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Eine Ortsmitte, viele Probleme: In Hohenkammer wird das Zentrum neu geordnet

Die Busbucht wird oft zugeparkt, wenn die vier Stellplätze vor dem Wohn- und Geschäftshaus besetzt sind. Diese Situation nimmt die Gemeinde Hohenkammer zum Anlass, die Verhältnisse in der gesamten Ortsmitte neu zu ordnen.

Die Ortsmitte von Hohenkammer muss dringend neu geordnet werden, um Probleme abzustellen. Konkrete Pläne dazu gibt es schon. Der Gemeinderat ist begeistert.

Hohenkammer - In der Ortsmitte von Hohenkammer, zwischen der Kirche und dem gemeindlichen Wohn- und Geshäftshaus, gibt es nicht nur viel Verkehr, sondern auch eine Menge Probleme und offener Fragen. Das Büro Diepold & Gerold stellte nun einen ENwurf vor, der viele Lösungen beinhaltet - und der Gemeinderat war begeistert.

Rund um das Wohn- und Geschäftshaus der Gemeinde ist Parken ein ständiges Problem. Die vier Stellplätze sind oft besetzt, und so werden die Fahrzeuge gerne in der Busbucht abgestellt. Gerade auswärtigen Falschparkern ist gar nicht bewusst, dass dann der Bus nicht mehr halten kann.

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Bürgermeister Mario Berti sagte, dass man auch mit verstärkten Kontrollen durch die kommunale Verkehrsüberwachung keine Besserung erreicht hat. Deshalb machte man sich nun auch Gedanken über eine grundlegende Umgestaltung dieses Vorplatzes vor dem Geschäftshaus. Hier greift dann auch das nächste Problem mit dem Maibaumstandort in diesem Bereich, der zunehmend kritisch gesehen wird. In der Vergangenheit wurde das Fundament des Maibaums schon bei einem Verkehrsunfall in Mitleidenschaft gezogen, und heruntergefallene Tafeln bei einem Blitzeinschlag sorgten auch für einen Schreckmoment. Deshalb gibt es sicherheitsrelevante Gründe für die Versetzung des Maibaums, den das Straßenbauamt auch nicht gerne neben so einer extrem stark befahrenen Straße sieht.

Die Zeichnung des Ingenieurbüros sieht den Maibaum genau mittig auf der Wiese gegenüber vor. Ein Maibaumstandort an dieser Stelle wäre ein weiteres Zeichen dafür, dass die Grünfläche so schnell nicht bebaut werden soll. Durch die Versetzung des Maibaums kann vor dem Geschäftshaus eine Bushaltestelle neben der Straße geschaffen werden – samt behindertengerechtem Einstieg. Und die vier Parkplätze blieben erhalten, würden vor die Bäckerei gerückt werden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Richtung Pfaffenhofen stehen wartende Personen derzeit völlig ungeschützt auf dem Gehweg. Auch hier soll es eine behinderten- und auch rollstuhlgerechte Busbucht geben. Dafür muss der Gehweg verschwenkt werden, die dafür benötigte Fläche nimmt man sich von der bestehenden Wiese.

Hauptansinnen der Planungen sind zwei moderne und zeitgemäße Bushaltestellen. Das letzte Problem sind dann noch die Parkplätze und die bereits mehrfach im Gemeinderat und bei Bürgerversammlungen diskutierte Situation bei der Kirche. Hier wird der bestehende Betriebsweg an der Kirchenmauer entlang auf 3,50 bis 4,50 Meter verbreitert und zu einer Einbahnstraße gemacht. Entlang des Weges soll rund ein Dutzend Schrägparkplätze neu errichtet werden – auf einem weiteren Streifen, den man der Wiese abzwackt.

Kurze Wege für Senioren sollen bleiben

Bürgermeister Mario Berti betonte, dass man so den Wünschen Rechnung trage, dass gerade ältere Menschen beim Besucht in den Friedhof keine so weiten Strecken gehen können. Diese Parkreihe bringt dann auch noch die Lösung zu einer anderen, bisher ergebnislos diskutierten Frage: Endlich kann man dort die in der Ortsmitte vorgesehene Ladesäule für Elektrofahrzeuge realisieren. Bei den vier Stellplätzen vor dem Geschäftshaus hatte der Gemeinderat große Skrupel, zwei für Elektroautos abzuzweigen.

Im Gemeinderat stießen die Ideen des Ingenieurbüros auf große Begeisterung. Deshalb gab es einen einstimmigen Beschluss, mit dem die losen Gedanken nun konkret untersucht werden sollen. Das Büro hat bislang auch noch keine Aussagen zu den möglichen Kosten getroffen. Das ist der nächste Schritt.