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Haarfarbe im Ökotest: Sieger brillieren – aber Gefahr lauert bei fünf Produkten

Wer seine Haare färbt, sollte aufpassen, was in dem Produkt steckt. Einige können ernsthafte gesundheitliche Schäden hervorrufen – selbst wenn Bio draufsteht.

Deutschland – Ob blond, braun, rot, schwarz, pink oder grau: Inzwischen kann man sich nahezu jede Haarpracht selbst färben. Das Angebot in den Super- und Drogeriemärkten ist enorm. Der Umwelt zuliebe gibt es inzwischen auch viele vermeintlich naturfreundliche Produkte. Jedoch zeigen die Tests von Ökotest, dass bei einigen „alternativen“ Produkten gesundheitsschädliche Stoffe enthalten sind, berichtet RUHR24*.

Haarfarben bei Ökotest: Pflanzliche überragen – alternative Farben mit gesundheitsgefährdenden Stoffen

Insgesamt untersuchte Ökotest zwölf braune Pflanzen- und Alternativ-Haarfarben. Das Ergebnis überrascht: Denn bei dem Test gab es kein grau – nur schwarz und weiß. Denn alle Testsieger erhielten die Bestnote sehr gut, alle Verlierer fielen mit der vernichtenden Bewertung „ungenügend“ durch.

Durchgefallen sind alle alternativen Haarfarben, denn statt pflanzlichen Inhaltsstoffen setzten sie auf chemische Oxidationsfarben. Anstatt sich dabei – anders als bei pflanzlichen Farben – auf die Haare zu legen, dringen die Farben ins Haarinnere und greifen die Melanin-Pigmente an (mehr Testberichte* bei RUHR24).

Haarfarben im Test: Ökotest warnt vor Allergie durch chemische Farben

Die Verpackung verspricht: grün, Öko, Natur. Der Inhalt zeigt das Gegenteil. Die chemischen Oxidationsfarben enthalten aromatische Amine. Wie Ökotest mitteilt, seien diese in allen Permanent-Haarfarben enthalten: „Darunter einige, die das EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene einstuft. p-Phenylendiamin (PPD) gehört dazu, Toluene-2,5-Diamine Sulfate oder HC Red No.3.“

Das sorgt nicht nur für eine neue Haarpracht, sondern kann auch die Gesundheit gefährden. Denn bei der Verwendung kann es zu einer Allergie kommen. Tritt einmal eine Kontaktallergie auf, die sich durch schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Juckreiz bemerkbar macht, begleitet die Allergie den Verbraucher ein Leben lang.

Bei Haarfarben sollte man Vorsicht walten lassen. Einige beinhalten gefährliche Stoffe.

Haarfarben im Ökotest: Es gibt fünf Verlierer – Allergie- und krebserregende Stoffe entdeckt

Doch damit nicht genug. Denn in den Oxidationshaarfarben sind auch halogenorganische Verbindungen (AOX) enthalten. Diese können nicht nur allergie-, sondern auch krebserregend sein. Drei der fünf Verlierer im Test sind:

Haarfarben im Ökotest: Bio ist nicht gleich Bio – Verbraucher müssen aufpassen

Viele Versprechungen, wenig Inhalt ist etwa bei Biokap Haarfarbe mit Bio-Arganöl der Fall. Wie das von Ökotest beauftragte Labor herausfand, zählt zu den sechs aromatische Aminen auch p-Aminophenol. Es ist möglich, dass dieser Stoff genetische Defekte verursachen kann. Das hat mit Bio wenig zu tun.

Die alternative Haarfarbe von Korres lässt ebenfalls das grüne Bewusstsein vermissen. Die künstlichen Moschusdüfte gelangen über Abwasser in die Umwelt. Dort bedrohen sie die Gewässer.

Ehe die grauen Strähnchen also überdeckt werden, sollte vorher die Verpackung genau überprüft werden – schließlich verstecken sich dort ernsthafte Gefahren. Doch nicht nur bei der Haarfarbe muss aufgepasst werden, auch bei nachhaltigen Shampoos sollte die Qualität gegengecheckt* werden. Und dann steht einer schicken neuen Frisur nichts mehr im Weg. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sajjad Hussein/AFP

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