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Glühwein, Lagerfeuer, kleine Runde: Wie Weihnachtsfeiern dieses Jahr aussehen könnten

Köln -

Aufgrund der Corona-Lage halten sich derzeit noch viele Unternehmen mit den Planungen für etwaige Weihnachtsfeiern zurück. „Man merkt derzeit noch die Verunsicherung“, sagte ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbands in NRW am Montag. Bei den Buchungen liege man derzeit noch deutlich unter dem Wert des Jahres 2019 – stehe allerdings besser da als im Vorjahr, als pandemiebedingt Feierlichkeiten in Präsenz entfielen.

„Wir hoffen, dass sich im Zuge einer Stabilisierung der pandemischen Situation und der Öffnungslage viele noch spontan für eine Feier entscheiden.“ Derzeit seien noch Örtlichkeiten verfügbar, die in einem normalen Jahr seit Monaten ausgebucht wären. Auch Weihnachtsfeiern unter freiem Himmel könnten dabei eine Option sein.

Outdoor-Veranstaltungen sind gefragt

Auch Ingrid Hartges, Dehoga-Hauptgeschäftsführerin, verwies im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die Kreativität der Gastronomen. „So können Outdoor-Weihnachtsmärkte mit Glühweinstand, Grill und Eisstockschießen eine Alternative zum klassischen Gänseessen sein.“

Das bestätigt auch Titus Jacobs, Geschäftsführer der Düsseldorfer Eventagentur TJC Events& Incentives: „Outdoor ist ein Thema: Feiern, bei denen draußen am Feuer Glühwein getrunken wird, mit Essen auf die Hand und weniger Menschen.“ Veranstaltungen würden eher mit kleineren Gruppen geplant, die Tendenz gehe außerdem „ganz eindeutig hin zu 2G“. Häufig sei geimpftes Personal eine Anforderung.

Krise noch nicht überwunden

„Wir haben die Krise noch nicht überwunden“, sagte Jacobs weiter. Derzeit liege man bei den Buchungen wohl etwa bei 30 bis 40 Prozent des Normalniveaus. „Zumindest ist das wieder ein zarter Beginn.“

Jacobs Neusser Agentur ist auf Outdoor-Events spezialisiert. Über mehrere Jahre betrieb er die Eisbahn zum Weihnachtsmarkt auf der Düsseldorfer Königsallee, später, als dort eine Baustelle war, eine kleinere Bahn am dortigen so genannten Kö-Bogen, einem Luxus-Einkaufscenter.

Bei den Brauereien läuft es besser

Eine Umfrage unter Mitgliedern des mittelständisch geprägten „Wirtschaftsclub Köln“ deutet aber darauf hin, dass sich das in der Tendenz noch ändern könnte: Dort gaben fast alle Unternehmen an, nach dem Ausfall im vorigen Jahr eine Weihnachtsfeier zu planen.

Bei den Kölner Brauhäusern scheint das Weihnachtsgeschäft schon heute deutlich besser zu laufen als bei der Konkurrenz: Thomas Deloy, Marketing-Geschäftsführer der Brauerei Gaffel berichtet, dass es mindestens so viele Anfragen von Unternehmen für die Weihnachtszeit gebe wie im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Brauerei betreibt auch das großräumige Lokal „Gaffel am Dom“, das auch wegen seiner direkten Nachbarschaft zum Kölner Hauptbahnhof für Weihnachtsfeiern attraktiv ist.

Ähnlich positiv äußerte sich Ralph Oerder, der bei der Brauerei Malzmühle für Reservierungen und Sales verantwortlich ist. Die Nachfrage nach Buchungen bei Weihnachtsfeiern sei so gut wie vor Corona. Diese Tendenz bestätigt Christian Kerner, Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbandes auf Anfrage für andere Mitgliedsunternehmen. „Es scheint so, dass die Brauhäuser grundsätzlich zufrieden sind mit den Buchungen“, sagte Kerner. Die Gastronomen berichteten überwiegend von einer guten Nachfrage.