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Einer war besonders fleißig: SPD klopft an mehr als drei Millionen Türen

Einer war besonders fleißig SPD klopft an mehr als drei Millionen Türen

Einen Haustürwahlkampf nimmt sich die SPD für dieses Jahr vor und will an durchschnittlich 10.000 Haustüren in jedem der 299 Wahlkreise klingeln oder klopfen. Die Genossinnen und Genossen rennen sich die Hacken ab und schaffen das tatsächlich. Ganz vorn liegt ein bekanntes Berliner Gesicht.

Die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer der SPD haben nach Angaben der Partei an mehr als drei Millionen Haustüren im Land geklopft oder geklingelt. Im Bundestagswahlkampf sei die SPD nach aktuellem Stand an insgesamt 3.011.485 Haustüren unterwegs gewesen, teilte Generalsekretär Lars Klingbeil mit. Er sei sehr zufrieden mit dem "leidenschaftlichen Wahlkampf der mehr als 400.000 SPD-Mitglieder".

Klingbeil hatte im Juni das Ziel ausgegeben, im Wahlkampf an durchschnittlich 10.000 Haustüren in jedem der 299 Wahlkreise zu klopfen und zu klingeln. Die Drei-Millionen-Türen-Marke sei geknackt, erklärte er nun. "Es ist großartig zu sehen, wie sich die Genossinnen und Genossen im ganzen Land die Hacken wund laufen, um für die SPD und unseren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz zu werben."

Spitzenreiter beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf ist nach Angaben der Partei SPD-Parteivize Kevin Kühnert, der in seinem Wahlkreis Berlin-Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit seinen Unterstützerinnen und Unterstützern an über 50.000 Türen geklingelt habe. Auf Platz zwei stehe Annika Klose, die im Wahlkreis Berlin-Mitte an 35.000 Türen geklopft habe. Die Bronzemedaille holte sich demnach Andreas Philippi, der mit seinem Team in Göttingen 22.000 Haushalte abgeklappert habe.

"Rennen" bis zuletzt

Die Drei-Millionen-Zahl bestätigte Klingbeil erstmals am Freitag bei der Abschlusskundgebung der Sozialdemokraten. "Wir haben ja gesagt, wir wollen, dass unsere Partei an den Haustüren unterwegs ist", sagte er. Die Zielmarke von drei Millionen Türen sei bereits am Donnerstag erreicht worden - darauf ruhten sich die Wahlkämpfer jetzt aber nicht aus. "Ich will euch alle noch rennen sehen", betonte Klingbeil.

Für Sonntag deutet sich ein spannender Wahlabend an. In den Umfragen konnte die SPD ihre Führung zuletzt halten, teilweise aber nur sehr knapp. Sie lag je nach Meinungsforschungsinstitut bei 25 bis 26 Prozent - und damit ein bis vier Prozentpunkte vor der Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock liegen in den Umfragen auf dem dritten Platz. Der Ausgang der Wahl gilt angesichts zahlreicher noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler als absolut offen.

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