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Hockey-Herren im Halbfinale: Nach Hitzeprobe winkt irre Medaillen-Serie

Hockey-Herren im Halbfinale Nach Hitzeprobe winkt irre Medaillen-Serie

Die Hockey-Teams sind eine Bank, wenn es um internationale Ehren für Deutschland geht. Dieser Rolle werden die Männer auch in Tokio gerecht. Sie erreichen souverän das Halbfinale. Damit ist die fünfte Olympia-Medaille in Serie ganz nah.

Die deutschen Hockey-Herren haben bei den Sommerspielen von Tokio die Hitzeprobe gegen Olympiasieger Argentinien bestanden und souverän das Halbfinale erreicht. Das Team von Bundestrainer Kais al Saadi setzte sich zum Auftakt der K.-o.-Runde bei mehr als 30 Grad im Oi Hockey Stadium mit 3:1 (1:0) gegen Olympiasieger Argentinien durch. Die deutschen Treffer erzielten Lukas Windfeder (19. Minute/48.) und Timm Herzbruch (40.) jeweils per Strafecke.

"Es war ein unfassbar intensives Spiel. Es war uns bewusst, dass wir uns auf die Defense konzentrieren müssen", sagte Doppel-Torschütze Windfeder. "Das gibt uns Selbstvertrauen für das weitere Turnier." Auch Coach al Saadi war mit dem abgeklärten Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden: "Wir hätten gerne mehr Spektakel geboten, aber für einen Trainer ist so ein stabiler Sieg immer ein bisschen wertvoller, weil es gezeigt hat, wie erwachsen wir gespielt haben."

Mit dem Erfolg nahm die Auswahl des Deutschen Hockey-Bunds erfolgreich Revanche für die Niederlage im Halbfinale von Rio vor fünf Jahren und hat die Chance auf die fünfte Olympia-Medaille in Serie. In der Runde der besten Vier geht es am Dienstag gegen den in Tokio bislang ungeschlagenen Topfavoriten Australien, der sich mit 3:0 im Shoot-Out gegen Europameister Niederlande durchsetzte. "Es ist eine sehr athletische, sehr kraftvolle, sehr schnelle Mannschaft", analysierte al Saadi den nächsten Gegner. "Sie sind extrem torgefährlich und sind hart zu bespielen."

Deutsches Team ist effizient

Bei hoher Luftfeuchtigkeit agierten sowohl Deutschland als auch Argentinien zunächst verhalten, im ersten Abschnitt gab es keine nennenswerte Torszenen. Die erste Möglichkeit nutzte der Mülheimer Windfeder per Strafecke zu seinem vierten Turniertreffer und ließ dem 42 Jahre alten argentinischen Keeper Juan Manuel Vivaldi keine Chance.

Bislang hatte das deutsche Team bei dem Turnier in Tokio jeweils abwechselnd medaillenreife und schwächere Auftritte gezeigt. Nun trat die DHB-Auswahl nach dem 3:1 zum Abschluss der Vorrunde gegen die Niederlande konzentriert auf, überstand auch fünf Minuten in Unterzahl ohne Probleme.

Im Sprühregen der Ventilatoren versuchten sich die Spieler abzukühlen, der Platz wurde in der Halbzeit intensiv gewässert. Dem inzwischen in die Jahre gekommenen Team von Rio-Olympiasieger Argentinien war der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. Auf feine Vorlage von Kapitän Tobias Hauke erhöhte Herzbruch. Kurz vor Ende des dritten Viertels traf Constantin Staib mit der Rückhand den Pfosten.

Auch im Schlussabschnitt blieb das deutsche Team effizient: Windfeder verwertete die nächste Strafecke. Schlussmann Alexander Stadler musste sich zwar noch beim Strafecken-Treffer durch Maico Casella Schuth (52.) geschlagen geben, in größere Gefahr geriet der verdiente Sieg jedoch nicht mehr.

Die deutschen Hockey-Damen treffen in ihrem Viertelfinale am Montag (2.30 Uhr MESZ) ebenfalls auf Argentinien.

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