Germany

Hochwasserschutz für Kallmuth: Erftverband stellt Pläne vor

Mechernich-Kallmuth -

Wenn im Mechernicher Stadtgebiet Hochwasser droht, trifft es die Kallmuther wegen ihrer Lage zuerst. Schon nach dem schweren Hochwasser 2016 ließ die Stadt deshalb prüfen, wie der Ort vor den Wassermassen geschützt werden kann. Nach der Flutkatastrophe ist die Diskussion wieder aufgeflammt. Aus dem ursprünglich geplanten Regenrückhaltebecken soll nun laut Erftverband ein Hochwasserbecken werden. Den Kallmuthern reicht das nicht. Sie fürchten, dass das nächste Hochwasser sie trifft, bevor das Becken fertiggestellt ist.

Die Stadt sei schon 2016 in die Überlegungen eingestiegen, etwas zu tun, sagt der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. „Wir haben mit Grundstückseigentümern gesprochen und Flächen unter dem Aspekt Regenrückhaltung betrachtet.“

Daraus sei die Idee entstanden, am Ortsrand von Kallmuth Richtung Scheven ein Becken zu bauen. „Das Wasser, das vom Kallmuther Berg runterkommt, wollten wir seitlich von der Kreisstraße aufnehmen und durch den Ort leiten“, erläutert Hambach. Er stellt aber auch klar: In den ursprünglichen Plänen der Stadt gehe es nicht um Hochwasserschutz, sondern um Regenrückhaltung.

Feybach muss zwei Meter breit werden

Ähnlich sind die Pläne, die Dr. Christian Gattke vom Erftverband dem Mechernicher Planungsausschuss vorgestellt hat. Zunächst müsse der Feybach mindestens zwei Meter breit werden, damit er auch das Wasser ableiten könne, so Gattke. Bisher fließt der Bach laut der Gewässerkarte des Landes NRW bis vor den Ort und biegt dann ab. Er müsse aber entsprechend der tiefsten Linie durch den Ort.

Der Bach solle offen am Gemeinschaftshaus vorbei und durch die Gärten von Anwohnern geführt werden, erläutert Gattke. „Dafür müssen aber einige Gartenhäuschen verlegt werden.“ Teilweise solle der Bach auch durch ein Rohr unter dem Ort hindurchfließen. „Ist das Wasser im Bach, können wir Hochwasserschutz leisten. Das Wasser, das in der Fläche abläuft, ist nicht Sache des Erftverbandes“, sagt der Gewässerexperte.

Pläne, das Oberflächenwasser der Kreisstraße 28 abzufangen, gibt es ebenfalls. Sie unterscheiden sich aber von denen der Stadt: „Das Oberflächenwasser sollte nach Möglichkeit um den Ort herum und nicht in das örtliche Netz geleitet werden“, sagt Gattke. Hierzu schlägt er unter anderem Flutgräben neben Feldwegen vor. Auch das Rückhaltebecken oberhalb der Ortslage befürwortet Gattke. Da es sich dann aber um ein Hochwasserrückhaltebecken handele, sei ein Genehmigungsverfahren nach dem Wasserhaushaltsgesetz nötig – und das verzögere den Bau zusätzlich.

Baubeginn frühestens Ende 2022

„Ende des Jahres sind wir fertig mit der Analyse, was hier zu tun ist und wie viel Retentionsvolumen geschaffen werden muss, um Kallmuth bestmöglich zu schützen“, sagt Gattke. Ob das für ein 100-jährliches Ereignis reiche, werde sich noch zeigen. „Mehr als ein zehnjährliches Ereignis ist aber schon drin.“ Danach will der Erftverband mit der Planung für das Becken beginnen. „Bei der Größe dauert das nicht so lange. 2022 können wir dann einen Antrag stellen. Danach haben wir das Verfahren nicht mehr in der Hand, und es liegt beim Kreis.“ Arbeite der Kreis zügig, gehe er von einem Baubeginn frühestens Ende nächsten Jahres aus, so Gattke. „Früher geht das nicht.“

Robert Ohlerth, dem Ortsvorsteher von Kallmuth, geht das nicht schnell genug. Seit fünf Jahren verspreche die Stadt dem Ort besseren Schutz. „Erst prüft die Stadt, dann tauscht sie Flächen mit einem Landwirt. Jetzt hat sie es an den Erftverband übergeben – und der überprüft es schon wieder“, sagt Ohlerth. „Im Notfall – in dem wir uns ja befinden – muss auch mal schneller was passieren.“ Der Ortsvorsteher schlägt vor, schnell kleinere Maßnahmen umzusetzen. An mehreren hochgelegenen Feldwegen etwa, unter anderem Richtung Vollem, könne der Erftverband sofort loslegen. „Kleine Flutgraben reichen schon aus. Es hilft bestimmt auch, wenn die Stadt die vorhandenen Gräben in trockenen Jahren von Treibgut und Holz befreit. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.“

Nicht nur die Kallmuther haben ein Interesse an schnellem Hochwasserschutz. Das Wasser, das in Kallmuth aufgehalten wird, fließt nicht nach Eiserfey und Vollem.

Football news:

Conte ist bereit, Manchester United zu führen, will aber einen 3-Jahres-Vertrag
Mike Richards: Bei Manchester United wollen alle Top-Star sein, nicht laufen und den Ball wegwerfen. Das ist kein Team
Modric über 400 Spiele für Real: Alles von Anfang an perfekt. Er hat sich seinen Traum erfüllt, hier zu spielen
Neville über Solskjaer: Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Fans von Manchester United von mir abwenden würden, weil sie denjenigen unterstützen, der die Champions League für uns gewonnen hat
Nach dem 0:5 gegen Liverpool sagte Sulscher den Spielern, dass sie kämpfen müssen, und rief sie zur Einheit auf
Wanda Nara kehrte zu Icardi zurück, nachdem er der Scheidung zugestimmt hatte. Wanda Nara, der Agent von PSG-Stürmer Mauro Icardi, kündigte die Wiedervereinigung mit dem Fußballer an
Uli Hoeneß: Lukas Hernandez muss wegen des vor vielen Jahren Geschehenen ins Gefängnis. Völliger Unsinn, das ist seine Frau, der Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, hat sich über die Situation um Mannschaftsverteidiger Lukas Hernandez geäußert