Urlauber, die nach Deutschland zurückreisen, müssen dann künftig einen negativen Corona-Test vorweisen – egal, ob ihr Ferienland zu RKI-Risikogebieten gehört oder nicht. Ausgenommen von der Pflicht: Genesene und vollständig Geimpfte.

Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder diese Woche in den ARD-„Tagesthemen“ an: „Der Bund hat uns jetzt zugesichert, alles zu probieren, eine einheitliche Testpflicht einzuführen, nicht nur für Flugreisende.“

Die neue Regelung werde nach den Worten des CSU-Chefs ganz einfach lauten: „Jeder braucht einen Test.“ Die Pläne, die Testpflicht auf alle Reiserückkehrer auszuweiten, waren zuvor bereits aus dem Gesundheitsministerium durchgesickert.

Welche Einreisen betrifft die neue Regelung?

Alle! Die Testpflicht soll zukünftig nicht nur für Flugreisende gelten. Auch wer mit Zug, Bus oder Auto nach Deutschland unterwegs ist, muss sich einem Test unterziehen. Bei den Kontrollen der Autofahrer will Söder auf Schleierfahndung setzen. Der Nachweis eines negativen Ergebnisses muss noch im Urlaubsland gemacht werden. Ausgenommen von der Pflicht sollen Genesene oder vollständig Geimpfte sein.

Was galt bisher?

Bisher gilt die Testpflicht für Flugpassagiere und Einreisende aus Hochrisikogebieten (Inzidenz über 200 und Virusvarianten), die nicht vollständig gegen das Corona-Virus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Wer in einem Nichtrisikogebiet Urlaub gemacht hat, konnte ohne Test nach Deutschland zurückreisen.

Was jetzt schon gilt?

Diese Woche trat eine neue Einreiseverordnung in Kraft. Sie legt unter anderem fest, dass nachweislich Geimpfte und Genesene (anders als bisher) von der Quarantäne befreit sind, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen.

Warum wird auf die neue Regelung gedrängt?

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) spielen Reiserückkehrer bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens zunehmend eine Rolle. Man möchte eine Situation wie im letzten Jahr vermeiden – als vor allem Autorückkehrer vom Balkan und aus der Türkei für einen sprunghaften Corona-Anstieg sorgten.