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Gute Auftragslage - Ja, es gibt noch Mühlenbauer!

Einer der Letzten seiner Zunft Ja, es gibt noch Mühlenbauer!

Gottfried Schumann arbeitet aktuell an einem Wasserrad für den Roeder-Stollen in Goslar (Niedersachsen)
Gottfried Schumann arbeitet aktuell an einem Wasserrad für den Roeder-Stollen in Goslar (Niedersachsen)Foto: Pastierovic

In seinem Alter gehen eigentlich viele in Rente. Aber Gottfried Schumann (65) will noch mindestens zehn Jahre weitermachen.

Er ist einer der letzten Mühlenbauer Deutschlands. Seit 1990 führt er den Betrieb seines Vaters Reinhold, von dem er das Handwerk von der Pike auf gelernt hat, in vierter Generation in Mulda (Sachsen).

„Die Auftragslage war noch nie so gut wie heute“, freut er sich. Im Moment baut er ein Wasserrad mit acht Meter Durchmesser aus Lärchenholz für den Roeder-Stollen im früheren Bergwerk in Goslar. „Wir warten und restaurieren bis zu 40 historische Mühlen, die zumeist Museen sind. Aber es gibt in Sachsen auch noch drei, in denen tatsächlich Mehl gemahlen wird.“

Allesamt Raritäten, nachdem die DDR-Planwirtschaft für ein Mühlensterben gesorgt hatte. „Mein Vater hatte den Betrieb deshalb um Metallbauerzeugnisse erweitert. Ich wusste schon mit fünf Jahren, dass ich irgendwann mal einsteigen würde.“

So lernte er Werkzeugmacher, legte später zudem seine Meisterprüfung im Schlosserhandwerk ab. Nachwuchs gebe es kaum, sagt Gottfried Schumann. Deshalb sei er stolz, drei Gesellen zu haben.

„Ich habe zwar auch zwei Töchter, aber sie haben es meiner Frau nachgemacht und arbeiten im Bankwesen. Das Handwerk ist ein Knochenjob, wenn man zwölf Wochen lang an einem Wasserrad sägt, die schweren Teile heben und zusammensetzen muss. Eben ein echtes Männerhandwerk.“

Eine Vision habe er noch für seinen Betrieb: „Holzsaunen haben es mir angetan. Vielleicht erweitere ich das Angebot. Dann könnten meine Gesellen übernehmen.“

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