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Hoeneß ätzt gegen Vegetarier und Veganer - und bekommt deftige Quittung von prominenter Seite

Bratwürste sind Uli Hoeneß‘ unternehmerisches Standbein. Veganer Ernährung kann der Ehrenpräsident des FC Bayern nichts abgewinnen.

Weil Uli Hoeneß Veganer und Vegetarier als „militant“ bezeichnete, bekommt der Ehrenpräsident des FC Bayern jetzt heftigen Gegenwind von allen Seiten.

München - Es gibt Themen, die werden emotionaler diskutiert als andere. Fleischfreie Ernährung gehört mit Sicherheit dazu. Dementsprechend groß ist der Widerhall, wenn Promis dazu Stellung beziehen. Und wenn der Promi dann noch Uli Hoeneß* heißt und in gewohnter Manier losledert, dann ist der Aufschrei riesig. Nach seiner Brandrede für die Fleischeslust bekommt der Ehrenpräsident des FC Bayern München in den sozialen Medien verbale Schellen – und deutsche Filmstars fordern den 69-Jährigen jetzt auf, seine Blutwerte und CO2-Bilanz offenzulegen.

Was ist passiert? Hoeneß erklärte am Sonntag (17. Oktober) beim Radiosender Antenne Bayern erst, dass er die Ernährung von anderen respektiere und sagte dann ein paar Dinge, die das Gegenteil vermuten lassen: „Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf Dauer nur krank werden“, sagte Uli Hoeneß im einstündigen Radio-Talk.

Hoeneß schimpft wegen vegetarischem „Zeug“ und teilt gegen Veganer aus

Er habe es versucht, vegetarisch zu essen, aber „das Zeug“ schmecke ihm nicht, erklärte Hoeneß: „Weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Rostbratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker“. Veganer und Vegetarier bezeichnete der ehemalige Bayern-Boss und Mitgründer der Bratwurst-Firma HoWe als „militant“. Rumms!

Bei Twitter schlagen diese Aussagen hohe Wellen. „Wieso ist Hoeneß überhaupt noch öffentlich salonfähig?“, fragte ein User, „unglaublicher Dummkopf“ meinte ein anderer. Vor allem Hoeneß‘ Diagnose, wonach alle Veganer krank würden, belustigt das Netz. Ein User überschreibt ein Foto, das den Bratwurstsemmel-essenden Hoeneß zeigt, mit „Gesichtsfarbe purple red, aufgrund der guten Durchblutung versteht sich.“ Selbst der Nachrichtensender ntv twittert in Anspielung auf Hoeneß‘ Steuerhinterziehung etwas süffisant: „Uli Hoeneß kennt sich nicht nur mit Fußball und Steuern aus, sondern auch mit Würstchen. Bei Veganern diagnostiziert er: ,Die werden nur krank.‘“

Hoeneß grillt „militante“ Veganer – jetzt bekommt er von Promis sein Fett weg

Film-Star Hannes Jaenicke, ein Veganer aus Überzeugung, meint zu Bild: „Na ja, von den Knochen gefallen bin ich noch nicht. Militant bin ich auch nicht und meine CO2-Bilanz ist vermutlich besser als die von Uli Hoeneß.“ Auch Jaenickes TV-Kollegin Ursula Karven will die Aussagen von Uli Hoeneß so nicht stehen lassen: „Ich bin bekennend vegan und nicht militant. So oder so: Uli Hoeneß liegt falsch. Aber er ist ja auch der Sohn eines Metzgers, wenn ich mich recht erinnere. Wir können auch gerne die Blutwerte vergleichen: Ich meine und Herr Hoeneß seine.“ (jo) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA