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FC Deisenhofen bietet beim 3:3 ein echtes Spektakel

Langeweile kam nicht auf beim 3:3 (2:1) zwischen dem TSV Dachau 1865 und dem FC Deisenhofen. Das konnte auch Thomas Werth, Deisenhofens Co-Trainer, bestätigen: „Es war alles drin in diesem Spiel.“

Deisenhofen – Für den FCD ging es mit dem frühen Führungstreffer durch Florian Schmid (6.) optimal los. „Das war zu diesem Zeitpunkt schon verdient“, zeigte sich Werth mit der Anfangsphase sehr zufrieden. Die Deisenhofner beherrschten den Gegner, liefen dann allerdings in einen Konter: Nach einem langen Ball glich Marcel Kosuch, der sich im Laufduell mit FCD-Kapitän Michael Vodermeier behauptete, aus (11.). „Das hat er gut gemacht“, fand Werth. „Und nach diesem Bock von uns ging es praktisch wieder von vorn los.“ Aber alles schien sich zum Guten zu wenden: Schmid holte durch sein energisches Nachsetzen einen Elfmeter heraus. Und hier verfügen die Blauhemden eigentlich über einen sicheren Schützen. Doch diesmal scheiterte Marco Finster an Dachaus Keeper Maximilian Mayer (35.).

Die nächste Großchance ergab sich für den FCD nach einem Rückpass der Hausherren, den der TSV-Schlussmann mit den Händen aufnahm. Der indirekte Freistoß aus fünf Metern landete allerdings in der Mauer (43.) und im Gegenzug unterlief Tobias Nickl ein unglückliches Foulspiel.

FCD-Trainer Sigurdsson sieht Gelb-Rot

Nun also Strafstoß für den TSV und den nutzte Orkun Tugbay zum 2:1 (44.). Nach all diesen Schlüsselszenen war klar, auf wessen Seite das Momentum lag. „Da waren die Dachauer mental natürlich obenauf“, so Werth: „Trotzdem: Wir wollten in der zweiten Halbzeit auf Sieg spielen.“ Aber bald nach dem Wechsel folgte der nächste Rückschlag: Tobias Rembeck sah wegen einer Notbremse Rot (56.). „Der Dachauer läuft zwar Richtung Eckfahne, aber man kann die Rote geben, Rembeck war letzter Mann“, räumte Werth ein. Dass wenig später Hannes Sigurdsson Gelb-Rot sah und auf die Tribüne musste (63.), hatte auch nichts mit einem Protest wegen des Platzverweises zu tun.

Nach Gelb in der ersten Halbzeit wegen einer Diskussion mit dem Unparteiischen erhielt der FCD-Chefcoach die zweite Verwarnung, weil er schnell den Ball holen wollte. „Der Schiedsrichter hatte ihm vorher gesagt, er soll in der Coachingzone bleiben. Ich glaube, er hat nur darauf gewartet“, so Werths Einschätzung.

Von allen Widrigkeiten unbeeindruckt boten die Deisenhofner aber eine tolle zweite Halbzeit. „Nach dem Platzverweis für Rembeck hat jeder zehn Prozent draufgelegt, die Einstellung war sensationell. Und wir haben das Spiel in Unterzahl gedreht“, schwärmte Werth. Martin Mayer (73.) und Niklas Sagner (75.) waren jeweils nach entschlossenen Kontern zur Stelle, sorgten für die Deisenhofner 3:2-Führung.

„Wir wussten aber, dass das noch eine verdammt harte Viertelstunde wird“, gab Werth zu. „Und Dachau hat es dann auch echt gut gemacht.“ Vor allem der auffällige Daniel Leugner, der Alexander Weiser, den Schützen zum 3:3 stark freispielte (81.).

„Unsere Einstellung war super. Schade, dass es am Ende keine drei Punkte waren, aber beide Mannschaften hatten die Chance zu gewinnen. Deshalb ist ein Unentschieden vielleicht das gerechteste Ergebnis“, bilanzierte Deisenhofens Co-Trainer. Gewinner waren die Fans, denn, so Werth: „Ein neutraler Zuschauer hat mir gesagt, das war das schönste Fußballspiel seit langem.“

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker, Nickl, Köber (60. Yimez), Vodermeier, Rembeck, Finster (60. Sagner), Martin Mayer (79. Müller-Wiesen), Gkasimpagiazov, Schmid (90.+2 Förtsch), Bachhuber
Tore: 0:1 Schmid (6.), 1:1 Kosuch (11.), 2:1 Tugbay (44., Handelfmeter), 2:2 Schmid (73.), 2:3 Sagner (75.), 3:3 Weiser (81.)
Rote Karte: Rembeck (56., Notbremse) Besondere Vorkommnisse: Finster scheitert mit einem Foulelfmeter an Torwart Mayer (35.); Gelb-Rote Karte für FCD-Coach Sigurdsson (63.)