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Gensunger Wankelmütigkeit bestraft bei sechster Heimniederlage

3. Liga

Durchgesetzt: Auch Gensungens Rechtsaußen Maxim Schalles hatte seine liebe Mühe mit dem überragenden Gästetorwart Maximilian Conzen, kann aber hier eines seiner fünf Feldtore erzielen.

Zweimal kratzte Drittliga-Aufsteiger ESG Gensungen/Felsberg gegen die Bergischen Panther am Ausgleich, doch am Ende hatten die Gäste mit 31:28 knapp die Nase vorn.

Gensungen - Das Warten geht weiter. Der Wunsch nach dem ersten Heimsieg bleibt unerfüllt. Nach dem Signal zum Aufbruch, zur Aufholjagd. Nach dem hautnah erlebten Nachweis, dass die ESG Gensungen/Felsberg in der 3. Handball-Liga endlich angekommen ist. „Es ist frustrierend. Wieder haben wir mitgehalten und wieder stehen wir mit leeren Händen da“, erklärte ESG-Spielmacher Jona Gruber nach der 28:31 (14:16)-Niederlage gegen die Bergischen Panther.

Und sprach damit sowohl den Fans des Aufsteigers wie auch seinen Mannschaftskameraden aus der Seele. Die zeigten sich selbstkritisch (Gruber: „Uns fehlte die Entschlossenheit und die Cleverness“), der Trainer war sauer. „Wir haben die Steilvorlagen des Gegners nicht genutzt“, hatte Arnd Kauffeld an der sechsten Heimniederlage heftig zu knabbern.

Eine „Steilvorlage“ war sicherlich die plötzlich auftretende Verunsicherung der Gäste nach 20 Minuten, die sie eindeutig dominiert hatten. Ausgelöst durch Kauffelds Anweisung, die Schnittstellen der gegnerischen 6:0-Deckung konsequenter zu bearbeiten. Endlich nahm der bis dahin mutlose Positionsangriff der Edertaler Fahrt auf, lockte mit dynamischem Kreuzen und Einläufern sogar den kompakten Mittelblock der Panther aus der Reserve, die sich zudem von einer Manndeckung für ihren Spielmacher (Schlösser oder Überholz) irritieren ließen. So wurde aus einem 8:14-Rückstand zur Pause ein 14:16 und direkt nach Wiederanpfiff verkürzte Maxim Schalles sogar in Unterzahl auf 15:16 (32.) „Mit konstantem Tempospiel war auch diese Abwehr zu knacken“, hatte der Rechtsaußen längst erkannt.

Umso unverständlicher, dass die Gensunger diesen erfolgversprechenden Pfad plötzlich wieder verließen und in die Fehler der Anfangsphase verfielen. „Komplett halbherzig“, beschrieb der ESG-Coach die folgenden Angriffsbemühungen seiner Mannschaft. So konnte der überragende Gäste-Torwart Conzen, der nach eigenen Aussagen wohl „einen guten Tag erwischt hatte“, endgültig zum Matchwinner avancieren. Und seine Vorderleute, angeführt vom dynamischen Simon Schlösser, erneut davon ziehen. Auf 20:26 nach 50 Minuten, ehe die Westdeutschen wohl etwas zu früh einen Gang zurück schalteten. „Wir haben uns zu sicher gefühlt“, erklärte Trainer Marcel Mutz die aus seiner Sicht unnötig spannende Schlussphase.

Die zweite Aufholjagd der ESG endete beim 28:29 (58:26). Sie beendeten - natürlich - der torgefährliche Spielmacher Schlösser mit seinen Treffern zum 28:30 und 28:31 sowie der überragende Maximilian Conzen mit seiner 21. Parade. Zwei Spieler, die nebst der Edertaler Wankelmütigkeit den spielentscheidenden Unterschied ausmachten.