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Frankfurt geht auf die Straße: Gegen-Demos zu Querdenker-Aufmarsch

Polizeieinsatz bei einer „Querdenken“-Demonstration in Frankfurt im April 2021.

Die „Querdenken“ Bewegung ruft heute in Frankfurt zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf. Mindestens drei Gegendemos sind bereits angekündigt.

Ein Sprecher der Polizei Frankfurt bestätigt auf Anfrage, dass drei Gegenveranstaltungen zum Querdenker-Aufmarsch offiziell angemeldet wurden. Davon gaben zwei eine angemeldete Teilnehmerzahl von zehn bis 200 Personen an. Wie viele Demonstrant:innen letzten Endes zu erwarten sind, ist jedoch nicht vorherzusehen.

Die Veranstalter der Gegendemos gaben als Versammlungsorte gegenüber der Polizei die Grünfläche an der Schönen Aussicht, den Börneplatz und den Willy-Brandt-Platz. Als Zeitpunkt des Zusammentreffens wurden den Beamten 12 und 13 Uhr genannt.

Frankfurt: „Querdenker“ sammeln sich und treffen auf Gegenproteste

Mindestens drei Gegendemos wollen sich heute in Frankfurt den „Querdenkern“ entgegenstellen. Die wiederum wollen ihre Kritik an den Corona-Maßnahmen auf einer Demonstration, in Form eines Autokorsos und auf zwei Kundgebungen zum Ausdruck bringen.

+++ 12.40 Uhr: Die Gruppe „Aufstehen gegen Rassismus“ hat auf Facebook veröffentlicht, welche Aktionen die „Querdenker“ in Frankfurt planen. Demnach beginnt das lange Wochenende bereits am Freitag mit einem „Adventssingen“ in Bornheim-Mitte mit der Partei „die Basis“. Um 14.30 Uhr wird am Samstag auf dem Opernplatz unter dem Hashtag #SOSforAustralia mobilisiert, um 15.00 Uhr soll ein „World Wide Walkout“ von „Widerstand 4.0.“ auf dem Rathenauplatz steigen.

Zeitgleich soll erneut am Rothschildpark die Großdemo steigen, und schließlich ist für Sonntag, 16.00 Uhr, ein Schweigemarsch mit anschließendem Konzert angekündigt.

Frankfurt: „Querdenker“-Gruppen mobilisieren – Antifa kündigt Widerstand an

Frankfurt – Am vergangenen Samstag (27.11.2021) demonstrierten um die 2700 Menschen (Polizeiangabe) in der Frankfurter Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen. Sie sammelten sich zunächst im Rothschildpark, um dann bis zur Hauptwache durch die Innenstadt zu marschieren. Immer wieder hatte die Polizei die Demonstrierenden dazu aufgerufen, sich an die Abstandsregeln zu halten, jedoch ohne Erfolg.

„Nie wieder Diktatur“ und „Hände weg von unseren Kindern“ riefen die Leute, und es war auffällig, dass sich nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch extreme Rechte in dem Demozug befanden. So soll sich auch der hessische AfD-Vorsitzende Andreas Lichert an den Protesten beteiligt haben, präsent sollen Mitglieder der „Identitären Bewegung“ gewesen sein, wie mehrere Quellen bestätigen.

Frankfurt: „Querdenker“ wollen am 4. Dezember durch die Innenstadt marschieren

Gegenproteste gab es keine, doch das soll sich am 4. Dezember ändern. Für diesen Termin haben sich erneut verschiedene „Querdenker“-Gruppen in der Mainmetropole angekündigt. In den sozialen Netzwerken, darunter in verschiedenen Telegram-Chats, mobilisieren die Frankfurter Gruppe „Querdenken 69“ und „Querdenken 615“ aus Darmstadt für 14.30 Uhr zur Alten Oper. Im Anschluss ab 15.15 Uhr wollen sie durch die Innenstadt ziehen.

„Schluss mit den Demos der Corona-Leugner*innen: Am 4. Dezember auf die Straße!“, heißt es nun in der Ankündigung des Bündnisses „Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ (ASVI). Angekündigt wird ein breiter Gegenprotest, schließlich habe „nicht zuletzt der Mord in Idar-Oberstein* gezeigt, dass unter dem Label ‚Querdenken‘ extrem rechte und antisemitische Positionen in die Öffentlichkeit getragen werden und tödlich enden können“.

Frankfurt: Bündnis mobilisert gegen „Querdenker“-Demo in der Innenstadt

Ab 13 Uhr sollen zahlreiche Menschen in die City kommen und den „Querdenker“-Aufmarsch „zu einem Desaster“ machen. Treffpunkte sind nach derzeitigen Informationen der Willy-Brandt-Platz und der Börneplatz in der Innenstadt. „Antifa in die Offensive“, heißt es am Ende des Aufrufs.

Für das Wochenende liegen dem Ordnungsamt bereits zahlreiche Versammlungsanmeldungen vor. Neben den Demonstrierenden dürfte auch das Polizeiaufgebot entsprechend groß sein. Im Vorfeld warnte die Polizei bereits vor Beeinträchtigungen im Straßen- und im öffentlichen Nahverkehr. (ktho) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.