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Eingeschränktes Adventsshopping: 2G-Regel im Handel - Handelsverband fordert Unterstützung

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Kunden stehen an der 2G-Kontrolle am Eingang zu einem Geschäft in der Schlange..
Statt mit überfüllten Läden müssen sich Verbraucher wegen der 2G-Regel dieses Jahr mit langen Schlangen am Eingang herumschlagen. © Oliver Berg/dpa

In vielen Bundesländern gilt bereits die 2G-Regel im Handel. Der Handelsverband befürchtet große Einbußen - und wendet sich an die Bundesregierung.

Berlin (dpa) - Das Weihnachtsshopping kommt dieses Jahr nicht so richtig in Gang: Schon vom ersten Adventswochenende waren viele Einzelhändler enttäuscht, weil der erhoffte Kundenansturm bliebt aus. Am zweiten Adventswochenende dürften viele Händler nun auch noch die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz zu spüren bekommen: Vielerorts gilt bereits die 2G-Regel für den Einzelhandel. Das hat auch Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der Bürger. Viele Ungeimpfte müssen ihre Geschenke jetzt online einkaufen. Der Handelsverband Deutschland fordert deshalb Unterstützung von der Bundesregierung.

Mit der 2G-Regel für den Einzelhandel haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt zu Geschäften. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs - also etwa Supermärkte, andere Lebensmittelgeschäfte und Drogerien. Ab Samstag (4. Dezember) gilt die Regel bereits in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ebenso wie in Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Sonntag (5. Dezember) beziehungsweise Montag kommen dann weitere Länder hinzu, darunter neben Hessen zum Beispiel auch Sachsen-Anhalt als letztes Bundesland im Osten. Anderswo im Osten galt die Regel schon vor den Bund-Länder-Beschlüssen. In Niedersachsen und Bayern sollen entsprechende Regelungen Mitte kommender Woche in Kraft treten. Wirtschaftsverbände beklagten bereits massive Probleme mit der Umsetzung der Regel.

Um die Folgen der Einführung von 2G-Regeln zu kompensieren, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel. Ziel müsse es sein, „die zu befürchtenden Verluste möglichst schnell und fair abzufedern“, schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den voraussichtlichen nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dafür reichten die bestehenden Entschädigungsregelungen bei weitem nicht aus.

„Bereits heute muss in den Bundesländern, die bereits eine 2G-Regelung für den Handel eingeführt haben, ein Umsatzverlust in den betroffenen Unternehmen von bis zu 35 Prozent festgestellt werden. Im Innenstadthandel sind die Kundenfrequenzen um fast 40 Prozent zurückgegangen“, klagte Sanktjohanser in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die schweren Eingriffe in der umsatzstärksten Zeit des Jahres seien für viele Nicht-Lebensmittelhändler ohne Hilfen nicht zu verkraften.

„Der betroffene Handel darf hier nicht leichtfertig als Kollateralschaden in Kauf genommen werden“, verlangte der HDE-Präsident. Die von der Bundesregierung angebotenen Überbrückungshilfen seien in der aktuellen Form nicht geeignet, um den Handel zu retten. „Wenn ein Händler erst 30 Prozent Umsatzrückgang nachweisen muss, ist es in vielen Fällen schon zu spät.“ Um der Branche zu helfen, müsse die Bundesregelung parallel zur Überbrückungshilfe noch einen Schadensausgleich gewähren. Dieser solle die Schäden abfedern, die durch die Überbrückungshilfe nicht abgedeckt seien. (dpa/sf)

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