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Glasfaser-Ausbau: Schnelleres Internet für Rhön-Grabfelder Gemeinden

Die Förderverfahren nach der neuen Bayerischen Gigabitrichtlinie schreiten im Landkreis Rhön-Grabfeld weiterhin zügig voran. Nachdem Großbardorf im Mai einen der bayernweit ersten Ausbauverträge auf Grundlage der neuen Förderrichtlinie unterzeichnet hat, sind zwischenzeitlich auch die Förderverfahren für Oberstreu und Heustreu so weit fortgeschritten, dass die Ausbauverträge unterzeichnet werden konnten. So heißt es in einer Mitteilung aus dem Landratsamt. 

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Durch den zwischen der Gemeinde Heustreu und der Telekom Deutschland GmbH unterzeichneten Ausbauvertrag wurde ein vollständiger Ausbau des gesamten Ortsbereiches von Heustreu mit Glasfaser-Hausanschlüssen vereinbart. Mit einem Projektvolumen von 4,2 Millionen Euro sei diese Maßnahme, so die Mitteilung weiter, das größte Ausbauprojekt, welches in der jüngeren Geschichte von Heustreu durchgeführt wird.

Verlegung von über 87 Kilometer Glasfaserleitungen

Zum vollständigen Ausbau des Ortsbereiches von Heustreu müssen mehr als 87 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt, 16 neue Glasfaser-Netzverteiler aufgebaut und über 500 Hausanschlüsse hergestellt werden. Nach Abzug der voraussichtlichen Erträge der Telekom und den staatlichen Fördermitteln (3,2 Millionen Euro) muss die Gemeinde Heustreu selbst noch rund 350 000 Euro beisteuern.

Trotz dieser Belastung für den Haushalt war der Heustreuer Gemeinderat von der Wichtigkeit dieser Ausbaumaßnahme überzeugt. Laut Bürgermeister Ansgar Zimmer- gleichzeitig hauptberuflicher Leiter der Interkomm-IT Rhön-Grabfeld GmbH - werde der bereits aktuell schon sehr hohe Stellenwert einer hochbitratigen Datenanbindung in den kommenden Jahren immer weiter ansteigen.

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Man möchte die Gemeinde bereits jetzt für die Bandbreitenbedarfe der Zukunft rüsten und nicht erst dann aktiv werden, wenn die über die Kupferkabel bereitstehenden Bandbreiten nicht mehr ausreichen, wird Zimmer zitiert.

Ein Mammutprojekt für Oberstreu

Die Ausbaumaßnahme im Gebiet der Gemeinde Oberstreu könne ebenfalls als echtes Mammutprojekt bezeichnet werden, hieß es vom Landratsamt weiter. Mit rund 4,75 Millionen Euro sei die Ausbaumaßnahme in Oberstreu und Mittelstreu das größte Einzelprojekt im Bereich des Breitbandausbaus, welches bisher in Rhön-Grabfeld durchgeführt wurde. Im Gebiet von Oberstreu werden knapp 130 Kilometer Glasfaser verlegt, 18 Glasfaser-Netzverteiler aufgebaut und über 600 Hausanschlüsse hergestellt. Die Ausbauzeit liegt bei vier Jahren und vonseiten der Gemeinde ist ein Eigenanteil in Höhe von 410 000 Euro zu stemmen.

Mit Ausnahme von nur wenigen Adressen im Ortsbereich von Oberstreu werden in Oberstreu und Mittelstreu ebenfalls alle Adressen mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut. Für die überschaubare Anzahl der Adressen, welche aus förderrechtlichen Gründen nicht mit bayerischen Fördermitteln ausgebaut werden dürfen, werde man ebenfalls zeitnah eine Lösung für die Herstellung von Glasfaser-Hausanschlüssen finden, sicherte Bürgermeister Stefan Kießner zu. Dem Gemeinderat war es sehr wichtig, dass das Gemeindegebiet schnellstmöglich für die Bandbreiten-Bedarfe der Zukunft gerüstet wird.

Mit Ballungszentren Schritt halten

Nur wenn man den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen die bestmögliche digitale Infrastruktur biete, könne man in diesem Bereich mit den Ballungszentren Schritt halten und gleichzeitig Vorteile wie niedrige Wohnungs- und Lebenshaltungskosten sowie eine intakte Natur voll ausspielen, so Kießner. Die digitale Infrastruktur sei von entscheidender Bedeutung für die positive Weiterentwicklung einer Gemeinde und hier haben wir künftig die Nase vorne, so Herr Bürgermeister Kießner. "Mit der Ausbaumaßnahme bleiben wir auch in Zukunft ein attraktiver und interessanter Wohn- und Gewerbestandort", freute sich der Bürgermeister.

Für die Telekom sind die Ausbauverträge für das Gebiet des Landkreises Rhön-Grabfeld ebenfalls die ersten Vertragsabschlüsse auf Grundlage der neuen Gigabitrichtlinie. Der Zuständige Josef Scherl brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die bislang schon sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Telekom sowie den Rhön-Grabfelder Städten und Gemeinden fortgesetzt wird.

Infoveranstaltungen für die Bevölkerung

In Oberstreu und Heustreu werde es zu gegebener Zeit eine Informationsveranstaltung für die Bürger und ortsansässigen Unternehmen geben, da jeder Grundstückseigentümer der Verlegung des Glasfaser-Hausanschlusses über sein Grundstück zustimmen muss. Hierzu werden die beiden Gemeinden zeitgerecht einladen. Bereits heute baten die beiden Bürgermeister in der Mitteilung um Verständnis dafür, dass es in der Bauphase zu Behinderungen und Einschränkungen kommen werde. 

Die Vertreter des Landkreises, Lena Cabut und Frank Reichert, freuten sich gemeinsam mit Heustreu und Oberstreu über die weiteren Vertragsabschlüsse. Reichert hofft darauf, dass bis zum Jahresende noch weitere Ausbauverträge unterzeichnet werden können. Man sei auf einem sehr guten Weg zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb des Landkreises.

Das mittelfristige Ziel, wird Reichert zitiert, sei, dass künftig an allen Adressen in Rhön-Grabfeld gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sind. Die Ausbaumöglichkeiten seien jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten abhängig und die letztendliche Ausbauentscheidung werde stets durch den jeweiligen Stadt- bzw. Gemeinderat getroffen.

Gute Breitbandversorgung in Rhön-Grabfeld

Aktuell kann sich die Breitbandversorgung im Landkreis laut der Verantwortlichen sehen lassen. Mit einer Anbindung von mehr als 98 Prozent aller Anschlüsse mit mehr als 30 Mbit/s im Downstream ist die Versorgung als überdurchschnittlich zu bewerten (Main-Rhön und Bayern 97 Prozent, Deutschland 95 Prozent) und man brauche sich auch vor den Ballungszentren nicht zu verstecken. Bei einer reinen Betrachtung der gigabitfähigen Anschlüsse liegt Rhön-Grabfeld mit aktuell 43 Prozent über dem Durchschnitt in der Region Main-Rhön, schließt die Mitteilung.

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