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„Ich sehe nicht mehr aus wie ich selbst“

Ex-Topmodel Linda Evangelista ist nach eigener Aussage durch eine Schönheitsbehandlung „brutal entstellt“ worden. Sie habe vor rund fünf Jahren ein Cool Sculpting durchführen lassen, mit dem sie Fettzellen wegfrieren lassen wollte. Dieses Verfahren funktioniert nach dem Prinzip der Kryolipolyse. Auf die zu behandelnden Körperstellen wird dabei ein spezielles Gerät aufgelegt, dieses saugt das Gewebe mittels Unterdruck an und soll durch kontrolliertes Herunterkühlen Fettzellen abbauen.

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Ungefährlich ist diese nicht-invasive Methode zur Fettreduzierung jedoch keinesfalls, denn bei Evangelista sei ein gegenteiliger Effekt eingetreten – die Behandlung soll zur Zunahme von Fettzellen geführt haben. Trotz zweier Korrektur-Operationen sei sie nun „dauerhaft deformiert“ und „nicht wiederzuerkennen“, worauf sie in tiefe Depressionen verfallen und zur „Einsiedlerin“ geworden sei, schrieb das Model auf Instagram.

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Nun habe sie Klage gegen den Hersteller des bei der verpfuschten Schönheitsbehandlung eingesetzten Gerätes eingereicht, „um die Scham loszuwerden“ und ihre Geschichte öffentlich zu machen. „Ich möchte wieder mit erhobenem Kopf vor die Tür treten, auch wenn ich nicht mehr wie ich selbst aussehe.“ 50 Millionen Dollar (umgerechnet 42,6 Millionen Euro) Schadenersatz verlangt die 56-Jährige vom Unternehmen Zeltiq Aesthetics. Die in der Klageschrift geforderte Summe begründet sie mit „dauerhafter Verletzung und Entstellung, Schmerz und Leid, schwerwiegender emotionaler Belastung und Seelenqual und wirtschaftlichen Verlusten“, denn die schiefgegangene Fettvereisung habe „ihre Karriere und ihren Körper ruiniert“.

So sei sie nicht mehr in der Lage, „ein Einkommen als Model zu verdienen“. Seit den Eingriffen im Jahr 2016 erzielte Evangelista eigenen Angaben zufolge „keinerlei Einkommen durch Modeln“ mehr – mit Ausnahme einer nachträglichen Zahlung für eine frühere Werbekampagne für ein Parfüm. In ihrer Klageschrift wirft das frühere Supermodel dem Unternehmen zudem vor, mögliche Nebenwirkungen verschleiert zu haben.

Die Kanadierin hatte 1990 die Ära der Supermodels mit eingeläutet, nachdem Starfotograf Peter Lindbergh die Fab Five – Cindy Crawford, Naomi Campbell, Christy Turlington, Tatjana Patitz und Evangelista – im New Yorker Meatpacking District für die britische „Vogue“ fotografiert hatte.

Zum mutigen Instagram-Post gratulierte ihr die Modeszene, vor allem von ihren einstigen Modelkolleginnen wie Cindy Crawford, Naomi Campbell oder Helena Christensen erfuhr Evangelista viel Zuspruch. „Ich applaudiere für deinen Mut und deine Stärke, deine Erfahrung zu teilen. Ich kann mir den Schmerz nicht vorstellen, den du in den letzten fünf Jahren seelisch durchgemacht hast, aber jetzt bist du frei davon. Erinnere dich daran, wer du bist, was du erreicht hast, welchen Einfluss du hast und wie viele Menschen du berührt hast, und das tust du immer noch, indem du deine Geschichte erzählst. Ich bin stolz auf dich und unterstütze dich bei jedem Schritt auf deinem Weg“, schrieb etwa Campbell.

Linda Evangelista, Naomi Campbell, Polly Mellen und Christy Turlington tanzen einen Cancan, 1989

Linda Evangelista, Naomi Campbell, Polly Mellen und Christy Turlington tanzen einen Cancan, 1989

Quelle: Ron Galella Collection via Getty Images/Ron Galella

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