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Erstes Drittel vermiest Generalprobe

Turm in der Schlacht: Jerry Kuhn, Torhüter der Kassel Huskies verhinderte beim Testspiel in Bad Nauheim eine Vielzahl an Großchancen, konnte die 2:3-Derbyniederlage dennoch nicht verhindern.

Eine alte Weisheit besagt, dass bei Generalproben etwas schiefgehen muss, damit die Premiere gelingt. Und bei der Generalprobe der Kassel Huskies beim Test-Hessenderby in Bad Nauheim ging vor allem das erste Drittel komplett schief. Der ECK verlor sein letztes Testspiel vorm DEL2-Start trotz Steigerung mit 2:3 (0:2, 1:0, 1:1).

Die Huskies – weiterhin ohne Jamie MacQueen, Joel Keussen, Oliver Granz, Timo Gams und Lukas Laub, dafür mit Hans Detsch – machten zu Beginn nicht den Eindruck, als seien sie schon in Bad Nauheim angekommen. Nach gerade mal sieben Sekunden prüfte Jordan Hickmott das erste Mal Huskies-Torhüter Jerry Kuhn, zwei Minuten später lag Kassel schon zurück. ECN-Verteidiger Kevin Schmidt umkurvte begleitet – aber nicht angegriffen – von Paul Kranz das Tor und schob Kuhn den Puck durch die Beine.

Wer nun hoffte, dieser Treffer wecke die Huskies auf, wurde getäuscht. Für Gefahr sorgten nur die Roten Teufel. Erst rettete Kuhn gegen Taylor Vause (5.), dann parierte er Schmidts Flachschuss (11.) und dessen Kracher von der Blauen Linie (16.) sowie Tristan Kecks Versuch aus kurzer Distanz (19.). Einmal hatten die Huskies auch Glück, als Tobias Wörle das leere Tor nicht traf (12.).

Und die Huskies? Sie fanden gegen das frühe Pressing der Hausherren kein Mittel. Einen einzigen halbwegs gefährlichen Schuss von Tim Lucca Krüger musste Nauheims Goalie Philipp Maurer parieren (11.).

Kurz bevor es in die Drittelpause ging, fiel das verdiente, aber auch glückliche 2:0 für die Gastgeber. Der Schuss von Huba Sekesi prallte vor dem Tor ab, Mick Köhler reagierte schnell und schob den Puck an den Pfosten. Von dort sprang er dem hechtenden Kuhn an den Arm und trudelte über die Linie. Die Rettungsaktion von Tom Geischeimer kam zu spät.

4:12-Schüsse, 6:13-Bullygewinne im ersten Drittel. Was für Worte Trainer Tim Kehler auch wählte, sie zeigten Wirkung. Mit Elan kamen die Huskies aus der Pause, hatten direkt eine Doppelchance durch Stephan Tramm und Detsch – dann fiel auch der erste Treffer für die Blau-Weißen. Jake Weidner fasste sich am rechten Bullypunkt ein Herz und schlenzte den Puck in den Winkel (22.).

Jetzt war es ein echtes Derby – endlich. Offenes Visier auf beiden Seiten, mit Vorteilen für die Huskies. Lois Spitzner scheiterte knapp mit einem Bauerntrick (29.), Brett Cameron fand in der 33. Minute gleich dreimal seinen Meister in Maurer. Aber auch der ECN bekam seine Chancen. Und was für welche. Vause fing den Puck ab und marschierte plötzlich allein mit Keck auf Kuhn zu. Der Torhüter reagierte aber bärenstark (35.). Auch beim Eins-gegen-Eins gegen Jerry Pollastrone (37.) und Pauli war er in höchster Not zur Stelle (38.).

Im Schlussdrittel mussten beide Teams dem Tempo Tribut zollen. Dennoch lag ständig ein Tor in der Luft. Husky Spitzner traf den Pfosten (47.), auf der anderen Seite hatten Vause (49.), Keck (51.) und Pauli (52.) die Chance für die Vorentscheidung.

Und plötzlich stand es 2:2. Maurer begrub einen Schuss von Kranz unter sich, Dustin Reich stocherte nach und die Scheibe trudelte ins Tor (54.). Der Schlusspunkt? Nein, aus dem Nichts erzielte Bad Nauheim den Siegtreffer. Ein Befreiungsschlag wurde zur unfreiwilligen Vorlage, weil Rutkowski strauchelte und Reiter frei vor Kuhn eiskalt blieb. Das 3:2 – die Generalprobe der Huskies ist nicht geglückt. Ein gutes Zeichen für die Premiere nächste Woche?

Tore: 1:0 (2:21) K. Schmidt (Pauli, Reiter), 2:0 (19:19) Köhler (Sekesi, Reiter), 2:1 (21:15) Weidner (Cameron, Spitzner), 2:2 (53:40) Reich (Kranz), 3:2 (57:12) Reiter (Pauli, T. Schmidt)

SR: Becker/Janssen - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Kassel 4 - Z: 1501

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