reiseführer. Hierüber konnten Reisende ihre Insidertipps teilen. Busetti erzählt, dass Nutzer immer wieder danach gefragt hätten, wie sie ihre Reisefotos und Karten einbinden können.

Daraus ist schließlich die Idee für Journi hervorgegangen. Es folgte der Pivot. Ein Jahr nach der Gründung von Miavia wurde der Service nicht weiter betrieben und dafür eine KI entwickelt, die bei der Zusammenstellung der Fotos behilflich ist.

Algorithmus der Journi-App wird durch Nutzer trainiert

„Bei der Entwicklung unseres Algorithmus habe ich die Regeln der Fotoaufteilung auf den Seiten und zum generellen ästhetischen Design der Seiten-Layouts definiert“, sagt Busetti. Wenn man die App nutzt, wählt man einen Foto-Ordner aus und die App erstellt mit einem vordefinierten Layout das Fotoalbum.

Anschließend können noch individuelle Änderungen vorgenommen wird. Der Algorithmus, also das Machine Learning, wird durch die Änderungen der Nutzer trainiert.

Startpreis sind rund 23 Euro. Im Durchschnitt lägen Bestellungen im Wert von 50 bis 60 Euro, sagt Busetti. Das Album umfasst dann etwa 80 bis 100 Seiten.

Trotz der Corona-Pandemie und dem Einbruch der Reisebranche soll das Unternehmen weiter gewachsen sein. „Das lag auch daran, dass sich die Erlebnisse, die gedruckt werden, einfach verändert haben.“ Von der großen Reise hin zu Familienfotobüchern und Wochenendausflügen.

Ein weiteres Start-up in dem Segment für Fotobücher ist das von Jonathan Lavigne 2018 gegründete Unternehmen Storykidz. Schon seit 2015 bietet auch das Unternehmen Lalalab einen vergleichbaren Service an.

Dieser Text stammt aus einer Kooperation mit dem Magazin "Gründerszene". Klicken Sie auf die Links, verlassen Sie welt.de und landen in den Artikeln bei gruenderszene.de.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern

Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung.

Football news:

Richter ALE empfahlen, nicht zu den fragwürdigen Elfmeter, als auf Sterling im Halbfinale der Euro 2020
Chelsea bot mehr als 100 Millionen Euro und Marcos Alonso für Lukaku. Inter weigerte sich, den Belgier zu verkaufen, der FC Chelsea will Inter-Stürmer Romelu Lukaku verpflichten. Laut der Website des Journalisten Gianluca Di Marzio boten die Londoner für ihn mehr als 100 Millionen Euro plus Marcos Alonso, aber Nerazzurri lehnte dieses Angebot ab
Shomurodov über den Wechsel zu Roma: Ich werde alles tun, um meine Fähigkeiten in einem der größten Clubs der Welt zu zeigen
Roma kaufte Shomurodov für 17,5 Millionen Euro von Genoa
Monaco kaufte für 12 Millionen Euro den Champions-League-Sieger Olympique Lyon
Aldridge über den neuen Vertrag von Manchester United und Solskjaer: Fans von Liverpool, Chelsea und City jubeln
Mbappé wird PSG in diesem Sommer nicht verlassen, aber auch keine Verhandlungen über einen neuen Vertrag führen (Le Parisien)