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Fortuna Unterhaching bleibt man auch mit Savio Nsereko realistisch

Unterhaching – Florian Darchinger hat sich vom Traumstart nicht blenden lassen. Mit vier Siegen zum Saisoneinstieg war der Kreisliga-Neuling Fortuna Unterhaching gleich mal an die Spitze gestürmt, doch der Trainer behielt den Blick für die Realität: „Auch nach den ersten Spielen haben wir unser Ziel, Platz zehn, nicht aus den Augen verloren. Wir haben am Anfang gut gespielt, hatten aber auch etwas Glück.“

Dass sein Team nach dem frühen Höhenflug mittlerweile auf Platz acht abgerutscht ist, betrachtet Darchinger genauso nüchtern: „Wir sind in den letzten Spielen am Stock gegangen, mit teilweise zehn Verletzten. Die Aufstiegseuphorie ist auch etwas verflogen. Aber in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann stehen wir jetzt da, wo wir uns sehen.“ Immerhin liegen die Fortunen nur drei Punkte hinter dem Dritten SK Srbija, bei dem sie am Sonntag (15.15 Uhr) in München an der Bert-Brecht Allee antreten. Obwohl eigentlich noch die Vorrunde läuft, ist das schon das Rückspiel gegen die Serben. Das erste Duell haben die Hachinger 4:3 gewonnen. „Wir haben im Hinspiel gut dagegen gehalten. Ich finde, Srbija ist fußballerisch die beste Mannschaft der Liga. Unerklärlich, dass sie sich gegen schwächere Gegner so schwer tun. Aber mich interessieren die beiden Spiele danach mehr, da müssen wir sechs Punkte holen“, blickt Darchinger schon auf die Schlüsselpartien gegen die Kellerkinder, zuhause gegen den VfB Forstinning II (Sonntag, 24. Oktober, 14.30 Uhr), und auswärts gegen den SV Hohenlinden (Sonntag, 31. Oktober, 14 Uhr).

Der Coach hofft, dass bis dahin auch sein lange verletzter Torjäger wieder angreifen kann: Antonio Saponaro steuerte in den 15 Spielen der Coronasaison 21 Tore zum Aufstieg bei, traf in der Saison davor sogar 35 Mal. In der Kreisliga ist sein Konto noch leer, weil er kaum spielte. „Er kommt aber langsam wieder“, so Darchinger, der zu schätzen weiß, dass Saponaro noch für die Fortuna stürmt: „Hinter Toni waren Landesligisten und Bezirksligisten her. Aber es gefällt ihm bei uns.“

Saponaro war es übrigens auch, der den Ex-Profi Savio Nsereko, der unter anderem beim TSV 1860, West Ham United und AC Florenz spielte, zur Fortuna lotste: „Vor Corona haben wir im letzten Spiel beim BSC Sendling gespielt, Nsereko hat da als Innenverteidiger Toni bewacht. Die beiden haben sich auf italienisch belabert und eigentlich wollte ihn Savio nach Sendling holen“, erzählt Darchinger. „Die sind aber abgestiegen und wir haben den Spieß dann einfach umgedreht und Savio zu uns geholt.“

Bei der Fortuna spielt Nsereko auf seiner angestammten Position im Sturm. 2008 war der 32-Jährige U19-Europameister, doch von Starallüren sei er weit entfernt, so Darchinger: „Savio hat sich super integriert, er stellt sich in den Dienst der Mannschaft.“

Das ist auch nötig, um zum 30-jährigen Geburtstag der Fortuna im nächsten Jahr richtig jubeln zu dürfen. „Drei steigen direkt ab, zwei müssen in die Relegation. Platz zehn in unserem ersten Kreisligajahr wäre deshalb ein Riesenerfolg, auch mit Blick auf die U17 und U19, für die die höhere Liga natürlich attraktiver ist“, sagt Darchinger, der nicht nur als Trainer, sondern auch als Zweiter Vorstand auf die Zukunft des Vereins blickt. Doch es werde schwer: „Ich schätze, dass es bis zum Schluss eng sein wird, aber ich werde alles dem Ziel unterordnen, dass wir uns in der Kreisliga etablieren.“ UMBERTO SAVIGNANO

Ein sicherer zehnter Tabellenplatz ist das Ziel von Florian Darchinger, Trainer von-Aufsteiger Fortuna Unterhaching. mm

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