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E-Busse: Laden an der Haltestelle - Innovative Technik macht Stopp an der Ladesäule überflüssig

E-Autos müssen derzeit noch via Kabel an Ladesäulen getankt werden. In Zukunft gibt es vielleicht eine einfachere Möglichkeit.

Tschüss Ladekabel

E-Busse: Laden an der Haltestelle - Innovative Technik macht Stopp an der Ladesäule überflüssig

Das Laden von E-Fahrzeugen ist wegen der Wartezeiten immer noch lästig. In den USA werden erste E-Busse schon während der Fahrt geladen. Eine von Smartphones bekannte Technologie macht‘s möglich.

Wenatchee/Washington - Nie wieder an der Ladesäule warten, bis das E-Auto* vollgetankt ist: Was für viele Elektroauto-Besitzer wie ein Traum klingt, ist für manche Busfahrer im US-Bundesstaat Washington bereits Realität. Das Unternehmen Momentum Dynamics hat dort erste induktive Ladestationen für E-Busse installiert. Damit können die Busse während ihrer Haltezeit geladen werden - ganz ohne Ladesäule und Stecker.

E-Mobilität: Keine Kabel und Stecker mehr - induktives Laden machts möglich

Das neue Aufladesystem funktioniert ähnlich wie man es bereits von Smartphone-Ladeschalen kennt. Dazu werden im Boden Lade-Pads integriert, die es entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen ermöglichen, beim Halten auf den Pads den Akku mit bis zu 300 Kilowatt drahtlos zu laden*. Zum Vergleich: In Deutschland bieten normale E-Auto-Ladestationen eine Leistung von bis zu 22 Kilowatt. Schnellladestationen knacken auch bei uns die 300 Kilowatt.

Insgesamt vier solcher Ladesysteme gibt es bereits in Washington. Jetzt plant der Hersteller den Aufbau eines ganzen Lade-Netzes im Bundesstaat Kalifornien. Zwischen Sacramento und San Francisco soll so ein elektrisches Transit-Netz entstehen. Bob Kacergis, CCO von Momentum Dynamics, sieht das Projekt als Vorbild für öffentliche Verkehrssysteme auf der ganzen Welt. Das berichtet electrive.com.

E-Autos: Auch in Deutschland ist die neue Ladetechnik Thema

Aber auch in Deutschland werden Möglichkeiten des induktiven Ladens bereits intensiv erforscht. Wie die AutoBild berichtet, arbeiten Wissenschaftler im Rahmen des Projekts „eCharge“ an in den Asphalt integrierten Lademodulen. Hier streben die Forscher eine Lösung an, die es möglich machen würde, Autos sogar während der Fahrt zu laden. Dazu sollen sogenannte Ladekorridore mit 25 Kilometern Länge in Autobahnen integriert werden.

Derzeit läuft auch noch in Deutschland ein weiteres Projekt, beim das induktive Laden bereits in der Praxis getestet wird. Unter dem Titel TALAKO (Taxiladekonzept) startete Ende 2019 in Köln eine Pilotanlage, die das kabellose Laden von Elektrotaxis möglich macht. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.